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systemrelevanter Blog

20.07.2009 | 12:25

Spenden für Schickedanz!

Liebe Mitbürger sicherlich haben Sie auch hier schon vom traumatisierenden Schicksal der Madeleine Schickedanz gelesen. Ihr Aktienpaket, das einmal 3 Milliarden Euro wert war, soll nur noch 27 Millionen wert sein. Sie lebt laut öffentlicher Selbstauskunft von 500 - 600 Euro im Monat und muss sogar beim Discounter einkaufen. Kräuter bezieht sie aus dem eigenen Garten, der am von Hartz-IV besonders bevorzugten Survretta-Hang in St.Moritz hinter ihrer bescheidenen Behausung den Alpen abgenommen wurde. Man stelle sich einmal Frau Madeleine Schickedanz im eigenen Garten beim Unkrautjäten vor. Wenn ihr die Perlenkette immer ins Gehege kommt und die Fingernägel in unwürdigen Arbeitshandschuhen stecken, während sie verzweifelt versucht im rauhen Bergklima der Schweizer Alpen, ihrem kleinen bescheidenen Garten einen Salatkopf abzuringen. Um ihrer Familie, die in Sackleinen gehüllt am von Kerzenlicht beschienen Küchentisch aus rohen unbehauenen Bohlen sitzt, etwas zu essen auf den Tisch zu stellen. Die armen Kinder möchte man da losweinen, muss sie doch ganze vier Kinder und insgesamt 3 Ehemänner durchbringen, von denen ein Ex und der Aktuelle sich mit bescheidenen Mangerpöstchen im Arcandor-Konzern begnügen müssen. Ach, quatsch, so hart hat es sie dann doch nicht getroffen. Sie hat ja noch 20.000m² Grundstück bei Nürnberg zur Verfügung, wo sie sicherlich genügend Anbaufläche für Kräuter findet.

Man kann sich das gar nicht ausmalen, wie grausam es für Frau Schickedanz sein muss, dass sie zum ALDI oder LIDL, wie Millionen andere Menschen jeden Tag, einkaufen muss. Nur noch das hier ihren Kinder zum trinken vorsetzen können. Ich fühle mit dieser Frau. Ich wollte das auch nicht trinken. Hier ein paar Einkaufstipps von mir, einfach mal diesen Link anklicken. Hier kann man Eis mit klangvollen Markennamen wie "Grandessa" erwerben, es gibt auch viele Artikel mit dem Namen "Premium" im Namen. Und falls das Gas abgedreht wird, weil Frau Schickedanz die Rechnung nicht mehr bezahlen kann. Es ist ja jetzt Sommer, da helfen vielleicht diese Einkaufstipps.So leidet es sich nicht mehr ganz so elend.

Falls der Gerichtsvollzieher was beschädigen sollte beim zu erwartenden Abtransport der Bilder und Antiquitäten, dann habe ich hier noch ein paar Einkaufstipps gefunden.

Aber wollen wir es wirklich soweit kommen lassen? Wollen wir diese arme vom Schicksal derart gebeutelte Frau im Lebensmittel-Discounter einkaufen lassen. Irgendwann muss sie noch ihre Kleidung bei kik kaufen. Die Mitarbeiter dort können dann aber mit ihrem Schicksal mitfühlen, müssen sie doch trotz 40 Stunden Woche mit einigen hundert Euro im Monat rumkommen. Die können ihr dann auch Tipps geben, wie man beim Amt Unterstützung bekommt. Ob es da hilfreich ist im Kashmerepullover zu erscheinen, ist doch mehr als fragwürdig. Sie kann auch nur noch Urlaub in Frankreich oder Spanien machen,hier besitzt sie wenigstens noch bescheidene Unterkünfte, woanders müsste sie sich eine Bleibe mieten. Das ist nicht mehr drin, man muss bei dem bleiben, was man hat.  Luxus ist tabu. Sie ist sogar schon so tief gesunken, dass sie im eigenen Versandhaus bestellt.

BamS: Sie kennen den neuen Quelle-Katalog?

SCHICKEDANZ: Ich habe intensiv darin geblättert.

BamS: Und auch schon etwas bestellt?

SCHICKEDANZ: Sehr oft, für meine Enkelkinder. Ich selbst bestelle mir sportliche Jeans, Pantoffeln und Küchentechnik.

Ob sie diese Pantoffeln meint? Diese hier würden doch eher passen, zumindest vom Namen. 

Aber für alle Fälle, falls alle Stricke reissen, kann sie es ja immer noch wie ihre Mutter machen (siehe hier).

Deshalb unterstützen Sie bitte verarmte Milliardäre. Bitte nicht mit Kleckerbeträgen kommen. Wenn diese arme Frau auch weiterhin in ihrem immherhin zu über 26% gehörendem Versandhaus bestellen möchte, benötigt sie auch richtiges Geld. Diese arme Frau muss im Lebensmitteldiscounter einkaufen, das ist echt entwürdigend, für Leute von so einem Rang und mit so einem Namen. Denken Sie bitte daran, sie hat noch Ferienhäuser und einen Wohnsitz in St.Moritz und bei Nürnberg, die kosten Unterhalt.

Spenden via paypal bitte an arrikotz [at] gmail.com. Ich werde dann dafür sorgen, dass das Geld an Frau Schickedanz weitergeleitet wird, in Form von Erhöhung der Kapitaldecke von Karstadt und Quelle. Bitte bei Verwendungszweck "Schickedanz-Rettung" angeben. Andere Zwecke wie "Hunger in der Welt" oder "Franjo Pooth" werden nicht akzeptiert und das Geld wird von mir zweckentfremdet.

Nachtrag 16.12 Uhr: Der Kontostand ist immer noch bei 0 Euro.

 

 

 

 
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Kommentare
Friedland schrieb am 20.07.2009 um 12:45
Arme, arme Madeleine.

Dieser Link als kleine Ergänzung, schnief...

www.handelsblatt.com/unternehmen/management/_b=2096418,_p=21,_t=ftprint,doc_page=0;printpage
Friedland schrieb am 20.07.2009 um 12:46
Arme, arme Madeleine.

Dieser Link als kleine Ergänzung, schnief...

www.handelsblatt.com/unternehmen/management/_b=2096418,_p=21,_t=ftprint,doc_page=0;printpage
mh schrieb am 20.07.2009 um 12:49
nunja am hungertuch wird sie wohl nicht nagen, solang ihr gütergetrennter mann sich noch seine kunstsammlung leisten kann.

dennoch würde ich nicht mehr paar n 60 vor der tatsache stehen wollen, dass ich mein erbe und das eigene vermögen vernichtet habe. das werk mehrerer generationen, platt.

es gibt wahrlich bessere bahnhöfe, an denen man seine schadenfreude ausleben kann.

mfg
mh
bkhdk schrieb am 20.07.2009 um 16:03
Schadenfreude ist hier fehl am Platze, definitiv. Diese Frau ist aber auch verantwortlich für zigtausend verlorene Arbeitsplätze, weil sie es nicht geschafft hat ihr Unternehmen umzustrukturieren. Die meisten Karstadtfilialen sind potthässliche runtergekommene Buden (z.B. Mainz), da ist es kein Wunder, dass da keiner mehr einkaufen möchte. Diese Frau lügt hier was vor, ihr würde es schlecht gehen, ihr geht es besser als 99,9% der Bevölkerung. Sie besitzt Ferienhäuser und zwei Wohnsitze. Ich befürchte, dass Du den BILD-Artikel vom Sonntag nicht gelesen hast. Dort wird sie als arme Frau vorgeführt, die beim Discounter einkaufen muss. Sie müssen für unter 40 Euro beim Italiener Pizza essen. Das ist für die absolut überwiegende Anzahl der Menschen etwas vollkommen Normales. Das ist das Problem, das ich nicht in ihrer Haut stecken möchte (Kontozugriff wäre was anderes) steht auf einem anderem Blatt. Sie wurde ja, wie man zwischen den Zeilen lesen konnte auch von ihren eigenen Kindern angefeindet, weil sie das Erbe ruiniert hat. Das ist sicherlich nicht schön, trotzdem hat die Frau immer noch ein erstrebenswertes Vermögen und Leben. Allein die Hütte in St.Moritz ist Millionen wert. Wenn sie die verkauft dürfte sich ihr Vermögen verdoppeln. 20.000qm Grundstück sind auch zig Millionen wert. Das ist Jammern auf einem extrem hohen Niveau und das geht nicht, wenn man gleichzeitig verantwortlich ist für solche Fehlentscheidungen innerhalb eines Konzerns. Ihr Nachteil ist, dass sie perönlich haften muss, etwas was wir uns bei den Bankmanagern wünschen würden. Das ist aber unternehmerisches Risiko, kein Mensch hätte sich daran gestört, wenn sie die Aktien vor ein paar Jahren für 3 Milliarden verscheuert hätte.
Ausserdem ging es mir mehr darum die BILD-Zeitung auf den Arm zu nehmen, die ihr ein Forum bieten und gleichzeitig noch unverhohlen Schleichwerbung für Quelle machen.
bkhdk schrieb am 20.07.2009 um 16:08
Noch als Anmerkung. Die Gute hatte Jahrzehnte ein hervorragendes Leben, das sich andere hart erarbeitet haben. Viele müssen für wesentlich weniger Wohlstand im Alter hart arbeiten. Sie hat ihr Leben lang in Luxus gelebt und muss jetzt geringfügig kürzer treten. Allein was ihre Immobilien wert sind möchte ich nicht wissen, damit könnte man sich sicherlich ein schönes aber bescheideneres Häsuchen kaufen und vom Rest bis ans Ende aller Tage sorgenfrei leben.
mh schrieb am 20.07.2009 um 16:17
ja und? sie hat versagt! ist doch toll, von ihrem versagen leben viele andere kleinere internetläden die in ihrer summe mE mehr leute beschäftigen als karstadt.

sind die alle weniger wert?

ansonsten sollte dir mein einwurf gezeigt haben, dass ich sie keinesfalls für arm halte. aber aufgrund des reichtums ihres mannes .. in den artikel steht übrigens, dass ihre immos den banken gehören. wird aus arcandor nix mehr rausgeholt, sind die weg. alle.

wozu so ein niedergang führt, sieht man ja am merkle .. es geht nie um das reine geld, denn davon haben sie alle im nachinein noch genug.

aber mit verlaub, du liest dich wie n oller neidhammel. was du natürlich gleich abstreiten wirst.

mfg
mh
Titta schrieb am 20.07.2009 um 20:00
Was, jetzt wird mir auch noch das neidisch sein nachgetragen? Bäh! Langsam darf man ja wirklich gar nichts mehr.
bkhdk schrieb am 20.07.2009 um 16:51
Schön, dass man Unterkommentare nicht direkt kommentieren kann...
Nö, streite ich gar nicht ab. Mir würden die 27 Millionen von Arcandor plus ihre Firmenbeteiligungen, die sie ja immer noch besitzt laut BILD reichen. Da müsste ich mir für die nächsten 40 Jahre nicht so einen Stress machen mit Studium, arbeiten, Familie, etc.
Also, hast recht.
Aber ich würde mich in Grund und Boden schämen, wenn ich 3 Milliarden auf einen Prozent Restwert zusammengedampft hätte. Ausserdem, ich betone, es ging mir mehr darum, die BILD-Zeitung, besonders die BAMS hier bloßzustellen. Die Frau ist nicht arm, da ihr Mann ja noch was auf der hohen Kante hat. Ausserdem hat sie ja sicherlich nicht nur einen Aktienanteil an Arcandor, sie dürfte auch noch ein paar Franken auf Schweizer Konten haben.
Von denen der deutsche Fiskus dank Wohnsitz in der Schweiz auch nichts wissen muss. Sie sagt selbst, dass sie aus ihrem Privatvermögen 170 Millionen in die Firma gepumpt hat, was ihr hoch anzurechnen ist, aber ich gehe nicht davon aus, dass sie alles da rein gesteckt hat.
Noch einmal, ich möchte nicht in ihrer Haut stecken!
mh schrieb am 20.07.2009 um 17:09
"Schön, dass man Unterkommentare nicht direkt kommentieren kann...
Nö, streite ich gar nicht ab. Mir würden die 27 Millionen von Arcandor plus ihre Firmenbeteiligungen, die sie ja immer noch besitzt laut BILD reichen. Da müsste ich mir für die nächsten 40 Jahre nicht so einen Stress machen mit Studium, arbeiten, Familie, etc."

a) die bekommt sie nicht verkauft
b) insolvenzen gehen immer zu lasten der aktionäre, dioe bekommen nämlich nix da die gläubiger als erste bedient werden
c) das ding muss saniert werden, damit die aktien wiedr was wert werden und dabei wird ihr anteil dann so dermassen verwässert, dass davon nicht mehr viel bei hängen bleibt .. ansonsten siehe b)

"Aber ich würde mich in Grund und Boden schämen, wenn ich 3 Milliarden auf einen Prozent Restwert zusammengedampft hätte."

unternehmerisches handeln birgt nunmal dieses risiko. hätte se ihr geld rausgezogen und das teil absaufen gelassen, dann wäre das gebrüll hier groß gewesen .. über diese kapitalistische schweinerei.

ihrer auskunft nach und den informationen nach die ich habe und auch hier schon geschrieben hatte (wofür ich noch gelächelt wurde), hat sie ihr gesamtes gelds reingesteckt, mehr als das .. auf kredit.

aber wie gesagt, über ihren dritten mann isses mehr als auskömmlich abgesichert. (hier lügt sie)

mfg
mh
bkhdk schrieb am 20.07.2009 um 17:20
Wie nennt man denn das, wenn einer sich auf Pump im Vermögensaufbau versucht?
Mindestens Naivität, wenn nicht gar Dummheit. Auch hier gilt aber zu ihren Gunsten, hinterher ist man immer schlauer.
Laut Artikel gehören ihr die Immobilien auch noch, sie sind nur davon bedroht wegzukommen, wenn der Laden ganz den Bach runtergeht. Aber da wird schon der deutsche/bayrische Steuerzahler für geradestehen, bevor es soweit kommt.
mh schrieb am 20.07.2009 um 17:26
unser gesamtes wirtschaftssystem ist auf kredit aufgebaut. das ist business as usal.

deswegen sind die banken doch so wichtig und systemrelevant. ;o)))

mfg
mh
Friedland schrieb am 20.07.2009 um 18:59
In der gesamten Führungsriege müsste sich doch eineR befunden haben, der/die

a) Ahnung hat
b) die Fehlentwicklungen sieht
c) sich zu Wort meldet
d) Lösungen findet

Oder WOLLTEN etwa alle, dass der Laden den Bach runter geht?!?
Friedland schrieb am 20.07.2009 um 19:04
@bkhdk: Man KANN Unterkommentare kommentieren, indem man die (erste) Sprechblase eines Kommentarstranges anklickt...
bkhdk schrieb am 22.07.2009 um 14:04
Das glaube ich nicht, aber ich vermute, dass keiner es wahr haben wollte. Niemand glaubte daran, dass es Quelle mal schlecht gehen könnte. Ausserdem kommt hinzu, dass Schickedanz wohl extrem leichtgläubig ist, was Finanzfragen angeht. Dies legen zumindest die Aussagen ihres Vaters aus dem Handelsblatt-Artikel nahe. Dann kommt da noch ein Schwätzer und etwas dubioser Mensch wie der Middelhoff dazu, der sein eigenes Süppchen kocht, dem hat sie viel zu spät das Vertrauen entzogen. Es reicht halt nicht, wenn man alles seinem Mann überlässt. Bei einem Familienunternehmen muss die Chefin auch mal im Betrieb sein, wenn sie davon keine Ahnung hat, muss sie verkaufen. Bestes Beispiel hierfür ist Schaeffler, das ging eine Zeit lang gut und sobald die erste Krise kommt, geht der ganze Laden den Bach runter.
Ludwig Hasselberg schrieb am 21.07.2009 um 00:12
:D
bkhdk
bin aus voller Überzeugung Salonrevoluzzer und große Redenschwinger. Mag die SPD/CDU/CSU/FDP überhaupt nicht mehr. Ich finde es wird von Tag zu Tag schlimmer...
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