Nietzsche 2011

Der ostdeutsche Mohikaner

03.05.2011 | 15:30

Neuköllns neue Opernstimme – Ein besonderer „Freischütz“

Teil II: „Der Freischütz“ in der Proben-Version

Im Saal studierte ein junges Ensemble intensiv eine Szene der Oper ein. Nun bin ich bekennender Opernfan, hatte aber noch nie einer Probe beigewohnt. Ich war angenehm überrascht über die große Ernsthaftigkeit, mit der hier gearbeitet wurde. Vielleicht hatte ich angesichts des Alters der Akteure mit „Späßchen“ gerechnet, aber diese blieben aus. Schnell bekam ich mit, dass das Libretto etwas verändert war – die Änderungen werden selbstredend an dieser Stelle nicht preisgegeben -, ohne den häufig praktizierten „Modernismus“ zu kopieren. Schon die Gesangsleistungen für sich reizen, das Stück in der Version dieses jungen Teams anzusehen und anzuhören.

Nach der Probe plauderte ich kurz mit dem Regisseur Maximilian von Mayenburg. Ihm gehe es darum, eine Familiengeschichte zu zeigen, in der vieles unausgesprochen im Dunklen bleibt und in der die Versagensangst handlungsbestimmend ist. Angst sei für ihn überhaupt ein Zentralthema dieser Oper. Besonderes Augenmerk werde in dieser Aufführung des „Freischütz“ – Kenner wissen, dass diese Oper am 18.06.1821 in Berlin ihre Uraufführung erlebte – der Ambivalenz des Caspar geschenkt. Caspar ist Katalysator der Offenbarung von Familiengeheimnissen.

Weitere Informationen unter www.freischuetz-im-heimathafen.de

 

Selbstverständlich sind meine kurzen Eindrücke nur als begleitend zur Information über dieses tolle Projekt anzusehen.
Es sei aber ausdrücklich allen Operinteressierten wie auch Kulturliebhabern empfohlen. Neben der Premiere am 29. Mai 2011 sind weitere Aufführungen am 31. Mai, 26. und 28. Juni 2011 vorgesehen.

Das Team dieser Opernaufführung freut sich auf zahlreiche Besucher!

 
Senden Bookmarken Drucken
Nietzsche 2011
kritisch denkender Ostdeutscher; zur Wendezeit bürgerbewegt; seitdem "Lebenskünstler"
Mitglied seit:
1 Jahr 19 Wochen
Zuletzt aktiv:
21.05.2012
Status:
Blogger
Aktivität:
Beiträge: 48
Kommentare: 675
Logbuch
15:51
Calvani hat gerade einen Kommentar geschrieben.
15:45
Nashira hat gerade einen Kommentar geschrieben.
15:39
Red Bavarian hat gerade einen Blogbeitrag erstellt.
15:36
ideefix hat gerade einen Kommentar geschrieben.
15:34
luzieh.fair hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG