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Die Bahnfahrer-Vereinigung Pro Bahn mag, was die Vertretung der Kundeninteressen betrifft, durchaus qualifiziert sein. Doch die Äußerungen zu dem jetzt auf der Schiene zu Tode gekommenen Torwart Robert Enke zeigen, daß die dort Verantwortlichen nicht fähig sind, sich auch nur ansatzweise zu informieren.
Es sei verantwortungslos dem Lokführer und den anderen Fahrgästen gegenüber. Soso. Natürlich ist das auch für diese nicht ungefährlich, und die Lokführer leiden durchaus nicht unerheblich unter solchen Ereignissen. Doch jemand, der sich wegen schwerer Depressionen zu suizidieren trachtet, ist gar nicht im Stande, Verantwortung für andere, nicht einmal für sich selbst, zu übernehmen. Depression ist eine schwerwiegende psychische Krankheit, die man nicht mit Argumenten wegbekommt. Die Depression und der Wunsch zu sterben ist stärker als alle Vernunft und absolut zwingend. Deshalb gibt es auch zB das PsychKG (psychisch Kranken-Gesetz), was den zeitweisen Entzug von Freiheit (unter Auflagen) vorsieht. Geschlossene Türen, um den Kranken vor sich selbst zu schützen, bis die Behandlung anschlägt.
Den toten Tormann trifft keine Schuld. Er hätte es anders lieber gehabt.
Ich weiß das.
Ich bin selbst ein Überlebender.
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das ist schön.... so konntest Du diese deftige Antwort schreiben :-))
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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