rolf netzmann

der weg nur ist das ziel

09.09.2010 | 21:43

Berliner Rekordzahlen

Der Geschäftsführer der Berlin Tourismus Marketing GmbH durfte beeindruckende Zahlen verkünden. Nachdem am 20.08. bereits Rekordzahlen bei den Kongressen und Tagungen des ersten Halbjahres 2010 mit etwa 4,2 Millionen Besuchern präsentiert wurden, konnte Burkhard Kieper jetzt bei den Besucherzahlen nachlegen. Berlin ist immer eine Reise wert. Dies dürfte nicht nur die BTM freuen, sondern auch den obersten Berliner Kassenwart, der mehr Steuereinnahmen verbuchen kann. Hotels und Pensionen, Einkaufstempel und die Berliner Verkehrsbetriebe partizipieren genau so von den vielen Besuchern der deutschen Hauptstadt wie Kneipen und Gaststätten. So weit, so gut.

Nur, wie präsentiert sich die deutsche Hauptstadt, wie präsentieren wir uns unseren Besuchern? Klar, mit Herz und Schnauze, etwas schnoddrig, wie Berliner eben sind, wird jetzt mancher antworten. Das stimmt, nur meine ich etwas anderes. Neulig erlebte ich Abends auf dem Bahnhof Friedrichstrasse, wie ein älterer Mitarbeiter der S-Bahn mit den Schultern zuckte, als er auf Englisch nach einer Verbindung gefragt wurde. Nun ist die S-Bahn ja sowieso das Sorgenkind  der Nahverkehrsmittel Berlins. Eigentlich sollte bereits zur Leichtathletik - WM im letzten Jahr wieder der Normalfahrplan gelten, heute, mehr als ein Jahr später, sind immer noch nicht alle Züge wieder auf denm Schienen. Und dann werden Touristen einfach stehen gelassen. Glücklicherweise gibt es hilfreiche, des Englischen mächtige Berliner, die weiterhelfen können.

So manche Strasse ist schmutzig, voller Abfall und Zigarettenkippen, obwohl es gnügend Aschenbecher gibt. Neulig erzählte mir ein Berlin-Besucher, dass er ein Taxi bestellte, mit Kreditkarte bezahlen wollte und der Fahrer diese nicht annahm, weil er kein Lesegerät dafür besass. In anderen europäischen Städten sei dies längst normal, meinte der Besucher zu mir, auf die Idee, dass er dies bei der Bestellung mit angeben müsse, wäre er nie gekommen. 

Ich habe beruflich viel mit Gästen unserer Stadt zu tun, erfahre viel Lob, positives Feedback, nur eben auch so manche Anregung, was noch besser ginge.Wollen wir uns alle bemühen, es unseren Gästen so angenehm wie möglich in Berlin zu machen. Schließlich haben wir als Berliner ja auch etwas davon, und sei es nur das Gefühl, gute Gastgeber zu sein:)

 

 

 

 

 

 

                                                 

 
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