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Was wir in Japan erleben, ist die schwerste Katatastrophe in der Geschichte des asiatischen Hi Tech Staates. Auf die Kombination aus Erdbeben, Tsunami und daraus entstehender unbeherrschbarer Nukleartechnik waren selbst die Japaner nicht vorbereitet, deren Atomkraftwerke bebensicher bis zur Stufe 7,75 sein müssen und wo Rettungsübungen sogar für die Kleinsten Normalität sind.
Was bedeutet das, was in Japan passiert, aber letztendlich für die Menschheit? Ist ein weiter so, ein Augen zu und durch überhaupt noch möglich?
Wenn RWE unmittelbar nach der japanischen Katastrophe einen Weiterbetrieb seiner deutschen Uralt-Atommeiler fordert, dann heisst das doch, dass die Atomlobby um den der Bundesregierung aufgedrückten Atomdeal fürchtet. Der Verweis darauf, dass es solche Erdbeben in Deutschland nicht geben wird, ist so dünn, dass ihn wohl nicht einmal die Atommanager selber ernst nehmen.
Frank Schätzings Buch " Der Schwarm", etwa 3 Mio mal verkauft, beschrieb schon 2004 detailliert die Entstehung und mörderische Wirkung eines Tsunamis.
Nur ist das, was wir heute via TV, Internet und social networks sehen können, viel zerstörerischer, viel realistischer als jeder Thriller. Die Natur zeigt uns Menschen ihre Unberechenbarkeit und unsere Verwundbarkeit. Sie zeigt uns ganz brutal unsere Grenzen auf, fordert uns dazu auf, sie zu achten.
Dass Kernenergie nie beherrschbar sein wird, ist inzwischen bekannt. Sie als Alternative zum CO 2 Ausstoss darzustellen, ist schlichtweg verdummend.
Dieses Erdbeben und der Tsunami sind naturgegeben, sicherlich. Erdplatten stossen aufeinander, 30 km tief, tektonischen Bewegungen, sie entfalten unermessliche Kräfte. Die Folgen um die japanische Stadt Sendai herum sind nicht mehr naturgegeben, sondern von Menschen zu verantworten, Menschen, die wie fast überall auf der Welt glauben, die Natur müsse ihnen untertan sein.
Dass wir Menschen die Natur niemals beherrschen werden, haben die Japaner , stellvertretend für alle Menschen, sehr brutal erfahren müssen.
Die Konsequenz kann also nur heissen, mehr Demut , mehr Achtung vor unserer Umwelt zu zeigen. In Einklang mit ihr leben, unser Leben auf sie einstellen. Das um so mehr, weil wir sie jeden Tag etwas mehr zerstören, jeden Tag durch unser Tun Flora und Fauna unwiederbringlich vernichtet wird.
Wer die japanische Tragödie unter diesem Blickwinkel sieht, wird erkennen, dass wir als Menschen immer ein Teil der Natur sein werden und diese Symbiose niemals auflösen können.
Retten wir die Erde, solange es noch geht.
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Sehr gut und vollkommen richtig! Weise Beobachtungen, Wertungen und Schlüsse. Ich kann da wirklich nur zustimmen.
Danke für diesen Blog. Liebe Grüße por |
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Gewiss, den Ausführungen kann man schwerlich widersprechen. Nur die Schlussfolgerung ist nicht aufmerksam genug formuliert, und sie hat eine falsche Tonlage. Nein, wir wollen ihn weder "verbessern", diesen liebenswerten Planeten, noch wollen wir ihn "retten". Würde völlig ausreichen, wir ließen ihn in Ruhe bzw., schöner gesagt: wir ließen ihn in Frieden.
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Ach, und für den Fall, hier sollten welche Schnösel vorbeilaufen und sich über "Allgemeinplätze" mokieren - ich geb mal Lernhilfe: den Planeten in Frieden zu lassen, das bedeutet, unser eigenes aggressives Handeln zu korrigieren, und nun erst leiten wir selbstkritisch über zu den Details, und überhaupt finde ich, die Schnösel sollten in Erwägung ziehen, mal ihren eigenen Verstand einzuschalten.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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