Cassandra

findelfantasie

14.11.2009 | 01:20

Musikalische Europareise

 

                           Wenn es Grenzen gibt, dann ...

Quelle: wikimedia


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Evgeni Pluschenkos russische Seele tanzt in den USA auf Hava Nagila, was aus dem Hebräischen übersetzt soviel bedeut wie: "Lasst uns glücklich sein."


...glücklich tanzt und singt da auch der Rebbe, ob nun in in den Niederlanden...



...in einer israelisch/französisch/belgisch/niederländisch/rumänischen Film-Produktion...


 

 

...oder in Ungarn.



Da wird in ein und dem selben Land Klezmer nahtlos von ruhig dahinfließender ungarischer...



...Folklore abgelöst...



...und führt gar zu einem weiteren ungarischen Stück! - Jedoch: Das eines italienischen Komponisten, gespielt von einem Lübecker Wunderkind mit iranischen Wurzeln  auf ihrer italienischen Geige zusammen mit... 



...einem weiteren Lübecker, dessen Klänge manchmal eher entfernt an die Türkei erinnern, wenn er sie auch, begleitet von seiner Band, auf  einer französischen Geige erklingen lässt.



Französisch ist  manchmal auch das Fernweh, nach Ozean und Spanien...



...oder die Sehnsucht, nach der Reise von Brasilien bis in die Ukraine endlich anzukommen, sein eigenes Leben leben zu können. Anerkennung für individuelle Talente zu erlangen, wo man auch ist.



Wie einst auch die europäischen Auswanderer nach Amerika.  Das Land und seine Bewohner vergaßen Europa aber keineswegs. Manche von ihnen suchen und spielen sogar mit größter Freude beinahe vergessene schottische Weisen.  


__________________________________________________________

Quelle: wikimedia

                          ...zerfließen sie spätestens in der Musik.

 
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Kommentare
merdeister schrieb am 14.11.2009 um 12:49
Schön.
Cassandra schrieb am 14.11.2009 um 13:17
:)
Streifzug schrieb am 14.11.2009 um 13:30
Eine schöne Reise durch Europa. Es gibt ja wirklich noch handgemachte Musik.

Mach es doch noch als virtuellen Rundflug in Google Maps.
poor on ruhr schrieb am 14.11.2009 um 14:30
Liebe Cassandra,

sehr schön. Ich habe sie mir alle angehört. Wirklich tolle Melodien, Lieder und Tänze. Alle Achtung auch vor Deiner qualifizierten Auswahl. Mich haben am meisten die Videos berührt, wo zu der sehr schönen Musik getanzt wurde.
Vielen Dank!

Herzliche Grüße

por
poor on ruhr schrieb am 14.11.2009 um 15:32
....oder kürzer:

Ein ganz bezaubernder Blog!
Cassandra schrieb am 14.11.2009 um 20:43
Ach danke, por.
Ich bin auch ganz bezaubert, nämlich davon, dass du tatsächlich alle Videos angehört hast! Ich kann mir nämlich eigentlich gut vorstellen, dass es zu viel werden könnte, sie auf einmal zu sehen, ganz davon abgesehen, dass sie gewiss nicht unbedingt den allgemeinen Geschmack treffen. (Umso mehr freut es mich natürlich, wenn sie dir gefallen!)

Dennoch wollte ich keines weglassen, du hast recht, sie sind ausschließlich nach persönlichen Kriterien handverlesen...

Liebe Grüße nach Essen!

Cassandra
poor on ruhr schrieb am 14.11.2009 um 22:12
Liebe Cassandra,

vielen Dank für die nette Antwort. Ich bin musikalisch leider gar nicht bewandert, aber auch mein Laienohr hat da ohne Mühe unheimlich viel und gute Qualität raushören können. Eine Musik die auch zum Träumen verführt. Bei meiner Art des assoziativen Denkens kamen mir wehmütig unter anderem auch versunkene jüdische Lebenswelten hoch. Ich finde das so schön , wenn das wieder entdeckt und mit neuem Leben erfüllt wird. Auch wenn jeder Eisbär am Nordpol oder jeder Pandabär in China wahrscheinlich viel musikalischer als ich ist, habe ich doch volle Hochachtung und Respekt für Menschen die sich in dieser schwierigen Materie der Musik auskennen und dann die Schätze Ihrer Erkenntnis sogar noch an andere Menschen weitergeben. Kultur hat so viele Gesichter und Du hast mir heute eines davon gezeigt. Vielen Dank dafür.

Herzliche Grüße

auch zu Dir

por
Cassandra schrieb am 14.11.2009 um 22:21
Lieber por,

ersteinmal dies hier. Gleich kommt noch ein weiterer Kommentar.

Lisa Fishman - Dona, Dona

poor on ruhr schrieb am 14.11.2009 um 22:39
Liebe Cassandra,

vielen Dank wirklich toll. Ein sehr intensiver musikalischer Ausdruck, den meine Ohren da vernehmen durften.

Herzliche Grüße

por
Cassandra schrieb am 14.11.2009 um 22:46
Der jiddische Text:

Dos kelbl

Oyfn furl ligt dos kelbl,

Ligt gebundn mit a shtrik.

Hoykh in himl flit dos shvelbl,

Freyt zikh, dreyt zikh hin un tsrik.

Refreyn:

Lakht der vint in korn,

Lakht un lakht un lakht,

Lakht er op a tog a gantsn

Mit a halber nakht.

Dona, dona, dona, ...

Shrayt dos kelbl, zogt der poyer:

Ver zhe heyst dikh zayn a kalb?

Volst gekent dokh zayn a foygl,

Volst gekent dokh zayn a shvalb.

Refreyn:

Bidne kelber tut men bindn

Un men shlept zey un men shekht,

Ver s'hot fligl, flit aroyftsu,

Iz bay keynem nit keyn knekht


Dona (eigentlich donaj) kommt von Adonaj .

Ich finde, man kann es ganz gut verstehen, aber hier ist auch noch die deutsche Übersetzung zu finden.

Ein sehr trauriges Stück, ich habe es deshalb oben mit Absicht ersteinmal herausgelassen.

Es gibt verschiedene Versionen um die Autorschaft, ich habe sowohl gehört, dass es bereits vor WK II entstanden ist, die am weitesten verbreitete Variante ist aber die, dass es im Warschauer Ghetto entstand und somit den eigenen Leuten vorwarf, dass sie sich nicht gegen den NSmus zur Wehr setzten.

_________________________________________________

Musikalisch bewandert, ach was! Darum geht es meiner Meinung nicht, sondern darum, dass man seine Gefühle wiederfindet bzw. auslebt. Jeder Mensch ist musikalisch, wenn er will...
poor on ruhr schrieb am 14.11.2009 um 22:56
Liebe Cassandra,

vielen Dank für den Text mit der Übersetzung.
Wirklich ein trauriges Stück, dass das und vor allem mein Herz berührt.
Ich denke auch an Jan, den Knecht im Haus, in dem die stählernen Rösser mit Gummischuhen und gläsernen Brillen umhertraben. Jetzt ist er froh, dass er diesen Job hat, aber auch Jan sollte sich vor dieser Seligkeit des Knechtes hüten, weil es doch wirklich viel schöner ist zu fliegen und die Welt mit einem breiten Blick von oben anzusehen, obwohl dieser Jan in seiner Garage keineswegs so vermessen ist seine verhältnismässig kleinen Probleme mit dem unendlich langen Leiden des jüdischen Volkes zu vergleichen.
Leider macht das Internet-Cafe gleich zu, aber ich bedanke mich dafür, dass Du heute abend meinen Horizont erweitert hast.

Herzliche Grüße

por
poor on ruhr schrieb am 14.11.2009 um 22:58
Liebe Cassandra,

und danke auch für das Leviten lesen mit der Musikalität. Ich ziehe mich da gerne in mein Schneckenhaus zurück, aber Du lässt das nicht gelten.
Das ist so lieb.

Herzliche Grüße

por
Cassandra schrieb am 15.11.2009 um 01:41
"Leviten lesen mit der Musik" - Genial.

Wenn es nicht solch ein tolles Wortspiel wäre, würde ich sagen: Das war lediglich eine nüchterne Meinung meinerseits, dass du dir selbst wesentlich mehr zutrauen kannst, weil du es nun wirklich nicht nötig hast, dich irgendwo zu verstecken oder klein zu machen.

Man kann eben nicht immer fliegen. Zwischendurch gibt es Pausen, da sitzt man im Nest und brütet. Aber auch diese Phase lohnt sich, mag sie auch noch so unbefriedigend erscheinen. Irgendwann wird etwas neues schlüpfen...

Jan macht das schon richtig, denke ich. Er vergräbt sich nicht in seinem Selbstmitleid, aber er hat sich auch noch nicht abgefunden mit den stählernen Rössern. Das macht doch Hoffnung.
poor on ruhr schrieb am 15.11.2009 um 17:30
Liebe Cassandra,

vielen Dank für den netten Kommentar.
Ich habe mich sehr darüber gefreut.

Herzliche Grüße

por
outnumber schrieb am 06.12.2009 um 18:20
Hallo Cassandra,

das Lied (donaj) ist sehr traurig
:-((

danke für diesen schönen blog!
Deaktivierter Nutzer schrieb am 14.11.2009 um 21:02
Hallo, Cassandra, das hier stammt aus der Mottenkiste des DDR-Pop, hat mit der Europareise und den Stilistiken hier nicht viel zu tun, aber da Du doch auch ein Herbstkind bist und weil wir gerade November haben...

Cassandra schrieb am 15.11.2009 um 00:20
Gehört doch auch zu Europa.

Ich war ein bisschen neugierig, die Folge ist, dass ich dies hier fand - und mich ein wenig durch die Lyriks gelesen habe.


Herbstwind

Puhdys/Kowarski

vogelzüge ziehn sie fliehn
vor dem eis ins ew´ge grün
züge ziehn züge ziehn

warum bleib ich hier
spür ich nicht manchmal auch die gier
und bleib hier bleib bei dir

fremde sonne brennt aufs hemd
während sie das herz nie fänd
und bleibt fremd und bleibt fremd

sehnsucht treibt uns weit
nach dem unbekannten glück
und zurück und zurück


und dies:


Blues von der Flüchtigkeit der Zeit

Wolfgang Klawonn

Welke, welke Blätter treibt der kalte Wind.
Tage, Tage werden kürzer bis sie kaum noch Tage sind.
Still geht der Nebel durch Felder,
wechselnd Blumen, Gras und Wälder
Rauch steigt aus den Gärten auf.

Bin traurig,
graue Wolken hinter meiner Stirn.
Frage nach der Zeit,
wo ist sie hin,
wohin ?
Die Uhr zählt leide Sekunden
das Schöne währt kurze Stunden.
Schnell ist es Vergangenheit.

Gehend nimmt jeder Tag ein Stück vom Leben mit.
Eilig, hast die Zeit, behende ist der Schritt.
Halt sie fest mit Geist und Händen,
nicht einen Tag darfst du verschwenden,
keine Stunde kommt zurück.


Leider habe ich weder für das eine noch für das andere Videos auftun können...
luggi schrieb am 15.11.2009 um 00:48
Liebe Cassandra,
deinen Blogeintrag habe ich gesehen, bevor es die Kommentare gab. Er hat mir sehr gefallen, weil er die Möglichkeiten moderner Kommunikation nutzte, um auf "einfache und moderne" Weise Inhalte zu transportieren.
Eine kleine Anfügung hätte ich noch. Ein ganz kleines, untergegangenes Land fehlt, und da fällt mir ein, Lin Jaldati, Eberhard Rebling und Kinder.

Für bedeutsame Lyrics "from the gdr" hätte ich noch einen Link.

www.lift-rockballaden.de/texte.htm

Texte sind das eine; aber Henry Pacholski und Gerhard Zachar waren das Leben dieser Texte.
luggi
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Cassandra schrieb am 15.11.2009 um 01:14
Lieber luggi,

meinst du meine Kommentare zwischen den Videos?

Lind Jaldati & Familie kannte ich noch nicht, danke für den Hinweis! Gerade auf Anhieb habe nichts gefunden, was ich hier einstellen könnte, also werde ich mich mal auf die altmodische Art und Weise auf die Suche begeben - meinen Bekanntenkreis wird's freuen...

Ich habe gerade gesehen, dass sie all diese Sachen wie "'s brent" als auch "Sag nie, du gehst den letzten Weg" vertont hat. Bisher war jede Version, die ich gehört habe anders. Es lebt einfach von den Menschen.
Es wird das selbe mit den DDR-Liedern sein. Die Zeit habe ich leider noch nicht mitbekommen, deswegen freu ich mich immer, wenn mir jemand einen Tipp gibt. Also danke vielmals!

Cassandra
luggi schrieb am 15.11.2009 um 01:45
Ach neh, ganz allgemein mit den Kommentaren, also, als unter dem Blogeintrag alles so, ich sag mal virgin war, so in Richtung "tabula rasa", da habe ich das schon gelesen und gehört.

Ich bin jetzt nun mal kein Fan von allen Kunstrichtungen, aber so ein kleines, etwas von a bisserl a Querschnittswissen, ist doch irgendwie OK. Aus dieser Sicht auch der Hinweis auf Jaldati/Rebling.
luggi
Cassandra schrieb am 15.11.2009 um 00:59
Noch eins meiner Schätzchen.

luggi schrieb am 15.11.2009 um 01:12
offtopic,
aber das "Ding" ist; man muss es mal gehört haben.
Cassandra schrieb am 15.11.2009 um 01:23
Schön.
weinsztein schrieb am 15.11.2009 um 01:43
Was mache ich bloß falsch? Wenn ich die links anklicke, passiert gar nichts. Muss ich irgendwelche einstellungen auf meinem pc ändern?
luggi schrieb am 15.11.2009 um 01:59
Hallo weinsztein,
das hat mit dem PC weniger zu tun. Der Browser muss das Format "handlen" können. Es ist jetzt schwierig direkt Hilfe zu geben, aber mal als vielleicht einfacher Weg, den Firefox installieren oder beim Internet Explorer die Add-ons dementsprechend einrichten.

luggi
I.D.A. Liszt schrieb am 16.11.2009 um 15:46
Liebe Cassandra,

heute kome ich erst dazu, Dir zu sage, was für einen schönen Beitrag Du hiermit erstellst hast, weil ich erst heute bis zum letzten Stück ("Pibroch" von R. Barton Pine)vorgedrungen bin.

Super!
Und vielen Dank für die tolle Musik.

Herzlichst,
I.D.A Liszt
Cassandra schrieb am 17.11.2009 um 01:53
Ach, noch jemandem, dem es gefallen hat. Toll... :)

R. Barton Pine ist übrigens eine interessante Person. Mit 3 1/2 hat sie aus eigenem Drang heraus Geige spielen wollen. Heute fabriziert sie Musik, die ich zur Hälfte mag und zur anderen Hälfte nicht. Kann mich mit ihren Heavy Metal-Phantasien nicht anfreunden. Aber dass sie überhaupt existent sind..! Nicht gerade üblich in der Branche, würde ich mal behaupten.
Cassandra
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