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Lieber Bildungswirt,
Ein Gedicht ist immer ein guter Ort. Also Danke dafür!! Wir wollen übrigens demnächst eine Art Lyrik Plattform einrichten. Auch mit Verlagen zusammen, die Lyrik Bändchen veröffentlichen. Dann Netz und Print. Und wollen Sie nicht mal was dazu schreiben, was Sie mit Amanshauser verbindet? Ich kannte den Namen nicht,habe mal bei Wikipedia nachgelesen und finde das sehr spannend. Ihr JA |
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Lieber JA,
können wir uns einigen auf - "ein Gedicht ist oft ein guter Ort" - ? Ich hatte gestern Abend mein Spontangedicht "Ein guter Ort" einfach als persönliche Gegenreaktion zu den "Hallo Apokalypse"-Artikeln nahezu simultan geschrieben. Müßte noch an einigen Stellen geschliffen werden, bin aber mit dem Unfertigen zufrieden, das genügt. Amanshauser ist mir zum Schluss noch eingefallen. Warum? - keine Ahnung. Thomas Bernhard hat mal irgendwo sinngemäß über Amanshauser gesagt: Wenn der an einem Literaturwettbewerb teilnimmt, bleibt für die anderen nur der zweite Platz. Ich kann nur empfehlen, ihn zu lesen. Kennt in Deutschland kaum einer, in der Schule komplette Fehlanzeige. Ein Schmankerl will ich von ihm für die Freitag-Leser noch anbieten (passt natürlich zum Rhizom und der Diskussion um Liberalität, Linkssein, Habitus) "Über Nuancen und Bewegungen Wer auf Nuancen nicht achtet, ist gefährlich. Gleich wird er schreien und prügeln, denn er hat Großes im Sinn. Sobald auf Nuancen icht mehr geachtet wird, ist es vorteilhaft, sich in Sicherheit zu bringen. Salutieren, Stechschritt - eckige Bewegungen sollte man womöglich vermeiden, sonst kommen einem Füße und Hände vorzeitig abhanden. Arme und Beine haben das Bedürfnis, sich nach Lust und Liebe zu bewegen." Lyrik-Plattform, Literaturplattform - klar, warum nicht? Nur keinen Lyrikzoo schaffen. Textsorten und Bilder mixen, mehr Ausbruch als Einhegung. Ihr BW |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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