rolf netzmann

der weg nur ist das ziel

24.10.2010 | 20:10

Die närrische Zeit geht weiter und neue Konkurrenz für die Bayern

Der Blick auf die aktuelle Bundesligatabelle wird so manchen Fußballfan erstaunen. Von der Spitze grüssen nach 9 Spieltagen die Mainzer vor den Dortmundern, gefolgt von Hannover und Hoffenheim mit gehörigem Abstand. Der amtierende Meister aus München hat nicht nur die Hälfte der Mainzer Punkte auf dem Konto, sondern auch die wenigsten Tore aller 18 Teams, selbst Schlusslicht Köln hat eines davon mehr geschossen.

Der BVB09 ist, auch das wird erstaunen, nach Meinung von Wirtschaftsprüfern, was die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit betrifft, fast wieder auf Augenhöhe mit den Bayern. Rühren daher die Giftpfeile, die aus München geschossen werden, merken die Bayern die ihnen erwachsene Gefahr? Zusammen damit , dem sportlichen Erfolg und einer cleveren Einkaufspolitik sind die Dortmunder wieder da, wo sie in den 90ern schon mal waren, in der Spitzenposition des deutschen Fussballs, sie spielen momentan mehr um den Meistertitel als die Bayern.

In der Säbener Strasse sieht man, bei allem verkündeten Optimismus, die Lage durchaus realistisch. Auf 5 bis 6 Punkte will man den Rückstand  bis zur Winterpause verkürzen, um in der zweiten Halbserie eine bessere Angriffsposition zu haben.

Psychologisch betrachtet, haben Mainz, Hannover und Hoffenheim noch einen Vorteil. Spielen diese 3 Teams in der nächsten Saison nicht international, wäre das eine Normalität. Spielen die  Bayern 2011/12 auch nur in der Europa League, wäre dies eine Enttäuschung.

Und es kommt noch ein Aspekt hinzu. Bayern München, der fünftplazierte Leverkusen oder der gegen den Abstieg kämpfende Vizemeister Schalke spielen international, haben also mehr Spiele und damit eine höhere Belastung als die Underdogs an der Tabellenspitze. Die Teams von Thomas Tuchel, Mirko Slomka oder Ralf Rangnick können frech weiter aufspielen und die Liga aufmischen, ohne Druck. Der Mainzer Tuchel auf seiner ersten Cheftrainerposition lässt seine Jungs genau dies tun, die Freude am Fussball dominiert und trägt die junge Mannschaft von Erfolg zu Erfolg.

Der Bundesliga und uns Fans kann es nur Recht sein, die Spannung bleibt so erhalten und letztendlich -- es geht ja nur um die schönste Nebensache der Welt, oder ??

 
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Kommentare
poor on ruhr schrieb am 24.10.2010 um 22:19
Schön e näärische Zeit. Nur weiter so. Das lässt doch wieder Raum für Vergnügen. Dei Mainzer mit einem Etat, vielleicht nicht viel mehr als Schweinis oder Gomez Jahresgehalt stehen an der Spitze! Toll! Ich bin begeistert! Bitte weiter so!

Dein wol überlegter und sorgfältig abwägender Sport-Blog hat mir sehr gefallen und bei dem Gedanken von Mainz als Meister muss ich schmunzeln. Schön wäre es ja! ;)

Herzliche Grüße

poor on ruhr
rolf netzmann schrieb am 24.10.2010 um 22:24
hallo poor on ruhr, das wäre es, die mainzer gegen real madrid oder chelsea in der champions league und die bayern sehen vor der glotze zu.... :):)
poor on ruhr schrieb am 24.10.2010 um 22:50
Heeeeeerlich und dann holen sie in der champions league auch noch den Pokal der Champions! Och träumen ist doch schön! :)
rolf netzmann schrieb am 25.10.2010 um 10:05
manche träume werden ja irgendwann mal realität, und mal ehrlich, neben den bayern, schalke, dem hsv, stuttgart und leverkusen gibt es ja auch noch andere gute deutsche fussballteams und ein aufmischen tut der liga auf jeden fall gut, erhöht die spannung und auch die sportliche konkurrenz...
lisi stein schrieb am 27.10.2010 um 18:52
Läbbe geht weiter.

Dragoslav Stepanovics (Steppi, einstens in Leverkusen)

Egal, wer Meister wird, am besten sind doch immer die Sprüche vor, nach oder während der Spiele.
rolf netzmann
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