Aufgrund der Tatsache, dass allgemein vermutet wird es werden zu viele Lebensmittel in den Müll geworfen und nicht zur Sättigung im Magen der Menschen landen, wird nun offenbar darüber diskutiert, das Mindesthaltbarkeitsdatum auf den jeweiligen Verpackungen der Ware nicht mehr abzudrucken.
Etwa hier:
www.zeit.de/wissen/gesundheit/2011-10/kommentar-debatte-mindesthaltbarkeitsdatum
www.zeit.de/wissen/gesundheit/2011-10/debatte-mindesthaltbarkeitsdatum
Abschaffung des Mindesthaltbarkeitsdatums ?
Als nötigen Ersatz und Hinweis auf die Frische der Ware möge man vielleicht das Datum der Verpackungstages des Inhaltes aufdrucken. Wer aber wollte denn dann für jeden Artikel wissen, wie lange der in dieser Verpackung haltbar ist?
Bei dieser Strategie entsteht ein erhebliches Problem im Umgang mit der Gewährleistung der Händler für den Kunden auf ein frisches Produkt. Es ist kaum vorstellbar, dass es ohne MHD - also eine vom Hersteller für sein Produkt ermitteltes Verfallsdatum funktioniert. Das Wissen darüber dem Kunden aufzuhalsen, ist dann noch viel mehr verwirrend und verunsichernd, als bei dem Problem der Wegwerfquote vielleicht ein Feintuning an der Handhabung zu versuchen. Hier böte sich Aufklärung über die generelle Grundstrategie der ermittlung des Mindesthaltbarkeitsdatums an - wie es derzeit eh schon versucht wird. Diese versuche sollten dem Kunden mehr vertrauen in seine eigene Urteilskraft über den Zustand der Ware in der Verpackung geben. Auch wenn man es nicht grundsätzlich an Farbe und Beschaffenheit durch die Verpackung erkennen kann, ob eine Ware noch "frisch" ist - die Verpackung zu öffnen und diese mit seinen Sinnen (Geruch und Geschmack) zu untersuchen wird die Frage immer aufklären können. Im Handel selbst sollten nach dem Mindesthalbarkeitsdatum abgelaufene Waren aussortiert werden. Niemand sollte gezwungen werden, eben diese zu kaufen. Und das Erkennen dieses Zeitpunktes muß weiterhin gewährleistet sein.
Dieser sonderbare Vorstoß einer Problemlösung ist absurd. Ich habe auch noch keinen Vorschlag erkennen können, wie es in Zukunft besser und handhabbar für alle Beteiligten funktionieren kann.
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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