rolf netzmann

der weg nur ist das ziel

11.01.2011 | 03:59

Ein kurzes Leben zwischen zwei Tragödien

Am 11.September 2001 wurden in den USA  50 Kinder geboren, welche in dem Buch "Faces of Hope"  zu sehen sind.  Eines der Kinder ist Christina Taylor Green.

Christina Taylor wurde 9 Jahre alt. Sie starb im Kugelhagel des Attentäters von Tucson. Das Mädchen war an Politik interessiert, sie war zu der Veranstaltung gekommen, um mit der Kongressabgeordneten Gibbords zu sprechen, sie zu fragen, was sie tun könne, um mehr über Politik zu lernen. Das sagte ihr Vater John Green, ein Talentscout der Baseball-Mannschaft Los Angeles Dodgers. Auch Christina spielte,  als einziges Mädchen in ihrem Team,  Baseball. "Sie war sehr patriotisch, und Rot, Weiß und Blau zu tragen war für sie wirklich etwas Besonderes", so äußerte sich ihre Mutter Roxanna Green gegenüber dem "Arizona Star Daily". Neben dem Sport liebte das junge Mädchen Tiere und träumte davon, vielleicht später in New York Tiermedizin zu studieren.

Der 11.09.2001 ist in die Geschichte der USA eingegangen als ein Tag des Grauens. Ob der Tag, an dem im Kugelhagel eines fanatischen, vom Hass zerfressenen jungen Mannes  ein Mädchen, dessen Leben gerade erst begonnen hatte, starb, ebenfalls in die Geschichte eingehen wird, bleibt abzuwarten.

Zu wünschen wäre es Christina Taylor Green, welche ein kurzes Leben zwischen zwei nationalen Tragödien führte.

 

Quelle: Printausgabe der Berliner Morgenpost , 11.01.2011

 

 
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Kommentare
Alien59 schrieb am 11.01.2011 um 06:55
Ich las gestern über das Mädchen in einem der Artikel. Die sechs Toten bleiben zu sehr gesichtslos neben der Abgeordneten - gut, dass du diesem Kind hier Zeit widmest.
Katharina N. schrieb am 11.01.2011 um 16:53
An dieser Stelle erlaube ich mir die Unterstellung, dass der Name und das Geburtsdatum der getöteten Christina Taylor Green nicht weiter erwähnt worden wäre, hätte sie nicht mit 49 anderen Kindern am 9.11.2001 das Licht der Welt erblickt und darüber bereits ein Buch veröffentlicht wurde. Opfer bleiben fast immer gesichtslos- und namenlos, ungeachtetet der Schicksale und Tragödien, die von den Betroffenen zu bewältigen sind. Bestenfalls werden sie als Zahl benannt. Danke, dass Sie hier mit einem Blog auf ein Schicksal hinweisen.
rolf netzmann schrieb am 12.01.2011 um 02:07
die Politkerin und der Bundesrichter waren prominent, aber es haben sechs Menschen ihr Leben verloren, und alle gehören gewürdigt, egal wie alt, egal wie prominent....cold case, kein opfer ist vergessen
Katharina N. schrieb am 12.01.2011 um 02:15
cold case... zu den akten gelegter ungeklärter kriminalfall?
rolf netzmann schrieb am 12.01.2011 um 02:31
sorry, mir fiel die amerikanische krimiserie ein, in der jeder fall aufgeklärt wird, ungeschickt ausgedrückt...
rolf netzmann schrieb am 15.01.2011 um 20:12
inzwischen wurde Christina Taylor Green als erstes der 6 Opfer unter großer öffentlicher Anteilnahme beigesetzt....
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