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Die Luft bleibt auch ohne NPD so wie sie ist.
Ich glaube, so lange dIe Leute sich in der NPD engagieren können und dort ihre Energie einsetzen, nutzen sie sie nicht für andere Organisationen, die unter Umständen effizienter wären. Also lasst die NPD diese Ressourcen aufsaugen und verbrauchen. Die einen haben ihr Feindbild, die anderen haben was zu Beobachen und infiltrieren und weitere können sich dort verausgaben. Ohne NPD würden diese Leute trotzdem nicht weniger... |
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Hallo!
Sicher wären sie da kontrollierter. Nur sind sie ja sowieso,dabei sich selbstaufzulösen. Darum wäre doch jetzt gerade sinnreich sie zuverbieten.Weil durchaus -was verboten ist- kann man nicht mehr Neugründen! Wenn die weg sind! Dann kann man einen weiteren Rundumschlag starten und den anderen Parteien wie DVU e.c zuLaibe rücken. Allerdings, so steht zubefürchten, dass wir aufrechten Demokraten, diesen Wunsch so schnell nicht erfüllt bekommen. ! Viele Grüße und Danke für den Kommentar! |
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Lieber satyasingh,
da muss ich leider widersprechen. Ich fürchte, Sie unterschätzen die NPD ein wenig. Die NPD hat zwar große Finanzprobleme und noch größere interne Querelen. Aber dass man die NPD nicht unterschätzen sollte, zeigen ja deren Wahlerfolge in Sachsen. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann befürworten Sie ein entspannten Umgang mit der NPD. Nach dem Moto: Wenn es nicht schlimmer wird, lasst sie sich doch austoben. Da bin ich anderer Meinung. Es ist genau anders herum. Man muss sich diesen Leuten entgegen stellen. Und sie als Demokrat bekämpfen. Deswegen halte ich übrigens auch nichts von einem Parteiverbot. Wir sollten selbstbewusst genug sein, um uns gegen solche Leute auch so durchzusetzen. Ohne NPD werden die Leute mit einer rechtsradikalen Meinung vielleicht nicht weniger. Aber ich bin sicher: Wenn man sich dieser Haltung offensiv entgegenstellt, sich nicht einschüchtern lässt und gegen rechtsradikales Gedankengut engagiert auftritt, dann sinkt auch die Zahl der Menschen mit rechten, demokratiefeindlichen Überzeugungen. Und das sollte unser Ziel sein. Viele Grüße, Ihr Philip Grassmann. |
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Am 3. Oktober 1989 (die Grenze von der DDR zur Tschechoslowakei wurden geschlossen, Großdemo am Dresdner Hauptbahnhof, ...) habe ich als Fernstudent in Dresden miterlebt, wie schnell ein System zusammenfallen kann. Einige Wochen später (am 13. Februar 1990in Dresden), auf der Antikriegsdemo zum Gedenken an die Luftangriffe der amerikanischen und britischen Bombenverbände auf Dresden in der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945 musste ich allerdings meine erste Erfahrungen mit den „Rechten“ machen. Ich verstand die Welt damals nicht mehr. Nach 20 Jahren hat sich die „Rechte Szene“, auch die NPD, weiterentwickelt und die „Rechte Szene“ gehört schon so gut wie zum Alltag. Nun ist die Frage, wie wir mit der Situation umgehen wollen. Richtig ist, dass wir nicht tatenlos zusehen dürfen. Aber durch ein Verbot der NPD wird die Luft eben leider nicht wirklich besser. Das rechte Gedankengut ist weiterhin vorhanden, die Angriffe auf Linke werden weitergehen, es wird einen Nachwuchs geben, ... Ich teile die Auffassung von Philip Grassmann; nur die tägliche Auseinandersetzung, auch wenn diese nicht einfach ist, hilft uns weiter.
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Ausgabe 07/12
16.02.2012
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