blogreporterin

Nicht ausgeschlossen:

24.02.2009 | 21:30

Wird die Luft ohne die NPD besser?

Es gibt so gesellschaftliche Erscheinungsbilder, denen muss man schwer wiederstehen!  Erst vor wenigen Tagen,gab es wieder sowas: Besonders für die ältere Generation, muss das grausam gewesen sein.Als in Dresden, mehre 1000 ewig gestrige um den Hauptbahnhof herum-dumpfe Parolen und schlechter Grammatik über den Platz absonderten.
 
Heute wurde bekannt, das der Täter, der auf einer Raststätte in Thüringen einen DGBLer Krankenhausreif geschlagen hatte- gefasst wurde! Natürlich stammt dieser, der Polizei bestens bekannte Mann, aus dem rechten Spektrum.Und der Mann ,das Opfer kam gerade aus Dresden, um gegen die "braune Soße" am Hauptbahnof und überall woanders, sein Zeichen setzen.!
 
Jetzt wird der in dieser Angelgeneheit des Umgangs mit der NPD -bestens präperierte Berliner Innensentator Erhard Körting(SPD), wieder aktiv. Er hatte mit seinen SPD-Innenministerkollegen,in aller Stille ein Verbotspapier ausgearbeitet.
Unterstützung erhält Körting, vom Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU)!Der nach dem Fall Mannichel, besonders sensibiliert im Umgang mit der NPD scheint.
Dagegen verhält sich in  dieser Frage, die CDU schon ziemlich zögerlich und uneins.Allein die Argumente von CDU-Fraktionschef Volker Kauder, der sich ja so garnicht klar ist, zeigt eine gewisse "Hasenfüssigkeit" auf!

Unterdessen mussten die Mitglieder der NPD, einmal mehr erkennen, dass sie -weder eine Partei organisieren können -noch von Politik egal welche, nicht ein Stück Ahnung haben! Um anderem Ungemach zuvor zukommen, haben sie sich selbst angezeigt.In Sachen Veruntreuung von Parteigelder. Ein Fakt, der deutlich zeigt-was wir schon lange wissen. Wer in so eine Partei überhaupt eintritt-dem ist nicht zuhelfen! Dem ist eher geholfen das es diese und andere ähnlich geartete Parteieen und Gruppierungen in den Orkus der Geschichte wandern.

Aus  dieser gesamten Sicht, wäre es, ein demokratisches Hoheerlebnis, wenn Körting, die CDU von dem hoffentlich überzeugenden NPD-Verbotspapier, der SPD-Länderinnenminister überzeugen könnten. Weiteres erforderliches in dieser Hinsicht,gebotenes Handlungsmanagment mit inbegriffen!
Was wäre das für ein Tag! Man öffnet das Fenster und denkt was für eine klare Luft,doch draußen ist!!
 
 
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Kommentare
satyasingh schrieb am 24.02.2009 um 22:41
Die Luft bleibt auch ohne NPD so wie sie ist.
Ich glaube, so lange dIe Leute sich in der NPD engagieren können und dort ihre Energie einsetzen, nutzen sie sie nicht für andere Organisationen, die unter Umständen effizienter wären. Also lasst die NPD diese Ressourcen aufsaugen und verbrauchen. Die einen haben ihr Feindbild, die anderen haben was zu Beobachen und infiltrieren und weitere können sich dort verausgaben. Ohne NPD würden diese Leute trotzdem nicht weniger...
blogreporterin schrieb am 24.02.2009 um 22:57
Hallo!

Sicher wären sie da kontrollierter. Nur sind sie ja sowieso,dabei sich selbstaufzulösen. Darum wäre doch jetzt gerade sinnreich sie zuverbieten.Weil durchaus -was verboten ist- kann man nicht mehr Neugründen! Wenn die weg sind! Dann kann man einen weiteren Rundumschlag starten und den anderen Parteien wie DVU e.c zuLaibe rücken.

Allerdings, so steht zubefürchten, dass wir aufrechten Demokraten, diesen Wunsch so schnell nicht erfüllt bekommen. !

Viele Grüße und Danke für den Kommentar!
Philip Grassmann schrieb am 26.02.2009 um 22:19
Lieber satyasingh,
da muss ich leider widersprechen. Ich fürchte, Sie unterschätzen die NPD ein wenig. Die NPD hat zwar große Finanzprobleme und noch größere interne Querelen. Aber dass man die NPD nicht unterschätzen sollte, zeigen ja deren Wahlerfolge in Sachsen. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann befürworten Sie ein entspannten Umgang mit der NPD. Nach dem Moto: Wenn es nicht schlimmer wird, lasst sie sich doch austoben. Da bin ich anderer Meinung. Es ist genau anders herum. Man muss sich diesen Leuten entgegen stellen. Und sie als Demokrat bekämpfen. Deswegen halte ich übrigens auch nichts von einem Parteiverbot. Wir sollten selbstbewusst genug sein, um uns gegen solche Leute auch so durchzusetzen. Ohne NPD werden die Leute mit einer rechtsradikalen Meinung vielleicht nicht weniger. Aber ich bin sicher: Wenn man sich dieser Haltung offensiv entgegenstellt, sich nicht einschüchtern lässt und gegen rechtsradikales Gedankengut engagiert auftritt, dann sinkt auch die Zahl der Menschen mit rechten, demokratiefeindlichen Überzeugungen. Und das sollte unser Ziel sein.
Viele Grüße, Ihr Philip Grassmann.
KFB schrieb am 27.02.2009 um 09:41
Am 3. Oktober 1989 (die Grenze von der DDR zur Tschechoslowakei wurden geschlossen, Großdemo am Dresdner Hauptbahnhof, ...) habe ich als Fernstudent in Dresden miterlebt, wie schnell ein System zusammenfallen kann. Einige Wochen später (am 13. Februar 1990in Dresden), auf der Antikriegsdemo zum Gedenken an die Luftangriffe der amerikanischen und britischen Bombenverbände auf Dresden in der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945 musste ich allerdings meine erste Erfahrungen mit den „Rechten“ machen. Ich verstand die Welt damals nicht mehr. Nach 20 Jahren hat sich die „Rechte Szene“, auch die NPD, weiterentwickelt und die „Rechte Szene“ gehört schon so gut wie zum Alltag. Nun ist die Frage, wie wir mit der Situation umgehen wollen. Richtig ist, dass wir nicht tatenlos zusehen dürfen. Aber durch ein Verbot der NPD wird die Luft eben leider nicht wirklich besser. Das rechte Gedankengut ist weiterhin vorhanden, die Angriffe auf Linke werden weitergehen, es wird einen Nachwuchs geben, ... Ich teile die Auffassung von Philip Grassmann; nur die tägliche Auseinandersetzung, auch wenn diese nicht einfach ist, hilft uns weiter.
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