Cassandra

findelfantasie

25.06.2011 | 23:46

Fundstücke 25: Wundersam(en)

Statt Polen-News kommen heute einmal welche aus Kanada. Die Ontario Catholic School verbot erst eine schulische Gruppierung für die Rechte von Homosexuellen, danach untersagten sie der inoffiziellen Nachfolgegruppe, auf einer Veranstaltung Regenbögen zu zeigen und bestimmte Informationsmaterialen auszulegen. Man könnte jetzt einwenden, dass man nicht unbedingt auf eine katholische Schule gehen muss. Dennoch finde ich den ganzen Vorgang ziemlich ungeheuerlich.

 

Kommen wir heute einmal etwas ausführlicher zum Thema “Schüler” und “Studenten”. Neulich, auf dem 50. Geburtstag eines Elternteils: unvermeidliches Zusammentreffen mit den Nachbarn. Ich, leicht gequält, beginne mich mit der Mutter eines ehemaligen Stufenkameraden zu unterhalten. Irgendwann kommt man darauf, dass die meisten meines Jahrgangs lediglich 15 km von ihrem Heimatdorf entfernt studieren. Unvermittelt schießt mir anklagend entgegen: “Woanders studieren kostet ja auch.”

 Das ist das Hauptargument sogenannter helicopter parents und deren boomerang kids, und das Feuilleton entdeckt sie nun auch schrittweise. Erst die Zeit, nun die FAZ, beschäftigen sich mit Eltern und Kindern, die nicht loslassen wollen/können.

Natürlich stimmt das Kostenargument. Andererseits gab es, als ich vor knapp einem Jahr zu studieren anfing, in NRW noch Studiengebühren, die man woanders vermeiden konnte, und das Auto des Herrn Sohn (bundeslandgrenzen überschreitendes Semesterticket NRW-RLP gibt's nicht) bezahlt sich auch nicht von allein. Dennoch, ich bin es, die unter Rechtfertigungsdruck steht. Es ist keinesfalls mehr selbstverständlich, zum Studium auszuziehen. Ausdruck desssen ist die Geschichte von Katja in der Zeit, die einerseits möglichst weit weg will und es andererseits nicht richtig schafft, sich darüber klar zu werden, was sie eigentlich vom Leben will – sondern auf ihre Mutter hört.

Leider (?) spielen die Universitäten mit und richten Elterntage ein. Eltern suchen die Wohnung aus, Eltern wissen mehr über die Studienfächer als ihre Kinder.

Als das Studentenwerk im vergangenen Oktober in Lüneburg ein Erstsemester-Wohnheim mit Hausmeister im Block eröffnete und dazu auch die Eltern einlud, mussten am Nachmittag Nachwuchs und Erzeuger getrennt werden, weil die Eltern die Zimmerverteilung in die Hand nehmen wollten.”,

schreibt die FAZ. Was hier entsteht finde ich gefährlich. Einerseits lassen die Eltern ihre Kinder nicht los, andererseits werden diese mittlerweile durch G8 u.ä. mit 16, 17 an die Hochschulen gejagt und können noch nicht einmal ihren Bibliotheksausweise selbst unterschreiben. Nach dem Studium haben manche einfachste “Probleme” nicht lösen müssen: wie gehe ich mit grantigen Vermietern um, wie schaffe ich es, dass in der Hausarbeits- oder Klausurenphase doch noch Essen im Kühlschrank und saubere Wäsche vorhanden ist?

Aber vielleicht sehe ich das alles auch zu streng. Vielleicht, so deutet die Nachbarin an, fehlt mir bloß das natürlich gute Verhältnis zu den Eltern.

 

Wo wir schon bei Universitäten waren: Stellen Sie sich vor, eine Regierung nimmt die Summe in die Hand, die jährlich für die Universitäten im ganzen Land aufgewendet werden und steckt diese mal eben so in eine marode Bank. Ach, das wissen Sie? Das wissen alle? Auch das Parlament, das nicht gefragt wurde? Und warum passiert dann nichts?

Der Journalist Harald Schumann hielt auf dem – schon etwas zurückliegenden – grünen Demokratiekongress einen ausführlichen Vortrag zu eben jenem Thema:

“Denn unsere politischen Institutionen und da vor allem die Parlamente sind inzwischen so verkommen, dass ihre Ohnmacht praktisch schon eingebaut ist. Nichts macht das deutlicher, als die seit drei Jahren laufende so genannte Bankenrettung, die neuerdings auch Rettung der Griechen oder der Iren heißt.”

 

Um Geld und Betrug ging es die letzten Wochen auch bei Berliner Abiturienten; eine Eventfirma hatte sie um ihr Geld gebracht und weder eine Feier ausgerichtet, noch die anschließende Urlaubsreise organisiert. In der Folge schwappten die Kommentare z.B. in der Süddeutschen wie auch in der Taz über vor Häme und Schelte für die verwöhnten Abiturientenkinder, die sich nicht mit einer Grillparty zum Abschluss zufrieden geben, sondern unbedingt einen schnike Ball haben wollen. Hier mein persönlicher Kommentar als ehemalige Abturientin, die an der Organisation beteiligt war.

 

  • Wir haben keine Firma engagiert, sondern alles selbst gemacht. Dennoch haben wir eine Unsumme aufgewandt.

  • Mit 200 Leuten plus Familie ist eine Grillparty statt Ball unklug. Im Übrigen gab es aber Zusatzfeten, bei denen Geld eingenommen wurde, um den Rest u.a. dadurch quer zu finanzieren.

  • Der Rest: Abizeitung, Mieten einer geeigneten Halle für den Ball, dort Essen, Technik, all das und viel mehr kostet. Nein, in die Schulturnhalle passte man nicht, in die Stadthalle auch nicht.

  •  

    Ich könnte das so fortsetzen. Ich weiß nicht, wie viele Abiturienten an den betreffenden Berliner Schulen ihr Abitur gemacht haben, aber wenn es noch mehr waren als an unserer ländlichen Schule, dann verstehe ich, dass man die Organisation abgibt – vor allem, wenn sich niemand aus dem Jahrgang bereiterklärt, das letzte halbe Jahr und vor den Prüfungen statt zu lernen die Organisation zu schmeißen. Natürlich gibt es bedürftigere Leute als Abiturienten und auf dem Alex Spenden zu sammeln ist nicht gerade die kreativste Lösung. Aber ich denke, es war auch nicht die einzige.

    Wenn man Abitur hat, möchte man das mit ein paar Ritualen abschließen; der Ball mit Foto gehört dazu, nicht zuletzt, weil hier endlich auch die Familie mal ungezwungen Zugang zu der Institution und vor allem den Menschen hat, mit denen sich ihr Kind viele Jahre herumgeschlagen hat.

    Man kann Kritik an Details üben, aber das, was die Feuilletons da mal wieder in den letzten Wochen betrieben haben, ist abartig.

     

    Wer etwas sein will, betreibt mittlerweile social media, oder tut zumindest so, indem er entsprechende Profile anlegt. In Frankreich hat man Nachrichtenmoderatoren nun verboten, die Wörter “twitter” und “facebook” zu benutzen, wenn die beiden Firmen nicht Nachrichtenwert mit sich bringen.

    Es gibt Leute, die regen sich darüber auf oder finden es albern – ich dagegen finde es jedenfalls nicht verkehrt. Warum sollte in Nachrichtenprogrammen Werbung für bestimmte Firmen gemacht werden, und das unentgeltlich?

     

    Last not least: Viele Menschen leiden unter Unverträglichkeiten oder Schmerzen, die niemand heilen kann. Bei manchen jedoch fragt man sich, ob sie nicht eher einmal tief in sich gehen sollten, wenn sie an den Wundersamen eines Reiki-Heilers glauben und mit ihm schlafen, nachdem er sie in einer vorherigen Sitzung ungefragt befummelte.

     

    Das Foto der Woche zeigt heute Ausnahmsweise einmal Innenansicht.

     

    Die nächsten Fundstücke kommen wie die letzten vom frühaufstehenden merdeister.

     

     
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    Kommentare
    merdeister schrieb am 26.06.2011 um 00:06
    "Natürlich stimmt das Kostenargument."

    Wäre ich zu Hause wohnen geblieben hätte das vor allem eines gekostet: Meine Nerven.
    luzieh.fair schrieb am 26.06.2011 um 00:22
    hm...

    hm...hm...

    hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm!!!
    (das letzte ist mit hysterischem Unterton und hohem Hauptton zu lesen, der beim Gedanken daran, wie es mir ergangen wäre, wenn ich jetzt noch zu Hause wohnen würde, fast automatisch entsteht...)
    goedzak schrieb am 26.06.2011 um 12:42
    Wegziehen ist auch keine verlässliche Lösung, oder? Man kann überallhin verfolgt werden. :)))

    Ich z.B. bin meiner Tochter schon buchstäblich um die halbe Welt nachgefahren...
    merdeister schrieb am 26.06.2011 um 13:10
    Bin ich froh, dass ich nicht so anhängliche Eltern habe :-p

    In meiner ersten WG, mit 19, haben mir meine Mitbewohnerinnen von jemandem erzählt, der sich mit seinen Eltern vorgestellt hatte...ich vermute der musste alleine wohnen...
    Cassandra schrieb am 26.06.2011 um 13:37
    Zustimmung, merde. Nerven. Die von mir und meinen Geschwistern.

    Zur Verfolgung: Das ist ja was anderes, ist ja nicht dauerhaft :))
    luzieh.fair schrieb am 26.06.2011 um 23:47
    hihi...in meiner zweiten Wg, da kam dann auch, als wir nen Zwischenmieter suchten, eine Erstsemester mit beiden Eltern, um sich das Zimmer anzugucken. Das gibt es wohl öfter, als man denkt:-)
    wir haben uns für wen anders entschieden...hauptsächlich wegen der Eltern, wobei ich glaube, dass diese ganz froh darüber waren.
    Als ich mir mein erstes Zimmer gesucht habe, bin ich in den Zug gestiegen, 350km weiter südlich war Endstation und dann hab ich den letzten Zug (nach Kilometerlanger Wg-Suche) zurück genommen und fühlte mich, daheim in elterlichen Gefilden, sehr erwachsen...
    Alien59 schrieb am 26.06.2011 um 08:30
    Danke für die Geschichte mit den Problemen der neuen Studentengeneration. Da muss ich - historisch - mal drüber nachdenken....

    Was den Abi-Ball angeht: ich fand die Häme auch doof. Das Argument allerdings, dass man entweder lernt oder den Abschlussball vorbereitet, könnte ich entkräften: soweit mir erinnerlich, lief das bei meiner Schule so, dass jeweils die 12. Klasse den Ball ausrichtete - war allerdings bei der Schulgröße auch nicht so riesieg.
    Cassandra schrieb am 26.06.2011 um 13:39
    Das ist ja eine gute Methode. Bei uns haben die 12er mitgeholfen - als Bedienung und bei der Bespaßung der Gäste. Aber ich glaube, ganz hätte unsere Stufe das auch nicht aus der Hand geben wollen.
    h.yuren schrieb am 26.06.2011 um 10:17
    liebe cassandra, bedankt fürs sammeln und aufbereiten der fundsachen. will nur zum ersten punkt anmerken, dass du zu recht so reagierst: "Dennoch finde ich den ganzen Vorgang ziemlich ungeheuerlich."
    ungeheuerlich finde ich, dass dieser verein der hexenverbrenner noch immer wie ein rohes ei behandelt wird und in der rückwärtsrepublik brd mitregieren darf wie zu kaiser karls zeiten. vgl. den bevorstehenden besuch des oberhauptes des demokratisch vorbildlichen vereins im "reichstag" zu berlin.
    Cassandra schrieb am 26.06.2011 um 11:43
    Der Kommentar ist vermutlich etwas zu kurz geraten. Religion und Staat ist ein Komplex, den man nicht unterschätzen darf. Weder in Deutschland gibt es da die optimale Lösung; noch in Frankreich, wo eine klare Trennung von Staat und Kirche existiert.

    Ich schau mal, ob ich es heute noch schaffe, dann werde ich etwas ausführlicher.
    GeroSteiner schrieb am 26.06.2011 um 14:04
    Schon merkwürdig. Helicopter parents? Boomerang kids? Was ist passiert?

    Zu meiner Studienzeit war es zwingend, den Platz nach folgenden Kriterien auszusuchen - es musste ein Studienort sein, der alle Möglichkeiten der beabsichtigten Studienfächer an der oder den Universitäten zuließ und der weiterhin am weitesten von zu Hause weg war und mit spärlichsten Mitteln gerade noch finanzierbar war. Hauptsache weg und Hauptsache auf eigenen Beinen. Die ganze Welt stand offen, etwas besseres als das miefige Heimatkaff war überall zu finden.

    Mein Verdacht ist ja, dass das Ganze seitens der Heranwachsenden - nennen wir sie wegen ihrer körperlichen Größe jetzt mal Enfanten - auf Bequemlichkeit und seitens der Eltern auf der Möglichkeit der Kontrolle und der Vermeidbarkeit einer einschneidenden Änderung im Zusammenleben und einer Lebensphase aller Beteiligten fußt. Entbehrungen seitens der Enfanten, und seien es auch nur die geringsten negativen Veränderungen in der Verfügbarkeit von liebgwonnenen Ressourcen sind plötzlich ein "no go".
    Nur warum?

    Die Zahl der Möglichkeiten eines weiteren Aufstiegs (finanziell oder gesellschaftlich) ist für die Enfanten in den Zeiten ausbleibenden Wachstums, des weltweiten Kampfes um Ressourcen, der Akkumulation von Reichtum bei Wenigen, dem langsamen Sterben der Mittelschicht und dem Verfall ethischer und moralischer Vorbilder, mehr als fragwürdig, ja nüchtern betrachtet eher unmöglich. Wenn jetzt aber eine weitere Verbesserung nicht mehr möglich ist, also weder logisch noch emotional, was bleibt da noch außer einer Haltung, die Bestehendes bewahrt?
    So gesehen ist das Enststehen von heli-parents und boomerang Kids nur folgerichtig.
    Ab jetzt wird also nicht mehr aufgebaut, ab jetzt wird geerbt.
    Cassandra schrieb am 26.06.2011 um 16:03
    Für mich ist dieses Verhalten auch sehr befremdlich, die Theorie ist logisch, aber ich habe immer ein wenig meine Schwierigkeiten mit der Anwendung auf einzelne Personen.

    Ich denk mir, dass noch ein Faktor nicht unterschätzt werden darf: es machen inzwischen viel mehr Leute eines Jahrgangs Abitur, als früher. Sonst haben sie eine Ausbildung in einem nahen Betrieb gemacht, da sind sie auch nicht weg gezogen. Jetzt studieren sie eben Lehramt/Maschinenbau in der nächsten Uni.
    GeroSteiner schrieb am 26.06.2011 um 16:17
    @Cassandra
    "(...) ich habe immer ein wenig meine Schwierigkeiten mit der Anwendung auf einzelne Personen."

    Ja natürlich - jede(!) Verallgemeinerung ist unzulänglich und im Einzelfall immer falsch, diese auch...
    Knüppel schrieb am 26.06.2011 um 14:23
    Ob diese (gegenseitige) Anhänglichkeit zwischen Eltern und "erwachsenen" Kindern wohl eine Frage der Generationen ist? Keine Ahnung!

    Mich zog es schon früh von zu Hause weg. Materielle Sicherheiten gab es kaum; ich habe es sogar fertig gebracht mich kurz vor meinem Auszug noch heftig mit meinen Eltern zu zerstreiten (meine "schwule Lebensweise" passte ihnen nicht ...) und lehnte dann, aus Trotz, jede finanzielle Unterstützung ab. Also musste ich während des Studiums ständig arbeiten (halbtags) und während der Semesterferien ganztags, allerdings hatte ich bereits Berufserfahrung und konnte mir Jobs weitgehend aussuchen.

    Das führte dazu, dass ich (im Gegensatz zu den meisten Kommilitionen) sehr schnell von der Untermiete in eine eigene 2-Zimmerwohnung umziehen konnte, mir Spülmaschine, Waschmaschine, Auto etc. anschaffte, in Urlaub flog usw. Klar war das alles auch eine bewusste Abnabelung von den Eltern, denen ich dann sogar auf ihre Anfrage, ob ich etwas für meine Wohnung brauchte, frech antwortete: "Nein, danke, ich bin komplett eingerichtet :-)

    Außerdem hatte ich meinen Studienplatz sehr bewußt hunderte von Kilometern vom Elternhaus entfernt ausgesucht, so dass Vater und Mutter es sich schon überlegten, ob sie mal schnell über's Wochenende auftauchen würden.

    Fazit:
    Ich bin innerhalb kürzester Zeit erwachsen geworden und wusste bald sehr genau, wie man mit Geld auskommt, wie man einkauft, um genug zu essen zu haben, wie teuer Strom und Heizung sind und dass ein Auto nicht nur Benzin, sondern auch Steuern, Versicherung und Werkstattkosten verschlingt.

    Wenn es nach meinen Eltern gegangen wäre, hätte ich mein Zimmer im Elternhaus behalten, wäre im nahen Hamburg studieren gegangen und "unselbständig" geblieben. Diese Vorstellung war für mich damals ein Alptraum. Und was passierte dann? Nun, meine jüngere Schwester (ich habe außerdem 2 Brüder) zog ebenfalls sehr früh zu Hause aus und nahm sich mit ihrem damaligen Freund eine Wohnung (in Hamburg, also noch "in der Nähe", aber doch schon selbstständig), den Freund gab sie dann auf und heiratete dessen besten Freund :-). Dann zog sie mit 2 Kindern und Ehemann in ein 100 Seelen Kaff, schaffte sich eine Menagerie (Hunde, Katzen, Pferd, Schafe, Gänse, Enten, Hühner etc.) an und veranlasste meine Eltern zu dem Ausspruch: "Unsere Kinder sind alle verrückt" :-)

    Ich bin trotzdem der Meinung, wir haben es richtig gemacht. Wir stehen "mitten im Leben", wissen uns immer zu helfen und ..., haben unser Auskommen. Achso, den Mann meines Lebens habe ich dann ja auch sehr schnell kennengelernt und ... zu zweit war das Leben sowieso viel leichter zu meistern.

    Wenn ich heute Jugendliche betrachte, die keine Notwendigkeit sehen, sich von den Eltern abzunabeln (dass die materiellen Bedingungen schwieriger geworden sind, streite ich nicht ab, allerdings ist mir auch nichts in den Schoß gefallen und ich habe als Student zwischendurch regelrechte "Scheißjobs" gemacht, aber sie finanzierten mir ein Leben, das mir den unzutreffenden Ruf einbrachte ein "Luxusstudent" zu sein, nur weil ich eine Spülmaschine hatte :-), dann habe ich Mitleid mit diesen "Muttersöhnchen und Töchtern", die wahrscheinlich nach dem Elternhaus direkt in eine Versorgungsehe umziehen werden und dort wieder "betreut" werden, bis sie die Midlife-Krise bekommen und meinen ihre (auch sexuellen) Versäumnisse nachholen zu müssen :-), was nur lächerlich wirkt.

    Mich hat der "Sprung ins kalte Wasser" stark gemacht und ich habe gelernt für mich selbst sorgen zu können, ohne darauf zu warten, dass ich betreut werde ...

    Eine Frage der Generationen? Vielleicht doch?
    Magda schrieb am 26.06.2011 um 16:13
    Das mit der Anhänglichkeit an die Eltern - ich denke nach wie vor, es hat mit den schwindenden Mitteln zu tun. Die Abi-Geschichte habe ich hier in den Medien verfolgt. Empört war ich aber mehr über diese Betrüger und nicht über die Schüler. Warum nicht organisieren lassen. Phhh.

    Danke auch für den Schumann-Link. Ich war ja vor Jahr und Tag zu einer seiner Veranstaltungen hier in Berlin. Beängstigend ist seine Diagnose der Tatenlosigkeit.

    Was ist denn das für eine Innenansicht?
    Cassandra
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