ChristianBerlin

SchwammDrüber-unerhört+ubersehen

16.05.2010 | 20:58

Die Parallelgesellschaft des Mittelstandes

Hinter dem Paradox, dass in der Krise Schwarz-Gelb an die Macht kam, steckte eine Spekulationsblase. Die ist inzwischen geplatzt. Steuersenkungen wird es nicht geben. Doch die Wachstums- und Deregulierungsideologie beherrscht weiter die Köpfe des Mittelstandes und seiner Lobbyisten. Eine Veranstaltung auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag machte deutlich, dass wir es mit einer Parallelgesellschaft zu tun haben, die ins Ressort kirchlicher Sekten- und Weltanschauungsbeauftragten fallen könnte.

Realsatire, beobachtet von einem Kirchentagsblogger

Wenn Mythos auf Realität trifft, sind Zwischenrufe und Pfiffe aus dem Publikum ein sicherer Indikator dafür. Zwar erlauben sie keine Aussage darüber, wer die Realität richtiger beurteilt, die Masse oder die (echte oder vermeintliche) Klasse. Doch an letzterer rächt sich zumindest der naive Versuch, mit Heimspiel-Argumenten auf auswärtigem Terrain punkten zu wollen.

Wann immer man sich weigert, ein andersdenkendes Gegenüber ernst zu nehmen, ist dessen Schmerzgrenze, sich das geduldig anzuhören, irgendwann überschritten. In München passierte das auf einer Veranstaltung mit dem Titel „Ökonomie für den Menschen? Die soziale Marktwirtschaft in der Krise“, vorbereitet von mittelstandsnahen kirchlichen Organisationen wie dem Kolpingwerk Deutschland und der Evangelischen Bundesarbeitsgemeinschaft Handwerk und Kirche.

Letztere schickte immerhin den neuen Hauptstadtbischof Markus Dröge ins Rennen. Der musste es als sozialdiakonisch engagierter evangelischer Christ mit gleich drei mittelständisch orientierten Katholiken aufnehmen: Mit dem Bundesvorsitzenden des Kolpingwerks Thomas Dörflinger (MdB, CDU), dem Präsidenten des Bundesverbands Groß- und Einzelhandel Anton F. Börner und dem Geschäftsführer des Zentralverbands des deutschen Handwerks Karl-Sebastian Schulte, zugleich Geschäftsführer des Parlamentskreises Mittelstand (PKM) der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Für letztere hatte Schulte 2005 die Einsicht formuliert: „Deutschland befindet sich in einer Krise. Über 5 Millionen Arbeitslose, keinerlei Belebung und so gut wie kein Wirtschaftswachstum. Die künftige Entwicklung des Standortes Deutschland wird in hohem Maß davon abhängen, inwieweit es gelingt, einen schlanken, effizienten Staat zu schaffen.“ Als wäre die Zeit für ihn stehen geblieben, ist die „Krise“ aus dem Titel der Veranstaltung für ihn noch immer dieselbe wie die von damals.

Deutlich wurde das schon bei seiner ersten Erwiderung auf Markus Dröge. Der Bischof hatte behauptet, geplatzt sei nicht nur eine Spekulationsblase, sondern das Paradigma, durch Deregulierung würde mehr Wachstum und dadurch weiterer Wohlstand entstehen. Als einstiger Protagonist dieses Paradigmas gab Schulte sofort zu erkennen, dass er es nach wie vor für richtig hält. Deregulierung als Königsweg zu Wachstum und Wohlstand sei für ihn nach wie vor aktuell. Das „Regulierungsgerede“ sieht Schulte durch die simple Tatsache widerlegt „dass die Finanzbranche eigentlich die am stärksten regulierte Branche war, die wir hatten – genau dort ist es passiert.“.

Ursache der Bankencrash sei nicht zu wenig, sondern zu viel Staat gewesen: Aus seiner Sicht war es eine „politische Entscheidung“ in den USA, armen Leuten billiges Geld zugeben, obwohl man wusste, dass sie es nicht zurückzahlen können. Der Staat dürfe aber weder in Konkurrenz zur Wirtschaft treten, noch politische Geschenke verteilen. „Man kann sich nur das leisten, was man vorher gemeinsam erwirtschaftet hat.“ Deshalb müssten wir uns in der Krise die unbequeme Frage stellen: „Haben wir nicht an sich über unsere Verhältnisse gelebt?“

Schützenhilfe erhielt Schulte von seinem Verbandssprecher-Kollegen Anton Börner, seit letztem Jahr Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), einer „neoliberalen Lobbyorganisation, die trotz Bankenverstaatlichung weiter unverdrossen für weniger Staat kämpft“ (Der Freitag).

Börner sieht die soziale Marktwirtschaft nicht durch die Krise in Gefahr, sondern im Gegenteil „die große Chance, dass die soziale Marktwirtschaft besser aus der Krise herauskommt, als sie hineingegangen ist“. Beweis: Noch vor einem Jahr rechneten wir mit 5 Millionen Arbeitslosen für 2009, was aber durch Vereinbarungen zwischen den Sozialpartnern verhindert worden sei. Deutsche Unternehmen hätten auf 5 bis 7 Millliarden Euro Gewinn verzichtet, um Beschäftigung zu sichern. Und die Gewerkschaften verzichteten im Gegenzug auf Lohnbestandteile. So eine Partnerschaft gebe es in den USA oder China nicht, weil es dort keine soziale Marktwirtschaft gebe. Von dort sei die Krise gekommen, wir würden nur „hineingezogen“.

Die Kirchentagsbesucher hörten diese Botschaft wohl, allein, ihnen fehlte der Glaube. Markus Demele las als „Anwalt des Publikums“ ausschließlich Wortmeldezettel vor, auf denen das Gegenteil stand: Die wirkliche Höhe Arbeitslosigkeit liege über 5 Millionen, sie werde nur verschleiert durch Kurzarbeit, Mini-Jobs und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Das normale Arbeitsverhältnis erodiere mehr und mehr. Die sogenannten Erfolge seien nur der Versuch, der Krise Herr zu werden auf Kosten der Arbeitnehmer. Unbequeme Wahrheiten für Unternehmer gebe es nicht. Der Primat der Politik sei dem Druck wirtschaftlicher Notwendigkeiten gewichen. Die fortschreitende Öffnung der Schere zwischen Arm und Reich mache Ludwig Erhards Formel zunichte, dass Wachstum Wohlstand für alle bedeute. Arbeit werde immer mehr so verteilt, dass die Arbeitenden aus Überlastung an Burnout litten, während Arbeitslose immer seltener aus der Arbeitslosigkeit herauskämen. Aus globaler Perspektive sei der Kapitalismus gescheitert, weil er weltweit eher Wohlstand zerstört, als dass er ihn schafft.

Als Karl-Sebastian Schulte dazu als erstes erklärte, diese Kritik aus dem Publikum nicht unterschreiben zu können, kam von dort der erste Pfiff. Als er dann sogar noch das Problem der Schere zwischen Arm und Reich ganz einfach durch Steuer- und Abgabsenkungen lösen wollte mit dem Argument, „Dass die Löhne netto nicht so stark gestiegen sind wie die Kapitaleinkünfte, liegt daran, dass der Staat davon immer Geld wegnimmt“, folgte der wütende Zwischenruf: „Geh mal auf die Publikumsfragen ein!“

Auf Rückfrage von Moderatorin Nadine Mersch, die kurzfristig für den verhinderten Top-Journalisten Klaus Prömpers eingesprungen war, ob der Mittelstand denn seine Mitarbeiter gut bezahle, kam von Schulte ein klares Ja, das er aber nicht mit Statistiken oder Zahlen aus Tarifanalysen begründete, sondern mit der Überlegung, dass der Mittelstand in Generationen denke und nicht in Quartalsberichten und dass der mittelständische Unternehmer das verdiente Geld wieder in sein Unternehmen stecke und damit auch in die Mitarbeiter. Die Abhängig des Mittelstandes von Banken, die durchaus in Quartalszahlen denken und nicht in Generationen, blieb dabei unreflektiert. Eine wichtige Zukunftsperspektive sah Schulte außerdem darin, dass wir Wege finden, andere Formen von Arbeit anders zu belohnen als mit Geld. Das sei notwendig, weil es bald viele geben werde, die bis ins hohe Alter gern arbeiten würden.

Kolpingchef Dörflinger versuchte eine vermittelnde Position einzunehmen zwischen den marktradikalen Ansichten seines Parteifreundes und den aus marktradikaler Sicht wohl linksradikalen Ansichten des Publikums und des Bischofs. Die Frage sei nicht, ob, sondern wo wir regulieren müssten. Wenn es um behördliche Genehmigungen etwa für ein Holzschild an einer Bundesstraße für eine Gaststätte gehe, seien wir überreguliert. Auf den globalisierten Finanzmärkten dagegen würden wirksame Regularien dringend benötigt. Dort aber gebe es tatsächlich keinen Primat der Politik mehr. Das Tempo, mit dem jetzt das Rettungspakt für Griechenland und nächste Woche das für den Euro geschnürt werden müsse, zeige aus Sicht des CDU-Abgeordneten, „dass wir die Getriebenen sind“. Eine Sicherung der sozialen Standards durch ein bedingungsloses Grundeinkommen sei überfällig, ob nach dem Modell der Grünen oder der Althauskommission seiner Partei, sei zweitrangig.

Bischof Dröge ergänzte Dörflingers Forderungen um die Regulierungsvorschläge der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Nötig seien eine Finanztransaktionssteuer, ein Insolvenzrecht für Banken und Staaten sowie klare Regeln für Rating, Boni und für eine faire Preisgestaltung, die den Verbrauch von Natur im Preis des Produktes mit abbilde. Die Wirtschaft müsse dem Menschen dienen, seiner Würde und seinen Rechten, nicht umgekehrt. Dies sei durch Artikel 128 der Menschenrechtserklärung verbrieft. Im Moment passiere das Gegenteil. „Die Schere geht auseinander. Wir wissen das aus der Diakonie. Das ist eine Gefahr für die Demokratie.  Unsere Aufgabe als Kirche ist, wieder ethische Auffassungen in die Wirtschaft hineinzubringen, indem wir fragen: Was trägt Wirtschaft bei zur Stärkung von Menschenrechten?“

Markus Dröge ist als Nachfolger von Wolfgang Huber seit einem halben Jahr Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Bis dahin war er unter anderem Mitglied im Ständigen Theologischen Ausschuss (STA) der rheinischen Synode, der schon 2007 zu dem Ergebnis kam: "Die extrem unsozialen Wirkungen der wirtschaftlichen Globalisierung sind mit dem Bekenntnis unvereinbar."

 

Der Verfasser bloggt für freitag.de und pfarrverein.com vom 2. ÖKT aus München. Bisher erschienen außerdem:

Der 2. Ökumenische Kirchentag - darf man da hin?

Die an den Hecken und Zäunen

„Sowas macht mein Opa immer mit mir“ 

 
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Kommentare
luggi schrieb am 16.05.2010 um 21:40
mein lieber Christian,
so geht das nicht. Du kritisierst hier allgemein Zustände, die die offiziellen Kirchen selbst anwenden. In kirchlichen Einrichtungen werden Eurojobber, kostenlose Helfer, Angestellte aus dem Niedriglohnsektor etc. beschäftigt.
Erst mal an die eigene Nase fassen und dann kritisieren; wenn es geht.

Kann sein, dass es zu wenig Hände für zuviel Nasen gibt.
ChristianBerlin schrieb am 17.05.2010 um 01:57
Lieber Luggi,

wem sagst Du das.

Ich bin - wie Du vielleicht weißt - kirchlicher Gewerkschafter und kenne den Unterschied zwischen sozialethischen Sonntagspredigten und der innerkirchlichen Alltagsrealität nur allzu gut. Zum Umgang mit Bediensteten und Mitarbeitern und - nicht zu vergessen - den kostenlos arbeitenden Ehrenamtlichen findest Du im Internet an mehreren Stellen detailreiche Texte u.a. von mir.

Wenn es zu wenig Hände für zuviele Nasen gibt, dann müssen eben Hände von außen her. Stüber von fremder Hand tun denen, die sich weigern, sich selbst an die Nase zu fassen, einfach nur gut. Das hat insbesondere die Debatte zu den misshandelten und missbrauchten Kindern gezeigt, der anderen Art von Kirchensklaven, die noch mehr leiden muss als die ausgebeuteten Mitarbeiter.
archinaut schrieb am 17.05.2010 um 00:22
Vielen Dank, lieber ChristianBerlin,
für den ausführlichen, informativen Bericht,
danach kann man ja wirklich gespannt sein,
ob die "Verhartzung" der Realgesellschaft
das Bewusstsein der Kirchenakteure politisieren wird....
Alien59 schrieb am 17.05.2010 um 06:12
Interessante Debatte. Mir scheint, die Kirche könnte mit ihren eigenen Leuten zunehmend Probleme bekommen.
goedzak schrieb am 17.05.2010 um 08:34
Interessanter Text, Danke! Auf die Frage 'Darf man zum ÖKT?' hatte ich ja noch gemurmelt 'Muss man?', aber dieser Veranstaltung hätte ich gerne beigewohnt.
Magda schrieb am 17.05.2010 um 09:21
Das war sehr erhellend. Eigentlich sind diese festgefügten politisch "eingenordeten" Antworten von Funktionären auch ein Zeichen von Hilflsosigkeit.
mahung schrieb am 17.05.2010 um 12:05
Lieber Christian. Ein sehr erhellender Text, zumal mich Kirchentage jeglicher Art eher seltener interessieren. Dein Einführungsabschnitt:

"Hinter dem Paradox, dass in der Krise Schwarz-Gelb an die Macht kam, steckte eine Spekulationsblase. Die ist inzwischen geplatzt. Steuersenkungen wird es nicht geben. Doch die Wachstums- und Deregulierungsideologie beherrscht weiter die Köpfe des Mittelstandes und seiner Lobbyisten. Eine Veranstaltung auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag machte deutlich, dass wir es mit einer Parallelgesellschaft zu tun haben, die ins Ressort kirchlicher Sekten- und Weltanschauungsbeauftragten fallen könnte".

trifft schon dermaßen ins Schwarze. Trotzdem muss man natürlich auch den Rest des Textes lesen! Die Marktwahnsinnigen fallen leider nicht vom Glauben ab - im Gegenteil. Religiöser Fanatismus? Aber Du sagst es ja: Sekten- und Weltanschauungsbeauftragter übernehmen Sie!!!
ebertus schrieb am 17.05.2010 um 12:38
Danke für den Bericht,

er war Anlass genug, einen "irgendwo" gespeicherten Link mal wieder herauszukramen, nachzulesen. Und er ist Anlass genug beim nächsten Besuch in der Buchhandlung eine diesbezügliche Bestellung aufzugeben:

www.publik-forum.de/pdf/Aufruf.pdf
ChristianBerlin schrieb am 17.05.2010 um 15:04
Lieber Ebertus,

danke für den Link. Hast Du ihn noch mal gestestet? Er scheint leider schon tot zu sein.

Ich hatte letztes Jahr in meinem Beitrag

www.freitag.de/community/blogs/christianberlin/nicht-ohne-meinen-guru

ebenfalls auf den Aufruf verlinkt (@Interessierte: dort ist auch erklärt, worum es in dem Aufruf geht, den ebertus hier erwähnt - mein Link dort ist allerdings derselbe und deshalb genauso tot)

Inhaltlich ist dem Aufruf an die EKD von der EKD schon vorab entsprochen worden. Die von Markus erwähnte Erklärung der EKD-Synode von Ende 2008 (oben verlinkt) vollzieht eine deutliche Umkehr, erkennbar ausgelöst durch die Krise.

Das meint auch Wolfgang Kessler von publik Forum in seinem Rückblick auf das weitere Schicksal des Aufrufs aus dem August 2009:

Dieser Aufruf sorgt seither für viel Unruhe in der evangelischen Kirche. Und man hat den Eindruck, dass das Wort der evangelischen Kirche zur Finanzkrise, das vor wenigen Tagen erschienen ist, auch eine Reaktion auf die Kritik an der Denkschrift ist.
Quelle: Gespiegelter Beitrag


Und dass, obwohl Huber auf die Unterschriftensammlung wie Honecker reagierte: Er wollte sie nicht entgegennehmen.

Es geschah am Rande des Kirchentages. Hinter den Kulissen überreichte Ulrich Duchrow, Theologieprofessor aus Heidelberg, die Unterschriften gegen die Unternehmerdenkschrift an Oberkirchenrätin Cornelia Coenen-Marx, Referentin für Sozial- und Gesellschaftspolitik im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Ganz öffentlich wollte sie die Unterschriften nicht entgegennehmen, weil ich "nicht das richtige Gegenüber" bin. Das sei EKD-Ratspräsident Wolfgang Huber, doch der wollte die Unterschriften auch nicht.


(Ich beziehe mich beim Honecker-Vergleich auf eine Geschichte, die mir Gottfried Forck - G.h.i.s. - erzählt hat, als er ihm gesammelte Unterschriften übergeben wollte).
Uwe Theel schrieb am 17.05.2010 um 15:28
@ ChristianBerlin am 17.05.2010 um 15:04

Lieber ChristianBerlin,

unter der von Ebertus angegebenen Adresse

www.publik-forum.de/pdf/Aufruf.pdf

findet man ein einseitiges PDF-Dokument mit dem Titel

Frieden mit dem Kapital?

vom Reformationstag in Heidelberg am 31. Oktober 2008.

Das wird`s doch wohl sein?!

LG
ut

P.S. Klasse Blogtext!
ChristianBerlin schrieb am 17.05.2010 um 15:51
Lieber Uwe,

danke für den Hinweis, jetzt funktioniert der Link auf einmal. Möglicherweise gab es vorhin nur ein Serverproblem.

PS: dank :)
Fritz Teich schrieb am 18.05.2010 um 01:48
<<
die EKD-Verantwortlichen auf biblisch-theologischer Grundlage und mit klaren Argumenten aufzufordern, diese Denkschrift zu widerrufen, die Anpassung an die herrschenden Mächte in Wirtschaft und Politik aufzugeben, die eigenen sozial- und wirtschaftsethischen Traditionslinien ernst zu nehmen sowie unter Berücksichtigung der verheerenden Folgen der ökonomischen Globalisierung weiterzuentwickeln und in die weltweite ökumenische Gemeinschaft der Kirchen zurückzukehren.
>>

Das soll er einfach entgegennehmen?

Warum nicht einfach fordern, was gelten soll, und dann die Denkschrift ersetzen? Warum muss sie foermlich verdammt werden?
ChristianBerlin schrieb am 18.05.2010 um 07:03
Nach evangelischer Auffassung können Konzilien irren. Trotzdem ist es besser, wenn sie es nicht tun.

Es geht den Erstunterzeichnern auch - vielleicht sogar vor allem - um die Glaubwürdigkeit der EDK-Synode. Die hat in der Vergangenheit immer mal wieder schöne Dinge gesagt,die gesellschaftlichen Fortschritt gebracht haben. Ich denke z.B. an die Ost-Denkschrift der EKD, die der Entspannungspolitik unter Willy Brandt die Richtung wies. Oder die Aussagen zu den Atomwaffen in den 80ern, mit denen sie die Friedensbewegung West unterstützte (änlich die damalige Synode des Kirchenbundes in Ostdeutschland).

Wenn die Synode in der ersten Jahreshälfte 2008 sich für Deregulierung ausspricht und das wenig später - wegen der Krise - das Gegenteil verspielt sie über Jahre hart erarbeitete Glaubwürdigkeit. Die kann man - wie Margot das vorgemacht hat - zwar zurückgewinnen, wenn man seine Fehler eingesteht und die Konsequenzen zieht. Aber nicht, wenn man so tut, als hätte man schon immer dasselbe gesagt und dabei mal so mal so redet, das merken andere sehr schnell.

Huber machte selten, aber leider manchmal doch, wenn er schlecht vorbereitet war, auch eine blasse Figur. Ich an seiner Stelle (was nie der Fall sein wird) hätte die Flucht nach vorn angetreten. Seine Nachfolgerin hat gezeigt, wie's geht und ist heute beliebter denn je.
Fritz Teich schrieb am 18.05.2010 um 10:51
Das ist auch alles richtig. Ich hab mir das nur etwas konkreter vorgestellt und an amerikanische Verfassungsaenderungen gedacht. Die distanzieren sich nicht, sondern schreiben einfach etwas Neues. Huber (Wolfgang, kleiner Bruder von..) hat grundsaetzlich meine Sympatie. Deshalb hat ich mal versucht es mit seinen Augen zu sehen. Dieses Distanzierungsgetue -- nenne ich es mal und es kommt mir typisch evengelisch vor -- erschwert eine sowieso schwierige Sache und war nach meinem Grob- oder Feingefuehl ganz ueberfluessig. Es ist auch eine Frage der Mentalitaet und die ist an sich kein Politikum. Und alles ist immer auch eine Frage des richtigen Zeitpunktes.
Rahab schrieb am 17.05.2010 um 12:46
ChristianBerlin,
mir kommt da dein artikel zu den hecken und zäunen in den sinn. und die aufstellung der kosten ... für die erste riege....

sag, könnte sich in der ekd mal die erkenntnis durchsetzen, dass eine erste riege (vor allem eine finanziell nicht schlecht gestellte) nicht auch noch für ihre teilnahme rekompensiert werden muß?
und wenn die ohne hotel- und fahrtkostenerstattung nicht mehr kommen - wäre das wirklich so schade drum?
ChristianBerlin schrieb am 17.05.2010 um 15:27
@Rahab

Irgendwann 1980 herum hat Pietkong-Führer Rolf Scheffbuch auf der EKD-Synode den Vorschlag gemacht, die Fahrtkosten nur noch 2. Klasse abzurechnen und statt der Hotelkosten die Privatübernachtung bei Amtsgeschwistern in der Nähe zu organiseren.

Das brachte dem Lieblinksfeind der linken Theologen auch an der Tübinger Fakultät mal ausnahmsweise ehrliche Anerkennung ein, aber mehr auch nicht. Sowas ist nicht durchsetzbar. Die, die das verzichten müssten, sehen das nicht mehr ein, wenn sie erst in den entsprechenden Positionen sind.

Kurios fand ich auch meine Entdeckung bei der EKD-Synode 1999 in Leipzig, dass der Sonderpreis pro Tasse Kaffee für Synodale, der mit dem Renaissance-Hotel ausgehandelt worden war (und von der EKD übernommen wurde) fast doppelt so hoch war wie der, den man dort selber zahlte, wenn man sich den Kaffee an der Bar bestellte.

Der Kirche fehlt eindeutig ein unabhängiger Rechnungshof, der ohne Ansehen der Person die Verschwendung von Kirchensteuermitteln prüft und veröffentlicht, da wären Millionen einsparbar, ohne dass etwas Wesentliches fehlt, im Gegenteil, dann wäre mehr möglich. Die kirchlichen Synodalrechner prüfen in der Tiefe leider nur, wenn sie von den Geprüften dazu beauftragt werden.

Ob ich die Finanzen als Hebel verwenden würde, um bestimmte Lieblingsgegner als Referenten vom Kirchentag fernzuhalten, weiß ich nicht. Dann hätte ich ja nichts mehr zu schreiben und könnte bestimmten Leuten bei der PK auch keine kritischen Fragen mehr stellen.

Und 1983 hätte ich dann auch nicht in Hannover Staatsminister Alois Mertes unser Flugblatt mit dem Resolutionsentwurf zur Ächtung aller Atomwaffen in die Hand drücken können. Die Resolution wurde übrigens in der Halle, in der Mertes sprach, gleich danach mit großer Mehrheit angenommen.
Rahab schrieb am 17.05.2010 um 15:38
ich hab's nicht als hebel zum fernhalten gemeint.
es ging mir nur einfach mal wieder durch den kopf, dass hier doch ein ...öhm... mistverhältnis....
einerseits.
andererseits: wenn sie dann nicht mehr kämen - nun, hören kann mann-frau-kind sie allerorten. und es gibt doch auch andere PK's für deine kritischen fragen...

vielleicht ... vielleicht könnte man diese 'pappnasen' ja auch fragen, ob sie das, was sie als fahrtkosten- und sonstige erstattung erhalten, nicht spenden wollen. sagen wir für medica mondiale oder die tafel/laib&seele.
ChristianBerlin schrieb am 17.05.2010 um 15:47
@Rahab

Ja, letzteres könnte funktionieren. Eine gewisse Quote wird dann auch tatsächlich gespendet.

Wir sollten zu dieser Idee mal das Mitglied der FreitagCommunity befragen, das Präsidentin des nächsten Kirchentags ist. Übernimmst Du das?
Rahab schrieb am 17.05.2010 um 15:57
ich gehe doch davon aus, dass sie mitliest und sich notizen macht!
falls nicht ... nicht dass ich mich drücken will - ich mach das
... aber ist die idee nun tatsächlich so wahnsinnig neu?
ChristianBerlin schrieb am 17.05.2010 um 16:14
Das weiß ich nicht. Seit 1975 - dem Jahr meines ersten Kirchentagesbesuchs - ist mir keine solche Kampagne zu Ohren gekommen. Man muss das als Kampagne aufziehen und der Kirchentag muss die Spesen und/oder Honorare oder den Spendenanteil gleich akonto des Empfängers anweisen. Bloßen Kamerastatements folgen nämlich oft keine Taten. Dann muss das ganze im Internet zentral veröffentlicht werden.

Für die Spenden-Organisationen sind öffentlich beachtete Promispenden eine sehr glaubwürdige Werbung, bei der man auf einen großen Ansteckungs-Effekt hoffen kann. Deshalb muss man irgendwie verhindern, dass die Promis unter der Hand von den Spendenorganisationen, für die sie damit gleichzeitig werben, unter der Hand noch höhere Beträge kassieren (Cashback). Wie man das verhindern könnte, weiß ich allerdings nicht.
ChristianBerlin schrieb am 17.05.2010 um 16:20
Ich glaube nicht, dass Katrin G.-E. die Zeit hat, hier meine Berichterstattung mitzuverfolgen. Ich hätte gerne noch einen weiteren Bericht über sie und die Bibel geschrieben, bei dem sie wesentlich besser wegkommt als bei meiner Kritik an ihren geschichtsvergessenen Worten gegen Hartz IV. Eigentlich ist der ÖKT ja vorbei, aber vielleicht mache ihr (und meinen treuen Leserinnen und Lesern) zuliebe noch eine kleine Nachlese. Ist bei mir eine Zeitfrage, muss gerade dringen zwei betreuten Frauen ein Dach über dem Kopf besorgen, was aufgrund der komplizierten Sach- und Rechtslage nicht ganz einfach ist...

LG Christian
Rahab schrieb am 17.05.2010 um 16:20
ich hab's geahnt: die welt ist schlecht!

was du zu kampagne schreibst leuchtet ein.

und? soll ich ihr ne PN schicken?
Rahab schrieb am 17.05.2010 um 16:22
also keine PN.
na gut. dann muß ich mich wohl mal durchfummeln...
ChristianBerlin schrieb am 17.05.2010 um 16:23
Ja, bitte. Sie antwortet nicht immer gleich sofort, aber irgendwann schon.
ChristianBerlin schrieb am 17.05.2010 um 16:24
@Rahab

"Ja bitte" bezog sich auf die positiv gestellte Frage "und?Soll ich ihr ne PN schicken" - auch wenn es jetzt hinter dem Gegenteil steht.
Rahab schrieb am 17.05.2010 um 16:34
gut. also PN. das vereinfacht die sache etwas.
Rainer Wenk schrieb am 18.05.2010 um 21:01
Zum Thema „vertuschte/verfälschte“ Arbeitslosigkeit möchte ich einige Anmerkungen geben.
3.406.000 registrierte Arbeitslose und 1.58 Millionen unterbeschäftigte Personen in Arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sowie 374.000 Nichtleistungsempfänger ergeben ohne große Recherche im großen Zahlenwerk des aktuellen Monatsberichtes der BA 5 Millionen 360.000 Arbeitslose. Schaut man sich Seite 20 etwas genauer an, erkennt man schnell die wirkliche Dimension der realen und dennoch verschleierten Arbeitslosigkeit. Zitat: 3.013.000 Personen oder 51 Prozent bekamen Leistungen, ohne Arbeitslos zu sein. Die Gründe dafür können sein: vorübergehende Arbeitsunfähigkeit, die Teilnahme an Maßnahmen der Arbeitsförderung, die Inanspruchnahme der vorruhestandsähnlichen Regelung des § 428 SGB III, die Ausübung einer Erwerbstätigkeit von mehr als 15 Wochenstunden oder eine zulässige Einschränkung der Verfügbarkeit (z.B. Kindererziehung und Schulbesuch)
S. 50 aktueller Bericht: 1.094.420 ALG I Empfänger + 5.073.954 erwerbsfähige ALG II Empfänger. In der Summe sind dies 6.168.374 Betroffene. Zusätzlich gibt es laut aktuellem Bericht auf Seite 20 weitere 374.000 Nichtleistungsempfänger. Jetzt sind es bereits 6.542.374 Menschen, welche von ALG I oder ALG II (sowie die Nichtleistungsempfänger) abhängig sind. Zusätzlich gibt es noch 890.000 Kurzarbeiter. Insgesamt sind dies bereits 7 Millionen 432.374 Personen. Die 1.868.518 starke Gruppe der nichterwerbsfähigen Sozialgeldempfänger möchte ich in diesem Zusammenhang nur am Rande erwähnen.
Quelle: statistik.arbeitsagentur.de Entwicklung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes im April 2010 - Seiten 6/9/17/20/50/
Im April hatte die BA für den ersten, ungeförderten Arbeitsmarkt 302.000 freie Stellen zur Verfügung. Abzüglich von Scheinangeboten (Quelle: www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,403459,00.html) bleiben ca. 211.000 Stellenangebote auf dem ersten, ungeförderten Arbeitsmarkt. Dem gegenüber stehen über 6,5 Millionen, welche eine Existenz absichernde Arbeitsstelle suchen! Es gibt ungefähr 35.000 Jobvermittler. Rechnerisch stehen somit jedem Vermittler 6 freie Stellen zur Vermittlungen zur Verfügung. Gleichzeitig wurden im April 65.815 Sanktionen ausgesprochen (z.B. 23.480 wg. Meldeversäumnissen oder 20.378 wg. verspäteter Arbeit suchend Meldung) Somit hat jeder Vermittler rechnerisch 1,8 Sanktionen ausgesprochen. Betrachtet man das Verhältnis, sollte man sich die Frage stellen, wozu die BA eigentlich tätig ist. Um zu sanktionieren, oder zu vermitteln? Den insgesamt gibt es bei der BA ca. 100.000 Angestellte. Es bleiben 2 zu vermittelnde Stellen für den ersten, ungeförderten Arbeitsmarkt pro Mitarbeiter bei der BA!
Dafür werden an anderer Stelle neue Stellen innerhalb der BA mit horrenden Vergütungen geschaffen: www.focus.de/finanzen/news/arbeitsmarkt/bundesagentur-fuer-arbeit-gutduenken-und-geschacher_aid_508308.html
Hier bei Interesse eine aktuelle Auswertung für Brandenburg für das Jahr 2009. 24 750 Sanktionen wurden verhängt – und nur 673 wegen einer Job-Verweigerung. Auch hier wird deutlich, dass die Mitarbeiter hauptsächlich nicht der Vermittlung von Jobs (und somit ihrer eigentlichen Tätigkeit) nachgehen: www.neues-deutschland.de/artikel/170929.hartz-iv-betroffene-wollen-arbeiten.html
Selbst der BA Chef Weise hat bereits 2006 eingestanden: "Unser Hauptproblem ist, dass wir nichts im Angebot haben", sagt Weise. "Nichts" heißt hier: keine Arbeit. "Wir können nur mit äußerster Mühe den Mangel verwalten."
www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2006/05/11/a0102
Bei Interesse lassen sich weitere Zusammenfassungen in den „Geschichten eines Hartz IV Paria“ unter www.xinxii.com/geschichten-eines-hartz-iv-paria-p-318186.html nachlesen.
Novalis schrieb am 19.05.2010 um 00:58
Mon Dieu, Christian, was raten Sie mir, ev.Religionslehrerin, die aus der Kirche austreten möchte?
ChristianBerlin schrieb am 19.05.2010 um 08:29
@Novalis

Das hängt von den Gründen ab und vom Bundesland.

RU ist bekanntlich Ländersache. Normalerweise verliert eine Reli-Lehrerin im Falle des Austritts die Vocation für den Konfessionellen RU. Dann kenne ich drei Möglichkeiten, ohne Einkommenseinbußen weiterzuunterichten:

a Die Direktorin / der Direktor (Rekorin / Rektor) setzt einen dann stärker im 2. oder 3. Fach ein.

b Der Direktor / die Direktorin setzt einen inofiziell einfach weiterhin im RU ein (hats schon gegeben, kenne selbst Fall, kann aber nachteilig für Dritte sein).

c Man wechselt in den staatlichen Ethikunterricht, den es in den meisten Bundesländern in dieser oder jener Form inzwischen als Alternative zum RU gibt. Ob dafür ggf. eine Fortbildung erforderlich ist, hängt vom Bundesland ab.

Das wäre erst mal, was mir zu den Berufsperspektiven unter verändertn Umständen einfällt.

Auf der persönlichen Ebene zählen die Gründe.

Es geht sicher nicht ums Geld - also die Entdeckung auf der Lohnsteuerkarte, dass man sich für die Kirchenmitgliedschaft auch einen Kurzurlaub oder mehrere Freitagsabos leisten könnte (das schließe ich aus den eher finanziell nachteiligen Konsequenzen).

Es geht dann entweder um eine gut begründete Veränderung in den Grundüberzeugungen - bei religiösen Professionellen ist das viel eher möglich aufgrund der fortwährenden Beschäftigung mit diesen Fragen.als bei Kirchenfernen. Und/oder es geht um schlechte Erfahrungen mit der Insitution Kirche - auch die sind bei Professionellen sehr viel häufiger als bei Kirchenfernen.

Beides hängt manchmal zusammen, trotzdem sollte das ein Profi logisch trennen.

Geht es um schlechte Erfahrungen mit der Institution, muss man kritisch fragen, ob diese Erfahrungen die Überzeugungen nachhaltig entwerten oder nicht.

Bleiben die Grundüberzeugungen, für die man jahrelang eingestanden hat, durch ein mehrere konkrete Versagen der Institution unangetastet, kann die Konsequenz eigentlich nur lauten, aus der schlechten Institution auszutreten und in die nächste bessere einzutreten. Meine Mutter ist z.B. Anfang der 80er aus der nordeblischen Kirche ausgetreten. Grund: Ihr Dorfpastor (Stadtrand von Flensburg) hatte sie, damals Gemeindevertreterin, in der Öffentlichkeit beleidigt, nachdem er wieder mal etwas tief ins Glas geschaut hatte. Sie ist aber sofort, nach gültigem Austritt, in die Dänische Kirche eingetreten. Das geht in der Gegend, vor allem, wenn man, wie sie, aus einer dänischen Familie stammt (der Vater dieser Sozialdemokratin - also mein Großvater - war noch beim SSW, wie es sich für richtige Dänen gehört).

Manchmal sind die Erfahrungen mit der Institution aber so schlecht, dass man alles zurücknehmen möchte, an was man mal geglaubt hat, und künftig das Gegenteil behaupte will. Wer für sich zu dem Ergebnis kommt, dass das Evangelium den Gläubigen einen Irrweg weist, sollte seinem Gewissen folgen und sich anderen Lehren oder Weltanschauungen zuwenden oder vielleicht eine neue, bessere erfinden.

Ich wäre, was diese Suche nach einer völlig anderen Überzeugung betrifft, ein schlechter Ratgeber. Denn ich kann - ohne dass dies materielle Gründe hätte - diese Konsequenz nicht ziehen, obwohl ich viele von den erwähnten enttäuschenden Erfahrungen mit dem Versagen der Institution entweder selbster machen durfte oder - als Gewerkschaftler, Berater und Prozessbeobachter - Kolleginnen und Kollegen miterleben musste. Vgl. dazu den Link in meinem Profil unter "Mein Projekt".

Ich komme eben einfach nicht drauf, was an den Überzeugungen, auf deren Grundlage ich schon vielen Menschen helfen konnte, falsch sein soll. Dass die Kirche als Insitution sich viel zu oft nicht daran hält, kann sie in meinen Augen nicht falsifizieren. Auch andere, die sich Christen nennen, aber nicht dran halten, von den Parteien angefangen bis zu einzelnen mehr oder weniger Prominenten, kann mich genausowenig davon abbringen, sie für mich uneingeschränkt gelten zu lassen (ohne die Errungenschaften von Wissenschaft und Moderne deswegen zu leugnen).

Ob Dir das weiterhilft, weiß ich nicht. Aber die Frage hast Du sicher auch mehr gestellt, um das Nachdenken oder die Diskussion dazu anzuregen.
ChristianBerlin
Evangelischer Theologe (Pastor) und Freier Journalist. Lebt in Berlin. Mitglied im Journalistenverband Berlin-Brandenburg (JVBB) und im Pfarrverein der EKBO. Singt im Straßenchor.
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Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
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Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

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