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Meine Krankenkasse und auch die anderen BKKen und noch mehr andere gesetzliche Kassen finanzieren den unwissenschaftlichen, längst widerlegten Schwachsinn namens Homöopathie aus den normalen Beiträgen, nicht als extrabeitragspflichtige Zusatzleistung. Damit bezahle ich pseudomedizinische Esoterik mit nachgewiesener Unwirksamkeit. Aber darüber habe ich mich ja bereits genug aufgeregt.
Jetzt hat mir einer vorgegriffen und eine Petition eingereicht:
Text der Petition
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Homöopathie aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen wird.
Die Streichung soll so lange fortbestehen, bis eine Wirksamkeit dieser pseudowissenschaftlichen Methode nachgewiesen wird.
Begründung
Es gibt bisher keine nachgewiesene Wirkung von homöopathischen Medikamenten; es gibt keinen medizinischen Nutzen.
Durch eine bevorzugte Erstbehandlung mit homöopathischen Mitteln kommt es zu Krankheitsverläufen, die anschließend mit einem erhöhten Aufwand an wissenschaftlicher Medizinversorgung ausgeglichen werden müssen.
Die Kostenübernahme verursacht überflüssige Ausgaben, die gespart werden können.
Sämtliche Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen haben ein Anrecht, dass die gezahlten Beiträge effizient und wirkungsvoll eingesetzt werden. Die Kostenübernahme spiegelt dagegen eine von den Krankenkassen anerkannte medizinische Wirksamkeit vor, da sie diese auch bezahlen. Dies wurde bisher aber noch nie nachgewiesen.
Die Homöopathie ist in vielen Ländern - u.a. aufgrund aufgeführter Begründungen - aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen worden.
Mitzeichnen (nach Anmeldung)
Ich erwarte ja auch nicht, daß mir ein Gesundheitsapostel meine Kippen bezahlt.
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Das ist merkwürdig, denn ich habe noch nie ein hoöopathisches Mittel von der Krankenkasse erstattet bekommen.
Wenn ich Kügelchen haben möchte, gehe ich in die Apotheke und hole mir ein Fläschen, kostet 6-7 Euro, zum Beispiel Arnika zur Wundheilung. Hab ich nach dem Zahnarztbesuch genommen, und es wirkte sich jedenfalls nicht negativ aus...; ) Vor 10 Jahren etwa habe ich mal eine homöopathische Anamnese bei einer Allgemeinärztin machen lassen, die auch auf Naturheilverfahren spezialisiert war. Die Sitzung habe ich aus eigener Tasche bar bezahlt und auch das Mittel, das sie mir dann empfohlen hat. Falls das nur eine plazebotische Wirkung war, wars auf jeden Fall effektiv. Naja, womöglich bin ich bei der "falschen" Krankenkasse versichert, also wie gesagt, bei mir wurden die Kosten nicht übernommen, ich habe das allerdings auch nicht beantragt gehabt. |
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Du bist in der falschen Krankenkasse, geh´ zur SECURVITA
(www.securvita.de), die übernehmen Kügelchen und andere Naturheilmittel, sind sozusagen darauf spezialisiert. Und sie erhöhen NICHT die Beiträge, d. h. sie ist auch sehr günstig. |
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danke dir für den tipp! : )
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@catweazle
Bin im Prinzip Deiner Meinung. Mittelchen, die nur als Placebo "wirken" (können) sollten nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Allerdings war zu lesen, dass die Ausgaben der Krankenkassen für homöopathische Mittel minimal sind. Und auf der anderen Seite werden damit gutverdienende Leute in den gesetzlichen Kassen gehalten, die so eine Extrawurst haben wollen. Soll heißen: So lange das System ist, wie es ist und es auch private Krankenkassen gibt, kommt es der Allgemeinheit wohl billiger, die bunten Pillen weiter zu finanzieren. |
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Ich verstehe die Diskussion nicht.
Wer heilt hat recht. Weshalb und wodurch jemand gesund wird, ist sekundär. Ist der Mensch gesund, kann er das Bruttosozialprodukt steigern, ist er krank, dann nicht. Ob jemand nun durch Allopathie (Viel hilft viel!) oder Homöopathie (Nix schad auch nix!) gesundet, oder ob ein Medizinmann Knochen wirft (Hoppla!) oder im Kaffeesatz liest (Was sehe ich denn da?), oder ob wir uns die Gesundung nur einbilden (Placebo: Verum, Verum Löffelstiel!) ist im Ergebnis das gleiche, wenn es denn hilft. Wenn die Gesundheit den zu erhaltenden Wert für die Gemeinschaft darstellt (ist das etwa strittig?), dann ist der Weg dahin egal, solange der Preis dafür vergleichbar ist, und die Gemeinschaft einen vergleichbaren Gegenwert dafür bekommt. Es hapert wieder mal an der Messmethodik. Für die Allopathie hat man die klinische Studie, die Doppelblindstudie und andere referenzielle Studien, die häufig von der Pharmaindustrie gesponsort werden, was natürlich keinerlei Einfluss auf das Ergebnis hat, wie man an den Skandalen leicht erkennen kann: Contergan, Lipobay, Trasilol, ... Weil es um viel Geld geht (bei sogenannten "Blockbustern" wie Ciprofloxacin-haltigen Antibiotika werden Umsätze von 1 Milliarde Euro pro Jahr erzielt) und weil man durch die Methodik der Studien die besseren Argumente hat, wird die übrige Heilkunst an die Wand gedrückt und nicht mehr finanziert. Dieselbe Diskussion gab es mal um Akupunktur, um Akupressur, um chinesische Medizin. Ich fände es ehrlicher, wenn man sagt, dass das Geld besser an die Pharmariesen fließen soll, weil die die besseren Werbegeschenke haben, als zu versuchen, mit unpassenden Methoden die Konkurrenz der homöopathischen Medikamente, der Naturheilmitteln und der chinesischen Medizin aus dem Markt zu drücken. |
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"Ich verstehe die Diskussion nicht. Wer heilt hat recht."
Genau das sollte der Maßstab sein und sonst nichts. das ist mal wieder eine typische Sommerlochdiskussion. Wie -derDonnerstag- schon sagte, "dass die Ausgaben der Krankenkassen für homöopathische Mittel minimal sind", zeigt ja den Unsinn dieser Diskussion. Ich persönlich bin übrigens kein Fan der Homöopathie, obwohl ich in einer Krankenkasse bin (siehe oben) die zusätzlich zur schulmedizinischen Grundversorgung die Naturheilkunde mit im Programm hat (und zwar sehr umfangreich) und dabei noch preiswerter als die meisten Kassen ist. Tai Chi oder Yoga ist aber anerkannterweise sehr hilfreich, warum sollte also eine Kasse das nicht übernehmen, wenn es hilft vor allem Folgekosten zu mindern? Wichtiger als der Nachweis der rein schulmedizinischen Wirksamkeit sollte die Messung des Erfolges sein und wenn da meine Voodooheilerin nachweislich mich von XY heilt, dann soll sie auch das Rezept abrechenen können! |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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