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Blog von Butjer

Blogbeiträge

18.02.2010 | 19:10 Butjer

US-Kriegsdoktrin feiert Geburtstag

Am 18. Februar 1970 legte US-Präsident Richard Nixon dem amerikanischen Kongreß ein 160 Seiten starkes Papier zur „Vietnamisierung“ des Vietnamkrieges vor. Der 40. Geburtstag dieser „Nixon-Doktrin“ fällt kurioser... >> mehr
04.01.2010 | 15:52 Butjer

Käßmann erschreckt die eisgrauen Krieger

Die christlichen Botschaften von Feindesliebe und Umkehr erweisen  im modernen Deutschland erneut ihr revolutionäres Potential. Diesmal, weil sie von einer Bischöfin und Ratsvorsitzenden ausgesprochen werden, die sich offensichtlich mehr als ... >> mehr
01.05.2009 | 17:22 Butjer

Ein lauer Sommer-Tag in Bremen

Ein lauer Sommer-Tag in Bremen An diesem 1.Mai veranstalte der DGB seine zentrale Maikundgebung in Bremen. Wieviele KollegInnen kommen würden, wußte der DGB bereits gestern: 7.000.Heute bestätigte Bremens DGB-Vorsitzende Helga Ziegert zu Be... >> mehr

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Käßmann erschreckt die eisgrauen Krieger

04.01.2010 | 15:52 Butjer
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06.01.2010 | 15:39 Butjer
Noch eine Ergänzung zur Wirkung der Käßmann-Predigt sei mir gestattet : Niedersachsens protestantischer Innenminister Schünemann, CDU, hat heute in der BILD diese seine Landesbischöfin als 'weltfremd' kritisiert. Und weiter: »Unsere Soldaten halten am Hindukusch sprichwörtlich den Kopf hin für unsere Freiheit und Sicherheit. Gerade in der jetzigen Bedrohungslage müssen wir unseren Jungs den Rücken stärken und dürfen ihnen nicht in den Rücken fallen.» Wenn es derart von der 'Heimatfront' schallt, dann wird doch bereits deutlich, wie Kirchenmitglieder einer Partei, die sich christlich nennt, den Konflikt als viel mehr betrachten, als nur eine innerkirchliche Auseinandersetzung. Angesichts einer stets zu befürchtenden Niederlage beim Hantieren mit Waffen, macht hier ein Politiker und Kriegsbefürworter nun die Bischöfin gar als zusätzliche Kriegspartei aus 'die unseren Jungs in den Rücken ' fällt. Also : Wer laut und deutlich Frieden auf Erden fordert, ist in Deutschland bereits wieder 'der Feind im Rücken' ? Das ist die zwar eine uralte Logik des Todes - aber nicht die des Neuen Testamentes. Und wenn ein Protestant wie Schünemann so redet, hat das m.E. sehr viel damit zu tun, daß unsere Kirche ihre militaristische und nationalistische Vergangenheit im Konfirmandenunterricht und in Gottesdiensten über Jahrzehnte nicht wirklich aufgearbeitet hat.
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Eine Predigt und viele Fragen

05.01.2010 | 18:01 haydnplayer
portrait
06.01.2010 | 15:26 Butjer
Noch eine Ergänzung zur Wirkung der Käßmann-Predigt sei mir gestattet : Niedersachsens protestantischer Innenminister Schünemann, CDU, hat heute in der BILD diese seine Landesbischöfin als 'weltfremd' kritisiert. Und weiter: »Unsere Soldaten halten am Hindukusch sprichwörtlich den Kopf hin für unsere Freiheit und Sicherheit. Gerade in der jetzigen Bedrohungslage müssen wir unseren Jungs den Rücken stärken und dürfen ihnen nicht in den Rücken fallen.» Wenn es derart von der 'Heimatfront' schallt, dann wird doch bereits deutlich, wie Kirchenmitglieder einer Partei, die sich christlich nennt, den Konflikt als viel mehr betrachten, als nur eine innerkirchliche Auseinandersetzung. Angesichts einer stets zu befürchtenden Niederlage beim Hantieren mit Waffen, macht hier ein Politiker und Kriegsbefürworter nun die Bischöfin gar als zusätzliche Kriegspartei aus 'die unseren Jungs in den Rücken ' fällt. Also : Wer laut und deutlich Frieden auf Erden fordert, ist in Deutschland bereits wieder 'der Feind im Rücken' ? Das ist die zwar eine uralte Logik des Todes - aber nicht die des Neuen Testamentes. Und wenn ein Protestant wie Schünemann so redet, hat das m.E. sehr viel damit zu tun, daß unsere Kirche ihre militaristische und nationalistische Vergangenheit im Konfirmandenunterricht und in Gottesdiensten über Jahrzehnte nicht wirklich aufgearbeitet hat.
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Eine Predigt und viele Fragen

05.01.2010 | 18:01 haydnplayer
portrait
06.01.2010 | 13:58 Butjer
Danke merdeister noch einmal für den Hinweis und Link auf den in der Tat ebenso lehrreichen wie engagierten Ethik-Beitrag des Bloggers Oranier. Daß dieser, neben der von ihm selbst präferierten Hanna Ahrendt , als Paradebeispiel für einen Gesinnungsethiker auch an Kant erinnert, läßt mich schmunzeln – stammt doch von dem die Erkenntnis (ich zitiere frei) : „Ein Krieg bringt mehr böse Menschen hervor, als er beseitigt.“ Kurios, wenn der immer noch fast täglich im Herausgeber-Büro der ZEIT konservierte Wehrmachts-Hauptmann a.D und Verteidigungsminister i.R Helmut Schmidt, SPD, sich immer wieder gern als Anhänger der Philosophie Kants bezeichnet . Vor Gerhard Schröder war Helmut Schmidt der Totengräber der sozialdemokratischen Nachkriegs-Friedenspolitik. Als Folge sind nicht nur erneut vornehmlich Kinder des Präkariats mit einer Bluprämie von 100 Euro steuerfrei und zusätzlich zum Sold täglich in Kriege geschickt worden, sondern es wurde auch die Hoffnung vieler Christen auf eine gründliche Umkehr nach 1945 erschüttert. Zunächst waren es u.a die früheren Mitglieder des Verbandes der nationalsozialistischen „Deutschen Christen“, viele andere ‚Deutsch-Lutheraner‘ und die große Geflogschaft von Karriere-Böschöfen der NS-Zeit wie Mahrarhens von der Hannoverschen Landeskirche, die bis in die 60er Jahre hinein die Aufarbeitung von Militarismus, Nationalismus und Rassismus zu verhindern suchten und die es den Nachfolgern der Bekennenden Kirche schwer machten ( deren Anhänger übrigens auch nicht alle astrein waren und beispielsweise an ;Entjudungsaktionen; beteiligt waren). Dann entlud sich Ende der Sechziger und in den Siebzigern der Selbsthass auf eigene Unzulänglichkeit nicht selten auf Brüder, wie beispielsweise Helmut Gollwitzer, die es wagten, obwohl sie sogar selbst unter dem Sowjet-Kommunismus aufs Schwerste gelitten hatten, den sozialrevolutionären Gehalt der Bibel wieder freizugraben. „Von der Konfrontation der alttestamentlichen Propheten und des synoptischen Jesus mit dem Elend der Gegenwart gehen revolutionäre Impulse aus. Rasch aber wird eine oft freilich mehr enthusiastische als wissenschaftlich sorgsame Berufung auf solche Texte zurückgeschlagen durch den Hinweis darauf, daß Jesus nicht politisiert habe, kein Sozialrevolutionär gewesen sei und die Urchristenheit ebenso wenig, daß außerdem aus den Lebensanweisungen des Neuen oder auch des Alten Testamentes sich keine Maximen oder gar politische Rezepte für gesellschaftliche Probleme einer inzwischen so gründlich veränderten Welt deduzieren ließen, ja daß jeder Versuch in dieser Richtung nur ein gründliches Mißverständnis des Evangeliums verrate, nichts geringeres nämlich als die Rückverwandlung des Evanggeliums ins Gesetz. So sieht sich der christliche Revolutionär wieder draußen...“ Und nun kommt eine bislang noch nicht durch das neue Amt und Anpassungsdruck verdorbene Bischöfin namens Käßmann daher, bemüht die ‚Kriterien‘ der Kirche und sagt, daß Waffen keinen Frieden schaffen. Darüberhinaus sagt sie per epd gestern auch noch, wodurch die Kirche den Soldaten stets beisteht : Durch Militärpfarrer, durch Hilfe für Traumatisierte und durch christliche Beerdigungen. Das ist genau jene Schlichtheit, vor der alle Krieger der Welt und alle Kriegspolitiker Angst haben : Krieg bedeutet Gewissenskonflikte, psychische Krankheit für alle und für viele auch den Tod. Soldaten die darüber nachdenken, werden unbrauchbar. Ihnen wird klar, daß wir Deutschen zur Zeit nur zu einer glücklichen Minderheit auf Erden gehören, die Privilegien verteidigt. Gerade das aber ist unchristlich und rettungsfeindlich. Das milde Gesicht des christlichen Verständnisses für Krieger bedeutet nicht den Verzicht zur Aufforderung auf Umkehr. Möglicherweise brauchen wir In Deutschland ein neue Bekennende Bewegung. Das Salz ist schal geworden. Die Hefe treibt zuwenig .Zuletzt hat die Wende in der DDR gezeigt, was Christen leisten können( Ohne Waffen). Und es war Anfangs nur eine Minderheit... Nun geht es eben weiter gegen den Tod, nun geht es weiter für das Leben, gegen den Krieg .
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Was genau sagte Ahmadinedschad in Genf ?

Politik | 23.04.2009 | 14:47 Rudolf Walther
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29.04.2009 | 15:47 Butjer
Aus dem interessanten Artikel über Ahmadinedschads abgefeimte Wortspiele und die ebenso abgefeimten Reaktionen professioneller Empörer ist durch denoc und oca ein bemerkenswerte Glaubensauseinandersetzung über den Wert von Atomwaffen geworden. denoc schrieb: "Warum soll der Iran keine Atomwaffen besitzen aber Israel schon?" oca schrieb: "Würde Israel keine Atomwaffen besitzen, fehlte ihm ein für seine Existenz dringend notwendiges Abschreckungsmittel" Damit sind wir , so meine ich, beim Kern. Israel ebenso wie der Iran wären mit dem tatsächlichen Besitz von Atomwaffen in einer Unrechtsposition. Die Selbstverpflichtung zur atomaren Abrüstung, die von den Atomwaffenbesitzern vereinbart wurde, wird nicht eingelöst. Damit tanzen drei Fraktionen von diplomatischen Schwindlern mitsamt ihren verbohrten Fans in munterem Denunziations-Reigen. Allein das scheint mir ein bombensicheres Indiz , wie wenig Auschwitz und Nagasaki uns der Menschlichkeit näher gebracht haben. Übrigens: Erinnern wir uns noch des Theaterdonners, als Walser einmal die 'Instrumentalisierung von Auschwitz' anmerkte ?
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Keine Moral ohne Gott?

Positionen | 28.03.2009 | 08:00 Frieder Otto Wolf
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01.04.2009 | 22:22 Butjer
Nachdem Martin Pöttner u.a. auch auf den Religionsunterricht in Bremen verwiesen hat, möchte ich klarstellen daß die Teilnahme an diesem stets absolut freiwillig war und ist. Auch dies schafft allerdings Probleme für Kinder und Eltern ! So habe ich meiner Tochter - als Christ / Protestant - stets freigestellt, ob sie teilnehmen will oder nicht. Sie wollte niemals - und verließ bereits in der Grundschule, als Einzige ihrer Klasse ,den Religionsunterricht und ging entweder nachhause oder zu irgendeinem Zwangsunterricht in eine Parallelklasse. Eine nicht immer leichte Situaution für ein Schulkind. Als Verfechter der Erwachsenentaufe, weil ich Kindertaufe für einen manipulativen Pflichtakt halte, ist es mir allerdings auch später niemals gelungen, meine Tochter zum Konfirmationsunterricht zu bewegen ( trotz bester, persönlicher Beziehungen, auch des Kindes, zum Pastor ) Bis heute steht sie der Religion/Kirche fern (...ob auch dem Glauben an Gott, das weiß ich nicht). Das ist einerseits hart für mich - andererseits entnehme ich Ihrer Art zu Leben, daß sie aus freien Stücken all das achtet, was ich für christlich geboten halte. Das ist doch schön, oder? Ergo: Der Religionsunterricht in der Schule ist m.E. völlig überflüssig .Wenn erwachsene Christen eine Botschaft haben, dann brauchen sie keine staatliche Rückendeckung um diese zu verbreiten. Wenn Sie eine Gemeinde begründen wollen, müssen sie lernen, mündige Erwachsene zu gewinnen und den eigenen Kindern vorleben, was sie selbst glauben ( mit allen Höhen und Tiefen) .Das genügt völlig - auch wenn es, s.o., nicht immer sofort numerischen Erfolg zu bringen scheint. Aber ist das wirklich wichtig ? A propos Staatskirche, lieber Martin Pöttner : Warum gibt es immer noch Militärpfarrer und warum verfaßt die EKD dubiose Denkschriften zur sozialen Marktwirtschaft und warum hubert er Huber so staatserhaltend herum ? Zum Thema
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Butjer
Medienarbeiter
Ort:
Heeslingen
Mitglied seit:
3 Jahre 14 Wochen
Zuletzt aktiv:
18.02.2010
Status:
Blogger
Aktivität:
Beiträge: 3
Kommentare: 32
Logbuch
20:41
wwalkie hat gerade einen Kommentar geschrieben.
20:26
Achtermann hat gerade einen Kommentar geschrieben.
20:19
FKritik hat gerade einen Kommentar geschrieben.
20:17
Georg von Grote hat gerade einen Kommentar geschrieben.
20:11
claudia hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
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