Teil II: „Der Freischütz“ in der Proben-Version
Im Saal studierte ein junges Ensemble intensiv eine Szene der Oper ein. Nun bin ich bekennender Opernfan, hatte aber noch nie einer Probe beigewohnt. Ich war angenehm überrascht über die große Ernsthaftigkeit, mit der hier gearbeitet wurde. Vielleicht hatte ich angesichts des Alters der Akteure mit „Späßchen“ gerechnet, aber diese blieben aus. Schnell bekam ich mit, dass das Libretto etwas verändert war – die Änderungen werden selbstredend an dieser Stelle nicht preisgegeben -, ohne den häufig praktizierten „Modernismus“ zu kopieren. Schon die Gesangsleistungen für sich reizen, das Stück in der Version dieses jungen Teams anzusehen und anzuhören.
Nach der Probe plauderte ich kurz mit dem Regisseur Maximilian von Mayenburg. Ihm gehe es darum, eine Familiengeschichte zu zeigen, in der vieles unausgesprochen im Dunklen bleibt und in der die Versagensangst handlungsbestimmend ist. Angst sei für ihn überhaupt ein Zentralthema dieser Oper. Besonderes Augenmerk werde in dieser Aufführung des „Freischütz“ – Kenner wissen, dass diese Oper am 18.06.1821 in Berlin ihre Uraufführung erlebte – der Ambivalenz des Caspar geschenkt. Caspar ist Katalysator der Offenbarung von Familiengeheimnissen.
Weitere Informationen unter www.freischuetz-im-heimathafen.de
Selbstverständlich sind meine kurzen Eindrücke nur als begleitend zur Information über dieses tolle Projekt anzusehen.
Es sei aber ausdrücklich allen Operinteressierten wie auch Kulturliebhabern empfohlen. Neben der Premiere am 29. Mai 2011 sind weitere Aufführungen am 31. Mai, 26. und 28. Juni 2011 vorgesehen.
Das Team dieser Opernaufführung freut sich auf zahlreiche Besucher!
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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Einzelpreis: 3.60 €
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