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ich hab mir immer vorgenommen
dich mal zu besuchen
da zu sitzen dich erst zu betrachten beobachten.
dann zu sagen wer ich bin
vielleicht.
ich hab mir immer vorgenommen
mit dir zu sprechen
über dies und das unser stärkstes band.
dich dabei anzulächeln
vielleicht.
wir haben uns aneinander gefreut
an unseren gesprächen ähnlichkeiten unterschieden
teetanten.
dann hab ich dich aus meinem leben entlassen
und du mich aus deinem
vielleicht.
vielleicht war es auch anders
kann mich nicht richtig erinnern
verschwommen ziehen sie vorbei
vergangene emails wutanfälle heulkrämpfe.
du weißt warum
vielleicht.
seit langem
liegt in meinem mailaccount ein entwurf.
nun ohne adressatin
vielleicht?
vielleicht.
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<3
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oby tak było.
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Sehr berührend und traurig. Danke für das Gedicht.
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:-(
<3 berührttraurigstill. sarah |
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Liebe Cassandra,
eine sehr schöne Form des Abschieds. Danke fürs Gedicht! Es ist das Ende der Beziehung allenfalls von unserer Seite aus. Sie kann uns immer wieder noch erreichen durch das, was sie uns in Blogs, Kommentaren, in privaten Nachrichten, E-Mails, Chats an Geistreichem, Witzigem, Provokantem zu bedenken gegeben oder entgegengeschleudert hat. Wir erreichen sie nicht mehr mit unserer Zustimmung und unserem Widerspruch, mit unserer Freude oder Verärgerung, mit unserem Dank und unserer Anerkennung, auch nicht mit dem Bedauern über unsere Versäumnisse, mit dem, was wir uns immer noch vorgenommen hatten. vielleicht? vielleicht. Da du "für Christa" als Widmung wählst, liebe Cassi, dein Blog aber betitelst mit: Gedicht der Monatswende - Mai/Juni, heißt das, du möchtest ihren begonnenen und unterbrochenen Brauch fortsetzen, jeweils ein Blog zum "Gedicht des Monats" zu machen? Das wäre schön und würde sie gewiss besonders freuen. Lieben Gruß Heinrich |
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Lieber Heinrich,
ja, das hatte ich im Sinn. Sie wird allenfalls enttäuscht sein, weil ich es nicht wie sie schaffe, meine Blogs in die Meistkommentierten zu treiben :) 05.06.2011, 7. Sonntag der Osterzeit. Joh 17, 1-11a daraus: 9 Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören dir. M. |
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Danke für dieses Gedicht, und danke für die Mitteilung.
IDA |
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... eine schöne Annäherung:
"...da zu sitzen dich erst zu betrachten beobachten. dann zu sagen wer ich bin..." Vielen Dank für das Gedicht, zartfühlende cassandra! |
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Johann Christian Günther
Als er der Phillis einen Ring mit einem Totenkopf überreichte Erschrick nicht vor dem Liebeszeichen, Es träget unser künftig Bild, Vor dem nur die allein erbleichen, Bei welchen die Vernunft nichts gilt. Wie schickt sich aber Eis und Flammen? Wie reimt sich Lieb' und Tod zusammen? Es schickt und reimt sich gar zu schön, Denn beide sind von gleicher Stärke Und spielen ihre Wunderwerke Mit allen, die auf Erden gehn. Ich gebe dir dies Pfand zur Lehre: Das Gold bedeutet feste Treu', Der Ring, daß uns die Zeit verehre, Die Täubchen, wie vergnügt man sei; Der Kopf erinnert dich des Lebens, Im Grab ist aller Wunsch vergebens, Drum lieb und lebe, weil man kann, Wer weiß, wie bald wir wandern müssen! Das Leben steckt im treuen Küssen, Ach, fang den Augenblick noch an! |
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Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau (1616-1679)
Vergänglichkeit der Schönheit Es wird der bleiche Tod mit seiner kalten Hand Dir endlich mit der Zeit um deine Brüste streichen, Der liebliche Korall der Lippen wird verbleichen; Der Schultern warmer Schnee wird werden kalter Sand, Der Augen süßer Blitz, die Kräfte deiner Hand, Für welchen solches fällt, die werden zeitlich weichen, Das Haar, das itzund kann des Goldes Glanz erreichen, Tilget endlich Tag und Jahr als ein gemeines Band. Der wohlgesetzte Fuß, die lieblichen Gebärden, Die werden teils zu Staub, teils nichts und nichtig werden, Denn opfert keiner mehr der Gottheit deiner Pracht. Dies und noch mehr als dies muss endlich untergehen, Dein Herze kann allein zu aller Zeit bestehen, Dieweil es die Natur aus Diamant gemacht. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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