Doch doch – es hat schon
etwas Tragikkomisches, zu welchen Schlussfolgerungen ein kluger Kopf wie Georg
Fülberth in seinem „Wahlkampf im Tollhaus“ vom 16.2. kommt.
„Entgegen dem ersten Anschein
ist die gegenwärtige Wirtschaftskrise nicht die Stunde der...>> mehr
Mein Kritiker hält es mehrmals für erwähnenswert, dass mein Artikel „Wahlkampf im Tollhaus“ von einem (ehemaligen) Professor verfasst wurde. Sehr höflich ist das nicht. Ich wüsste gern, wie meine Argu...
Lieber Georg Fülberth machen Sie sich bitte keine Gedanken über evtl. "Kenntnisse, die der Kritiker sonst noch über die Person des Verfassers hat." Außer dass Sie seinerzeit in - wenn ich mich nicht irre - Marburg gelehrt haben, weiß ich nix über Sie. Aber einem wie mir, der aus einer sozialistischen Familie kommt, in der Arbeiterjugendbewegung sozialisiert wurde, die 68er Jahre und Bewegung mit Sympathie und Skepsis verfolgt und natürlich mit ihr demonstriert hat, ist Ihr Name selbstredend bekannt. Und immer während meiner politischen Wander- und Lehrjahre ist mir dieser fulminante Widerspruch zwischen der analytischen Stärke einerseits und der politischen Wirkungs-Ohnmacht andererseits unserer (west-)deutschen akademischen Linken aufgefallen und aufgestoßen. Das ist beileibe kein persönlicher Vorwurf, sondern eine Feststellung (... ohne analytische Durchdringung des Sachverhaltes). Mein Verweis auf Ihre akademische Biografie ist auch nur ein Stilmittel und nicht mehr als ein "polemischer Schlenker", um die Feststellung zu pointieren. Und insofern ist es m.E. wirklich tragikomisch, wenn Ihnen (ich meine Sie symbolisch stellvertretend für die akademische Linke) kein anderes Mittel bleibt als Appelle an das nebulöse "Volk". Auch das wiederum ist kein Vorwurf, sondern verweist auf uns alle, die gesamte Linke, zurück. Das wäre doch mal ein Thema für den FREITAG: Welche Lehren können wir denn im historischen Rückblick und im perspektivischen Vorausblick aus der Tatsache ziehen, dass ausgerechnet die FDP als "Krisengewinnler" dasteht. Aber die Frage muss wirklich tief gehen: Warum habt ihr/haben wir mit unseren schlauen Büchern, Reden, Appellen, Analysen nie wirklich die Herzen der Menschen erreicht? Wohlgemerkt: Die HERZEN. Komme mir niemand mit dem Kalten Krieg, der Nähe zur DDR, dem Anti-Kommunismus und dem Stalinismus. Wie heißt noch dieser Spruch aus der Werbung für die scharfen Pastillen in der Blechdose: Ist er zu stark, bist du zu schwach. Auf unsere Schwäche kommt es an. bneurathwilson
60 Jahre alt - skeptisch und optimistisch was die Lernfähigkeit der Menschheit betrifft - glücklich über meine Eltern, die dem Faschismus widerstanden - viel vom Buddhismus gelernt
Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben. 2012 steht in den USA im Zeichen des Präsidentschaftswahlkampfs und auch Europa schaut gespannt zu. Christoph von Marschall erklärt die unterschiedlichen politischen Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks und entlarvt typische Vorurteile auf beiden Seiten
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