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Leider, fürchte ich, ist das hier beanstandete Problem weder der ARD noch Beckmann selbst bewusst. In der merkwürdigen Logik, in der die öffentlich-rechtlichen Sender heute gefangen sind, gilt "Beckmann" vermutlich eher als Teil dessen, was dem Bildungsauftrag der ARD gerecht wird. Beckmann selbst wähnt sich sowieso in der Warte eines differenzierten Kulturjournalisten.
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ARD und ZDF sind in meiner Wahrnehmung als Nicht-Fernseher nach wie vor nicht sonderlich attraktiv für die Zielgruppe „Jugendliche“. ARD und ZDF machen Programme Erwachsenen für Erwachsene.
Und Erwachsene schwanken, wenn sie mit der nächsten oder übernächsten Generation zufällig oder zwangsläufig in Berührung geraten, immer zwischen moralingesättigter Salbaderei, betroffenheitsschwangerer Hysterie, autistischer Ignoranz und schweißfeuchter Kumpelhaftigkeit. Denn „die meisten Menschen vergessen ihre Kindheit wie ein Hut, der nicht mehr paßt oder wie eine Telefonnummer, die nicht mehr gilt“ (Erich Kästner). |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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