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Seit diesem Wochenende füllt Roland Emmerich wieder die Kinosäle mit Vernichtung. Was ein häßlicher Mann aus Braunau am Inn mit seinen Kumpels vor siebzig Jahren in der Realität nicht vollenden konnte, tut er immer wieder und wieder auf der Leinwand: Er läßt die Welt untergehen. Alle Jahre wieder. Die Ursachen sind verschieden. Diesmal ist es der Maya-Kalender, der 2012 zu Ende geht, weshalb die Welt dann auch das Gleiche tut. Seltsam nur, daß andere Kalender jedes Jahr am 31.12. zu Ende gehen und die Welt trotzdem noch steht. Naja, das Kalenderende ist für mich, seit ich meine Termine elektronisch verwalte, auch kein Untergang mehr.
Was diese teutonische Zerstörungswut verursacht, die der Stuttgarter Emmerich mit schwäbischer Gründlichkeit in Szene setzt, will ich lieber nicht wissen. Mein Vater sagt immer, wer nicht durch Positives auffallen kann, fällt eben dadurch auf, daß er etwas kaputtmacht.
Ich werde 2012 nicht sehen. Ich brauche mein Gehirn noch.
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"(...) Ich werde 2012 nicht sehen ..." Ich auch nicht, jedenfalls nicht so bald (vielleicht wenn er in 2-3 Jahren im Fernsehen läuft). Filme, die fast nur aus Special-Effects (und dann auch noch digital erstellt) bestehen, langweilen mich schnell.
Ich habe neulich das "Making Of" auf "Arte" gesehen. Angeblich will Emmerisch nie wieder einen Katastrophenfilm drehen ... ha, ha, ha! Diesmal hat die Film-Company bereits etwa 1/2 Milliarde Dollar locker gemacht. Nächstes Mal wird's, im übersteigerten Größenwahn, dann wohl 1 Milliarde sein. Und weil die halbe Emmerich-Familie mitverdient (seine Schwester ist Produzentin von "2012"), wird er sich wohl wieder überreden lassen. Sei's drum, ich habe besseres zu tun. Außerdem ... ich mag intelligente Handlungen, von guten Schauspielern glaubhaft vermittelt und von einer unaufdringlichen Regie gut in Szene gesetzt. SP |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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