carenm

Blog von carenm

25.01.2012 | 18:40

Hooray for Boobies: Saudi-Araberinnen dürfen Unterwäsche verkaufen

In Saudi-Arabien dürfen Frauen nicht nur ab 2015 <a href="http://www.bbc.co.uk/news/world-us-canada-15052030">wählen und gewählt werden </a>, sondern einem Bericht der New York Times sogar schon <a href="http://www.nytimes.com/2012/01/22/opinion/sunday/saudi-women-break-a-barrier-the-right-to-sell-lingerie.html?_r=1&ref=middleeast">ab 2012 Unterwäsche verkaufen. </a>

Damit öffnet sich den verschleierten Ladies eine Tür, die vielen Frauen in anderen Ländern schon seit Jahrzehnten offen steht. Ob sie diese auch zu stark einrennen werden? 

Es ist natürlich kein Zufall, dass das Arbeitsministerium Frauen ausgerechnet im Lingerie-Bereich ermöglicht, nicht nur selbst Geld da zu lassen, sondern auch welches zu verdienen. Man stelle sich nur einmal vor, was in der saudi-arabischen Gesellschaft los wäre, wenn Frauen ihre Unterwäsche bei Männern kaufen würden. Da dies die Damen der Gesellschaft schon seit Jahren empört und diese deshalb lieber im Ausland Schlüpper shoppen gehen nun also eigenes, weibliches Verkaufspersonal. Das ist doch mal was! 

Füttert diese Liberalisierung etwaige gesellschaftliche Tendenzen zu Gleichstellungsfragen - um nicht von einer späten Einreihung in den arabischen Frühling zu sprechen - oder ist das eine sukzessive Möglichkeit für die vielen reichen, gebildeten Frauen, gewisse Freiheiten nicht nur im Ausland genießen zu können? 

Interessant auch, ob die Unterwäscheshops eher am Flughafen eröffnen, damit die Damen selbst anreisen können. <a href="http://www.globalpost.com/dispatch/news/regions/middle-east/saudi-arabia/110624/women-driving-rights">Denn Autofahren ist ihnen im Gegensatz zum führen von Flugzeugen im heiligen Land noch verwehrt.</a>

 

 
Senden Bookmarken Drucken
Kommentare
Alien59 schrieb am 25.01.2012 um 18:43
Saudi-bashing, aber k.A.? Wow!
@dllxllb schrieb am 25.01.2012 um 18:46
"Man stelle sich nur einmal vor, was in der saudi-arabischen Gesellschaft los wäre, wenn Frauen ihre Unterwäsche bei Männern kaufen würden." Soweit ich weiß, war eben gerade das der Fall: die Frauen mussten wohl oder übel bei Männern (Gastarbeitern) kaufen.
Alien59 schrieb am 25.01.2012 um 18:53
Das ist/war nicht nur in S-A der Fall. In den meisten muslimischen Ländern, die ich kenne, ist das so. Auch, i.Ü., oft in der Türkei, außer in teuren oder Touristengeschäften. Warum? Weil Verkauf kein besonders angesehener Beruf ist, vor allem, wenn nicht im eigenen Laden, oder dem der Familie vielleicht noch. Ebenso wie Putzen - macht keine Frau, wenn sie es nicht absolut nötig hat.
@dllxllb schrieb am 25.01.2012 um 19:30
Ich fürchte dass jeglicher Beruf in dem eine Frau mit fremden Männern in Kontakt kommt nicht besonders angesehen ist. Und zwar weil dann die Frau nicht besonders angesehen ist. So etwas färbt dann dank Getratsche auf den Ruf der Familie ab. Das will ich aber gar nicht muslimisch geprägten Gesellschaften unterstellen, sondern ganz allgemein konservativ patriarchalisch geprägten Kreisen, wo auch immer diese sich finden.
Alien59 schrieb am 25.01.2012 um 19:46
Nein, das würde ich so nicht sehen. Für Bankangestellt gilt das z.B. nicht, oder Verwaltungsangestellte. Womit ich jetzt nicht S-A meine, sondern muslimische Länder mit Zugang für Frauen eigentlich für alle Berufe. Hier in Jordanien gibt es im Verkauf nur ganz wenige Frauen - schlechte Arbeitszeiten, wenig Lohn, wenig Sicherheit (genau das, was in D Frauenarbeitsplätze sind, wenn ich mal bös bin). Bei Banken, Verwaltungen, Krankenhäusern sieht das durchaus anders aus.

Und in S-A - tja, auch wenn das nicht bekannt ist, gibt es Frauen, die verkaufen. Mir sind sie gerade als Straßenhändlerinnen begegnet, und die hatten Haare auf den Zähnen, selbst, wenn ein Uniformierter sie noch wegscheuchen wollte. Aber das sind sehr arme Frauen.
@dllxllb schrieb am 25.01.2012 um 20:03
Wenn Sie Banken, die Verwaltung, Krankenhäuser ansprechen - diese Berufe bedürfen einem höheren Maß an Bildung. Man kann sich darüber streiten inwieweit Bildung und ein finanziell besser gesetelltes Elternhaus eine weniger konservative Einstellung mit sich bringen. Auf der anderen Seite sollen Frauen sich um die Familie und den Haushalt kümmern. Zumindest wenn man das ganze unter konservativen Gesichtspunkten betrachtet. Wenn genügend Geld da ist, kann/soll sie das auch tun.

Wenn es dann wieder um finanziell ärmere Menschen geht - da ist es unter Umständen eine Notwendigkeit dass die Frau zum Einkommen beiträgt...
Alien59 schrieb am 25.01.2012 um 20:10
Dann wären ja gerade die Frauen aus besser gestellten Elternhäusern nicht bei der Arbeit zu finden - und nein, einen Zusammenhang zwischen Bildung, finanzieller Besserstellung und "weniger konservativ" halte ich für nicht nachweisbar.
Ihre Vorstellungen passen hier nicht.
@dllxllb schrieb am 25.01.2012 um 20:17
Haben Sie meinen Kommentar gelesen?
Alien59 schrieb am 25.01.2012 um 20:28
Ja, und beantwortet. Schon gelesen?
@dllxllb schrieb am 25.01.2012 um 20:50
Nun, dann haben Sie ihn wohl nicht verstanden. Zu schade :)
Alien59 schrieb am 26.01.2012 um 07:53
Sieht eher so aus, als hätten Sie meine Erwiederung nicht verstanden. Aber das bin ich gewöhnt.
@dllxllb schrieb am 31.01.2012 um 02:36
Alles eine Frage der Perspektive youtu.be/EumsgPn9xaM :)
carenm schrieb am 25.01.2012 um 18:48
Aaah, Hilfe, bitte lasst mir doch noch ein wenig Zeit - dies ist mein erster Blog-Eintrag, wie ihr alle sehen könnt (btw: duzt oder siezt man sich hier?). Ich dachte "Speichern" ist ungleich "Veröffentlichen"...und arbeite die ganze Zeit an dem Eintrag.
carenm schrieb am 25.01.2012 um 18:50
oh, und wenn ich schon dabei bin: wie fügt man denn hier Links ein? Danke :).
Alien59 schrieb am 25.01.2012 um 18:54
Ok, die Technik hat ihre Tücken. Manchmal ist man gut beraten, wenn man zuerst in einem Textprogramm schreibt, aber dann kriegt man bisweilen Zeichensalat als ersten Absatz. Viel Spaß.
Du oder Sie? Das ist hier wild durcheinander, ich habe noch keine Regel dazu finden können.
abghoul schrieb am 25.01.2012 um 19:05
(a href http://"hier der Link und natürlich spitze klammern benutzen")hier text der den link erklärt(/a)
und fertig ist der link
Du/Sie ich werde eigentlicht ge "Es" t
Also "das abghoul", hält sich nur niemand dran und mir ist ein "Du" auch recht, "Sie" beschwer ich mich nicht drüber, aber klingt irgendwie Komisch "Herr abghoul" ;)
Jeder hat seine eigenen Regeln, und bevor die vermittelt wurden, sollte eigentlich jede/r/s nachsichtig sein.

Ach ja, herzlich willkommen und so :)
Alien59 schrieb am 25.01.2012 um 19:11
Das mit den links geht auch einfacher: über dem Textfeld beim neuen Beitrag gibt es eine Leiste mit icons, darunter eine liegende Acht oder ein Kettenglied. Draufklicken, dann öffnet sich ein kleines Fenster, wo man den link eingeben kann.
abghoul schrieb am 25.01.2012 um 20:17
Warum die jetzt trotzdem nicht wollen, die links, verstehe ich aber auch nicht mehr ...
Das hier ist ein Link zu einer html hilfeseite,mal so testweise
abghoul schrieb am 25.01.2012 um 20:20
*setzt "Zu Doof Für HTML Cappy" auf*
Eines Tages werd ichs mal schnallen, und mir merken,... grml
Jetzt aber HTML Hilfe
carenm
Erforderliche Eingabe fehlt.
Ort:
Hamburg
Mitglied seit:
25.01.2012
Zuletzt aktiv:
25.04.2012
Status:
Bloggerin
Aktivität:
Beiträge: 1
Kommentare: 6
Logbuch
21:16
claudia hat gerade einen Kommentar geschrieben.
21:13
Untitled hat gerade einen Kommentar geschrieben.
21:12
kenua hat gerade einen Kommentar geschrieben.
21:12
thinktankgirl hat gerade einen Kommentar geschrieben.
21:12
kenua hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Augstein und Blome

portlet_Phoenix-12.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG