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„Die zunehmende Dichte der Erdbevölkerung hat eine Verschiebung der Werte herbeigeführt. Was einst Allgemeingut war, wird für den modernen Menschen zum Gipfel des Luxus. Nichts kommt uns Stadtbewohnern so kostbar und köstlich vor wie reine Luft, Quellwasser, freier Raum, Stille, Muße. Dinge, die einst wertlos schienen, weil sie umsonst und reichlich vorhanden waren, erweisen sich auf einmal als kostbare Güter, von deren Besitz unser Schlaf, unser körperliches Wohlbefinden, unsere geistige Gesundheit also ganz einfach das Fortbestehen der Menshheit – abhängen.“
„Uns steht in absehbarer Zeit im Laufe der drei nächsten Generationen - ein Geschehen bevor, 'das große Ereignis', das sich zwar nicht auf einen Schlag ereignen, doch Zug um Zug seine Konsequenzen zeitigen wird. Ein Unternehmen, dessen Ausgaben steigen und dessen Einnahmen sinken, muß eines Tages Bankrott machen. In der Situation dieses Unternehmens befindet sich heute die Menschheit: während die Erdbevölkerung und ihre Konsumansprüche wachsen, gehen die von der Natur angesammelten Rohstoffe ihrer Erschöpfung entgegen. Am Schnittpunkt der beiden Kurven wird etwas geschehen. Ein Ereignis steht bevor, das entweder die Züge einer Mutation oder diejenigen einer Katastrophe tragen wird, je nachdem, ob rechtzeitig vor dem Schnittpunkt der Entwicklungskurven eingegriffen oder passiv der fatale Ausgang abgewartet wird. Leider bleibt das Bewußtsein der Gefahr hinter dem Tempo der Entwicklung zurück. Die Rohstoffvorkommen des Planeten werden im beschleunigten Raubbau ausgebeutet, während die globale Organisation unseres Lebensraums kaum vorankommt.“
(aus: Pierre Bertaux (1963) Mutation der Menschheit. Zukunft und Lebenssinn, Scherz, Frankfurt/M. S. 82, S. 172)
Die Kolonialisierung der Welt und unseres Denkens darzustellen ist Icíar Bollaín in dem Film „Und dann der Regen“ in einer Mehrschichtigkeit gelungen, die verdeutlicht, dass das Raumschiff Erde keinen Notausgang hat (Peter Sloterdijk) und wir Zuschauer und Akteure in einem schon vor Jahrzehnten vorhergesagten Drama sind, das zur Tragödie werden kann.
(www.und-dann-der-regen.de/; de.wikipedia.org/wiki/Tambi%C3%A9n_la_lluvia);
Denn wir müssen von einer anthropologischen Konstante ausgehen, die Bertaux bezeichnete:
„Doch ist auch die Trägheit des Geistes - womit ich die ungeheureSchwierigkeit meine, die es bereitet, einen ungewohnten, wirklich neuen Gedanken aufzunehmen – weitaus größer, als ich anfangs vermutete. Und selbst wenn es schließiich gelingt, etwas abstrakt zu begreifen, ist es noch ein weiter Weg, bis man anfängt, die Konsequenzen daraus zu ziehen. Die klare Vorstellung, der reine Begriff genügen nicht; ihr Inhalt muß in den dunklen Bereich der Gefühlsregungen hinabdringen, bevor der Gedanke wirksam wird, bevor der Mensch, der etwas w e i ß , es auch g l a u b t und schließlich danach h a n d e l t . Es kann lange dauern, bis eine anerkannte Wahrheit, so dringend sie auch sei, das Verhalten des Individuums und der Gesellschaft beeinflußt. Haben wir so lange Zeit? Und wenn nicht, was dann ?“ (aus: Pierre Bertaux (1963) Mutation der Menschheit. Zukunft und Lebenssinn, Scherz,Frankfurt/M. S. 170)
Yann Arthus Bertrand (www.youtube.com/watch?v=IbDmOt-vIL8) zeigt in seinem Film HOME Luftaufnahmen aus über 50 Ländern. Die Bilder verdeutlichen uns komplexe Zusammenhänge, ohne dass es komplizierter Erklärungen bedarf. Der Wassernotstand am Aralsee, in Kasachstan, in Afrika wird plastisch deutlich. HOME zeigt überwältigende Panoramen unserer natürlichen Umwelt, aber auch der Narben, die die menschliche Zivilisation auf der Erde hinterlässt. HOME will bewusst machen: es ist Zeit zu handeln!
„Über vier Milliarden Jahre herrschte auf der Erde ein empfindliches, aber stabiles Gleichgewicht. Weniger als 200.000 Jahre hat der Mensch gebraucht, um dieses Gleichgewicht vollkommen durcheinander zu bringen. Globale Erwärmung, Verknappung der Bodenschätze, bedrohte Artenvielfalt: der Mensch gefährdet die Grundlagen seiner eigenen Existenz.“
Der Schriftsteller und Ökonom Erik Orsenna, Mitglied der Academie francaise und Direktor des Centre International de la Mer weist auf eine in ihren Folgen dramatische Entwicklung hin, auf die im übrigen Wissenschaftler, aber auch Politologen schon seit langem hingewiesen haben, etwa in der Analyse der ökologischen Hintergründe der Konflikte im Nahen Osten. Es geht um „Die Zukunft des Wassers“. Das Wasser als Grundlage allen Lebens ist der Ausgangspunkt von Orsennas Überlegungen: „Am Anfang aller Humanität steht das Wasser. Am Anfang aller Würde, aller Gesundheit, aller Bildung, aller Entwicklung.“
„Der Inhalt des Buches ist harter Stoff, die Zukunftsperspektiven sind alles andere als rosig, dennoch hofft der Rezensent mit vielen anderen optimistischen Menschen (vgl. Sandra Richter, Lob des Optimismus, C.H. Beck 2009), dass das, was im Zusammenhang mit Finanzkrise und Erdwärmung in den letzten beiden Jahren an zuvor nicht für möglich gehaltener internationaler Zusammenarbeit möglich war, sich noch weiter entwickeln wird und mithelfen kann, neben dem Engagement jedes einzelnen, das Orsenna für unabdingbar hält, der Welt und ihren Lebewesen eine Zukunft zu erhalten. Wer wie der Rezensent in einer Familie lebt mit einem kleinen Kind, der kann gar nicht anders denken und handeln.“ (www.berlinerliteraturkritik.de/detailseite/artikel/die-grundlage-allen-lebens.html) vgl. auch : www.perlentaucher.de/buch/33782.html
Fazit: Die Mütter, die in Cochabamba 2001 gegen die Privatisierung des Wassers bei einer Preiserhöhung um 300% protestierten und nach zwei Monaten Generalstreik die Regierung Banzer zum Abdanken und die Fa. Bechtel zum Rückzug zwangen, sollten hier bekannter sein. Sie haben klar gemacht: „Trägheit des Geistes“ ist eine westliche Krankheit, man könnte auch sagen: ein Zivilisationsschaden.
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Die Menge zur Verfügung stehenden Süßwassers sinkt. Die Zahl der lebenden Menschen steigt.
Die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen sinken, der Nahrungsbedarf der hungernden Menschen steigt. Die Desertifikation schreitet voran, die Rekultivierung dieser Flächen ist bislang nur ein Propagandaprojekt. Immer mehr Menschen sammeln sich an Orten, an denen Wasser in begrenzten Mengen noch zur Verfügung steht. Wie lange noch kann man es trinken, da immer mehr Menschen in die Flüsse sch....? Jedes Jahr sinkt der Grundwasserspiegel (z.B. in Indien, Afrika), weil zuviel entnommen wird, damit der Weizen oder der Reis wachsen kann. Jedes Jahr schwemmen sintflutartige Regenfluten die Krume weg, das Wasser fließt ab ... Jedes Jahr ein wenig mehr und manchmal ... viel mehr. Die Ansprüche und die Wirklichkeit erfüllen ein Divergenzkriterium. Ansonsten 5* Gruß |
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Ach ja, für einen umfassenden Überblick:
www.emdat.be/ Feuer - Wasser - Dürre - Tod - Erdbeben - Erdrutsche Vom einen mehr, vom anderen weniger ... aber alles fürchterlich und es wird immer mehr, die Kurve steigt, wie die Temperaturkurven |
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schrieb am
02.01.2012 um 00:05
"Die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen sinken, der Nahrungsbedarf der hungernden Menschen steigt. "
Die landwirtschatlich nutzbaren Flächen steigen, wie z.B. in Brasilien, s. drastisch schrumpfender Regenwald. In Kenia, Äthiopien u.a vergrößern sich ebenfalls die Nutzungsflächen- allerdings hungern die Menschen dort weiterhin, weil die angebauten Nahrungsmittel exportiert werden und Wasser fast nur für die Großgrundbesitzer zur Verfügung gestellt wird. Eine andere Katastrophe weitet sich gerade im Mekong-Delta aus: Die Reiskammer Vietnams versalzt gerade und Genetiker suchen fieberhaft nach einem salzresistenten Reis-Gen. Der Grund für diese versalzung sind gewaltige Stauseen, die einen Unterdruck der Mekong-Läufe bewirken, so dass das Meerwasser ungehindert einfließen kann. Die Regierung 'argumentiert', dass die aus den Staudämmen gewonnene Energie für das Land- gemeint ist die Wirtschaft- wichtiger sei. Aber warum bei dem Thema wasser in die Ferne schweifen? Demnächst wird das Grundwasser in Stuttgart einige Etagen tiefer gelegt, da wäre es sinnvoll, schon mal einen Schacht zum Kaffekochen zu planen... |
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FrauSmilla schrieb am 02.01.2012 um 00:05
Ihnen, FrauSmilla, ein gutes neues Jahr. Die landwirtschatlich nutzbaren Flächen steigen, wie z.B. in Brasilien, s. drastisch schrumpfender Regenwald. In Kenia, Äthiopien u.a vergrößern sich ebenfalls die Nutzungsflächen- allerdings hungern die Menschen dort weiterhin, weil die angebauten Nahrungsmittel exportiert werden und Wasser fast nur für die Großgrundbesitzer zur Verfügung gestellt wird. Nun ja, das Problem ist bekannt. So genannte Investoren pachten oder kaufen riesige Gebiete, um dort zukünftig/i> den Nahrungsbedarf der eigenen Sippe oder des eigenen Stammes anzubauen. Der abgeholzte Regenwald wird nicht unbedingt zur nachhaltig nutzbaren Fläche. Die Humusschicht im Amazonas ist ca. 30 cm dick und wird geschützt durch das Wurzelwerk der Bäume. Sind die abgeholzt (Holzernte ), wird der Boden alsbald weggeschwemmt, die letzten Rinder werden eingefangen und verkauft der Rest wird Savanne. Man braucht aber nicht extra darauf zu verweisen, dass – zumindest im letzten und vorletzten Jahr – Wasserknappheit (!!!) im Regenwald herrschte. Keine guten Zeichen. Ja, und einige Indianerstämme werden zwangsumgesiedelt, syphilisiert, mit einigen $$ versorgt und ins Glück entlassen. Eine andere Katastrophe weitet sich gerade im Mekong-Delta aus: Die Reiskammer Vietnams versalzt gerade und Genetiker suchen fieberhaft nach einem salzresistenten Reis-Gen. Der Grund für diese versalzung sind gewaltige Stauseen, die einen Unterdruck der Mekong-Läufe bewirken, so dass das Meerwasser ungehindert einfließen kann. Die Regierung 'argumentiert', dass die aus den Staudämmen gewonnene Energie für das Land- gemeint ist die Wirtschaft- wichtiger sei. Es sind jedoch hauptsächlich die Chinesen am Oberlauf, die die Fluss und seine Haupteinspeisungsadern stauen, um für den großen Sozialismus die Energieversorgung zu garantieren, während die Ernte des sozialistischen Brudervolks in Salzwasser erstickt. Sodann gibt es dort noch das Problem der abgeholzten Mangroven – wegen der leckeren Schrimps – die mit dem vorteilhaften Malachitgrün keimfrei gehalten werden … dieweil die Monsunstürme mit Springfluten am Lande fressen. Aber warum bei dem Thema wasser in die Ferne schweifen? Demnächst wird das Grundwasser in Stuttgart einige Etagen tiefer gelegt, da wäre es sinnvoll, schon mal einen Schacht zum Kaffekochen zu planen... Wenn das die ganze Sorge ist … Kaffee kochen … wenn das Grundwasser sinkt, sackt auch der Untergrund. Die Leute sollten Ihre Häuser photographieren, alles gutachterlich festhalten und diesen dokumentierten Zustand der Betreibergesellschaft zusenden mit dem Hinweis, dass jede Veränderung, insbesondere Setzrisse, zu deren lasten gehen. Man kann da viel machen, FrauSmilla, z.B. nach einer Rücklage für Garantieleistungen verlangen … und das massenhaft. So was dauert. Gruß |
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"zumindest im letzten und vorletzten Jahr – Wasserknappheit (!!!) im Regenwald herrschte."
Im Petén, Guatemalaregenwald konnte man laut den Bauern dort schon vor 5 Jahren Regenwasserknappheit beobachten..., dass sind Zeitbomben, die können wir nur erahnen... |
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dass sind Zeitbomben, die können wir nur erahnen...
Ahnungslosigkeit ist jedoch allzeit der Boden, auf dem politisch korrekte Forderungen tiefe Wurzeln schlagen. So lange solche Probleme als beeinflussbare Größen im Sinne einer Verteilungsgleichung aufgefasst werden, lässt sich gut fordern. An wen will man die Klage richten, wenn die Verteilung unbeeinflussbar ist ... wie es jetzt wohl auf dem Weg ist? Dort wo früher Regen fiel und der Mensch den Boden beackern konnte, kann er es heute nicht mehr wie in der Vergangenheit. Einen anderen Platz, wohin der Bauer sich wenden könnte jedoch gibt es nicht, denn da leben schon welche ... karg, aber sie leben ... teilen geht nicht, denn dann ist's für jeden zu wenig. |
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@ Kunibert Hurtig schrieb am 01.01.2012 um 19:41
Danke für den Link und die Sterne. Erik Orsennas Seite www.erik-orsenna.com/blog wäre auch noch zu erwähnen. |
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@ FrauSmilla schrieb am 02.01.2012 um 00:05
Das Perfide der postkolonialistischen Wirtschaftsbeziehungen besteht darin, dass die Ressourcen da verbraucht werden, wo wenig zu bezahlen ist, der Gewinn aber dort gemacht wird, wo der Preis am höchsten ist. 1 kg Kaffee braucht von Produktion bis zum Verkauf 20 Tausend Liter Wasser, 1 Tasse Kaffee setzt voraus, dass vorher schon 140 l Wasser verbraucht worden sind. Direkt verbraucht ein Kanadier 330 l, ein Amerikaner 300 l, ein Franzose nur 160 l, ein Belgier 120 l Wasser. |
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@ Kunibert Hurtig schrieb am 02.01.2012 um 10:11
Hinsichtlich der industriellen Emissionen hat man ja auch eine Lösung gefunden. Auch wenn dies nur ein erster Schritt von vielen ist, die noch zu machen sind, ist es ein Schritt in die richtige Richtung. Orsenna formulierte: "Das 'virtuelle Wasser' ist die Wassermenge, die zur Produktion der Konsumgüter gebraucht wird. (...) Die Berücksichtigung des virtuellen Wassers könnte (müsste?) den Welthandel lenken. (...) Das Wasser ist eine lokale Ressource, und es wird nie einen Weltwassermarkt geben!" Wer Sushi isst, ist schuld an der Austrocknung afrikanischen Grundwassers. |
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bertamberg schrieb am 02.01.2012 um 16:59
Hinsichtlich der industriellen Emissionen hat man ja auch eine Lösung gefunden. Auch wenn dies nur ein erster Schritt von vielen ist, die noch zu machen sind, ist es ein Schritt in die richtige Richtung. Die historische Dimension dieser Frage geht schon auf Svante August Arrhenius zurück, der um 1900 feststellte, dass CO2 Infrarotlicht bestimmter Wellenlängen absorbiert, ergo wärmer wird. Diese Erkenntnis verschwand in den Annalen der Physik, bis der Club of Rome diesen Tatbestand sowie den enormen Ressourcenverbrauch mathematisch zusammenbrachte. Jahrelang auf dem Markt der Kuriositäten verbannt, gewann das Buch Die Grenzen des Wachstums vor ca. 15 Jahren neue Aktualität. Die Beobachtungen bestätigen die pessimistischen Szenarien. Ein Herman Khan hat einige Zeit später einen Gegenentwurf (für die USA) Ihr werdet es erleben . Der darin zur Doktrin erhobene Optimismus verbunden mit einem unerträglichen Sendungsbewusstsein haben die Welt mit einem Netz aus Irrsinn umwoben und der Warenfetischismus hat in Milliarden Persönlichkeiten tiefe Spuren hinterlassen. Die richtigen Schritte koste(te)n Unsummen und es hat Jahrzehnte gedauert, bis öffentlicher Druck und die gesundheitlichen Schädigungen in eine gesündere Umwelt mündeten. In anderen Ländern wird der Dreck, der heute ungleich giftiger ist als vor 50 Jahren und ungleich höhere Tonnage hat, ungereinigt in die Flusssysteme zurückgeleitet … mit desaströsen Folgen. Ich sehe die ungeheuerlichen Verbrechen im Namen der richtigen Weltanschauung. Orsenna formulierte: "Das 'virtuelle Wasser' ist die Wassermenge, die zur Produktion der Konsumgüter gebraucht wird. (...) Die Berücksichtigung des virtuellen Wassers könnte (müsste?) den Welthandel lenken. (...) Das Wasser ist eine lokale Ressource, und es wird nie einen Weltwassermarkt geben!" In den gegenwärtigen Prozessen wird das Wasser, was die Menschen und das Gewerbe hier verbrauchen recycelt, d.h. gereinigt und in die Wassersysteme zurückgeleitet. Dies wird trotz der Tatsache gemacht, das Wasser im Überschuss verfügbar ist: ca. 185 cKm (Kubikkilometer) Wasser regnen jährlich über Deutschland ab; ca. 23 cKm fließen irgendwo und irgendwie durch menschliche Hände und Einrichtungen. Es ist kein Zufall, dass gerade in Mitteleuropa eine industrielle Infrastruktur entstanden ist, die es uns allen ermöglicht, hinter diesen Tastaturen zu sitzen und über ein ziemlich kompliziertes Netzwerk Nachrichten und Informationen austauschen: Es stand genügend Wasser zur Verfügung, die Fertigungsprozesse (Walzstraßen, Schmieden etc) gestalten zu können. Sich heute darüber zu beklagen, dass wir in dem bequemen Erbe agieren, halte ich für zu kurz gedacht. Das Wasser war schon vorher hier, lange vor dem Menschen. Was jetzt allerdings verändert wird, ist dramatisch, keine Frage. Welche Antwort hätten Sie, welche Antwort werden die betroffenen Menschen wählen? Wer Sushi isst, ist schuld an der Austrocknung afrikanischen Grundwassers. Auch gut, wer atmet, emitiert CO2 … Schande über uns |
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@ Kunibert Hurtig schrieb am 02.01.2012 um 17:55
Orsenna fordert ein Umdenken: "Was wir grundsätzlich begreifen müssen: Wasser ist zwar eine erneuerbare Ressource, wir dürfen aber seinen Kreislauf nicht stören - was durch die Rodung zu vieler Wälder z.B. geschieht." Das Problem der Abholzung bei fehlender Wiederaufforstung begleitet die Menschheit seit dem Neolithikum. Neuseeland war vor der Ankunft der Weißen zu 80% bewaldet, heute nach 200 Jahren sind es nur noch 24% . Deswegen sagt der Volksmund: Wälder gehen den Völkern voran, die Wüsten folgen ihnen. |
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bertamberg schrieb am 02.01.2012 um 18:28
Ein radikales Umdenken würde zunächst zum Ende des Wirtschaftssystems führen und dann sehr wahrscheinlich in einer umfassenden Verelendung riesiger Menschenmassen münden, abgesehen von Unruhen, die damit einhergingen. Aber genau dies wird auch geschehen wenn kein Umdenken erfolgt. Wir stehen hinsichtlich der Gerechtigkeit und des universell geltenden Menschenrechts vor einem unlösbaren logistischen Problem. Das Wasser fällt eben hier herunter und nicht im Sahel. Das ist sicher bitter, aber wir können die Probleme dieser Welt nicht mehr lösen, wir sind ihnen immanent; Initiator eines Experimentes, als dessen Teil es ihm nicht mehr möglich ist, zu den Ausgangsbedingungen zurück zu kehren. Wie sagt Stephanie … Es is ja nu mal wies is |
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schrieb am
02.01.2012 um 22:12
Danke. Ihnen, Herr Hurtig, ebenfalls ein gutes Neues Jahr, in dem Freude überwiegt und Frieden die tieferen Wuzeln gräbt.
"Man braucht aber nicht extra darauf zu verweisen, dass – zumindest im letzten und vorletzten Jahr – Wasserknappheit (!!!) im Regenwald herrschte." Das wusste ich noch nicht, verwundert aber nicht allzusehr neben der Waldbrandgefahr der heimischen Bestände im November oder des Rheinpegeltiefststandes. Ein globales Mosaiksteinchen passt zum anderen und läßt nach und nach ein gewisses Bild immer deutlicher werden, s. obigen Text von Bertaux. Grüße, FS |
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schrieb am
02.01.2012 um 22:53
@ bertamberg schrieb am 02.01.2012 um 16:52
"Das Perfide der postkolonialistischen Wirtschaftsbeziehungen besteht darin, dass die Ressourcen da verbraucht werden, wo wenig zu bezahlen ist, der Gewinn aber dort gemacht wird, wo der Preis am höchsten ist." Anders gesagt: Es findet maximale ökologische Ausbeutung (s. dazu: www.bpb.de/files/U9R3FM.pdf) ohne ökonomische Teilhabe (s. dazu: www.bpb.de/files/5UDH4K.pdf) statt. A. Sen und M. Nussbaum haben diese menschenverachtende Praxis scharf kritisiert und einen bemerkenswerten Essay über die Qualität des Lebens ausgearbeitet (die einzelnen Punkte werden im weiteren Verlauf erörtert, leider habe ich den Essay nicht einzeln gefunden): books.google.de/books?id=RBa6JIzs1R8C&pg=PA67&lpg=PA67&dq=sen+nussbaum+qualität+des+lebens&source=bl&ots=z3Xjn-jHdt&sig=63D2asxu_MnugjFGycY3PkgZjFU&hl=de&sa=X&ei=DAwCT-3ZMYXhtQbmqbkM&sqi=2&ved=0CDUQ6AEwBA#v=onepage&q=sen%20nussbaum%20qualität%20des%20lebens&f=false oder: www.alexander-klier.net/Befahigungen.pdf Teilhabe ermöglicht Entwicklung und Fähigkeiten, was mich an eine Passage aus Bertaux´Buch erinnert: "Europa ist immer ein Zentrum der Gärung, ein außerordentlich fruchtbarer Nährboden bahnbrechender Wandlungen gewesen, und es gibt keinen Grund, warum es aufhören sollte, es zu sein. Die menschliche ‚Gärung’, die intellektuelle, soziale, technische Aktivität, steht zwar in einem engen Wechselverhältnis zur Dichte, und zwar nicht nur zur rein zahlenmäßigen Dichte der Individuen pro Quadratkilometer, sondern zur Dichte der menschlichen Beziehungen." Wie kann also in diesem Sine intellektuelle, soziale oder technische Aktivität ohne Teilhabemöglichkeiten entstehen? handelt es sich dabei nur um Einzelphänomene, kollektive oder gar systemische Auswirkungen? Wer sind die Intellektuellen hierzulande und was sagen sie wozu? M.E. hatte Precht vor kurzem zu Recht üauf ein Vakuum in dieser Hinsicht (Intellektuelle) hingewiesen. Zu beobachten ist bei der wulff´schen Trauer-Komödie: Wer wagt da mal Tacheles zu reden? Warum wollen angeblich 70% der Bevölkerung, dass er im Amt bleibt, wobei ihn nur knapp die Hälfte der gleichen Befragten für ehrlich oder glaubwürdig hält. Was ist denn von so einem Murks zu halten? Trägheit des Geistes? Oder sind Werte nicht mehr das, was sie sein sollten, nämlich wertvoll und orientierungsbehilflich und ein verläßliches Miteinander ermöglichend? Führt Geistesträgheit zur Werteträgheit oder führt Werteträgheit zur Geisteträgheit? Wie dem auch sei, die Fragen müssen erörtert werden, wir kommen alle nicht drumherum, um selstbestimmt zu leben und den Nicht-Teilhabenden die Hand zu reichen, um ihnen Teilhabe u.a. zu ermöglichen. Vielleicht gibt dieser Link ursächliche Einblicke, indem einmal betrachtet wird, worum es global so geht und wie diesbezüglich die Forschung kompensiert wird: www.bpb.de/files/70SZSJ.pdf Grüße, FS |
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schrieb am
02.01.2012 um 23:06
@Hurtig schrieb am 02.01.2012 um 18:45 :
"Ein radikales Umdenken würde zunächst zum Ende des Wirtschaftssystems führen und dann sehr wahrscheinlich in einer umfassenden Verelendung riesiger Menschenmassen münden, abgesehen von Unruhen, die damit einhergingen. Aber genau dies wird auch geschehen wenn kein Umdenken erfolgt. Wir stehen hinsichtlich der Gerechtigkeit und des universell geltenden Menschenrechts vor einem unlösbaren logistischen Problem. " Das sehe ich nicht so! Die Käufer sind sich gar nicht bewusst, welche Macht sie in Wirklichkeit haben. Wenn es möglich ist, eine Waschmaschine mit 25% des ursprünlichen Wasserverbrauchs für Wäschewaschen herzustellen, wird es doch auch möglich sein, ein einziges Auto nicht mit wie bisher 450.000 Liter Wasser herzustellen, sondern mit viel weniger. Der Kunde ist doch König, also mal den Werbespruch wirksam umsetzen und Forderungen stellen, schließlich bezahlt der Kunde. (Ich brauche bald einen Balkon, um zum Volk zu sprechen ;-)) Geht nicht, gibt´s nicht- ein anderer Werbespruch. Auch mal ernst nehmen und 'die Möglichkeiten entdecken' und sich nicht nur Bedürfnisse aufschwatzen lassen, sondern sie reflektieren und mal wieder Bedürfnisse von Wünschen unterscheiden lernen. Grüße, FS |
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FrauSmilla schrieb am 02.01.2012 um 23:06
Das sehe ich nicht so! Die Käufer sind sich gar nicht bewusst, welche Macht sie in Wirklichkeit haben. Das ist sicher richtig, sie scheinen aber ebenso wenig ein Bewusstsein davon zu haben, wie sehr sie manipuliert werden. Die erste Frage vor einer Kaufentscheidung wäre also: 1. brauche ich DAS wirklich? 2. will ich DAS so kaufen? 3. existiert eine Alternative? Wir leben so, das funktioniert, ohne Einschränkungen am Komfort Gruß |
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@ FrauSmilla schrieb am 02.01.2012 um 22:53
Danke, zum letzten Link: Zweimal taucht General Electric auf Platz Nr. 1 der transnationalen Unternehmen auf. Die Konzern-Werbung "Wir sind das GE in GErmany" ist da bloße Augenwischerei, man könnte auch sagen: Freundlich daherkommende Volksverdummung. |
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@FrauSmilla schrieb am 02.01.2012 um 22:53
Danke, zum letzten Link: General Electric taucht zweimal als Nr. 1 der Top Ten der Transnationalen Konzerne auf. Die aktuelle Sympathiewerbung "Wir sind das GE inGErmany" ist somit als eine freundlich daherkommende Volksverdummung zu bezeichnen. Das zeigt aber auch, dass Kritik an dieser Stelle gezielt ansetzen sollte, um Käufern ein "Bewusstsein davon (...) wie sehr sie manipuliert werden." (KunibertHurtig) zu vermitteln. Die Occupy-Bewegung wird nicht umhin können, die herrschenden, uns als Subliminals verabreichten, uns okkupierenden Gedankenmuster transparent zu machen und dann aufzulösen, wenn sie mehr als ein ausgelagerter Protest sein will. |
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.. . ich dachte, mein Beitrag wäre abgestürzt. Der Server war anscheinend mal wieder zu langsam.
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@ FrauSmilla schrieb am 02.01.2012 um 22:12
"Wer wagt da mal Tacheles zu reden?" Dann müsste die Entfremdung des Menschen durch die gesellschaftlichen Verhältnisse benannt werden. Das trauen sich doch heutzutage fast nur noch Theologen. Erich Fromm benannte Entfremdung als Erfahrung, die durchlitten werden müsse, um den Status der Entfremdung transzendieren zu können: „Eben weil der entfremdete Mensch seine eigenen Funktionen des Fühlens und Denkens auf ein Objekt außerhalb seiner selbst übertragen hat, kennt er kein Gespür für sich sich selbst, keine Identität. (...) Wenn man Entfremdung als ein pathologisches Phänomen betrachtet, sollte man nicht vergessen, dass Hegel und Marx in ihr ein notwendiges Phänomen sahen, das zur menschlichen Entwicklung gehört. Dies gilt sowohl für die Entfremdung der Vernunft wie für die Liebe. (...) Der Mensch muß sich entfremden, um diese Spaltung in der Tätigkeit seiner Vernunft zu überwinden. Das gleiche gilt auch für die Liebe. (...) Die Liebe setzt Entfremdung voraus und überwindet sie zugleich.“ ( Fromm, E. (1981): Jenseits der Illusionen, S. 51 ff.) Mag man Marx auch zugestehen, auf der Ebene des Verstandes die Entfremdung dargestellt haben, so bleibt doch der Verdacht, dass er in der Projektion auf die Revolution des Proletariats kein allgemein gültiges Modell zur Überwindung der Entfremdung begründen konnte. Ist geistige Trägheit da, wo (Gruppen-)Egoismus und Empathielosigkeit herrschen, die Entfremdung nicht in Liebe überwunden wurde? |
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Schande ist nicht generell angesagt.
"Heute empfindet man sich weitgehend allen anderen Menschen gegenüber verantwortlich, noch nicht aber gegenüber Tieren, Pflanzen und dem gesamten Lebensraum" formulierte Jay W. Forrester vor ziemlich genau 40 Jahren in Meadows' "Das globale Gleichgewicht" (DVA Stuttgart,s. 256). Aurelio Peccei formulierte als Erkenntnis: "Die sog. regenerierbaren Rohstoffe [sind] von unserem anthropozentrischen Standpunkt aus notwendiger und gefährdeter (...) als die festen Rohstoffe. Tatsächlich ist der Baumbestand für das menschliche Leben sehr viel wichtiger als alle Erdölvorkommen und das gleiche gilt für die Regenerationskapazität der Ozeane im Verhältnis zu den Mineralreichtümern, die sie enthalten." (Die Qualität des Menschen, DVA Stuttgart 1977, S. 206) Es geht letzlich um einen Zielkonflikt: Was kurzfristig und was langfristig ökonomisch Sinn macht, darüber gibt es keinen politischen Konsens. Die sozialistische Planwirtschaft versuchte noch, in 5-Jahres-Zeiträumen zu planen. Was heute zählt, ist maximal das Dividendenjahr des Shareholders. Ein Förster denkt in Maßstäben von drei Generationen: Wenn er Eichen haben will, weiß er, dass er zur Bodenverbesserung erst Kiefern pflanzen muss, und nach 80 Jahren könnte sein Enkel die Eichen pflanzen. Also, Luther kann immer noch ein Vorbild sein. Auch Jean Giono hat dies in seiner Parabel vom mann, der Bäume pflanzte, auf den Punkt gebracht. (de.wikipedia.org/wiki/Der_Mann,_der_B%C3%A4ume_pflanzte) |
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@ Kunibert Hurtig schrieb am 02.01.2012 um 17:55
Was tun? fragte einst Lenin. Was tun! ist die Devise von heute. |
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@ Kunibert Hurtig schrieb am 03.01.2012 um 08:06
Da sollten doch ein paar Namen fallen: Boycottiert RWE! www.ag-friedensforschung.de/regionen/Indonesien/wasser.html Boycottiert Danone ( Evian, Volvic, Aqua, Ferrarelle, Health, Crystal Springs, Labrador, Naya, Villa del Sur and Villavicencio, Wahaha) , Coca-Cola (Bonaqa, Apollinaris, Aquabona, Chaudfontaine, Cristal, Dasani, Deep River Rock, Dorna), Nestlé ( Vittel, Aquarel, San Pellegrino, Perrier, Aqua Panna, Contrex, Pure Life) PepsiCo ( Alvalle, Concordia, Copella, Evervess, Fiesta, Frui’Vita, Fruko, Kas, Loóza, Manzanita Sol, Aquafina) ! www.fluter.de/heftpdf/issue60/artikel6114/pdf_article6114.pdf |
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@ FrauSmilla schrieb am 02.01.2012 um 23:06
Wasser ist ein Grundbedürfnis. Was ist mit dem König Kunden, wenn ein privater Monopolist den Markt beherrscht? Berlin war 1999 eine der ersten größeren deutschen Städte, die ihre Trink- und Abwasserversorgung privatisierten, umgerechnet knapp 1,7 Milliarden Euro brachte das dem Haushalt damals ein. Mittlerweile sind in Deutschland 40 Prozent der Wasserversorgung privatisiert oder teilprivatisiert, vor allem in den neuen Bundesländern. In Berlin wurde den beiden Unternehmen RWE und Veolia, die zusammen 49,9 Prozent Anteil an den Wasserbetrieben halten, eine jährliche Rendite zugesichert. |
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schrieb am
04.01.2012 um 23:46
KunibertHurtig schrieb am 03.01.2012 um 08:06 :
"Das ist sicher richtig, sie scheinen aber ebenso wenig ein Bewusstsein davon zu haben, wie sehr sie manipuliert werden. " Wer weiß, was er will, stört sowas nicht allzu sehr. " Die erste Frage vor einer Kaufentscheidung wäre also: 1. brauche ich DAS wirklich? 2. will ich DAS so kaufen? 3. existiert eine Alternative? Wir leben so, das funktioniert, ohne Einschränkungen am Komfort " Ja, sowas funktioniert wunderbar, nur stelle ich mir anstelle der geschlossenen Fragen offene Fragen, da ich irgendwie neugierig veranlagt bin und ich dann umfassendere Antworten herausfinde. Abgesehen davon ist es bei persuasiven Botschaften von Bedeutung, welche Faktoren zur Überzeugung eine Rolle spielen: Haben Sie Fähigkeit und motivation zur Info-Verarbeitung, zählen für Sie Argumente und wägen Sie kritisch ab( = zentrale Route), oder gehören Sie zu den Personen, die durch Äußerlichkeiten beeinflusst werden (=periphere Route)? (Nicht beantworten, ist mir nur als Ergänzung eingefallen.) Grüße, FS |
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schrieb am
05.01.2012 um 00:31
@bertambergschrieb am 03.01.2012 um 15:47 :
Danke, schön dargelegt von Ihnen. So wie ich es verstanden habe, hatte Fromm eine enge beziehung zu Marx´Gedanken, insbesondere denen der Entfremdung, die sie als fehlendes Selbst-Bewusstsein und somit fehlender Identität beschreiben. Marx wohl eher in sozial-historischer sicht, Fromm eher aus seiner psychoanalytischen Sicht. Als Lösung sah Marx die klassenlose Gesellschaft an, die menschen frei von den herrschenden materiellen Bedürfnissen sieht bzw. anstrebt. Fromm sieht in seinem Buch "Wege aus einer kranken Gesellschaft" ("Jenseits der Illusionen" habe ich nicht gelesen) einen Weg aus der Entfremdung darin, dass der mensch die Polaritäten des Lebens vereint, sozusagen homogenisiert, seine Gefühle (Emotionen) empfinden kann und mit seinem Innern und gewissen verbunden ist. Aus dem Innern und nicht aus fragmenten von außen entsteht die Kraft zum Handeln, zum Aufstehen und sich einbringen, um sich u.a. politisch zu beteiligen. Diesen gedanken der inneren Verbindung sehe ich als essentiell an, denn Liebe kann nur in dieser inneren Verbundenheit gedeihen und das Wachstum weiterer elementarer Ressourcen beeinflussen, wie z.B. Werte, oder die Kraft zum inneren Gesetz, das Resistenzen gegen Handlungen nur aus Neigungen entwickeln kann. Ein anderer gedanke noch zur Entfremdung: Am 20. Dezember fand in Essen der "Gipel der Macht" statt, ein Treffen der sog. Wirtschats- und Polit-Prominenz. Es wurden Chancen für das Ruhrgebiet ausgelotet. Bei all den Gesprächen bemerkte der Junge-Union-Vorsitzende Philipp Mißfelder, dass die hohe Zahl der hartz4 Empfänger das revier lähme. "dauerhafte Subvention ins Nichtstun statt innovationen! Wir brauchen Ideenzünder!" (Bild). Die römische Dekadenz war also nicht nur ein Ausrutscher, die "Subvention ins Nichtstun" zeigt auf, dass Entfremdung als Flächenbrand und Merkmal angesehen werden kann, wobei das merkmal zur Ettikettierung wird. Fromm machte auch auf die "Benutzung" aufmerksam, die das Verhältnis vom Arbeitgeber zum Arbeitnehmer darstelle. Diese Formulierung bewahrheitet sich mehr und mehr, nicht nur auf Unternehmer-Ebene, auch auf politischer Ebene, wobei vergessen wird, dass Menschenrechte dem menschen von Natur aus zustehen und nicht ein Privileg von herrschender unternehmer- oder Politikergnade ist. Wo ist da noch der Staat als ein koordinatensystem der Freiheit mit dem Ziel des Allgemeinwohls sichtbar? Und um noch die Kurve zum Wasser zu bekommen: Wasser ist ein Gemeingut, die Reduzierung auf eine ware wäre reine Reduzierung der menschenrechte, s. Nussbaum/Sen und Barlow. Grüße, FS |
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Sie sehen mit Fromm den "Weg aus der Entfremdung darin, dass der mensch die Polaritäten des Lebens vereint, sozusagen homogenisiert, seine Gefühle (Emotionen) empfinden kann und mit seinem Innern und gewissen verbunden ist", als essentiell, und diese Meinung teile ich.
Die Kehrseite ist dann, dass wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass dieser Prozess zwar von außen angestoßen werden kann, jedoch nicht ersatzweise im Außen stattfinden kann. So falsch es ist, einem Hartz-4-Empfänger die Schuld für seine Situation zu geben, wie Mißfelder und Konsorten es tun, kann ein Mensch in dieser Situation nicht ohne eigenes Zutun der Entfremdung entkommen. Dass Teile des Staates nur Wert darauf legen, die Ware Arbeitskraft billig zu halten und den Sozialaufwand als "Subvention", hingegen es völlig in Ordnung finden, wenn der NPD-Unterstützer Müller (Müller-Milch) 70 Millionen Euro Subventionen kassiert, dafür, dass er 17 Arbeisplätze wegrationalisiert, zeigt die Perversität der wirtschaftlichen und sozialen Maßstäbe hierzulande und wie die Phrase vom Allgemeinwohl ihres Inhaltes entleert ist. |
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@ FrauSmilla schrieb am 05.01.2012 um 00:31
Sie sehen mit Fromm “einen Weg aus der Entfremdung darin, dass der mensch die Polaritäten des Lebens vereint, sozusagen homogenisiert, seine Gefühle (Emotionen) empfinden kann und mit seinem Innern und gewissen verbunden ist “ und darin bin ich mit Ihnen einig. Das bedeutet auf der anderen Seite jedoch, dass dieser Weg zwar von außen angeregt, aber nicht ersatzweise übergestülpt werden kann. So falsch es ist, einem Hartz-4-Empfänger die Schuld an seiner Situation zu geben, ohne eigenes Zutun wird er dieses Stadium nicht verlassen können. Wenn Mißfelder und Konsorten billige Arbeitskraft und Sozialdumping in den Vordergrund stellen, aber ohne Protest ein Unternehmer wie der Besitzer von Müller-Milch 70 Millionen € dafür bekommt, 17 Arbeitsplätze wegzurationalisieren, zeigt das, wie krank unser politisches System ist, und mit welchem Inhalt die Phrase vom Allgemeinwohl verbunden ist, auf das öffentliche Mandatsträger einen Eid ablegen: Wenns dem Unternehmer gut geht, kann es allen nur gut gehen. Weils denen so schlecht geht, muss man auch Verständnis dafür haben, dass Herr Müller nach Österreich auswandern wird, damit keine Erbschaftssteuer in Deutschland abfallen wird. www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/archiv/2005/juli/zurueck/archiv/artikel/mueller-milch-streicht-trotz-subventionen-arbeitsplaetze-bund-fordert-strenge-umwelt-und-sozialst/ |
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Wenn man genauer hinsieht, erkennt man, in welche Richtung es geht, z. B. mit dezentraler Energieversorgung, die es ja in sehr positiven Ansätzen gibt. Sinnvoll auch, dass uns das Rauchen vermiest wird.
Der Fleischkonsum in den Industrienationen wird drastisch reduziert werden müssen. Absolut infantil, daraus eine Prinzipienfrage zu machen. Vielleicht besinnen wir uns mal darauf, dass es vernünftiges Verhalten gibt. Ähnliches gilt für den Tourismus, auch das vorwiegend für die Bevölkerung der Industrienationen. Wissen wir längst. Nur wird eine solche Umstellung der Lebensweise unter Beibehaltung kapitalistischer Strukturen kaum möglich sein. Der Primat der Politik ist gefordert. |
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Dreizehn schrieb am 01.01.2012 um 20:12 Der Fleischesser verbraucht täglich 5400 Liter virtuelles Wasser, der Vegetarier "nur" 2600 Liter. Die Produktion von 1 kg Rindfleisch frisst 13500 Liter Wasser, rechnet man Transport und Lagerung hinzu, kommt man auf 20000 Liter. |
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bertamberg schrieb am 02.01.2012 um 16:40
Der Fleischesser verbraucht täglich 5400 Liter virtuelles Wasser, der Vegetarier "nur" 2600 Liter. Die Produktion von 1 kg Rindfleisch frisst 13500 Liter Wasser, rechnet man Transport und Lagerung hinzu, kommt man auf 20000 Liter. Gibt es für diese Zahlen belastbare Quellen? Aber sie haben natürlich eine Bedeutung. Die BRD hat 80 Mio. Ew, davon sind 90% Fleischesser, entsprechend 72 Mio. Das Jahr hat 365 Tage. Ergo: 365 * 72.000.000 * 5.400 1.41912 * 10^11, entsprechend 141,9 cKm, d.h 79,70 % der gesamten über der BRD abregnenden Wassermenge würde irgendwie von den Fleischessern genutzt. Sind Sie sicher? Denn virtuelles Wasser gibt es nicht, alles im Prozessgeschehen ist real. Die Vegetarier finden als nicht relevante Verbrauchsgröße keine Berücksichtigung. |
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"Der Wasserverbrauch bei der Herstellung von einem Kilogramm Rindfleisch liegt bei etwa 15.500 Litern (zum Vergleich: Schweinefleisch 5.000, Weizen 1.300, Kaffee 20.500)." Außer diesem Satz finden Sie bei wikipedia unter Anmerkung 7 auch einen Literaturhinweis, "belastbar".
In der Reihe Globalisierungsatlas [Cola, Reis & Heuschrecken. Welternährung im 21. Jahrhundert, 2011] informiert man Sie im Artikel "Die Frankenstein-Industrie" (S. 32) über weitere nette Charakteristika zeitgenössischer Fleischproduktion. |
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@ Kunibert Hurtig schrieb am 02.01.2012 um 18:18
Die Angaben finden sich bei Orsenna, s. 306, leider ohne nähere Quellenangabe. Ich habe gerade festgestellt, dass der von mir angegebene Link zu Orsennas Website bei mir nicht funktioniert. In diesem Zusammenhang nennt Orsenna den Agronomen Daniel Renault, Direktor für Bewässerungssysteme in der Abteilung Böden und Wasser bei der FAO. Orsenna benutzt das Beispiel der Tomaten um die Äquivalenzmenge "virtuelles Wasser" zu verdeutlichen: Wenn ein Hektar Anbaufläche 45 Tonnen Tomaten liefern soll, müssen zur Bewässerung 4500 Kubikmeter Wasser eingesetzt werden. Wenn Marokko Tomaten nach Europa verkauft, muss man zu der real transportierten Fracht Tomaten die hundertfache Menge an Wasser dazu rechnen, die zur Wertschöpfung eingesetzt werden mussten. |
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@ Dreizehn schrieb am 02.01.2012 um 18:54
Danke für die Angaben. Könnten Sie die Links hier noch reinstellen? ich war zu doof, sie zu finden. Dafür eine andere Fundstelle: "Nach Daten des Statistischen Bundesamtes von 1998 haben fossile und nukleare Kraftwerke in Deutschland einen Anteil von 74 % (27 von 36 Mrd. m3) an der Gesamtwassernutzung, gefolgt vom verarbeitenden Gewerbe mit 19 %. In der EU macht ihr Anteil an der Gesamtwassernutzung 40 % aus, vor der Landwirtschaft mit 27 % (EUROSTAT 2000)." www.eurosolar.de/de/images/stories/pdf/SZA-3_03_Uexkuell_Wasser_Energie.pdf |
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Die Zahlen sind von "Rinderproduktion", Wikipedia. Verwiesen wird dort auf: Water footprints of nations von A. Y. Hoekstra und A. K. Chapagain.
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Im Artikel ist das ein Link, hier kommt das nicht rüber.
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Hier ist er:
www.waterfootprint.org/Reports/Hoekstra_and_Chapagain_2006.pdf Laut der FAO (2006) verursacht die Rindfleischproduktion größere Umweltschäden als die anderen Viehhaltungssysteme. (www.fao.org/docrep/010/a0701e/a0701e00.htm) https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Rinderproduktion Mein nächster Blog geht vermutlich über Milch, wenn ich das hier so zur Kenntnis nehme. |
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"(...) dass das, was im Zusammenhang mit Finanzkrise und Erdwärmung in den letzten beiden Jahren an zuvor nicht für möglich gehaltener internationaler Zusammenarbeit möglich war (...)"
Wovon redet der Mann? Aber schon verständlich - auch wenn man es ganz rational besser weiß, hängt man sich in der Not an jeden noch so dünnen Strohhalm der Hoffnung. So dumm es klingen mag, ist es doch auch ein Überlebensreflex. Nur, da es für uns hier, in der Breite gesehen, noch (!?) lange nicht so bedrohlich ist, wie etwa für die zuletzt im Artikel genannten Menschen in Cochabamba, reicht so eine nun eben nur sehr naive Hoffnung nicht! Hier kann und sollte der Hoffnungsreflex allmählich durch Erfahrung ersetzt sein. Sehr schön in diesem Zusammenhang die Feststellung Bertaux': "Die klare Vorstellung, der reine Begriff genügen nicht; ihr Inhalt muß in den dunklen Bereich der Gefühlsregungen hinabdringen, bevor der Gedanke wirksam wird, bevor der Mensch, der etwas w e i ß , es auch g l a u b t und schließlich danach h a n d e l t." Danke für den Artikel! |
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Ich habe den Optimismus des Rezensenten zitiert, um das zu illustrieren, wovon Bertaux spricht: Es ist noch nicht mal ein Gedanke da, der mehr darstellt als eine Wiegenlied-Vorstellung, dass alles schon gut werden wird und irgendjemand es schon richten wird.
Im Vergleich dazu war die Entscheidung der Indigenen in Cochabamba, für ihr Wasser zu kämpfen, eine äußerst intelligente Entscheidung. |
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"Und dann der Regen"
Gael García Bernal ist eh der beste ;-) Pflichtfilm! ---------------------------------- "Ohne dringe kein denge'..." (Nein, nicht das Denguefieber) Hier noch fuer die Profis: Graphiken betrachten, gegebenenfalls vergroessern bis zum umfallen!: www.circleofblue.org/waternews/2011/world/infographic-urbanization-and-country%E2%80%99s-ability-to-provide-improved-sanitation-service/ www.circleofblue.org/waternews/2011/world/harvard-students-win-urban-water-design-challenge-for-interactive-water-footprint-infographic/ |
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@ tlacuache schrieb am 02.01.2012 um 05:25
Für die Nicht-Hessisch-Babbelnden: Das Gehirn besteht zu 75% aus Wasser, wer zu wenig trinkt, kann nicht optimal denken, lautet der Sinnspruch übersetzt. Vielen Dank für die Links, sehr aufschlussreich. |
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Wenn der arrogante Westen nicht ständig so verschwenderisch im Überfluss leben würde und das Profitstreben der Konzerne eingeschränkt würde, hätten alle genug zum Leben!
Hier wird wieder Panik vom feinsten gemacht. Wir haben alle technologischen Voraussetzungen um ein Leben für ALLE zu ermöglichen. Wenn natürlich ein Deutscher unbedingt 2 mal am Tage duschen muß (nur 1 Bsp. von vielen), dann wird man in Zukunft Probleme mit den Ressourcen bekommen. Wenn aber jeder erstmal bei sich selber anfängt, ein nachhaltiges Wirtschaften sich durchsetzt, reicht es eben für alle. Das aber will der Westen ja gar nicht, sondern er will Profit unter allen umständen. Selbst wenn man Genozid in Afrika/Asien mittels Kriege betreibt. Genozid mit Hilfe der Banken. Denn nichts anderes ist eine Spekulation mit Nahrungsmitteln an der Börse! Deswegen verhungern Menschen auf der Welt. Dank der Deutschen Bank! Und die Politik schaut zu und legt die Hände in den Schoß, anstatt zu reagieren!! Schöne heile Welt ist das.... |
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schrieb am
02.01.2012 um 23:21
Karin L. schrieb am 02.01.2012 um 12:48 :
"Wenn der arrogante Westen nicht ständig so verschwenderisch im Überfluss leben würde und das Profitstreben der Konzerne eingeschränkt würde, hätten alle genug zum Leben!" Der Westen an für sich handelt nicht, sondern jeder einzelne handelt. Es geht darum, bewusst, selbstbewusst und reflektiert zu handeln, den Unterschied zwischen Haben und Sein (s. Fromm) zu erkennen. "Hier wird wieder Panik vom feinsten gemacht. Wir haben alle technologischen Voraussetzungen um ein Leben für ALLE zu ermöglichen. Wenn natürlich ein Deutscher unbedingt 2 mal am Tage duschen muß (nur 1 Bsp. von vielen), dann wird man in Zukunft Probleme mit den Ressourcen bekommen." Wenn´s nur das Duschen wäre... Beim Duschen werden ca. 40 l Wasser verbraucht, beim Bau eines autos werden ~450.000 l verbraucht und ein Salatkopf benötigt ~ 130 l. Was tun? Nur noch ungeduscht autofahren oder nach dem Duschen Salat essen und auf ein Auto verzichten, um mit dem Bus zu fahren? Oder nur noch Bus fahren und duschen und auf Salat verzichten? ;-) Es sind nicht immer die anderen, fast jeder von uns besitzt ein Handy, für dessen Batterie und Display viele Afrikaner Tag und Nacht in giftigen Wassergruben und Erdlöchern schuften, nur damit wir immer erreichbar sind und uns der Navi mal sagen kann, wo wir gerade sind und wie wo hinkommen. We´re the people, we´re the world. (Natürlich stimmen auch Ihre Anmerkungen über Profit und Politik. Aber wir als Käufer haben mehr Macht, als uns bewusst ist.) Grüße, FS |
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Anmerkung aus dem Regenwaldhochland,
ab 800 Meter gibt es Café: Eine Tasse Café = 30 Liter Wasser, incl. spülen... auch da ist die Humusschicht nur ca. 30 cm dick... |
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@ KarinL. schrieb am 02.01.2012 um 12:48
Maude Barlow : “Internationale Organisationen wie die Weltbank, der Weltwährungsfonds und die Welthandelsorganisation haben die Wasserprivatisierung jahrelang gefördert.” (Maude Barlow erhielt für ihr Wasser-Engagement 2005 den Alternativen Nobelpreis. Die 60-jährige Kanadierin engagiert sich in der Menschenrechtsorganisation „Blue Planet Project“, die sie mitbegründet hat, für den Schutz und die gerechte Verteilung von Wasser. ) www.fluter.de/heftpdf/issue60/artikel6114/pdf_article6114.pdf S. 12 |
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Herr bertamberg,
vermute ich richtig, daß man Sie in naher Zukunft bald mit Dr. strg. c. strg. v. wird anreden müssen? |
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@ GEBE schrieb am 02.01.2012 um 15:21
Sehr poetisch, wie Sie hier einen copy&paste-Vorwurf formulieren, aber grammatikalisch ein Tempusfehler: Das Perfekt wäre angemessener, wenn Sie berechtigte Kritik üben wollten, auch wenn ich da widersprechen würde. Sie haben sicher die Diskussion um Helene Hegemanns "Axolotl Roadkill" verfolgt, die ihr Vorgehen rechtfertigte mit "Inhaltlich finde ich mein Verhalten und meine Arbeitsweise aber total legitim und mache mir keinen Vorwurf, was vielleicht daran liegt, dass ich aus einem Bereich komme, in dem man auch an das Schreiben von einem Roman eher regiemäßig drangeht, sich also überall bedient, wo man Inspiration findet." Ich denke, auch bei Texten ist das Montage-Prinzip gerechtfertigt, nicht nur bei Fotos oder Grafiken. Ich habe immer zwischen eigenen Formulierungen und fremden Texten unterschieden und werde dies auch künftig tun. Haben Sie auch noch inhaltlich eine Anmerkung, was gegen die Montage der Texte in diesem Beitrag spricht oder sie ergänzt? |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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