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heißt das Motto der Zeitschrift "Konkret", seit 1974 herausgegeben von Hermann L. Gremliza. Dort schrieb, wurde interviewt, was links einen Namen hatte, von Abendroth über Herbert Marcuse bis Gerhard Zwerenz. Über die Jahre hinweg habe ich dort vor allem Hermann Peter Piwitt gern gelesen.
Gremliza kann bis heute behaupten, das Buch "Der Aufmacher" , die Rollenreportage über Wallraffs Erlebnisse bei "Bild", sei "von der ersten Zeile des Vorworts bis zur letzten des Nachworts, das unter dem Pseudonym (des Wallraff-Verlegers) Reinhold Neven Du Mont erschien", an seinem, Gremlizas, "Schreibtisch entstanden". Ebenso habe er ganze Passagen von weiteren Wallraff-Büchern verfaßt.
Der unbeirrbar linke Journalist ist heute am 29. Mai, von 13.30 bis 15 Uhr zu Gast im Deutschlandfunk bei den "Zwischentönen - Fragen zur Person".
Zur Anschauung, was das für ein Vogel sei, ein Zitat aus Gremlizas express, Konkret 04/99, S. 74.
"Eine der Pfäffinnen, mit denen der Deutschlandfunk am Morgen seine Hörer piesackt, hat gefragt, was geschehe, wenn das Evangelium mit der Wirklichkeit zusammentrifft.
»Grüß Gott« wird es sagen und »Wie geht’s«, »Soso lala« wird sie antworten und »Nichts für ungut, aber ich muß weiter«, denn leider ist die Wirklichkeit viel zu gut erzogen, um dem Evangelium und seiner Predigerin das Angebot zu machen, sie einmal im Mondschein besuchen zu kommen."
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"Gremliza kann bis heute behaupten, das Buch "Der Aufmacher" , die Rollenreportage über Wallraffs Erlebnisse bei "Bild", sei "von der ersten Zeile des Vorworts bis zur letzten des Nachworts, das unter dem Pseudonym (des Wallraff-Verlegers) Reinhold Neven Du Mont erschien", an seinem, Gremlizas, "Schreibtisch entstanden". Ebenso habe er ganze Passagen von weiteren Wallraff-Büchern verfaßt."
Tja so ist das leben eben, schade nur das andere Journalisten aus der Zeit das gleiche sagen. Es gibt halt dinge die würde ich selbst nicht Glauben hätte ich sie nicht mit eigenen Augen gesehen. |
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Muss zu meiner Schande (oder wie?) gestehen, dass mir Konkret ab 1973/74 schon aus den Augen gekommen war, ich etwas konservatiever, familiärer wurde und der Spiegel (daher die Schande) dann bis 1997 zur primären Zeitschrift wurde.
Meine Erinnerungen an Konkret sind älter, verbunden mit Ulrike Meinhof, eben vor ihrem Irrweg in den Terrorismus und prägten damals, Ende der 1960er doch einen Teil meines politischen Bewußtseins. Wäre interessant zu wissen, ob und wo, zu welchen Konditionen man diese alten Konkret-Ausgaben heute noch nachlesen kann. de.wikipedia.org/wiki/Konkret_%28Zeitschrift%29 |
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Und nun ist "konservativ", nicht nur wegen dem Tippfehler oben, doch relativ in der Distanz der Betrachtung, der abgelaufenen Ereignisse. Damals, Anfang der 1970er war der Spiegel vielleicht noch so etwas wie "links", auf jeden Fall deutlich linksliberal.
1997 war für mich dann das gespiegelte Ende erreicht, die Zeitschrift selbst aber noch lange nicht an ihrem "Tiefpunkt" angekommen, der aus meiner Sicht neoliberale Rollover begann damals erst... |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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