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Blinde Zerstörungswut oder "der Hilfeschrei" unserer Kinder?
Alle hören es, alles sehen es ... und ich frage mich:
"Warum tut denn nicht endlich Einer was?"
... und plötzlich war mir klar, dass ich der Eine war "
(Dies ist der Slogan einer sehr wichtigen Homepage: kinder-klagen-an.de)
In zunehmendem Maße fällt mir auf, dass Jugendliche auf unseren Straßen von Bürgern beschimpft werden und nicht nur das... sie werden ohne ihre Erlaubnis "wortlos" fotografiert und lautstark von einer Stelle zur Anderen getrieben!
Die Kinder fragten mich: "Wo dürfen wir denn überhaupt hin? Wo ist denn´der richtige Platz` wo wir sein dürfen?" Ich musste ihnen antworten, dass ich es nicht wüßte, ich mich aber mal schlau machen würde...
Doch schnell stellte ich fest... in der Gemeinde Billigheim-Ingenheim gibt es kein einziges Fleckchen Erde, auf dem die Jugendlichen akzeptiert oder gar gern gesehen waren. Zwar gibt es einen "Jugendtreff", doch der hat nur einmal in der Woche für wenige Stunden geöffnet und entspricht somit wohl nicht den Bedürfnissen der Jugend im Ort...
Auf der Website: www.billigheim-ingenheim.de unter der Rubrik "Kinder & Jugend" steht lediglich, dass es drei Kindergärten im Ort gibt. Einer davon heißt: "Die kleinen Strolche" und ich dachte: "Prima und weiter?" Doch mehr stand da leider nicht... Zweifelsohne freue ich mich für "die Kleinen", denn sie sind dort liebevoll und gut betreut. Doch nun drängt sich mir förmlich die Frage auf:
"Was, wenn all diese ~jetzt noch kleinen Strolche~ eines Tages groß sind?"
Zählen sie dann auch zur "schlimmen Jugend von Heute", deren Anwesenheit schlichtweg unerwünscht ist? Dürfen auch sie dann nicht mehr auf einen Spielplatz gehen, da Spielplätze ja "für Kinder ab 12 Jahren" verboten sind? Werden auch sie sich später nicht in Gruppen zusammen tun dürfen, auf irgendwelchen Plätzen abhängen, oder an irgendwelchen Bänken chillen, ohne das sie -wie eingangs erwähnt- mal eben so vom Bürgermeister und einigen anderen Bürgern ungefragt fotografiert werden und auf Nachfragen zur Antwort bekommen: "Ihr seid mir viel zu primitiv, mit euch rede ich doch garnicht"?
"Die Kinder sind unsere Zukunft... wann wachen wir endlich auf?"
Meine Kritik wäre schlecht, würde sie am Ende nicht von konstruktivem Charackter sein. Darum appeliere ich, gerade jetzt vor den Wahlen an den Bürgermeister und den Gemeinderat von Billigheim-Ingenheim... endlich wieder etwas für unsere Jugendlichen zu tun, denn wir streben doch alle eine zukunftsorientierte Gesellschaft an!?!
Diese Gesellschaft ist aber nur mit motivierten und zufriedenen Jugendlichen möglich. Für ein gutes Zusammenleben mit Respekt in unserer Gemeinde, ist die gesunde Entwicklung der Jugendlichen ganz wichtig.
Wir dürfen sie nicht von uns weisen, wir müssen sie ernst nehmen und sie als Bevölkerungsgruppe mit eigenen kulturellen und gesellschaftlichen Bedürfnissen und auch Ansichten akzeptieren!
Denn es ist doch ganz normal, dass sich die Jugendlichen untereinander suchen, sich Gruppen bilden, losgelöst vom Elternhaus Treffpunkte aufgesucht werden, wo ungezwungene Begegnungen stattfinden können und meines Erachtens auch sollen.
Leisten wir Jugendarbeit! Stellen wir ihnen Räume und/oder Plätze für ihre Interessen zur Verfügung, die sie eigenverantwortlich renovieren, einrichten und "in Schuss" halten dürfen! Reden wir mit ihnen! Nehmen wir Ernst, was sie bewegt und respektieren wir sie genauso, wie wir es auch von ihnen erwarten!
Wir sind ihre Vorbilder... bieten wir ihnen deshalb eine Gemeinde, an die sie sich ihr Leben lang positiv erinnern werden und geben wir somit zukunftsorientiertes Denken an die nächstfolgende Generation weiter!
Durchbrechen wir einfach die Mauer der Vorwürfe über negatives Verhalten und zeigen den Jugendlichen unserer Gemeinde, dass sie unsere Zukunft sind und wir großen Wert auf sie legen! JETZT!
Carola Neuchel
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Hat sich nun endlich jemand gefunden, der diese Sache der jungn Leute anspricht. Guter Artikel und genau auf den Punkt gebracht. Die Zukunft der Gemeinde wird doch mal die Zukunft der jungen Leute. Waren die "Alten" nicht auch mal jung und schade um die "Kleinen", denn die werden ja auch mal"Jugend". Ich denke, da muß nun der Bürgermeister sich mal Gedanken machen und alle Anderen auch. Das sind uns die jungen Leute von morgen wert!
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Der Artikel ist sehr wichtig. Toll geschrieben. Ich hatte damals in meiner Jugend tolle Anlaufplätze zum Treffen. Wir hatten Jugendclubs, Parks, also jede Menge Plätze für die vielen verschiedenen Cliquen. Ich fand das toll damals. Dann hoffen wir mal, dass alle gut nachdenken und das aufgreifen, was es damals schon gab. Liebe Grüße Ines
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In den Parks werden die meisten Wiesen bereits von Hundebesitzern benutzt, da chillt es sich nicht so gut.
Bezeichnend finde ich auch, dass viele Spielplätze mittlerweile von einem hohen Metallzaun umgeben sind. So edel die Motive zum errichten dieses Zaunes gewesen sein möchten, von innen ist der Spielplatz ein begrenzter Raum, in dem grenzenloses spielen nicht möglich ist, weil man die Grenze IMMER sieht. Diese Zäune stehen auch für ein Versagen der Gesellschaft, denn die schafft es nicht, all ihren Mitgliedern zu vermitteln, das sie langsam Auto fahren, wo Kinder sein könnten und Hunde nicht hinkacken, wo Kinder spielen können wollten. Irgendwo ist unser Koordinatensystem verrutscht. Den Jugendlichen bleibt nur noch sich bei der nächsten Fotoattacke des Bürgermeisters auszuziehen und so deutlich zu machen, was da gerade passiert. Den Mut hätte ich allerdings wohl nicht gehabt... |
Ausgabe 06/12
09.02.2012
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