Beim Lesen des Artikels von Sebastian Kempkens in der aktuellen Ausgabe des Freitag habe ich mir überlegt, ob es nicht noch etwas dem deutschen Grundgesetz Übergeordnetes gibt. Der Autor schreibt von zwei katholischen Priestern, beide homosexuell, die sich ineinander verlieben, ein Netzwerk schwuler Prister innerhalb der Kirche aufbauen und später entlassen werden.
Nun heißt es im Grundgesetz unter anderem, dass die Würde des Menschen unantastbar ist.
Ist eine von der Katholischen Kirche erzwungene Ablehnung der eigenen sexuellen Wünsche nicht ebenfalls eine Verletzung der Menschenwürde? Wenn Männer normale Bedürfnisse nicht ausleben dürfen, weil dies von ihrem Arbeitgeber Katholische Kirche verboten wird, ist das nicht ein klarerVerstoß gegen diese Bestimmung des Grundgesetzes?
Anders gefragt, hebelt hier ein bereits jahrhundertelang existierender Verhaltenskodex der Katholischen Kirche das deutsche Grundgesetz aus und dieser Zustandwird von allen Politikern stillschweigend akzeptiert?
Was meint die FC dazu?