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Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien will heute die umstrittene Website "ihsaregossip" auf den Index setzen, wie die heutige Ausgabe der Berliner Morgenpost berichtet. Auch verschiedene Fachdienststellen der Berliner Polizei ermitteln gegen die Website wegen Nötigung und Verleumdung, schreibt das Blatt weiter.
"Isharegossip" ist eine Plattform, auf der gemobbt wird, öffentlich im Internet. Ein 17 - jähriger Berliner Schüler, der seine 18-jährige Freundin vor den Angriffen im Netz schützen wollte, indem er auf öffentlicher Strasse das Gespräch mit den Mobbern suchte, wurde am letzten Samstag von 20 Jugendlichen krankenhausreif geprügelt.
Nun sind Verleumdungen und Mobbing im Internet nichts neues, es gibt sie in verschiedenen Foren genau so wie per Mail. Nach dem Angriff auf eine Lehrerin in Sachsen wurde über Seiten im WWW diskutiert, auf denen Schüler ihre Lehrer bewerten können, wo auch nicht nur positives gepostet wurde.
Das weltweite Netz als Plattform für Angriffe auf andere Menschen gewinnt immer mehr an Bedeutung, so scheint es. Die Möglichkeit, per Nickname die eigene Identität zu verschleiern, die damit mögliche Anonymität verleiten scheinbar dazu.
Nur ist dies nur die eine Seite der Wahrheit. Die andere ist eine zunehmende Gewaltbereitschaft eines kleinen Teils der heutigen Jugend, auch, aber nicht nur, resultierend aus ihrer Perspektivlosigkeit. Im Internet sich auszulassen erscheint aus Sicht dieser Jugendlichen nur legitim.
Deswegen kann ein Auf den Index setzen solcher Seiten nur ein Schritt sein, selbst ein Löschen dieser Seiten löst das Problem nicht, auch wenn es natürlich zu begrüßen ist.
Über einen Internet - Knigge ist schon mehrfach geschrieben und diskutiert worden, er erscheint notwendiger denn je. "Behandle einen anderen Menschen so, wie du von ihm behandelt werden möchtest", das würde ich solchen Schmutzfinken gern zurufen. Ob sie es verstehen würden? Ob sie, wenn sie in die gleiche Situation geraten würden, diese cool finden?
Was wir brauchen, ist eine andere Art des Umgangs miteinander, nicht nur online, vor allem offline. Beratungsangebote für überforderte Eltern könnten helfen, die Vorbildwirkung Erwachsener ebenfalls.
Vor allem aber brauchen wir Angebote für Jugendliche für eine sinnvolle Freizeitbeschaäftigung, müssen wir als Gesellschaft Perspektiven anbieten, die dieses Wort verdienen. Langeweile, das "Abhängen" bei Bier und härteren Alkoholika fördern die Ausübung von Gewalt, um "endlich mal was zu erleben". Unvergessen der Angriff vom Berliner Bahnhof Lichtenberg, das Opfer liegt immer noch im Krankenhaus, die öffentliche Aufmerksamkeit hat sich längst anderen Themen zugewendet, wie dem Tod des Eisbären Knut.
Solange unsere mediendominierte Gesellschaft, welche von Aufmerksamkeit erhaschen um jeden Preis lebt, dieses Thema der gewaltbereiten Jugendlichen immer nur dann aufgreift, wenn wieder etwas passiert ist, wird sich nichts ändern.
"Isharegossip" gehört abgeschaltet, ja, eine Website, auf der die Würde des Menschen mit Füssen getreten wird, hat im Netz nichts zu suchen. Nur dann müssen wir als Gesellschaft weiter daran arbeite, einen von Achtung und gegenseitigem Respekt geprägten Umgang miteinander zu leben.
Nur dann werden Betreiber solcher Websites nämlich keinen Zuspruch mehr finden und auf ihrer Seite mehr sitzen bleiben. Nur dann werden junge Menschen nicht mehr den letzten Ausweg nach Mobbingattacken im vollzogenen Suizid sehen.
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Die Sauerei ist ja auch, dass die Menschenverachtung sbei RTL schon im Abendprogramm angekommen ist. Ein Dieter Bohlen draf da als abgeblichers Vorbild , "der es zu etwas gebracht hat", bis auf gelegentliche kleinen Geldbußen, die er wahrscheinlich aus seiner Portokasse bezahlt , rumpöbeln und nach einer Art und Weise guten von schlechten Sänger/innen selektieren , die fast permanent menchenverachtend ist. ...aber wo mit so was richtig großes Geld gemacht wird, schreitet keiner dagegen ein.
Herzliche Grüße por |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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