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Ist der FDP-Chef im falschen Amt? Überlebt er den Skandal politisch? Und womit ist bei diesem Unkalkulierbaren noch zu rechnen in nächster Zeit?
Nach innen hat er sich als "Brandstifter" „geoutet“, als ein Demagoge, der rücksichtslos polarisiert und spaltet, der Teile der Bevölkerung aufeinander hetzt, der gegen Schwache polemisch zu Felde zieht, die nichts für ihre augenblickliche Not können und die ohne Schuld in die gegenwärtige Lage geraten sind, eine Situation, die auf das Versagen der Politik im Inneren wie im Äußeren zurückzuführen ist.
In seinem Amtseid vor der Übernahme der Regierungsgeschäfte erklärt der Chef der Bundesregierung, der Kanzler, feierlich – freiwillig mit Gottes Hilfe - den Nutzen des Deutschen Volkes mehren zu wollen.
Gilt das auch für den Chef des Auswärtigen Amtes, für den Bundesaußenminister Guido Westerwelle?
Doch wie will ein Zersetzer und Spalter nach innen, die Harmonie nach außen herstellen?
Ist der geistige "Brandstifter" Westerwelle überhaupt in der Lage, kompetent und mit Augenmaß die Außenpolitik der Bundesrepublik zu vertreten, wenn er innenpolitisch eklatant versagt?
Ist er glaubwürdig in der Welt?
Und nimmt er bei seine Dienstreisen ins Ausland Rücksicht auf "interkulturelle Phänomene", die zur Ausbildung eines Diplomaten gehören `?
Die Frage ist:
Wie wird Guido Westerwelle heute im Ausland aufgenommen, angenommen, nach dem Skandal ?
Repräsentiert er noch würdig die Interessen einer europäischen 85 000 000-Nation? Und dahinter die Europas?
Hat er seine Arbeit als "Chefdiplomat" gut gemacht? Und kann er sie mit dieser Hypothel als Hetzer und Spalter noch weiter ausüben?
Oder eckte er auch im Ausland an und trat in das eine oder andere Fettnäpfchen?
In China? In Israel? In Polen? In den USA?
Ich habe nicht genau hingesehen in den letzten Wochen und Monaten, weil ich einem "Liberalen" es zutraute, den Job richtig zu machen!
Das Auswärtige Amt: Ein Erbhof der FDP!?
Ich habe noch die Zeiten erlebt, als der Lotse Hans-Dietrich Genscher von Bord ging. Frau Irmgard (ß) Adam-Schwätzer hätte ihn fast beerbt, wenn die FDP nicht noch in letzter Sekunde den ehemaligen Chef des BND Klaus Kinkel ins Rennen geschickt hätte.
Kinkel machte seine Sache einigermaßen gut!
Und jetzt?
Auf einmal ist der Liberale Guido Westerwelle von allen Sinnen und vergisst, dass er nicht nur Vize-Kanzler ist
und somit der drittmächtigste Mann im Staat ( nach Kanzler und dem Bundestagspräsidenten); er vergisst auch,
dass er - als kontroversierte Person - die Geschicke der Bundesrepublik nach außen zu vertreten hat.
Als Chefdiplomat hat er außenpolitischen Schaden von der BRD abzuhalten!
Tut Westerwelle das?
In China zog er den Schwanz ein und opferte die Solidarität mit den Homosexuellen dort der Staatsraison, obwohl er "demonstrativ, provokativ" den Lebenspartner dabei hatte.
Wie sehen die anderen Staaten Westerwelle, gerade Staaten aus dem nicht verbündeten Lager?
Macht er sich nicht durch seine katastrophale Innenpolitik auch außenpolitisch unmöglich?
Ein "Diplomat" im eigentlichen Sinne des Wortes ist dieser Guido Westerwelle bestimmt nicht!
Die Frage ist nur, welchen außenpolitischen Schaden er noch anrichtet gleich dem Elefant im Porzellan-Laden.
Wer so agiert, gehört auf das Abstellgleis der Politik.
Eigentlich ist der Demagoge Westerwelle,
der antrat, um im Trüben zu fischen,
der auf Ressentiments, Hass und Neid setzte,
schon auf dem politischen Abstellgleich - im Aus,
wenigstens für mich.
Carl Gibson
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Er taugt soviel wie alle Vorgänger. Er ist eine Funktion. Des Außenministeriums eines Staates.
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Meine Frage, Herr Kühn, war: Wie gut verwaltet dieser Gutsherr "Westerwelle" den Erbhof Auswätiges Amt?
Wie kann einer, der sich nach innen aufführt wie ein wild gewordener Rowdy, nach außen den galanten Friedenstifter mimen? Wird Westerwelle ernst genommen - oder sieht man ihn ihm - wie Sie annehmen Herr Kühn, nur die "Marionette", den Popanz, der den Job macht, weil er der Partei FDP als Erbstück zugeschanzt wurde. Was sollen diese klassischen Erbhöfe in moderner Politik, gerade dann, wenn Persönlichkeiten fehlen, um das Amt auszufüllen und die außenpolitische Interessen der BRD weltweit zu wahren? Hat Westerwelle das - von Max Weber geforderte "Augenmaß"? Oder ist er doch nur ein Wolf, der die Politik der Schafe zu vertreten sucht? Carl Gibson |
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schrieb am
24.02.2010 um 21:17
Ich denke, Herr Westerwelle hätte das Außenamt ausschlagen sollen entgegen der Parteitradition, und er hätte Wirtschaftsminister werden sollen. Bei aller Ablehnung gegen ihn wäre das für für glaubwürdiger gewesen als die jetzige Position. Ob Herr Westerwelle ein Politiker der Sache ist, also irgendwie Richtung Max Weber, nein nein nein. Er ist, meiner Meinung nach, eine blanke Medienfigur.
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Der Amtseid den Westerwelle geschworen hat, lautet folgendermaßen:
"Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohl des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde." Westerwelle hat seinen Eid gebrochen und betreibt Hetze gegen diejenigen, die er vertreten soll. Er ist nicht Vertreter des Volkes, sondern seiner neoliberalen Klientel. M.E. müsste er von daher des Amtes enthoben werden. Aber wer macht das? |
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schrieb am
24.02.2010 um 22:16
Wir haben doch den Köhler! Unser aller Präsident! Hat bestimmt Email.
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Es gibt den berühmten Paragraphen 130 StGB zur Volksverhetzung. Wer gegen Teile des deutschen Volkes hetzt, macht sich strafbar. Da Guido Westerwelle nach meinem Wissensstand "Jurist" ist, müsste er wissen, was er sich da einhandelt.
Die Staatsanwaltschaft müsste prüfen, ob hier bereits potentielle Volksverhetzung vorliegt, Fro und Herr Kühn. Das ist ein Offizialdelikt. Es soll schon Strafanzeigen gegen Westerwelle aus den Reihen der Hartz IV-Bezieher gegeben haben, da Westerwelles Attacken die Würde des Menschen tangieren. Jeder Betroffene kann Anzeige erstatten. Westerwelle spielt mit dem Feuer - er ist weder als Vize-Kanzler, noch als Außenminister der BRD tragbar. Kanzlerin Merkel müsste ihn entlassen, wenn der Flurschaden nicht noch größer werden soll. Westerwelle gefährdet den inneren Frieden. Bundespräsident Köhler könnte die Sache aufgreifen. Und er sollte es tun, weil er für den Zusammenhalt des deutschen Volkes verantwortlich ist. Mit der Hetze und Verleumdung von Minderheiten begann die NS-Machtergreifung und die Errichtung einer Diktatur, die einen Weltenbrand entfesselte. Also wehret den Anfängen! Mit einem "Amtenthebungsverfahren" kann sogar der mächtigste Mann der Welt, der US-Präsident aus dem Amt gejagt werden. Westerwelle hat sein wahres Gesicht gezeigt: Zuerst "Biedermann", jetzt "Brandstifter". Das Ausland wird auch schon etwas davon bemerkt haben? Carl Gibson |
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schrieb am
24.02.2010 um 22:55
Plausibel gefolgert, nur den historischen Vergleich lehne ich ab. Es ist aktuell ja schlimm genug.
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schrieb am
24.02.2010 um 22:56
Und Biedermann war er auch nie.
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schrieb am
24.02.2010 um 22:58
Und inneren Frieden gibt es in einer objektiv gegebenen Klassengesellschaft auch nicht.
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schrieb am
24.02.2010 um 23:00
Und die Staatsanwaltschaft wird einen Teufel tun.
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Der "historische Vergleich" mutet drastisch an, ist aber legitim, da er darauf hinweist, dass ein Volk nach der Erfahrung des braunen und des roten Totalitarimus nicht noch einmal es erdulden sollte, wenn ein verantwortungsloser Politiker aus einer Minderheit heraus gegen andere "Minderheiten" hetzt.
Guido Westerwelle erwartet von den "liberal denkenden Deutschen", dass sie seine Eigenheiten verständnisvoll hinnehmen, ist sich aber nicht zu schade, anderen "Faulheit" und weitere niedere Dinge zu unterstellen. Etwas mehr Sensibilität hätte ich ihm schon zugetraut. Und noch etwas, Herr Kühn! Es ist in der Tat schon schlimm! Aber wenn sich Teile der Unbetroffenen erst einmal daran gewöhnt haben, dass man ungestraft andere Minderheiten beschimpfen, stigmatisieren, ausgrenzen in ihrer Würde verletzen kann, dann kann es bald noch viel schlimmer werden. Deshalb ist das rechtzeitige Mahnen eine Bürgerpflicht. Carl Gibson |
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schrieb am
24.02.2010 um 23:10
Ja, mit einem Titel von Peter Rühmkorf: "Sei erschütterbar und widersteh!"
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"Was taugt Guido Westerwelle als Außenminister?"
Nichts! Vielleicht ist er sogar der größte Hetzer seit ... Vorschläge werden erbeten! |
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kein vorschlag.
von kommentar und bitte unangenehm berührt lausemädchen |
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Entschuldigung. Ist satirisch gemeint gewesen, zumal Heiner Geißler gerade wieder einen seiner sehr seltenen Fernsehauftritte hatte, als ich jene Zeilen schrieb. Muss aber sagen, dass ich den Hintergrund der unangenehmen Berührung trotzdem nicht ganz verstehe. Denn Hetze ist es allemal, was Westerwelle da betreibt. Oder? Zumindest ist er ein Esel (Heiner Geißler).
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entschuldigung auch, für die nicht verstandene satire.
zum oder?aber: ich empfand deine frage nach dem größten hetzer seit ... als unangenehm und wollte keineswegs noch ein weiteres mal herrn westerwelle diskutieren. ... und auch herrn geißler nicht, nur so viel, für einen esel halt ich ihn nicht. ob das nun mehr mensch oder tier schmeichelt, würde hier aber zu weit führen. |
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Nochmal Entschuldigung! Ich halte Herrn Geißler keinesfalls für einen Esel. Geißler hat über Westerwelle in einem Interview sinngemäß gesagt, dass jetzt klar ist, das die Republik vor (inzwischen ca.) 100 Tagen einen Esel zum Außenminister gewählt hat. Mit den Klammern wollte ich lediglich andeuten, dass Geißler Westerwelle für einen Esel hält (was sich auf dessen haltlose und ahistorische These von der spätrömischen Dekadenz bezog).
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schrieb am
25.02.2010 um 00:23
Öy, Geissler hat Westerwelle bzw. den Außenminister einen Esel genannt. Und das Video ist eine Zweitverwertung aus einem anderen betreffenden Blog. Egal, doppelt hält manchmal besser.
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"Und das Video ist eine Zweitverwertung aus einem anderen betreffenden Blog."
... stimmt. Helene Hegemann lässt grüßen. Dazu noch, diesmal gebe ich das Zitat an, eine Äußerung der Band Tocotronic: "Der diesjährige, von uns, der Gruppe Tocotronic, verliehene "Macht es nicht selbst-Award" geht naturgemäss an die tolle Helene Hegemann! Halt stand! Bald werden die ehrbaren Ehrlichkeitsspiesser endlich schweigen!" |
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glaube mal, r. kühn meinte da eher den blog hier von margareth gorges
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liebes lausemädchen,
es scheint, dass wir uns heute ständig falsch verstehen. klar war das video aus dem blog von frau gorges. ich habe dann eine plagiat-anspielung (hegemann - zugegeben nicht gerade originell) versucht. liebe grüße :-) |
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bitte die armen Esel in Ruhe lassen
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Ich finde, auch wenn das Recht oft schwer oder garnicht durchsetzbar ist, ist es dennoch eine Möglichkeit etwas öffentlich zu thematisieren.
Ist Westerwelle nach dem Gesetz ein Volksverhetzer? § 130 StGB |
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Ich halte Westerwelle mindestens für einen Hetzer, auch wenn ich denke, dass das was er gesagt hat, noch nicht justiziabel ist. Wenn man gleichzeitig bedenkt, was NPD-Funktionäre so öffentlich von sich geben - ungestraft.
Aber noch eine satirische Äußerung. Diesmal aufgeschnappt in der Heute Show des ZDF. Es wurde der neue Wahlkampfaufkleber der FDP präsentiert. In eindeutiger NPD-Optik stand auf diesem zu lesen: "Deutschland den Steuerzahlern, Hartz-IV-Empfänger raus!" |
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Viele Bundesbürger nehmen das zur Kenntnis, was Westerwelle da macht, wie er Gräben aufreißt und spaltet. Dieses Vorgehen "Hetze" zu nennen,drängt sich vielen Beobachtern auf - und sie nennen das äußerst destruktive Phänomen beim Namen, sie prangern das unwürdige Verhalten an, weil es Menschen beleidigt, kränkt und sie in ihrer Würde verletzt.
Ich fragte nach der außenpolitischen "Resonanz" auf diesen Elefanten im Porzellanladen und wollte wissen, ob Guido Westerwelle diesem Land schadet, statt den Nutzen dieses Volkes zu mehren. @mahung: Hier Ihre Worte: Am 09.09.2009 | 15:42 fragte mahung "Hat Westerwelle als zukünftiger Bundesaußenminister das Zeug dazu, ein neuer Genscher zu werden?" Inzwischen hat die Realität Ihre Freitagsfrage beantwortet, eindeutig. Carl Gibson |
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Lieber Carl,
Du übertreibst. Ich halte zwar nicht viel von diesem Bilderberger-Politclown Westerwelle, aber jetzt schon wieder den Volksverhetzungsparagraphen herauszuholen, empfinde ich als maßlos. Das spaltet auch. Dass Westerwelle spaltet, ist wohl richtig, wie auch zweifellos, dass die meisten Hartz-Empfänger sich unverschuldet in ihrer Situation befinden. Viele andere aber arbeiten für gerade mal den oder weniger als den Hartz-Satz 40 Stunden die Woche, ich kenne persönlich Beispiele. Auch solche von Hartz-Schmarotzern, die nebenher schwarz arbeiten und erstere glatt auslachen. Leider Realität. Stets den Nazi-Volksverhetzungs-usw.-Knüppel zu zücken, empfinde ich - ich sage es jetzt mal vornehm - als unangebracht. Das schafft immer noch mehr "Holose" bzw. ist "holotisch". Irgendwann beschimpft jeder jeden ohne Sinn und Verstand, stets den einschlägigen Maximalvergleich auf den Lippen. Daran solltest Du Dich meines Erachtens nicht beteiligen. Aber bitte, halte das, wie Du möchtest. Wundere Dich dann aber bloß nicht, wenn Du selber irgendwann Entsprechendes um die Ohren bekommst. Von mir sicher nicht, aber viele andere benutzen das Mittel ebenfalls gerne, weil es den Gegner a priori stigmatisiert und - wenigstens meist - praktisch wehrlos macht. Deshalb nenne ich das ganze Phänomen eben auch: Holose. |
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schrieb am
25.02.2010 um 01:02
Nachtrag
Schau Dir mal an, was diese Frau Gorges da macht. Soweit ich mich erinnere, hast Du dort auch kommentiert. Ohne Maß kommt "Jud Süß" usw. dort zum Westerwelle-Vergleich. Du stößt leider so ziemlich in dasselbe Horn, obwohl der direkte Nazi-Vergleich bei Dir immerhin noch nicht gefallen ist. Das Heranziehen des 130 StGb gemahnt in solchem Zusammenhange aber stets daran. Ich bitte Dich diesbezüglich, dass Du in Dich gehen mögest, um noch rechtzeitig die Kurve zu kriegen. Vor wenigen Jahren, ich erinnere hier noch einmal daran, war ein Bezweifeln der Katyn-Lüge noch "Volksverhetzung". So geht das nicht. |
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"Ich halte zwar nicht viel von diesem Bilderberger-Politclown Westerwelle"
Die Terminologie ist wohl eindeutig und bedarf keiner weiteren Kommentierung. |
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Höchstens noch: Das war ein Nazi-Vergleich.
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Lieber Magnus,
der Volksverhetzungsparagraph im Strafgesetzbuch ist auch dazu da, um "Hetze" a priori unmöglich zu machen, um zu verhindern, dass es überhaupt zu Hetze - gegen wen auch immer - kommt! Wer weiß, was er riskiert, sieht von "Hetze" ab, auch von Demagogie und Populismus. Ein Spitzenpolitiker muss das besonders beachten, weil er eine "Vorbild"-Funktion inne hat, noch mehr der oberste "Diplomat" Deutschlands, der es sich nicht leisten kann, Glaubwürdigkeit und Kreditwürdigkeit einzubüßen, wenn er weiter dieses Land außenpolitisch repräsentieren will. Hetze kommt nicht nur aus einer Ecke. Ich gehe davon aus, dass die Staatsanwälte durchaus einschätzen können, was der FDP-Chef und Vize-Kanzler Westerwelle so an Parolen von sich gibt, ohne dass ein Betroffener aus der großen Schar der so genannten Hertz IV-Bezieher Strafanzeige stellt. Guido Westerwelle, der für freie sexuelle Entfaltung eintritt und sich offen zu seiner Homosexualität bekennt, sollte daran denken, dass vor noch nicht allzu langer Zeit "Homosexualität" hier in Deutschland noch einen Straftatbestand darstellte, sozial geächtet wurde - und es die Schwulen und Lesben waren, die man in die Ecke und an der Pranger stellte. Ich habe noch Zeiten erlebt, wo in kommunistischer Diktatur die "Arbeitsscheuen" zu "soziale Parasiten" erklärt und ohne Haftbefehl von der Straße weg verhaftet, im Schnellprozess ( für nichts!) abgeurteilt und dann in Gefägnisse geworfen wurden, dort zur Zwangsarbeit verpflicht. Das solte uns zu denken geben! Und das sollte auch Westerwelle zu denken geben, wenn er rücksichtslos gegen die Ärmsten der Armen hetzt. Da ist nichts zu beschönigen. Carl Gibson |
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Westerwelle fand ich von Anfang an als Außenminister unmöglich. Ich frage mich, wie Genscher den Anblick aushält ....
Im Ausland, soweit ich das beurteilen kann, haben seine innenpolitischen Hetztiraden kein Echo - ich habe hier in den Nachrichten davon nichts gehört. Andererseits wird er hier eher als Witz betrachtet - sollte es ernsthafte Verhandlungen geben, wird das Gewicht Deutschlands mit ihm als Außenminister sehr gering sein. |
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Inzwischen ist über die Nachrichtensender (ARD) bekannt geworden, dass Guido Westerwelle in der Steueroase Liechtenstein vor Bankern und Wirtschaftsleuten einen Vortrag gehalten hat (2007) (worüber eigentlich?) und dafür ein Honorar von 10 000 Euro einstrich, zuzüglich Spesen für die Gefolgschaft (im Guidomobil?).
Bezahlt wurde er von einer Bank, zu deren Metier das Verwalten von Geldern deutscher Anleger gehört - versteuert oder nicht, das ist eine andere Frage. Aus der Sicht eines Zeitgenossen, der sich seit 1993 das Durchsetzen moralischer Normen in der Wirtschaft zum Ziel gesetzt hat (Wirtschaftsethik), frage ich mich, wie neutral und souverän ein Politiker sein kann, der von Banken bezahlt wird? Das sind Fakten, die nicht mehr als Witz betrachtet werden können. Wenn Politiker in Abhängigkeiten geraten, dann können sie nicht mehr frei und objektiv entscheiden. Sie verkommen zu Lobbyisten und nähren über das falsche Vorbild die Korruptionsmentalität und die Ausbreitung der Lüge in allen Formen. Ist der Ehrliche der Dumme? Carl Gibson |
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Wasser predigen, Wein trinken! Das hat man Bischöfin (a. D.) Käßmann vorgeworfen.
Sie zog die Konsequenzen aus ihrem Fehlverhalten und trat zurück, um "moralisch integer" zu bleiben, um glaubwürdig zu bleiben vor sich, vor den Menschen, die an sie glaubten und weiter glauben und vor Gott. Ihre Aussage "Nichts ist gut in Afghanistan" wird deshalb gültig bleiben. Vielleicht sollte der "Scheinheilige" Westerwelle (noch ohne Heiligenschein) sich ein Beipiel an der aufrechten Protestantin nehmen und zurücktreten? Oder ist die "Scham" keine politische Kategorie? Carl Gibson |
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bei aller antisympathie...
wir dürfen nicht vergessen, das nicht wenige der wahlberechtigten bei wahlen zuhause bleiben, in illegal verrauchten stuben und dergleichen orte dumpfe ablästerungsprogramme, motzhetzreden und dergleichen von sich geben und nicht dadurch nicht völlig unschuldig bzw. hilflos an so manchen fragwürdigen politischen konstellationen mit einer gewissen "teilschuld" beteiligen. sicherlich, fakt ist und bleibt: ab einer gewissen schicht ist mit dem eigentichen mitbestimmungsrecht auch schluß für den "08/15-bürger" deswegen gibts bei uns ja auch nur bedingt durchgeführte bürgerentscheide, zummeist auf kommunalen und somit niederen ebenen. mister westerwave - um es einmal mit oettingers kompetentem, hirninternem und unwiederruflichen übersetzungsprogramm zu schreiben - ist völlig überfordert und demnach deplatziert. als beinahe unglaubwürdiger politiker ist er für mich schon lange in frage zu stellen. er tut und bläst in alle richtungen, so funktionieren die parteigekoppelten und weitab vom ach-so-tollen-volk abgesprochenden strukturen und die sogenannte demokratie überhaupt. wer tatsächlich aufrichtig, ehrlich und das gesamte, bald unter artenschutz aufgeführte glaubwürdigkeitsschild mit sich herumschleppt und lebt, hat nicht die geringste chance über eine gewisse "unsichtbare" partei- oder agitationsgrenze hinwegzuschreiten. falls es doch mal dem einen oder anderen gelang, sucht und findet man regelrcht formel1-schnell verkehrsvergehen und sonstige - zuweilen sogar - recht nachvollziehbare menschliche ausfälle, die jedem von uns mal passieren oder bereits passierten, bestimmten personen aber nie passieren dürfen/sollten. nur wer sich tagtäglich nahe am selbsterdrosselungs-zwang mit zuweilen artistischen meinungs-windungsmanövern durchschlägt und die phalanx zusammengeklebter, korrupter, arschkriechender... genossen/innen streichelt, kommt siegesgewiss weiter. dies bezeugen u.a. die waghalsigen besetzungen einzelner ministerposten; eigentlich ein gigantischer hohn fürs volk. es ist alles so offensichtlich, aber was tun nicht wenige motzer und kritiker: sie agieren in illegalverrauchten kellern, anstatt geschlossen auf die straße zu gehen. wir deutschen sind einfach zu diszipliniert - immer noch (auch gut so) und zu selbstgenügsam. zu westerwelles hasstiraden: nur wer sich in regelmässigen abständen - und sei es nur sach-ratswirdig, absurd, provokativ und dergleichen - aufbläst, bleibt im gespräch und sorgt fürs sich windende räderwerk, schließlich muß derjenige dem volk gegenüber seine elitäre honorierung bei 24-stunden-rundrumeinsatzbereitschaft rechtfertigen und deutlich vor augen führen. nochmals, bei aller antisympathie: in manch einem punkt hat monsieur westerwelle recht. es existieren nicht wenige menschen in unserem nach wie vor NOCH recht sozialabgesichertem land, die sich bestens und nicht selten auf perfide art schmarrotzernd durchschlagen. nicht selten sehe ich z.b. junge, kräftige, gesund aussehende menschen, die sichs auf bänken und dergleichen recht gutgehen lassen und nebenbei autos...verkaufen. so gehts auch nicht. die wollen tatsächlich nicht "offiziell" arbeiten, somit kann ich gut diejenigen verstehen, die jeden morgen diszipliniert und ggfs. frustriert, brav zur arbeit fahren. zugegeben, eine personengruppenorientierte differenzierung ist nicht immer einfach zu händeln, da könnte man von einem mitunter eloquenten "politmodo" durchaus mehr artikulierungsfeingefühl erwarten. aber es geht ja ums im-gespräch-bleiben, mit allen stilmitteln. |
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Sehr klarsichtig und ausdifferenziert, die alles, el greco!
Nur hilft uns die politische Abstinenz der Enttäuschten nicht weiter. Resignation, Frustration sind verständlich gerade aus der Sicht eines Menschen, der sich seit Jahren um Arbeit bemüht und erkennen muss, dass ihm das Arbeitsamt nicht einmal einen versicherungspflichtige Tätigkeit als "Straßenfeger" oder "Latrinenputzer" anbieten kann. Es sind einfach keine Jobs da! Allein in Berlin leben ca 230 000 Arbeitslose. Das entspricht der Einwohnerzahl einer angehenden Großstadt. Hinter vielen Arbeitslosen steht noch eine Familie, 2, 3 weitere Personen, Kinder, die täglich vielfachen Verzicht üben müssen, um über den Tag zu kommen - in Würde? Und was macht der rabiat gewordene Demagoge Westerwelle daraus? Er spricht von der Not der Menschen wie der Blinde von der Sonne! Er hat keine Ahnung, wie sich ein ALG 2 -Bezieher fühlt, wenn die Gesellschaft nichts mit ihm anzufangen weiß, wenn er nicht gebraucht und als nutzlos hingestellt und stigamatisiert wird. Brandstifter Westerwelle gießt da noch Öl auf das Feuer, damit es besser lodert. Er spaltet die Gesellschaft. Solch ein schriller Charakter, der jede Sensibilität verloren hat, dem jedes Maß anhanden gekommen ist, sollte keine Partei anführen, die die "Freiheit" im Namen führt - und da er sich selbst zum Außenseiter gemacht hat, sollte er auch nicht diesen Staat nach außen vertreten. Guido Westerwelle ist gut beraten, von allen Ämzern zurück zu treten. Denn er fuhr nicht "formal" über die rote Ampel, er für "symbolisch" über das rote Verbot! Damit hat er "falsche Signale" in das Land gesandt, die Botschft von "Hetze" und "Spaltung", die Zäsur, statt Versöhnung und Solidarität im Miteinander zu kultivieren. Westerwelle hat als liberaler Demokrat versagt. Zurücktreten! Carl Gibson |
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Mal am Rande, und um den zu zahlreichen Westerwelle-threads nicht noch einen hinzufügen zu müssen: was sagt eigentlich die zuständige Ministerin dazu, dass der Herr Kollege von der FDP sich ständig auf ihrem Arbeitsgebiet profilieren will? Ganz hübsch still, die Gute. Zu feige?
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es existieren nicht wenige menschen in unserem nach wie vor NOCH recht sozialabgesichertem land, die sich bestens und nicht selten auf perfide art pseudoargumentierend durchschlagen.
nicht selten sehe ich z.b. lange, klug erscheinende Kommentare, die sichs in threads und dergleichen recht gutgehen lassen und nebenbei unsinn...verkaufen. so gehts auch nicht. |
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Was Westerwelle macht, ist doch keine Volksverhetzung im Sinne des StGB, sondern ein Ausspielen von HartzIV-Betroffenen gegen Geringverdienern, um Mindestlöhne zu verhindern. Die Schraube soll sich weiter nach unten drehen, obwohl ökonomisch die Massenkaufkraft gestärkt werden müßte, um die Nachfrage zu stärken.
Es gibt aber auch aus dem Bereich des Lobbyismus (genau meine ich hauptsächlich deren Ökonomen, aber auch Philosophen), die dieses Gegeneinander-Ausspielen ideologisch vorbereiten. Irgendjemand schrieb, "er hätte Wirtschaftsminister werden sollen". Warum? Was qualifiziert ihn dazu? Außenminister ist nämlich der dankbarste Posten in der Bundesregierung, weil ja bei Staatsbesuchen von Botschaftern und Diplomaten der Inhalt vorbereitet wird. Ein Außenminister kann nur glänzen, deswegen waren diese immer an der Spitze der Beliebtheitsskala. Zum Vergleich mit der Nazi-Zeit: Im September 1935 wurde das Rassegesetz verabschiedet, also "Rassismus per Gesetz". Von da an ließ Goebbels in gleichgeschalteten Medien und im Bereich der Kunst und Kultur eben hetzen, auch Wissenschaftler (Heidegger, Schmitt) standen ihm zur Verfügung, bis das Volk soweit war, daß es bei den Deportationszügen "Spalier" stand. In der Konsequenz kann man dies nicht vergleichen, denn kein HartzIV-Empfänger muß in ein KZ. Aber an gewisse Parallelen denkt man. Der Ordnung halber zum ersten Beitrag von Carl Gibson: Der "Lotse, der von Bord ging", war nicht Hans-Dietrich Genscher, sondern Helmut Schmidt. Der Außenminister ist nicht der drittmächtigste Mann im Staate. Die Hierarchie beginnt beim Bundespräsidenten, dann bei seinem Stellvertreter (Bundesratspräs.), dann der Bundestagspräsident, dann der Bundeskanzler. (Faktisch haben die ersten drei nur formelle bzw. repräsentative Aufgaben.) |
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"In der Konsequenz kann man dies nicht vergleichen, denn kein HartzIV-Empfänger muß in ein KZ. "
Mal rausgepickt, Exilant: ist dir bekannt, dass die ARGE die Möglichkeit hat, Behinderte, die keine Arbeit finden, in Heime einzuweisen, wo sie angeblich fortgebildet werden sollen, unter Androhung des Entzugs des ALG II? Auch bei Verheirateten, ohne Rücksicht auf die Ehe. Angedachte Dauer der "Maßnahme": drei Jahre. |
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War es nicht Bismarck der Lotse gewesen, der von Bord ging???
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Wenn jemand gegen Minderheiten oder Repräsentanten von Minderheiten hetzt ( die NPD gebrauchte nach meinem Informationsstand den Begriff "Quoten-Neger", was eine Strafanzeige nach sich zog), dann macht es prinzipiel keinen Unterschied, ob jemand rassistische oder sonstige Stigmatsierunsgründe bemüht - er bringt einen Teil der Bevölkereung gegen einen anderen Teil der Bevölkerung auf - das schafft Unfrieden, das führt zu Hass und Spaltung.
Nicht selten wurde gegen die Bayern geschimpft, obwohl nur die Amigo-Connection der CSU gemeint war. Deshalb soll der Volksverhetzungsparagraph jede Form von Hetze von Anfang an unmöglich machen und verhindern. Zum Lotsen, der von Bord ging. Der erste war natürlich Otto von Bismarck, der Eiserne Kanzler, der von Kaiser Wilhelm II. aus dem Amt gedrängt wurde - dann erfolgte der Vergleich beim Abgang von Helmut Schmidt, nachdem die FDP als Zünglein an der Waage den Rechtsruck möglich gemacht hatte. Ich bezog mich auf den "Abgang" von H.D. Genscher als Lotse der FDP!, der mehr als zwei Jahrzehnte? Außenminister war. Carl Gibson |
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Dass WW als Außenminister nichts taugt, war vorher schon klar gewesen. Ist eine Schande für jeden liberal denkenden Menschen. Tja, die ihn wählten, müssen jetzt mit dieser eigenen Schande leben.
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An Alien59:
S i e schreiben, daß die Arge Behinderte in ein Heim einweisen k a n n, wenn diese keine Arbeit fänden - und daß sie "angeblich" fortgebildet werden sollen...... Bitte, nennen Sie mir die gesetzliche Grundlage, ansonsten glaube ich Ihnen dies nicht, sondern sehe dies als Relativierung....... An Carl Gibson: Gut, wenn Sie Parteivorsitzende als Lotsen bezeichnen, ist dies Ihr gutes Recht. Nur, zu Genschers Zeiten als Außenminister (1974 - 1992) galt Schmidt als der Lotse - deshalb bezog ich mich darauf. Meines Wissens ist beim Nennen des Begriffes "Quoten-Neger" der Straftatbestand der Volksverhetzung nicht erfüllt. Nennen Sie mir gegensätzliche Quellen! Denn ein "Neger" gehört nicht zu einem Volk, sondern es handelt sich um Menschen mit dunkler Hautfarbe und abwertend gemeint. Die Rassisten benutzen diesen Begriff gerne. Warum sagt man eigentlich zu einem Menschen mit weißer Hautfarbe Weißer und zu einem Menschen mit dunkler Hautfarbe Neger? Wissen Sie das? Ach, übrigens, der Nachfolger von Genscher als Parteivorsitzender war nicht Kinkel, sondern Lambsdorff, danach kam Bangemann, danach Kinkel. (Habe ich jemand vergessen? |
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Apropos: Volksverhetzung gem §130 StGB:
In dem einst liberalen Wochenmagazin DIE ZEIT vom 23. Juli 2009 las ich die Aussage "Die Verleumdung gehört zum Brauchtum der Banater Schwaben" - in einer Selbstdarstellung der jüngsten Nobelpreisträgerin für Literatur Herta Müller (2009). Ich fühlte mich angesprochen, da ich aus dem Banat herstamme und zu den Minderheit "Banater Schwaben" zähle wie Herta Müller auch. Lag da Volksverhetzung vor oder nicht? Die Geister scheiden sich an dieser Frage. Nach meinem Erkenntnisstand hat die Staatsanwaltschaft Hamburg keine Ermittlungen aufgenommen, vielleicht auch deshalb, weil die ZEIT das schlimme Zitat in ihrer Online-Fassung ganz weggelassen hat und partiell, doch halbherzig dementierte. Bis heute sind folgende Fragen noch nicht endgültig geklärt: Wer hat die verleumderische, nach meiner Auffassung "hetzerische" Aussage formuliert, DIE ZEIT-Redaktion ( als Zwischenüberschrift) oder Herta Müller selbst? Wer hat das autorisiert? Seit dieser Debatte achte ich genau auf "hetzerische" Töne - gegen wen auch immer! Und frage nach - greift da §130 StGB oder nicht und reagiert der Staatsanwalt oder nicht. In diesem Punkt bis ich also sensibilisierter als andere, die noch nie betroffen waren. Als Mensch und Geist aber muss ich die grundsätzliche Frage aufwerfen, ob Hetze überhaupt zulässig ist. Carl Gibson |
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Lieber Carl,
ich kann Dir zur Verdeutlichung meines Anliegens jetzt nicht ersparen, ein paar Zitate aus Deiner Feder sowohl aus dem ürsprünglichen Blogeintrag wie Deinen diversen Kommentaren anzuführen: Zu Westerwelle sagst Du, er habe sich als ein '"Brandstifter"' '"geoutet"', "als ein Demaoge, der rücksichtslos polarisiert und spaltet, der Teile der Bevölkerung gegeneinander hetzt, der gegen Schwache polemisch zu Felde zieht...". Und weiter: "Zersetzer und Spalter", 'geistiger "Brandstifter"',"Hetzer und Spalter" sowie, "In China zog er den Schwanz ein" (eine nicht gerade nette Formulierung im Zusammenhang mit Westerwelles Homosexualität). Zum Schlusse dann noch einmal: "der Demagoge Westerwelle..., der auf Ressentiments, Hass und Neid setzte...". Das waren jetzt mal nur Deine Attacken im Artikel. In den Kommentaren geht es also weiter: "der sich nach innen aufführt wie ein wildgewordener Rowdy",'"Marionette"', "Popanz","spielt mit dem Feuer"; sodann folgt ein NS-Vergleich sowie 'Westerwelle hat sein wahres Gesicht gezeigt: Zuerst "Biedermann, jetzt "Brandstifter".' Später ist dann noch ein paarmal von Hetze die Rede, und es folgen weitere ähnliche Dinge, unter anderem "der rabiat gewordene Demagoge Westerwelle". Und DU bist der Meinung, dass jederlei Hetze schon im Ansatz unmöglich sein sollte, wofür der §130 ja schließlich dasei? Das ist ja wirklich sehr bemerkenswert. Nach Deinen eigenen Maßstäben dürftest Du die Grenze hiermit locker überschritten haben. Ich kann Dir nur wünschen, dass kein Staatsanwalt dies so sieht (Offizialdelikt) und auch keine Privatklage wegen Beleidigung, übler Nachrede oder gar Verleumdung (es gibt da sogar noch einen netten Sonderparagraphen, der speziell politische Funktionsträger schützt, da gibt's auch bis zu fünf Jahren Bau) bei Dir eingeht. P.S.: Nach Deiner strengen Auslegung dürfte man wohl auch entsprechende Boni-Bänker nicht mehr z.B. "Abzocker" nennen (da ich ja damit gegen eine ganze Bevölkerungsgruppe "hetzte"), Kriegstreiber ebensowenig "Kriegstreiber", undsoweiterundsofort. |
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Wer warf den ersten Stein, Westerwelle oder ich an dieser Stelle?
Kennst Du das Gesetz: actio - reactio (Newton?), Magnus? Ein Schriftsteller wird doch wohl noch die eine oder andere Metapher gebrauchen und mit spitzer Feder schreiben dürfen, wenn es gegen Anfeindungen von vielen geht? Vielleicht bin ich selbst ein Betroffener - und rede pro domo? Der Staatsanwalt sollte in der Sache ermitteln, nicht in Sachen "Ausdruck"! Ein Politiker sollte als Vorbild besonders auf seine Wortwahl achten, wenn er kränkt wenn er um sich schlägt. Was wissen die Übersaturieren mit mehrfachen Bezügen und üppigen Honoraren aus Vorträgen mit fraglichem Sujet von der Not der Menschen, die nichts zu essen haben, die ihre Miete nicht bezahlen können, die nicht zum Friseur gehen können oder in die Apotheke? Zustände wie im Alten Rom, sagte man früher, wenn sich Sodom-und Gomorra-Verhältnisse ausbreiteten - heute aber ist auch etwas faul im Staate ... Die Häufung meiner Charakterisierungen und Umschreibungen - dazu noch aus dem Kontext gerissen - verfälscht meine Botschaft eklatant. Carl Gibson |
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schrieb am
25.02.2010 um 18:50
Den Kontext Deiner "Charakterisierungen und Umschreibungen" kann jeder Interessierte selbst oben nachlesen.
Im übrigen habe ich sogar noch Manches weggelassen, was durchaus noch in diese sich aus wenigen Seiten Text ergebende, doch einigermaßen erstaunliche Liste hineingepasst hätte. Den Vorwurf, ich habe Deine Botschaft eklatant verfälscht, weise ich hiermit als ungerechtfertigt und nicht haltbar zurück. |
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Ich gehe davon aus, Magnus, dass die Tagespresse eine noch weitaus dratischere Terminologie bemüht als ich es hier vormache.
"Hetzt" Westerwelle oder "hetzt er nicht"? Da ich das "symphonische Prinzip" befürworte,den Weg der Versöhnung, nicht der Spaltung, auch im "interkulturellen Dialog heute noch verfeindeter Völker, fragte ich hier im Titel oben: Wie gut macht Westerwelle seinen Job als Bundesaußenminister, als Chef-Diplomat dieses Landes! Geht es an, dass Westerwelle nach innen hin hetzt, um dann nach außen hin oder im Ausland selbst zu versöhnen? Da erkenne ich eine Diskrepanz, die ich auch schon bei anderen so genannten geistigen Autoritäten der Jetztzeit diagnostiziert und kritisch angesprochen habe. Carl Gibson |
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Meine Beiträge zu diesem Beitrag waren falsch motiviert. Ich würde sie gerne zurücknehmen; und überhaupt unkommentiert seinlassen, was falsche Opposition ist.
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Nur der Vollständigkeit halber. Lief gerade im DLF. Aber solche Kommentare, die ihn widerlegen, spornen WW wahrscheinlich eher an:
www.dradio.de/dlf/sendungen/kommentar/1132780/ |
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ich schätze sabine adler bzw. ihre kommentare sehr.
sie gehört zu der bald aussterbenden jounalistengruppe derjenigen, die tatsächlich ihre kritischen meinungen ohne wenn und aber kundttun. monsieur westerwelle erzeugt riesenwellen, die nichts anderes sind als lediglich ein resultat selbstüberschätzter badewannenspiele mit modellkriegsschiffen, hauptsache sein schwimmuntaugliches quietscheentchen ist aus gold. lieber herr gibson, ja, natürlich hetzt westerwelle, er beleidigt schamlos, tut dies im vollen bewusstsein einer gewissen sicherheit, bestehend aus wohlstand, guter kontakte, fester korrupter strukturen...denn anders agieren diese politmodos nicht. vorbildfunktionen haben die meisten von ihnen nicht mehr für mich. ein vorbild muss man sich erarbeiten, indem man z.b. die bevölkerung, die wähler, nicht mehrheitlich als nutzloses und faules volk bezeichnet, er hätte mehr differenzieren müssen vor allem eine andere wortwahl wählen können, die beherrscht er ja, wenn er will. mein respekt (ihm) bzw. ihnen (den politiker/innen)gegenüber sinkt, aber ich gehe dennoch wählen, auch wenn diese gänge zunehmend schwerer werden. westerwelle ist ein bescheidener außenminister, ihm fehlt das notwendige feingefühl und gespür. da muß ich den ex-außenminister tatsächlich loben, auch wenn der so manch krummen und illegalbehafteten spielchen nicht widerstehen konnte und mächtig an den geheimdienststrippen zog, etc.. doch wer kommt schon an solchen bollwerken der macht schonungs- und schadlos vorbei? bzgl. der polendebatte kann ich nur schreiben: ein dolchstoß in den rücken. das war schmutziger als eine "pseudoversöhnung". |
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@mahung und el greco: Der Kommentar von Sabine Adler ist großartig. Viele Dinge werden auf engem Raum prägnant angesprochen und essentiell auf den Punkt gebracht.
Auch Westerwelle hätte so vorgehen können. Vor Tagen schon wurde der "Generalverdacht" gegen Millionen angesprochen, das in Sippenhaft-Nehmen einer großen Zahl von Betroffenen. Heute erst reden Politiker davon, spät, sehr spät. Westerwelle hätte explizit die schwarzen Schafe ansprechen können, die Missbrauch treiben, statt gegen Unschuldige zu wettern die nichts für ihre Situation können. Die Gründe liegen im Versagen der Politik, auf nationaler Ebene und in der Globalisierung. Was kann ein kleiner Arbeitsloser dafür, wenn ein Finanzbetrüger wie Madoff eine Schaden von 60 000 000 000 (Miliarden) Dollar anrichtet und damit die Welt auf den Kopf stellt? Was kann der Arbeitslose dafür, wenn rücksischtslose Manager und Vorstandsvorsitzende prosperiernde deutsche Unternehmen an "Heuschrecken" verkaufen, die sie dann zerschlagen und die Menschen auf die Straße setzen oder sie ausplündern wie bei Karstadt-Quelle mit 50 000 entlassenen Mitarbeitern auf einen Schlag? Wirtschaft und Finanzen haben versagt, genau die Leute, die die FDP am Leben gehalten haben und die von der FDP am meisten profitieren. Eine Million in die Parteikasse - einfach so? Für eine kleine Gefälligkeit? Wo bleibt das Gesetz von Ursache und Wirkung? Für wie dumm hält Westerwelle seine Wähler eigentlich, lieber el greco? Hoffentlich geht vielen, die aus Protest FDP gewählt haben oder aus Verlegenheit, ein Licht auf. Carl Gibson |
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schrieb am
25.02.2010 um 23:20
Ja, Sabine Adler sagt einiges Wichtige und Richtige, gewichtet aber m.E teils falsch bzw. lässt es an der nötigen Trennschärfe fehlen.
Im wesentlichen war es die Politik (SPD und Grüne!), getrieben von den teils erwähnten angelsächsischen Vorbildern, die die jetzige Misere möglich machte und gar einleitete (Abschaffung der Besteuerung von Veräußerungsgewinnen für Kapitalgesellschaften etc.) und damit zahlreiche Unternehmer zu immer rigideren Mitteln geradezu zwang, wofern sie nicht untergehen wollten (die Subvention von Niedriglöhnen tat dazu natürlich ein Ubriges). Zur Trennschärfe: Kapitalisten, also Leute, die Geld aus Geld erwirtschaften, sind zunächst etwas ganz anderes als Unternehmer, also Leute, die real etwas ins Werk setzen, sei es der inzwischen berühmte türkische Gemüsehändler in Berlin-Kreuzberg, ein mittelständischer Schraubenhersteller oder eine selbständige Friseuse (man verzeihe mir mal die Klischees). Diese alle sind schlichtweg den Rahmenbedingungen ausgesetzt, die sie vorfinden, und wenn auch dort mancher skrupellose Ausbeuter vorzufinden sein mag, so können die meisten an manchem doch wenig ändern, wenn sie nicht bald selbst Hartz IV beantragen wollen. So "hetzt" man dann Hartzempfänger gegen Niedriglöhner, beide gegen Unternehmer (selbst die kleinsten, wie verrückt buckelnden) usw.; nur die subventionierten Spekulanten und Geldhändler, die sind plötzlich wieder also lieb wie überlebensnotwendig fürs System (da lachichma, wenn auch bitterlich). Naja, das ist dann wohl FDP heute. Die unbedachte Gleichsetzung von Kapitalismus und Marktwirtschaft (welcher beiden letztere es sowieso noch nie in Reinform gab und ohne "Allmende" auch nicht funktionieren kann) verwundert mich darob immer wieder, egal ob ich eher "linke" bzw. vermeintlich sozial orientierte oder "rechte", also meist eher marktliberal orientierte Foren besuche (was an den Machenschaften z.B. eines börsenmanipulierenden Plunge Protection Teams oder der Rettung von Großbanken mit Steuergeldern wäre denn irgendwie marktwirtschaftlich...?). Hüben wie drüben sind die Begriffe nicht klar, und damit wird die jetzt hier zunächst mal nur angedeutete Augenwischerei erst möglich. Ich wies neulich schon einmal auf Konfuzius hin, der meinte, dass dort, wo die Klarheit der Begriffe verloren gehe, alles herabsänke. |
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Stichwort Politisches Versagen – außenwirtschaftlich und außenpolitische Implikationen:
Es ist eine volkswirtschaftliche Binsenweisheit: Wenn die Wirtschaft schlecht funktioniert, steigt die Zahl der Arbeitslosen in die Millionen. Globalisierung (Verlagerung der "Werkbank" und somit der "Produktion", also der "Arbeit" etwa nach China, führt dazu, dass hier in Deutschland, in Europa, ja selbst in der USA kein Geld mehr verdient und somit auch kein Geld ausgegeben werden kann. Mogelpackungen aller Art (Euro, Inflation, Kaufkraft), Aufnahme bestimmter Staaten in die EU ungeachtet Jahre hindurch "geschönter" Wirtschaftszahlen, haben die Menschen arbeitslos gemacht. Viele, die noch Arbeit haben, schuften für "Niedriglöhne" - Fazit: Kaum einer kann noch Geld ausgeben, da ihm neben der nackten Existenzbestreitung bei hohen, von Monopolisten diktierten Preisen nichts mehr übrig bleibt. Erinnert sei auch daran, dass der Staat selbst - aufgrund unzureichender Regelungen für das Beziehen von Hartz IV-Geld - das Drehen der Spirale nach unten angekurbelt hat, indem die Menschen gezwungen wurden, ihre sämtlichen Rücklagen und für die Altersversorgung gedachten Vermögenswerte aufzubrauchen, bevor sie ALG 2 beantragen konnten. Wer ein Leben lang fleißig gearbeitet und gespart hat, Rücklagen gebildet hat, der war innerhalb von wenigen Jahren ein armer Mann, eben ein Hartz IV-Bezieher, der sich heute von einem Demagogen und Populisten Westerwelle beschimpfen lassen muss, von einem Berufspolitiker, der schamlos Klientelpolitik betreibt und der sich für weitere Niedriglöhne einsetzt, weil gerade in dem vom ihm so geliebten Hotel-Bereich oft nur Hungerlöhne bezahlt werden. Ein ganz normaler Bürger, der dem Rat des Staates folgte und seine Altersversorgung in Volksaktien (Dt. Telekom, Infineon etc.) zu hohen Kursen angelegt hat, ist heute sein "Vermögen" los und ein armer Mann. Alles schon vergessen? Schröders SPD-Regierung hat große Fehler gemacht - und vorher waren da noch die demagogisch versprochenen "blühenden Landschaften", die den wirtschaftlichen "Niedergang" einleiteten. Über diese "Dekadenz" sollte Westerwelle nachdenken, bevor er die beschimpft, die das auszubaden haben, was kurzsichtige Politiker allen eingebrockt haben. Die "Globalisierung" wurde einmal als positives Phänomen angepriesen und verkauft - heute droht "Der Untergand des Abendlandes" gerade von dieser Seite. Das aufstrebende China, ein wichtiger Gläubiger der USA, lacht sich ins Fäustchen - und Deutschland zahlt dieser neuen Großmacht, die sich einen Dreck um Menschrechte schert, immer noch eine Entwicklungshilfe in einer Höhe von 70 Millionen? Euro! Wofür eigentlich? Damit Guido Westerwelle gut empfangen wird im neuen China? Carl Gibson |
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Westerwellewiderlegung, diesmal vom BR:
www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/quer/quer-video-westerwelle-ID1266529345245.xml |
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Westerwelle, Faulenzer und mehr
www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/quer/quer-themen-christoph-suess-ID1267135833681.xml |
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Wie hoch ist das Durchschnittseinkommen eines so genannten "Hartz IV"-Staatsbürgers?
Wie deutlich liegt er unter der offiziellen "Armutsgrenze"? Und was verdient Guido Westerwelle? Als Außenminister? Als FDP-Chef? Als Bundestagsabgeordneter? Als Referent? Als Lobbyist? Was verdient er wirklich? Und was "verdient" er moralisch? In einer funktionierenden Demokratie sollte jede dieser Fragen zu beantworten sein, oder? Carl Gibson P.S. Wie politisch verantwortungslos handeln die sonst so kritischen Medien ( gerade das öffentlich-rechtliche Fernsehen, wenn sie einen "nicht repräsentativen" Langzeitarbeitslosen vorzeigen und ihm ein Forum für dumme Sprüche bieten? Fällt diesen "Journalisten" nicht auf, dass sie - nach Westerwelles Negativ-Vorbild - Hass säen, Unfrieden stiften, indem sie trittbrettfahrergleich Öl auf das schon hell lodernde Feuer gießen? |
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"Fällt diesen "Journalisten" nicht auf, dass sie - nach Westerwelles Negativ-Vorbild - Hass säen, Unfrieden stiften, indem sie trittbrettfahrergleich Öl auf das schon hell lodernde Feuer gießen?"
Ich frage mich auch immer, woran es liegt, dass die Sender mit politischen Talk-Show-Formaten z. B. ständig die gleichen Gäste bzw. "Experten" haben - haben die Redaktionen zu wenig Zeit, zu wenig Phantasie oder zu wenig Telefonnummern. Nichts gegen Heiner Geißler, aber er ist so ein Beispiel. Gibt es in unserem Land keine anderen Persönlichkeiten, die man zum Thema Soziale Gerechtigkeit mal befragen könnte. Oder gibt es eigentlich auch Ökonomen jenseits des INSM-Mainstreams? Zum Thema Westerwelle-Gehalt und Nebeneinkünfte meine ich zu wissen, dass dies weitgehend transparent ist. Mit ein wenig Recherche ließe sich da bestimmt was herausbekommen. WW hat ja alles ordnungsgemäß angegeben. Ich finde auch nicht, dass einer wie er zu viel bekommt (ob er es wirklich verdient hat, steht auf einem anderen Blatt). Wenn er ordentlich Steuern dafür zahlt ... Mein Problem mit ihm sind nicht seine Einkünfte, sondern sein Hass gegenüber Menschen, die, aus welchen Gründen auch immer, so viel weniger zur Verfügung haben. "Wie hoch ist das Durchschnittseinkommen eines so genannten "Hartz IV"-Staatsbürgers?" Da ich selbst unter den Hartz-IV-Empfängern ein (noch) überdurchschnittlich "verdienender" Leistungsempfänger bin (insgesamt 809,21 €), denke ich, dass der Durchschnitt so bei 700 € liegen dürfte. Allerdings hängt das ja vom Mietniveau und den Nebenkosten und anderen Faktoren ab. Aber ich denke diese Fragen lassen sich wohl auch durch ein wenig googeln beantworten. Eins ist aber sicher, Wohlstand ist das nicht, zumal ja noch diverse schikanöse Randbedingungen dazu kommen. So darf ich mich als AlgII-Bezieher nicht mehr frei im Lande bewegen: "Der Arbeitslose muss dazu für die Behörde an jedem Werktag in seiner Wohnung durch Briefpost erreichbar sein, er muss also einmal werktäglich seine Wohnung aufsuchen, um nach eingehender Post zu schauen und Briefe der Behörde zur Kenntnis zu nehmen". de.wikipedia.org/wiki/Erreichbarkeitsanordnung Wenn ich also übers Wochenende meine Oma besuchen fahre und mich nicht (persönlich bei der ARGE) abmelde, begehe ich theoretisch eine zu sanktionierende Widrigkeit. So werden sonst nur Menschen behandelt, welche Aufgrund eines Ermittlungsverfahrens oder Ähnlichem polizeiliche Meldepflichten einzuhalten haben. Ich jedenfalls empfinde hier ein verfassungsmäßiges Grundrecht verletzt, zumal wir im E-Mail und Handyzeitalter leben. Ich wette, dass Westerwelle diese Regelung nicht mal kennt. |
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völlig richtig, man sieht in diversen talk-shows und dergleichen - insbesondere sog. "politischen gesprächsrunden" mehrheitlich dieselben gesichter.
das einzelne tv-sender sich deutlich parteipolitisch verhalten, kann man nur zu gut daran feststellen, das man den favorisierten gästen mehr aufmerksamkeit und die damit verbundene sprechzeit offeriert, andere werden in ihren ausführungen unterbrochen und nicht selten wie böse pennäler behandelt und in die ecke verweisen, am liebsten verbunden mit "ab dorthin, finger in den popo und kräftig schämen". nicht selten werden vor den gesprächsrunden fragen abgesprochen - was erwünscht, was weniger bzw. gar nicht erwünscht ist, der rest ist schauspielerei für meschuggene. westerwelle und seine gehälter... nun ja, sicherlich, transparent ist einiges aufgelistet, aber mit sicherheit nur die pflichtanteile gegenüber der öffentlichkeit. warum sonst zittern nicht wenige unserer politiker/innen, wenn sie von dubiosen cd-angeboten aus der schweiz oder sonstwo hören, erst recht, wenn die schweiz damit droht eine reihe ihrer verschwiegenheitsgesetze ändern zu wollen, sofern der druck nicht nachlassen sollte. was meinen sie, was für namen sich da herausfiltern ließen. etwas übertrieben fomuliert: man könnte bei dieser gelegenheit vielleicht einen großteil unseres regierungskabinetts austauschen :-) was die - in ihrem fall bindende abwesenheits-meldepflicht betrifft -, muss ich ihnen mehrheitlich rechtgeben. natürlich könnten sie während ihrer abwesenheit hinzuverdienen, unseren vorbildhaften staat hintergehen, aber von bürgerlicher freiheit kann hier in der tat nicht die rede sein. andererseits haben sie - soviel ich weiß - auch den anspruch auf urlaubstage, auch wenn sie der behörde gegenüber angeben müssen? oder sollten, wohin die reise geht bzw. wo man sie ggfs. ereichen kann. ergo eine ähnliche möglichkeit wie "normale" arbeitnehmer. dass sie sich wie ein observierter fühlen, ist wirklich verständlich und nicht beneidenswert. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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