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Während die Medienlandschaft über WikiLeaks' innere Querelen berichtet (und zuweilen spekuliert), kommt in der Diskussion immer wieder die Frage auf, wer im Endeffekt die Entscheidungen trifft. Wie geht eine Organisation wie die Wau-Holland-Stiftung mit dieser Frage um, wenn sie die Spendengelder an die Whistleblower-Plattform ausgeben soll?
Frage: Wie hoch ist der momentane Spendenstand?
Hendrik Fulda (für den Vorstand der Wau-Holland-Stiftung): Gut 715.000 Euro.
Wie viele Anteile dieser Gelder verbraucht WikiLeaks tatsächlich?
Die WHS hat bisher knapp 54.000 Euro ausgezahlt, im Wesentlichen für
Reisekosten, Hardware und Kommunikation.
Wer innerhalb von WikiLeaks darf die Gelder beantragen?
Die, die von WikiLeaks dazu bevollmächtigt werden. Dies war in der
Vergangenheit u.a. Daniel Domscheit-Berg. Im Zweifel stimmen wir die
Freigabe von Rechnungen/Anträgen mit Julian Assange ab.
Hat sich mit dem Weggang von Daniel Domscheit-Berg etwas an der Verfahrensweise der Wau-Holland-Stiftung zur Ausgabe der Gelder geändert?
Grundsätzlich gesehen? Nein. Ausgaben, die in der Vergangenheit über
Daniel gegangen sind, werden jetzt über jemand anderen gehen müssen.
Weiß die Wau-Holland-Stiftung wer und wie viele Personen bei WikiLeaks die Entscheidungen treffen und ist dies für die Ausgabe der Gelder überhaupt von Bedeutung?
Das ist für die Ausgabe der Gelder nicht von Bedeutung, solange klar
ersichtlich ist, dass die Gelder für das WikiLeaks-Projekt verwendet
werden.
Bekommen die Vollzeit-Mitarbeiter mittlerweile ein Gehalt?
Nein. Nach unserem Verständnis ist die Diskussion zu diesem Thema
innerhalb von WikiLeaks aber fast abgeschlossen.
Würde Daniel Domscheit-Berg zu diesem Zeitpunkt Gelder für seine Auslagen bei WikiLeaks beantragen, bekäme er diese dann noch gewährt?
Die Auslagen von Daniel Domscheit-Berg für das WikiLeaks Projekt bis
zu seinem Rücktritt werden natürlich erstattet.
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Gut das Herr Domscheit nun sein Geld bekommt.
Wann bekommen FC Blogger ein Gehalt? Aber nu mal ehrlich, das ist ja noch nicht einmal 1 % so schlimm wie bei der CDU, FDP oder den selbst ernannten Altruisten der Hilfs - und Menschenrechts Organisationen. |
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Sicher hast du recht, dass bei Hilfsorganisationen stark etwas im Argen liegt. Bspw. werden Schüler und Studenten dazu ausgebildet andere Schüler und Studenten systematisch tot zu reden und in der Folge abzuzocken. Dafür kassieren sie dann eine saftige Prämie, die einem hohen Anteil des gespendeten Betrags entspricht.
Es ging mir aber eher weniger um die Verwendung, die nicht dem Projekt selbst zu Gute kommt, sondern darum, wer entscheiden darf, wo die Gelder hinfließen. |
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schrieb am
30.09.2010 um 19:00
Liebe Cassandra, das hatte hier schon mal ein Lohnschreiber beim Freitag versucht herauszufinden und hat sich auch nicht zu einer Antwort durchgeschrieben. Nur eine Frage aufgestellen und dann unbeantwortet lassen macht alles nur fragwürdiger. Im übrigen ist die Finanzierung von Wikileaks via Flattr. längst sichergestellt.
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Komisch das dieser Beitrag nun auch noch in der "Aussenpolitik" erscheint. Ja, in Berlin dauert es immer etwas aber das wurde vo Ewigkeiten schon längst besser thematisiert:
owni.fr/2010/09/13/les-dix-theses-de-wikileaks/ |
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Ich versteh deinen Punkt nicht. Auf die zehn Thesen bin ich an anderer Stelle eingegangen. Hier ging es nur um Gelder. Ich finde den Punkt nicht unwichtig, wie oben bereits erwähnt. Gelder halten eine Organisation am Leben, es ist nunmal so.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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