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Blog von chrislow

31.12.2011 | 14:29

Was ist eine Strasse...?

Was ist eine Strasse...?

Das befestigte Strassen vorteilhaft sind, darüber denken wir in Mitteleuropa schon gar nicht mehr nach. Wo dreispurige Autobahnen und tausende kilometer weiterer Strassen den Transit nicht in Frage stellen, kommt einem auch nicht der Gedanke, es würde anders sein können. Deutschland ist aufgrund seiner geografischen Lage inmitten Europas mit Autobahnen regelrecht "Überversorgt". Trotzdem scheinen einige sich noch mehr zu wünschen. Wie ein Transit aussieht, wenn sich Strassen, geschweige denn Autobahnen strategisch nicht lohnen und auch andere Bedingungen es nicht erleichtern oder gar unmöglich machen, kann man zum Beispiel an Sibirien erkennen.

Es gibt hunderte kleiner Filmchens, die etwa eine Flußdurchquerung zeigen. Und auch andere Geländehindernisse kommen oft genug vor. Und dabei sind Schnee und Eis noch die erwünschtesten Bedingungen, wenn russische Kraftfahrer in die sibirische Pampa fahren. Während in Mitteleuropa bei solchen Bedingungen auf den Strassen nichts mehr geht, fängt es damit in Sibiriens abgelegenen Gegenden manches Mal überhaupt erst an - weil unter anderen Bedingungen nichts geht. Daraus ergibt sich auch, dass sbiriens kraftfahrer oft Saisonabreiter sind und in manche Gegenden nur zwischen November und Mai fahren können.

Brücken?

Brücken baut man, wenn der Fluß in ein Flußbett gezwungen ist und sich nicht mehr verändern kann. Die allermeisten fließenden Gewässer in Sibirien kennen aber keinerlei Begradigungen oder Uferbefestigungen, sodass nicht sicher ist, wo der Fluß im nächsten Jahr fliessen wird. Wer würde also eine Brücke bauen wollen? In diesem Fall ist Russischer Pragmatismus nicht auf technischer oder handwerklcher Unfähigkeit oder Faulheit begründet, sondern einfach aus Machtlosigkeit gegen so eine kleine Naturgewalt. Und natürlich auch, das man für 20 LKW im Jahr keine utopischen Bauvorhaben bestreitet. Die Bedingungen für asphaltierte Strassen und Flußbettbefestigungen sind einfach zu ungünstig.

 

 

Wie es scheint, ist Sibirien noch so manches Mal eine Gegend dieser Welt mit einem erheblichen "Abendteuerfaktor". Ohne entsprechende Ausrüstung ist auch der Kraftfahrer zum Scheitern verurteilt. Dazu gehört an erster Stelle ein geländegängiger LKW - gerne so scheints sind es alte und ausgediente Militärfahrzege mit Allragantrieb und möglichst breiten Reifen (oder gar Ketten), großen Tanks, Seilwinden und Ausstattungsdetails, die Flußdurchquerungen ermöglichen (Luftversorgung des Motors per Rohr über eine gewisse Höhe des Fahrzeuges). Klimaanlagen sind Aussatattungen, die wohl überhaupt keine Rolle spielen. Und ohne langem Stahlseil geht keiner auf die Reise. Solche Fahrzeuge verbrauchen unter diesen Bedingungen in der Regel auch mal 1 Liter und mehr auf 1 Kilometer. Für mich tut sich dabei zwar eine ökonomische Diskrepanz auf, aber ich lebe ja auch nur im neurotischen Mitteleuropa.

Diesen "Abendteuerfaktor" sollen auch gewisse Sponsoren erkennen und würdigen, wie der Herr in diesem Film erklärt:

 

 
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