Wäre auch zu putzig, wenn dieses Jahr ohne eine finanzielle Forderung eines Rechteinhabers zuende gehen sollte. Dieses Mal hat sich der Urheber dieses Fotos gemeldet und möchte gerne Kohle, und wenn ich nicht zahle, richtig Kohle für seine Anwälte. Es geht nicht um irgendeinen tatsächlichen Schaden, es geht ums Kohlescheffeln.
Bislang hatte ich nichts gegen das bestehende Urheberrecht, mir kommen aber Zweifel, wenn Recht auf diese Weise für so krumme Touren in Anspruch genommen wird. Denn in diesem Fall geht es schlicht um eine Lapalie: Es besteht kein Vorsatz, der Urheber hat selbst zur Verbreitung des Fotos beigetragen, es ist kaum möglich, anhand des verbreiteten Fotos die Urheberschaft auszumachen, die auch von anderen Fotografen ausgewiesen wird.
Diese krumme Tour wird nicht das erste Mal eingeschlagen, ein ebenso angegangener Blogbetreiber meinte, er habe nachgegeben, aber 120€ weniger als Forderungen vor sich gehabt. Der angebliche Schaden ist wohl größer Geworden - oder die Gier.
Das dass alles so frei nach Schnauze gehandhabt werden darf, verwundert mich schon sehr. Vielleicht bin ich morgen nach einem Gespräch mit einem Fachanwalt schlauer - und beruhigter.
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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