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Welche Auswirkungen hat der globale Wandel für die regionale Entwicklung? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus in gesellschaftlicher, ökonomischer und politischer Hinsicht? Diesen drängenden Fragen gingen die Expertinnen und Experten der interdisziplinären Arbeitsgruppe (IAG) der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) "Globaler Wandel – Regionale Entwicklung"* mit Blick auf die Region Berlin-Brandenburg nach. Im Fokus standen dabei die Verfügbarkeit, die nachhaltige Nutzung und der Schutz der Ressource Wasser.
Am Montagabend (27.06.11) wurde im vollbesetzten Leibniz-Saal der Akademie der Abschlussbericht der IAG, eingebettet in eine kurze Podiumsdiskussion, vorgestellt. Gastredner war kein Geringerer als Klaus Töpfer (den ich hier wohl nicht vorstellen muss).
In seinem engagierten und gut strukturierten Vortrag, der sich im Kontext „Globaler Wandel“ vornehmlich der Ressource Wasser widmete, wählte Töpfer die Bevölkerungsentwicklung als Ausgangspunkt. Neben dem globalen Wachstum der Bevölkerung, der sich jedoch sehr ungleichmäßig vollzieht – in Deutschland perspektivisch ein deutlicher Rückgang -, ist Wassernotstand ein elementares Problem in den Bevölkerungswachstumsgebieten (angesiedelt vor allem in Afrika und auf dem indischen Subkontinent). Eingebettet ist dieses Problem in den Wandel der Siedlungsstrukturen – bereits jetzt leben weltweit mehr Menschen in Städten als in Dörfern. Als zweiten Aspekt brachte Töpfer unsere veränderten Essgewohnheiten ins Spiel. Unsere Nahrung ist – global betrachtet – heute wesentlich energie- und wasserintensiver. Das führt dazu, dass 75 Prozent des genutzten Wassers weltweit in der Landwirtschaft verbraucht wird. Töpfer ging auch auf das Thema Klimaveränderung ein, dass sich eben nicht als alle Regionen gleich betreffendes Problem darstelle. Vielmehr ist damit zu rechnen, dass immer öfter Extremsituationen – Niederschläge und Trockenheit betreffend – eintreten.
Leider musste der ehemaliger Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) einräumen, dass es nach wie vor keine globale Konvention über Wassernutzung/verbrauch gibt.
Im Abschlussteil zeigte Klaus Töpfer dann mögliche Lösungswege auf:
Zum einen müssen geschlossene Wasserkreisläufe geschaffen werden. In der Industrie sei dies ein zunehmender Trend, den es weltweit zu verbreitern gelte. Außerdem werde getestet, inwieweit Solarenergie auch zur Entsalzung eingesetzt werden könne – ein Modell, welches vor allem für afrikanische Staaten eminent bedeutend ist. Eine ebenso wichtige Rolle übernimmt künftig ein besseres Wassermanagement. In den großen afrikanischen Städten gäbe es eine große Wasserverschwendung durch miserable Logistik und Management. Eindringlicher Schlusspunkt von Töpfer: Wenn allgemeiner Konsens bestehe, dass die nächsten Kriege wahrscheinlich um die Ressource Wasser geführt werden – warum lässt die Weltgemeinschaft sich so viel Zeit, entsprechende Frühwarnsysteme zu schaffen?
Aus der anschließenden Diskussion war zu erfahren, dass es zwar auch im Lande Brandenburg einen allgemeinen Konsens zum Thema Atomausstieg gäbe, zugleich aber – neben Protesten gegen den Braunkohleabbau in der Lausitz – auch 19 Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen. Ein Indiz, dass nach einem erreichten gesellschaftlichen Konsens eigentlich die Probleme erst anfangen.
* www.bbaw.de/forschung/wandel
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Ehrlich gesagt, ich bin ein bisschen verdutzt darüber, dass man sich anlässlich der Thematik "globale und regionale Entwicklung" nun gerade mit der Wasserproblematik beschäftigte. Ich dachte es geht um die Umpolung der Produktions- und Warenströme und somit um Arbeit und Qualifikation zulasten oder zugunsten der Regionen.
Nun ging es also um Wasser, eine Resource, die klimatisch-naturbedingt ungleich über die Erde verteilt ist und nur marginal umverteilt werden kann und transportiert schon garnicht. Also wo ist der driving point des Themas? Natürlich kann man in wasserarmen Regionen Wasser effizienter nutzen, wie das die Israelis vorgemacht haben, oder man kann Wasser verteuern, was im wasserarmen Spanien richtig wäre. Aber das bleibt doch im jeweiligen regionalen Kontext. Wo ist hier der globale Kontext zu sehen? Mit Wasser muss jede Region für sich vorsichtig umgehen, sei es, dass es zuviel oder zu wenig davon gibt. Zu- oder Abflüsse von bzw. zu anderen Regionen sind ab und zu möglich - aber das führte bisher eher zu schweren Auseinandersetzungen, Globalisierung der Wasserverteilung ist jedenfalls nicht möglich. |
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hi zusammen,
jaja, man hatte so wenig von ihm gehört, es wurde mal wieder zeit. www.propagandafront.de/168070/oko-und-klimareligion-globalisten-attackieren-deutschland.html kritische-massen.over-blog.de/article-merkels-atomare-ethik-kommission-70288050.html www.sozialticker.com/ethikkommission-merkel-toepfer-und-die-halbwertszeit-des-vergessens_20110325.html www.youtube.com/watch?v=fHphwc0KEYc naja, auf jeden töpferl paßt bekanntlich ein merkerl...oder wie war das noch? sonnige grüße glaubdir ;-) |
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@zusammen, achso, ich hatte vergessen zu erwähnen, daß auch töpfer ein bilderberger ist. ;-)
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@glaubdir 01.38
Kann deine Meinung nicht teilen. Ich habe einen Klaus Töpfer erlebt, der a) als Wissenschaftler (Lebenslauf bei Wikipedia) und b) als "alterweiser" Umweltpolitiker auftrat. Und ich habe danach bedauert, dass er nicht mehr unser Umweltminister ist. Bin allerdings auch der Meinung, Menschen nicht nach ihrem Parteibuch zu bewerten. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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