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Politisch rechts bin ich, wenn ich zum Beispiel Ausländerfeindlich und Nationalistisch bin. Links hingegen immer dann, wenn von sozialer Gerechtigkeit und vielleicht gar Kommunismus geredet wird und als politisches Ziel gilt. In der Mitte finden sich außer den Liberalen gar nur Gruppierungen mit religiösen Bezug - etwa mit dem Wörtchen "christlich" als erste Richtungsgebenden Hinweis im Namen. Was es mit den neuerdings in den pilitischen Wirkungsstädten befindlichen "Piraten" auf sich hat, muß wohl erst noch erkannt werden oder sich herausstellen. Derzeit aber sind sie ... so scheints mir, liberaler als die gelben, da sie sich kaum noch mit Parteiprogrammen und den allseits bekannten Versprechungen aufhalten. Das die Piraten eine Alternative zu den etablierten Parteien sein sollen, muß sich irgendwie unbewusst herumgesprochen haben. In die derzeit noch simple Hemisphärenlogik der politischen Richtungen kann man sie jedenfalls nicht orten.
Nachdem ich nun jahrelang mit diesem System der politischen Richtungen konfrontiert war und ersteinmal dachte, dass es sich schon mit der Zeit herrausstellen würde, was der Clou an dieser Aufteilung sei und wozu diese gut ist und Sinn macht, muß ich diese Hoffnung nun als vergebens abschreiben und begraben. Der einzige Sinn darin bestehe in der Zuschreibung von scheinbaren Grundzielen und der daraufhin sich ereignenden Gruppenbildung der Parteien. Ordnung muß ja schließlich sein.
Jüngst kommt mir inzwischen ein ganz anderer Gedanke viel reizvoller und vielleicht wichtiger vor. Nämlich:
Wie kam es zu den derzeitigen politischen Hemisphären und was also verbirgt sich hinter dieser Bezeichnung von richtungsgebenden Attributen?
Die heute in den Parlamenten anzutreffende oder vorstellbare Bandbreite solcher Art "Richtung" scheint es geradezu erwünscht zu sein, dass das Angebot begrenzt ist. Zwischen links und rechts ist es eben theoretisch überschaubar und wer sich politisch interessiert, wird selbst bald seine "Gesinnung" finden werden. Die derartig aufgestellte Auswahl aber scheint das Angebot aber auch vorsätzlich zu verknappen. Es also geradezu zwingend durch die assoziierte Leitplanke des Richtungsdenkens verleiten und somit streng genommen jede Freiheit dabei zu zerstören.
Andere "Richtungen" entdecken wir zum Beispiel mit den Attributen "Westen" und "Osten". Neuerdings auch den Süden, der derzeit wegen der finanziellen Probleme als solcher ins Blickfeld rückt. Oben und unten sind seit eh und je unterschwellig ein Thema - was sich nur seltenst aber zum lautstarken auswächst. Wahrscheinlich völlig unpolitisch ist die virtuelle Richtungsaufteilung beim Ying und Yang. "Sie stehen für polar einander entgegengesetzte und dennoch aufeinander bezogene Kräfte oder Prinzipien." So stehts im Wiki-Artikel. Wobei das Ying etwa das Schattige, eben der der Sonne abgewandte Ort darstellen soll. Und das Yang eben dem diesbezüglichen Gegenteil entspricht - in dieser Assoziation eben zur Sonne zugewandt. In der asiatischen Kultur aber wird wohl mehr auf die in diesem Sinne erkennbaren Gegensätze hingewiesen und in extremen Ausformungen eine Aufbereitung zur Anleitung und Inspiration im Leben verwendet (Feng shui etwa). In der Philosophie von Ying und Yang wird wahrscheinlich am deutlichsten, wie sich Gegensätze bedingen - sie sogar erzwingen. Ohne dem jeweiligen Gegenteil das eine selbst gar nicht existiert. Im Bösen ist in unserem Verständnis schon enthalten, dass es das Gute irgendwo auch gibt - sonst wir es überhaupt nicht als das Böse würden denken können. Aber schon bei der einfachen Richtungszuweisung von links und rechts ist die gegenseitige Abhängigkeit unleugbar - wenn eben auch recht vereinfacht auf Zweidimensionalität beschränkt. Wo wir doch in einem dreidimensionalen Raum leben...und also oben und unten hinzu deuten können. Ach ja, oben sind ja immer die anderen und unten keine Lobby.
Es gibt aber noch weitere Hemisphären, die für das Bewusstsein des Menschen vielleicht sogar von höchster bedeutung sind, aber allgemein kaum bekannt und erklärt werden. Nämlich die Hemisphären des Gehirns. Der einfachheit auch in links und rechts aufgeteilt und aufgrund von jahrelanger Forschung inzwischen durchaus nicht mehr zu den großen Rätseln des seins zählend, ist davon aber kaum die Rede in der Öffentlichkeit. Offenbar scheinbar doch noch zu viel im dunkeln? Jedenfalls aber gibt es auch hier Zuweisungen, die die jeweilige Gehirnhälfte betreffen. Etwa dass Künstler, so sie sich wirklich kreativ und originel betätigen den Gerüchten nach eher die rechte Hälfte des Gehirns dazu verwenden und die linke Hälfte mehr den Eigenschaften etwa von Planungsleistungen und Organisation zugeschrieben wird.
Sonderbare Korellationen mit den Gegensätzen. So ist doch die Kunst in dem Ruf nach eher mit den Attributen radikal, anarchistisch, kompromislos, egoistisch und solcherart Eigenschaften behaftet. Die organisierte Planung von bestimmten Zielsetzungen im Gegensatz der gesetzlosen und kompromislosen Kunst ... die radikalität der Kunst erscheint hier mit dem Beigeschmack der Orientierungslosigkeit, der ignoranz gegenüber der Gemeinschaft, eben dem Schein nach egoistisch bis aufs Mark. Aber wirkliche Orientierungslosigkeit ist es nicht - sie beschränkt sich scheinbar nur auf einen arg schmalen Bereich. Dies ist keine Festschreibung von künstlerischen Eigenschaften - dafür ist Kunst heute viel zu allgegenwärtig und vielseitig. Aber das Radikale in der Kunst fällt eben manchmal viel mehr auf.
Kann man nun etwa die politischen Hemisphärenzuweisungen von links und rechts in Verbindung mit den Eigenschaften der jeweiligen Gehirnhemisphären setzen und darin eine Ursache der Bezeichnung von politischen Richtungen erkennen? Wann sind eigendlich diese Begriffe "links" und "rechts" entstanden? Die derartige politisierung des Volkes ereignete sich erst im 19. Jahrhundert. Vorher erscheint mir die Politik darin zu bestehen, sich einzig auf die Gegensätze von Nationen zu beschränken. Es könnte so sein, dass der erste Anflug von linker Politik sich mit der Französischen Revolution ereignet hatte und aber noch eine Weile brauchte, um sich derart im bewusstsein vom Bürger durch zu setzen und allgemein zu etablieren ...!? Etwa zu dieser Zeit begann auch die zumindest philosophische Auseinandersetzung (in Europa) mit dem Geist des Menschen. Und in der Wissenschaft begann nicht viel später das Fragen über die Vorgänge im Gehirn des Menschen durch anfangs leider durch die fehlende Technik eingeschränkte Möglichkeit der Erkenntnis. Kann es aber trotzdem sein, dass diese politischen Hemisphären sich aus der Erkenntnis der Eigenschaften der Gehirnhemisphären erst ergab?
Für andere Erkenntnisse darüber wäre ich dankbar.
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Für andere Erkenntnisse darüber wäre ich dankbar.
Wie sieht es denn mit Ihren Erkenntnissen (zu links/rechts/Mitte) zur Steuerpolitik aus? Ich lese und höre immer, dass Die Linke, die SPD und die Grünen die Steuern noch weiter deutlich erhöhen wollen, falls sie an die Macht kommen. Ab welcher Einkommenshöhe wollen diese Parteien denn die angeblich "Reichen" noch höher als heute schon besteuern? Wie soll die Steuerprogression in Abhängigkeit zu den Jahreseinkommen denn bei einem Wahlsieg von Die Linke, der SPD und den Grünen genau aussehen? |
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Die angeblich Reichen haben weltweit ihre Vermögenswerte in den letzten 10 Jahren von gut 100 Billionen auf über 300 Billionen hochgeschraubt, um einiges mehr als das Bruttosozialprodukt der ganzen Welt in diesem Zeitraum, du Trottel.
Trotz der hohen Steuern. |
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schrieb am
18.11.2011 um 22:07
Richard der Hayek schrieb am 18.11.2011 um 20:22
Du hast recht, aber nur teilweise. Denn jene, die in den letzten 10 Jahren ihr Vermögen verdreifachen konnten, sind die richtig Reichen, nicht die angeblich Reichen. Ich gehöre (vermutlich) der Einkommensgruppe an, die durch den "Steuerbauch" (bedingt durch die Steuerprogression) über 50 % der gesamten Einkommensteuer bezahlen muß. Die richtig Reichen, die auch in der Spitze dieser Einkommensgruppe (oberen 10 %) liegen, bezahlen prozentual ganz bestimmt viel weniger Steuern als ich, weil sie durch verschiedene Steuertricks sich einer hohen Besteuerung entziehen können. Bei mir geht das leider nicht, weil meine Gehaltsbuchhaltung, ohne mich zu fragen, einfach sehr viel Steuern gemäß Tabelle an den Fiskus abführt. Diejenigen, die viel weniger Jahreseinkommen haben (unteren 50 %), zahlen fast gar keine Steuern. Insofern bin ich wohl nicht ein Trottel, sondern ein Volltrottel! Deshalb wollte ich von @chrislow auch gerne wissen, bei welchem Jahreseinkommen man zum Volltrottel oder zum Gewinner (steuerlich) bei einer rot/rot/grünen Regierung wird. Ich möchte bitte schön, kein Volltrottel mehr sein! |
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Okay, dann mußt du aber gegen die Privilegien der Supperreichen zu Felde ziehen.Bei den Armen gibt es eh nichts zu holen.
Geht es um HarIV, wird oft ein zwei- oder dreistelliger Milliardenbetrag an Sozialkosten genannt. Diese Sozialkosten umfassen aber auch Renten und alle möglichen sonstigen Leistungen. Die Harzer bekommen alle zusammen 4 Milliarden, das entspricht dem eingestandenen Gewinn von großen Konzernen, mit den verschobenen Geldern kann eh keiner konkurrieren. Wenn man da noch mühsame Millionenbeträge einspart, bekommen es die Banken, nicht du. Viel Spaß noch. Die Lösung heißt also: massive Steuererhöhungen, aber europaweit gleichmäßig, damit sich die Konzerne nicht mehr drücken können, und Aufhebung gewisser Betriebsgeheimnisse vor dem Staat, damit reale Gewinnermittlung überhaupt möglich ist. Ein kleines Beispiel am Schluß: die Irland-Krise. Weil die ganzen Unternehmen ihre Steuern in Irland nciht zahlten (Mercedes Benz, Kaufhof: alle Steuersitz in Irland), schellten dort Grundstückspreise in die Höhe. Davon hat der irische Normalbürger gar nichts, höchstenz ein paar Luxusnutten. Die Gewinne machten die Besitzer, durch Spekulation wurden die Preise astronomisch, wie in USA. Die Deutsche BAnk unter Ackermann stieg da groß ein, im hundert-Milliarden Bereich. Die Gewinne, die sie dann machte, waren steuerfrei, erst bei Verkauf. Dann krachte das aber zusammen. Also telefoniert Ackermann mit Merkel und sagt, die irischen BAnken müssen gerettet werden. Denn sonst treffen die Verluste ihn, und dann gibts keine Boni mehr. Also wird gesagt: die Iren hätten über ihre Verhältnisse gelebt, dabei waren es nur die Spekukanten, und deren Gewinne, die mit Realwirtschaft überhaupt nichts zu tun haben, müssen von den irischen & sonstigen Steuerzahlern, also auch von dir, gerettet werden. Da hast du was zu Schreien & engagieren, nicht wenn Spd und grüne ein paar Milliarden für Bedürftige und Umwelt ausgeben wollen. Und dann mach das gefälligst auch und nerv hier nicht rum. gruss rdh |
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steuerknecht schrieb am 18.11.2011 um 22:07
... wollte ich von @chrislow auch gerne wissen, bei welchem Jahreseinkommen man zum Volltrottel oder zum Gewinner (steuerlich) bei einer rot/rot/grünen Regierung wird. -> Das kann ich dir leider nicht verbindlich sagen. Aber da wird es sicher Info´s in den Medien oder direkt bei den Parteien geben. |
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schrieb am
18.11.2011 um 22:56
Richard der Hayek schrieb am 18.11.2011 um 22:36
Okay, dann mußt du aber gegen die Privilegien der Superreichen zu Felde ziehen. Ich kann das nicht. Das muß die Politik machen. Können das etwa die Linken? Die Harzer bekommen alle zusammen 4 Milliarden, das entspricht dem eingestandenen Gewinn von großen Konzernen, mit den verschobenen Geldern kann eh keiner konkurrieren. 4 Milliarden pro Monat? Bei fast 7 Millionen Hartz4-Empfängern dürfte selbst dieser Monatsbetrag noch viel zu gering sein. Die Lösung heißt also: massive Steuererhöhungen, aber europaweit gleichmäßig, damit sich die Konzerne nicht mehr drücken können, und Aufhebung gewisser Betriebsgeheimnisse vor dem Staat, damit reale Gewinnermittlung überhaupt möglich ist. Steuererhöhungen? Aber für wen? Etwa für jene Arbeiter und Angestellten, die heute schon sehr hoch besteuert werden? Was Steuererhöhungen für Konzerne betrifft, bitte ich zu bedenken, dass diese auch von den Beschäftigten erwirtschaftet werden müssen. Die Dividenden der Aktionäre werden auch hoch besteuert, sofern keine Steuertricks gemacht werden. Was die Banken angeht, gebe ich Dir insofern recht, insofern, dass die Anleger, welche sich bei Staatsanleihen verspekuliert haben, bluten sollten! Ich werde so lange nerven, bis meine viel zu hohe Steuerlast reduziert wird! Und wenn man mich trotz allem auch noch höher besteuern will, egal von welcher Regierung, werde ich noch mehr nerven! Glaube mir, so denke ich längst nicht allein! Wahltag ist Zahltag! Aber hoffentlich nicht schon wieder für mich. |
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schrieb am
18.11.2011 um 23:07
chrislow schrieb am 18.11.2011 um 22:38
-> Das kann ich dir leider nicht verbindlich sagen. Aber da wird es sicher Info´s in den Medien oder direkt bei den Parteien geben. Die Medien und die (linken) Parteien reden immer nur "von den Reichen", die höher besteuert werden sollen. Um keine Stimmen bei Wahlen zu verlieren halten die sich lieber vornehm zurück, wenn genaue Jahreseinkommen zu nennen wären, ab welche noch höher besteuert werden soll. Das ist doch der Punkt! Die obere Einkommensgruppe von schätzungsweise 30 % der 41 Millionen Beschäftigten in Deutschland würden bei einer rot/rot/grünen Bundesregierung noch höher als eh schon besteuert werden. Wenn die das merken würden, wählen die natürlich überwiegend nicht rot/rot/grün. Rot/rot/grün verarscht diese Wählergruppe! |
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Die nächste Steuererhöhung wird gar nicht von SPD, Linke oder Grüne eingeführt, sondern von der CDU. Und die wird selbstredend auch nicht angekündigt - zumindest nicht vor Wahlen - sondern einfach gemacht. Und so wars auch bei der letzten (19% MWST). und nun kannst du dich beruhigen und etwas von deiner Paranoia vor linker Politik entfernen.
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schrieb am
19.11.2011 um 08:55
chrislow schrieb am 18.11.2011 um 23:37
Und so wars auch bei der letzten (19% MWST). und nun kannst du dich beruhigen und etwas von deiner Paranoia vor linker Politik entfernen. Immerhin traf die MwST. alle Bürger gleichmäßig. Aber, jede Steuererhöhung für Otto-Normalbürger ist eine Sauerei, weil die Steuern bereits viel zu hoch sind und zudem ungerecht verteilt, weil zu viele Otto-Normalbürger durch die Steuerprogression (Steuerbauch) regelrecht vorgeführt werden. Von einer Paranoia durch linke Politik fühle ich mich nicht betroffen. Wohl aber von der Sorge, dass Steuern immer für etwas ausgegeben werden und die Ausgabenseite gerade von rot/rot/grün noch stärker erhöht werden soll, als von den anderen Parteien (CDU/CSU/FDP). Dabei werden heute für Subventionen, den Klimaschutz, für die Rüstung und auch für Entwicklungshilfe, z. B. an China und Brasilien etc., um nur einige Beispiele zu nennen, bereits viel zu viele Steuern verpulvert. |
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@chrislow
Die Trennung in zwei Seiten, die zwar als Dualismus, darin aber auch als Antagonisten, aufgefasst werden, ist ein "Dauerbrenner" in der abendländischen Kultur. Dabei gibt es 'oben' und 'unten' oder eben 'rechts' und links'. Die notwendige Ergänzung oder unweigerliche Synästhesien, wie sie das fernöstliche Prinzip des Yin & Yang verdeutlicht, haben "wir" so nicht. Daher, dass etwa in China die konfuzianische Philosophie, trotz der kommunistisch gedachten "Einschläge" des 20. Jh., trotzdem eine Konstante geblieben ist, funktioniert wohl auch das Denken in Synthesenbildungen bis heute. Da liegt ein signifikanter Unterschied zum Westen. So ist diese eigenartig anmutende "Mischung" von Kapitalismus und Sozialismus für uns "naturgemäß" schwer nachvollziehbar ... 'Rechts' und 'links', in der Reihenfolge der Entsprechung von 'oben' und 'unten', begegnet z.B. bereits in der christlichen Ikonographie des Mittelalters im Inneren von Kirchen; etwa an den großen Westportalen. Darstellungen des Jüngsten Gerichtes zeigen die von Christus geteilten Züge der "Aufrichtigen" und der "Verderbten". Erstere gehen nach rechts, geradewegs ins Paradies; letztere nach links - es dürfte klar sein, wohin und wer sie empfängt. Die "Linken" sind dabei, wenn nicht gar schon gehörnt, gerne als "Gaukler, Spaßmacher oder Schauspieler" gekennzeichnet. Die "Rechten" in devoter Erwartung und bisweilen engelsgleich; nebst entsprechend attributiven Instrumenten wie Harfen, Fiedeln oder auch Posaunen. Der Gedanke dahinter ist die gerechte und einzig zum Richten befugte "himmlische Gewalt". Daher dürfte auch das tradierte Reden vom "rechten Weg" kommen. Ob es, wie Du vermutest, so etwas wie eine anthropologische Konstante, biologisch zurückführbar, der Rechts-und-Links-Trennung gibt, würde ich bezweifeln. So haben ja, s.o., Kulturen da verschiedene Orientierungen ausgebildet. Was das Politische angeht, so führen wir das "rechts" und "links" wohl auf die Sitzordnung des französischen Parlaments zurück. Laut Wikipedia auf die Zeit des wiederhergestellten Parlaments in einer konstitionellen Monarchie; also nach der Restauration nach Napoleons Tod. Aber auch in der ersten Nationalversammlung gab es bereits 'rechts" und 'links'. Weiß aber nicht, inwieweit da die Konnotationen ähnlich den unseren heutigen oder denen des 'Rechts' und 'Links' im Parlament der Weimarer Republik sind. So weit erstmal meine Gedanken dazu ... |
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miauxx schrieb am 19.11.2011 um 00:07
So ist diese eigenartig anmutende "Mischung" von Kapitalismus und Sozialismus für uns "naturgemäß" schwer nachvollziehbar ... -> Kapitalismus und Sozialismus wurden ja erst zu den beiden Gegenteilen gemacht... sodass wir darin quasi eine Beziehung im Antagonismus erkennen. Eigendlich ergibt sich nicht zwangsläufig ein Gegenteil, wie es etwa bei Licht und Dunkelheit sei - oder oben und unten wie rechts und links (geografisch). Hier hat Ideologie ganze Arbeit geleistet. |
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chrislow schrieb am 18.11.2011 um 23:37
Richard der Hayek schrieb am 18.11.2011 um 22:36 Jo mei! Googeln hilft manchmal weiter. Anbei die aktuellen Steuerpläne von "Die Linke". Aus dem Diagramm kann man erkennen, dass bereits ab einem Jahreseinkommen von 43.000 €/Jahr! die Steuerverknechtung für viele Beschäftigte noch ausgeweitet werden soll. Dieses Diagramm sollte in den nächsten Wahlkämpfen viel mehr (auch in allen Medien) gezeigt werden. Dann kann jeder für sich ausrechnen, ob er "die Linke" noch wählen möchte. Die vergleichbaren Diagramme (falls es sie denn gibt) sollten sich die Wähler besonders vor Wahlen auch von den anderen Parteien genau anschauen. die-linke.de/fileadmin/download/misc/20110129_Beschluss_Steuerkonzept.pdf |
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schrieb am
19.11.2011 um 10:42
chrislow schrieb am 18.11.2011 um 23:37
Richard der Hayek schrieb am 18.11.2011 um 22:36 P. S., das Diagramm befindet sich auf Seite 4. |
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Ja, dann wäre damit ja geklärt, wie es bei den nächsten Bundestagswahlen weitergeht. Und das dann auch die vorhersage wahrscheinlicher, dass die CDU die Steuern erhöht. Denn wenn in der derzeitigen Euro-Krise irgendwas schief läuft und wirklich gerettet werden muß, dann wird wohl eine Steuererhöhung nicht vermeidbar sein.
Und die Linken/SPD/Grüne haben damit dann leider nix zu tun. Wie auch sonst kaum, ganz im Gegenteil, waren es ddoch die SPD die radikal an der Ausgabenschraube des Bundeshaushaltes gedreht haben (HArtz4... und so). Solltest du dir mal durch den Kopf gehen lassen. |
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schrieb am
19.11.2011 um 15:35
chrislow schrieb am 19.11.2011 um 11:24
Ja, dann wäre damit ja geklärt, wie es bei den nächsten Bundestagswahlen weitergeht. Ist für mich persönlich überhgaupt nicht klar! Im Moment sehe ich keine Partei im Bundestag, die ich wählen könnte. ...ganz im Gegenteil, waren es ddoch die SPD die radikal an der Ausgabenschraube des Bundeshaushaltes gedreht haben (Hartz4... und so). Ja, das stimmt. Witzigerweise hat ausgerechnet Gas-Gerd das Richtige getan, wie sich heute an der relativ guten Position Deutschlands zeigt. Ohne die Agenda 2010 wäre heute bei uns die Arbeitslosigkeit viel höher, weil die Wettbewerbsfähigkeit mit der Agenda besser ist. Insofern war die Agenda 2010 eine gute Sozialpolitik. Da müssen die Pleite-EU-Staaten erst einmal mit ihren Reformen hinkommen. Aber Gas-Gerd und seine Genossen plus Grüne haben auch viel Geld durch ein schlechtes Zuwanderer-Gesetz verpulvert. Dieses Geld fehlt jetzt vor allem für Soziales für "autochthone" Deutsche, für Bildungsausgaben und für die Schuldentilgung. Die Schuldenpolitik ist eine Geißel geworden mit jährlichen Kosten von etwa 50 Milliarden €. Mußman sich mal reinziehen; wir verpulvern für den Schuldendienst weit mehr Steuergelder, als für den Rüstungsetat. Daran haben aber alle etablierten Parteien schuld. |
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miauxx schrieb am 19.11.2011 um 00:07
Was das Politische angeht, so führen wir das "rechts" und "links" wohl auf die Sitzordnung des französischen Parlaments zurück. Laut Wikipedia auf die Zeit des wiederhergestellten Parlaments in einer konstitionellen Monarchie; also nach der Restauration nach Napoleons Tod. Dort bei Wiki steht es irgendwo: "Ausgehend von der damaligen Sitzordnung im Parlament bildeten sich in jener Zeit die bis heute gebräuchlichen Bezeichnungen „rechts“ und „links“ aus." (also ungefähr um 1820) de.wikipedia.org/wiki/Restauration_%28Frankreich%29#Innenpolitik:_Les_deux_Frances Ob dabei die Konotationen von linker und rechter Politikinhalte mit denen heute übereinstimmt - oder überhaupt solcherart Struktur bestand, ist nicht daraus zu erkennen. Vielleicht hat ja noch jemand eine Idee...!? |
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24.05.2012
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