rolf netzmann

der weg nur ist das ziel

26.07.2011 | 05:10

Ehrliche und offene Vermieter -- eine aussterbende Spezies? (3)

Wer eine Wohnung sucht, kann nach einiger Zeit der Suche so manche Begebenheit berichten. Sehe ich die Anzahl freier oder frei werdender Wohnungen bei immobilienscout 24 ,so denke ich mir, sollte ich als künftiger Mieter doch König sein.  Schließlich möchte ich eine Wohnung anmieten und damit dem Vermieter die Kasse füllen.  Eine leer stehende Wohnung bringt diesem schließlich kein Geld ein. 

Nur ist es erstaunlicherweise so, dass so mancher Besitzer scheinbar gar kein Geld benötigt. Wie ist es anders zu erklären, dass die Angaben im Internet nicht mit den Angaben bei einer Besichtigung übereinstimmen. Wenn ich eine Warmmiete im Expose sehe, ist diese für mich ein wesentliches Kriterium, mir die Wohnung anzusehen. Um so erstaunlicher ist es, wenn dann bei der Besichtigung eine höhere Miete mit der Begründung genannt wird, die niedrigere gelte nur für eine vertraglich zu vereinbarende Mindestmietdauer von 3 Jahren. Ausserdem sei es eine Staffelmiete mit 8 € monatlich mehr, geltend für die ersten 4 Mietjahre. Dies könne man aber so nicht bei immobilienscout 24 einstellen, sonst würde keiner zu einer Besichtigung erscheinen.Und all dies erzählt der Verwalter in einem Tonfall und mit einer Mimik , dass der künftige Mieter das Gefühl bekommt, er würde stören und möge sich doch bitte beeilen.

Hallo, das soll meine Wohnung werden, ich werde dafür  mehr als 700€ im Monat zahlen, da werde ich mir doch wohl Zeit lassen dürfen.

Mindestmietdauer, Staffelmiete, unfreundliche Verwalter, wer will hier eigentlich was von wem? Der  Vermieter hat nur eine Wohnung, ich als künftiger Mieter habe freie Auswahl.  Und dafür, dass ich für die Wohnung zahlen werde, darf ich Ehrlichkeit, realistische Angaben  und Entgegenkommen ja wohl erwarten.

Eine nicht angegebene Staffelmiete oder die Tatsache, dass zu den im Internet angegebenen Kosten noch etwa 80€  monatlich für Gas hinzu kommen, empfinde ich als Täuschung.  Wer künftigen Mietern unter Vorspiegelung falscher Tatsachen eine erste Besichtigung der Wohnung ermöglicht,  handelt aus meiner Sicht kontraproduktiv. Ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Vermieter und Mieter wird so von Anfang an verhindert.

Nur habe ich immer mehr das Gefühl, dass manche Vermieter keine Mieteinnahmen benötigen. Auf solche Geschäftspartner kann ich jedenfalls gern verzichten.

 
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rolf netzmann
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