ZWEI WAHRHEITEN ÜBER LEUKÄMIE
1. Leukämie ist tödlich.
Die Krankheit zerstört das menschliche Blut, und zwar insbesondere die Blutkörperchen, die der Abwehr von Krankheiten dienen, und somit die Immunabwehr des Körpers. Diese lebenswichtigen Zellen – die Leukozyten - werden in den Stammzellen im menschlichen Knochenmark – nicht im Rückenmark – gebildet. In ihrer schlimmsten Form läßt die Leukämie dem Erkrankten nur noch ein paar Wochen Zeit, in ihrem milderen Verlauf ungefähr zwei Jahre.
2. Leukämie ist heilbar!
Leukämie kann heute durch die Übertragung von Stammzellen eines gesunden Spenders geheilt werden. Dazu muß das erkrankte Knochenmark des Empfängers durch eine Vorbehandlung zerstört werden, um Platz für die lebensspendende Infusion der gespendeten Zellen zu schaffen.
Die Stammzellen des Lebensspenders werden dann dem Kranken wie eine Blutkonserve übertragen und fangen nach kurzer Zeit an, in dessen Körper neue, gesunde Blutzellen zu bilden. Schon nach 6-8 Wochen kann der Patient in der Regel nach Hause entlassen werden.
Mit diesem Verfahren kann man heute , je nach Art und Stadium der Erkrankung, 50 -70 % aller Patienten heilen !
Dies alles ist nur möglich, wenn sich genügend potentielle Spender typisieren lassen, das heißt, prüfen lassen, inwieweit ihre Gewebemerkmale mit denen des Erkrankten übereinstimmen. Denn in nur rund einem Drittel der Fälle kommen Mitglieder der eigenen Familie für diese lebensrettende Maßnahme in Frage.
Deswegen ist es sinnvoll und wichtig, daß sich möglichst viele Menschen typisieren lassen – denn unter günstigen Umständen kommt die Hilfe aus dem Nachbarort, vielleicht aber auch von der anderen Seite des Erdballs!
Die DKMS www.dkms.de/ habe ich schon erwähnt. Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei ist heute mit über 2,4 Millionen registrierten Spendern die weltweit größte Stammzellspenderdatei. Für die Bayern gibt es, wie immer ;-), noch einen Sonderweg, nämlich die ebenfalls weltweit agierende Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern AKB www.akb-germany.de!
Aufruf speziell an alle Allgäuer!
Die Fachklinik Enzensberg (Christophs Bruder ist dort als Chefarzt in der Schmerzklinik tätig) www.fachklinik-enzensberg.de/index.shtml?interdisziplinaeres_schmerzzentr veranstaltet am 9. Juli 2011 eine Spendeaktion in Füssen.
Übrigens: Auch Geld kann helfen, denn pro Person kostet eine solche Aktion um die 50 Euro. Hier sind die Daten des Spendenkontos für Füssen: Konto Nr. 22394555 bei der Kreissparkasse München-Starnberg, BLZ 702 501 50.
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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