ChristianBerlin

SchwammDrüber-unerhört+ubersehen

26.06.2010 | 23:23

Von Fegefeuer, Brudermord und Heilighaltung der Presse

Der Fall Mixa zeigt, wie die Kirche im Medienzeitalter aus der Defensive herauskommt, indem sie selbst ihre Leichen öffentlich ausgräbt. Der mit innerkirchlichen Mitteln nicht mehr lösbare Konflikt mit dem umstrittenen Bischof lenkt einmal mehr den Blick auf den moralischen Verfall einer moralistischen Institution und enthüllt dessen ungeahnte Sogwirkung  auf kirchenfreundliche Leitmedien. 

Eine Medienkritik

Die Zersplitterung des einen Felsen, auf dem Christus seine Kirche gründen wollte, entwickelte sich nach der Reformation am rasantesten im angelsächsischen Sprachraum. Dessen demokratische Traditionen brachten nicht nur im Politischen eine Frühform der konstitutionellen Monarchie hervor, sondern begünstigten auch im Religiösen die Entstehung und Attraktivität autonom-presbyterial verfasster Kirchen in Konkurrenz zu den monarchisch-episkopal geleiteten.

In der Folge kam es dort zuerst zu einer ökumenischen Übereinkunft, die die gegenseitige Anerkennung von Freikirchen auf der Grundlage des gemeinsamen Bekenntnisses zu Jesus Christus und die Verpflichtung der „Heilighaltung der Presse“ zum Inhalt hat. 1846 versprachen sich in London die Gründungsmitglieder der Evangelischen Allianz „in dem Gebrauch, den sie von der Presse machen, alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lästerung samt aller Bosheit sorgsam zu vermeiden und vielmehr in allen Dingen, in welchen sie verschiedener Meinung sein mögen, untereinander freundlich und herzlich zu sein, und einer dem anderen zu vergeben, gleichwie Gott ihnen vergeben hat in Christo“. Bis dahin war das Miteinander der Christen unterschiedlicher Denominationen von negativem Reden und Schreiben übereinander und gegenseitigen Verurteilungen geprägt gewesen.

Aufmerksamen Zeitungslesern der letzten zwei Wochen dürfte nicht entgangen sein, dass diese Grundsätze ausgerechnet in der einen heiligen römischen Kirche offenbar nicht mehr gelten. In einem regelrechten Federkrieg kämpften überregionale Leitmedien mit härtesten Bandagen um die Deutehoheit zum Mixa-Rücktritt, von Anhängern wie Gegnern bestens mit Interna versorgt. Von der Frankfurter Allgemeinen und der Süddeutschen wurde der demissionierte geistliche Würdenträger bis zur Lächerlichkeit bloßgestellt, während Mixa selbst und seine Anhänger über die Welt und die anonyme reaktionäre Agentur kreuz.net enthüllten, welche Methoden bei seiner Abservierung angewandt wurden und welche Akteure dahinter stecken.

Dabei ist kreuz.net ein echtes Piratenstück gelungen. Der entscheidende „Trumpf“ seiner Gegner, der Papst Benedikt dazu brachte, das Rücktrittsgesuch überhastet anzunehmen, war nach Mixas Meinung ein getürkter Missbrauchsvorwurf, dessen ganze Substanz in einer achtzeiligen Aktennotiz bestand, in denen die Traumatherapeutin Maria F. (Klarname bei kreuz.net) Mutmaßungen zusammenfasste, die sie lediglich von Dritten gehört hatte und die – wie man jetzt weiß – unrichtig waren.

Ob die von den deutschen Bischöfen Zollitsch und Marx am 29. April vorgelegte spekulative Aktennotiz der Therapeutin im Kopf des Papstes bei dessen Entscheidung gegen Mixa eine Rolle spielte oder nicht, ist umstritten. Gesichert ist jedoch folgendes: Eine Woche später, nachdem bereits feststand fest stand, dass Mixa gehen muss, wurde die Aktennotiz an die Staatsanwaltschaft übergeben. Ausgesuchte Journalisten wurden in Hintergrundgesprächen eingeladen, woraufhin die Meldung über die schwebenden Ermittlungen wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch alsbald über den Ticker ging.

Normalerweise dauert es in solchen Fällen Monate, bis Unschuldige von falschen Verdächtigungen rehabilitiert sind. Bis dahin haben sie in der Regel alle Ämter abgegeben. Wenn dann der Einstellungsbescheid kommt, interessiert er niemanden mehr. Bei Walter Mixa wurde jedoch das Ermittlungsverfahren schon nach einer Woche wegen erwiesener Unschuld eingestellt. Dieses für die Mühlen der Justiz ungewöhnliche Timing hatte kreuz.net zu verantworten. Obwohl anonym, verfügt diese Agentur im katholischen Raum über ein hervorragendes Informanten-Netz. Sie stellte am Tag nach der Anzeige den Klarnamen des Nachwuchsjournalisten online, der das vermeintliche Missbrauchsopfers hätte sein sollen, und forderte dazu auf, ihn selbst zu den Vorwürfen zu befragen. Dies tat dann auch - noch vor der Staatsanwaltschaft – die Bild am Sonntag. Ergebnis: Negativ - nichts dran. Angesichts dieser Informationslage hatte die Staatsanwaltschaft keine Möglichkeit mehr, das Tempo ihrer Ermittlungen selbst zu bestimmen.

Wenn die Strafanzeige, wie später die Welt am Sonntag urteilte, eine Intrige war, dann hat kreuz.net deren Erfolg zumindest teilweise mit einer Gegenintrige vereiteln können. Und nach einer Intrige sieht das ganze selbst neutral besehen aus. Nicht nur das äußerst dünne, an den Haaren herbeigezogene und letztlich unzutreffende Beweismaterial und sein Weg auf den Schreibtisch des Papstes und zur Staatsanwaltschaft sprechen dafür, sondern vor allem das bislang undementierte Detail aus dem Bericht der Welt am Sonntag, das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz habe am 7. Mai die Journalisten zum besagten Hintergrundgespräch eingeladen mit der „Bedingung: Die Öffentlichkeit darf nicht erfahren, dass die Information von der Kirche stammt.

Dirk Banse, Uwe Müller und Lucas Wiegelmann veranlassen ihre Recherchen zu diesem Prozedere am 13. Juni dort sogar von „Rufmord unter Brüdern“ zu sprechen. Und drei Tage später bekennt bei Welt-online der „entlassene Bischof“ selbst, mit welcher Überrumpelungstaktik er zu seinem Rücktritt genötigt wurde, den er selbst niemals wollte: „Der Druck, unter dem ich die vorgefertigte Resignation unterschrieben habe, war wie ein Fegefeuer. Drei Tage später habe ich sie in einem Schreiben an den Papst widerrufen.

Dass der sonst nicht so eilige Vater den zwischenzeitig widerrufenen Rücktritt dennoch ohne Zögern annahm, war jedoch – wenn überhaupt – nicht nur den erwiesenermaßen falschen Bezichtigungen aus der späteren Strafanzeige zu verdanken. Eine wichtige Rolle spielte ein vom Papst erbetenes und von der Berliner Apostolischen Nuntiatur des Heiligen Stuhls zusammengestelltes Dossier mit weiteren Bezichtigungen, die in jeder Hinsicht peinlich, strafrechtlich aber kaum relevant sind und deshalb eventuell glaubhafter oder jedenfalls nicht so leicht widerlegbar sein könnten.

Diese bis dahin geheim gehaltenen Vorwürfe waren am letzten Wochenende nach Mixas Welt-Interview in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und wenig später auch in der Süddeutschen zu lesen, wo Matthias Dobrinski behauptet, davon eigenständig und nicht erst aus der F.A.S. erfahren zu haben – in welchen Hintergrundgesprächen auch immer. Als nächstes druckten diese Vorwürfe die Boulevardblätter nach. Seither gilt Mixa öffentlich als endgültig verbrannt. Die Welt musste den Kommentarbereich ihres Artikels schließen. Nur wenige Stimmen regten sich noch, um Nachsicht oder christliche Brüderlichkeit für ihn fordern. Am letzten Mittwoch gab der Bischof den in jeder Hinsicht aussichtslos gewordenen Kampf um sein Amt schließlich auf.

Diese in der Neuzeit bislang einmalige innerkatholische Medienschlacht lässt auf der einen Seite das Bild eines alternden Mannes erkennen, der die Selbstinszenierung so liebte, dass er dabei irgendwann nicht mehr wusste, was er sagte und tat. Ist das aber erst der Fall, helfen geschwisterliche Ermahnungen nicht mehr. Das römische Kirchenrecht bietet dann bei einem Bischof auch keine Handhabe, ein solches öffentliches Drama legal und zügig zu beenden. Genau an dieser Stelle, an der früher als Ultima Ratio zumindest die Inquisition noch gegen Bischöfe einschreiten konnte, klafft heute eine Lücke im römischen System. Und in die springt nun die Presse bereitwillig hinein.

Das Erschreckende daran ist: Die Methoden sind annähernd die gleichen. Schlecht recherchierte, teilweise unrichtige oder absurde Vorwürfe werden ohne objektive Nachprüfung und ohne effektive Möglichkeit der Verteidigung in die Welt gesetzt und führen zur unausweichlichen Verurteilung. Auch auf evangelischer Seite ist ein solcher unkritischer Umgang mit Vorwürfen ein bis heute üblicher Kirchenbrauch, wenn es gilt, unliebsam gewordene Geistliche aus ihren Ämtern zu drängen. Einem journalistischen Anspruch läuft das Mitmachen dabei jedoch zuwider – egal, um welche Konfession es geht.

Was Mixa selbst zu den Vorwürfen aus dem ursprünglich geheimen Dossier sagt, geht aus Daniel Deckers Artikel nicht hervor, nicht einmal ob er ihn – was sonst üblicherweise angemerkt wird – dazu überhaupt selbst befragt oder zu befragen versucht hat. So entsteht der (möglicherweise falsche) Eindruck, dass ab einer gewissen Schwere der Vorwürfe die journalistische Sorgfaltspflicht keine Rolle mehr spielt.

Auffallend ist auch, dass Deckers es nötig hat, gegen die Piraten-Agentur kreuz.net zum härtesten Totschlagargument zu greifen: dem Nazi-Vergleich („im Hetzvokabular des ‚Stürmers’“) – ein angesichts des Aufklärungs-Coups der ungerechtfertigten Missbrauchsbezichtigungen mit Sicherheit hier nicht gerechter Vorwurf. Die für Deckers offenbar noch immer wichtige Frage, ob diese Anschuldigungen ein AR- oder schon ein Js-Aktenzeichen hatten ist ebenso unsachgemäß und irreführend. Wenn die Vorwürfe erwiesenermaßen falsch waren, werden sie auch durch das Aktenzeichen nicht wahrer.

Für kritische Kommentatoren, wie hier beim Freitag Andrea Roedig, beweist das ganze weniger die moralische Verderbtheit eines einzelnen Menschen, als vielmehr die eines kranken Systems, dessen Symptomträger Mixa lediglich ist. Wenn schon im Dienst der Verdacht auf Alkoholabhängigkeit bestand, das aber erst nach dem Rücktritt zu einer Entgiftung geführt hat, offenbart das vor allem Untätigkeit und Hilflosigkeit einem lange bekannten Problem gegenüber. Und wie kann es angehen, dass unabhängig voneinander Vorwürfe von zwei Priestern über sexuelle Übergriffe ihres Bischofs aus unterschiedlichen Diözesen aktenkundig wurden? Eigentlich doch nur, wenn die aus der ersten zu keiner nachhaltigen Abhilfe geführt haben.

Jeder kann die menschliche Not verstehen, die sich in Worten wie „bleib hier, ich brauche Deine Liebe“ bei jemandem ausdrückt, der von jeder Möglichkeit abgeschnitten ist, seine Sehnsucht nach Nähe in einer Partnerschaft auszuleben, weil ein solcher Schritt ins Ungewisse sofort für ihn Berufsverbot und Ansehensverlust bedeutet. Als Entschuldigung kann das aber nicht herhalten, jedenfalls nicht bei einem „kultivierten Konservativen“, der diesen unmenschlichen Druck  immer verteidigt hat. Moralisch kann sich angesichts einer solchen selbst erfahrenen Not nur verhalten, wer daraus die Konsequenz zieht und als erster lautstark das hinterfragt, was ihn selbst und andere in sie hineinführt, statt sich in Doppelleben zu flüchten und nach außen hin eine dann bigotte Moral weiter zu vertreten.

Der erzwungene Zölibat funktionierte schon im Mittelalter nicht. Man könnte wünschen, die zweite Session des Tridentinums hätte die schon greifbare Einigung mit den Protestanten gebracht, was auch die Abschaffung der festen Kopplung von geistlichem Amt und Ehelosigkeit bedeutet hätte. Das hätte deutlich weniger Leid über unzählige Menschen gebracht, nicht nur, was die dann folgenden Kriege betrifft. Auch sexuelle Übergriffe und Missbräuche hätte es nicht in dieser Zahl gegeben.

Gut, dass inzwischen wenigstens offen darüber geredet und geschrieben werden kann. Nur wird man angesichts der dabei angewendeten Methoden den Verdacht nicht los, dass die publizistische Selbstkasteiung der Kirche wie deren journalistische Unterstützung das gegenteilige Ziel verfolgen: Das ganze als Mixa-Problem personalisieren, um ihn zum Schweigen zu bringen und so die Dikussion schnellstmöglich wieder aus den Schlagzeilen zu kriegen.

 
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Kommentare
luggi schrieb am 26.06.2010 um 23:49
"Der erzwungene Zölibat funktionierte schon im Mittelalter nicht. Man könnte wünschen, die zweite Session des Tridentinums hätte die schon greifbare Einigung mit den Protestanten gebracht, was auch die Abschaffung der festen Kopplung von geistlichem Amt und Ehelosigkeit bedeutet hätte. Das hätte deutlich weniger Leid über unzählige Menschen gebracht, nicht nur, was die dann folgenden Kriege betrifft."


Aha, der Zölibat ist Schuld an den nachfolgenden Kriegen. Da geht mir ein vorhergehendes Verständnis ab. Und auch sonst stimmt die Schlussfolgerung nicht.
ChristianBerlin schrieb am 26.06.2010 um 23:54
Der Satz auf den sich das "Das hätte" zurückbezieht, ist der unmittelbar davor ("Man könnte wünschen...) . Die auf der 2. Session greifbar nahe Einigung mit den Protestanten hätte mit einiger Sicherheit die dann folgenden Religionskriege bis zum Westfälischen Frieden verhindern können.
ChristianBerlin schrieb am 27.06.2010 um 00:00
Ein angehmer Nebeneffekt wäre die Verhinderung weiteren Leidens gewesen, weil bei dieser Einigung der Zölibat (als Pflicht) abgeschafft worden wäre.
ChristianBerlin schrieb am 27.06.2010 um 00:04
Bei letzterem dachte an das Leid der Priester, die zwar gute Theologen, aber nicht für den Zölibat geschaffen sind. Und die vielen Missbrauchsopfer, von denen es mit hoher Wahrscheinlichkeit dann weniger gegeben hätte.
luggi schrieb am 27.06.2010 um 00:04
Gut, oder anders gefragt, Länder mit dieser Entkopplung von geistlichem Amt und Ehelosigkeit haben dann keine Kriege ausgelöst oder wollten Kriege auslösen?
ChristianBerlin schrieb am 27.06.2010 um 00:06
@luggi

Findest Du das wirklich unlogisch, oder habe ich es nur nicht klar genug ausgeführt?
luggi schrieb am 27.06.2010 um 00:10
"Bei letzterem dachte an das Leid der Priester, die zwar gute Theologen, aber nicht für den Zölibat geschaffen sind. Und die vielen Missbrauchsopfer, von denen es mit hoher Wahrscheinlichkeit dann weniger gegeben hätte."

Den Kommentar hätte ich mir nicht getraut zu schreiben, der wäre mir auch garnicht eingefallen. Missbrauchende Priester quasi als Missbrauchsopfer. Kopfschüttel.
ChristianBerlin schrieb am 27.06.2010 um 00:14
Nein, sorry, die eine Sache hat mit der anderen nicht unmittelbar, sondern nur mittelbar zu tun.

Die Religionskriege wie der Fürstenkrieg, der Karl V zum Rücktritt zwang und der 30jährige Krieg hatten - zunächst jedenfalls - mit den konfessionellen Bündnissen und deren Kampf um die Hegemonie im Reich zu tun (ähnlich wie später zwischen Preußen und Österreich). Hätte es nach dem Tridentinum keine zwei Konfessionen mehr gegeben, wären auch diese kriegerischen Bündnisse nicht entstanden - und diese Kriege ebenfalls nicht ausgelöst worden.

Mit Zölibat ja oder Nein hätte dieses politische Resultat der konfessionellen Einigung nichts zu tun gehabt. Das wäre eine weitere, ganz andere Folge gewesen aus der Einigung, wie bei zwei Parallelen, die sich eigentlich nicht berühren.
ChristianBerlin schrieb am 27.06.2010 um 00:17
@luggi

Ach luggi - drücke ich mich denn so schwierig aus, dann sollte ich heute Abend aufhören, ist ja auch schon spät.

Priester können (wie bei Mixa) sich natürlich auch als Opfer von sexuellen Übergriffen - in diesem Fall eines Bischofs - sehen ("weiche Vergewaltigung" - so deren Bewertung laut F.A.S.).

Ich meinte aber nicht nur diesen Sonderfall, sondern auch alle Opfer von Missbräuchen, bei denen Priester die Täter sind (nicht Opfer).
luggi schrieb am 27.06.2010 um 00:23
Es ging m.E. damals um die Auseinandersetzung zwischen feudal-katholischen Kräften und frühbürgerlich-protestantischen Kräften. Beide Seiten hatten in ihrem Wirken katastrophale Folgen für die Bevölkerung.
ChristianBerlin schrieb am 27.06.2010 um 00:24
Was es vielleicht etwas kompliziert macht, ist, dass ich nicht den Zölibat an sich schon für gefährlich halte - den gibt es ja auch bei Protestanten, etwa Kommunitäten, aber freiwillig und nicht zwingend gekoppelt an den geistlichen Beruf.

Deshalb kommt es dort faktisch nicht vor, dass jemand den Zölibat verspricht, nur um den für ihn attraktiven Beruf des Geistlichen auszuüben, dann aber nicht weiß, wohin mit seinen Trieben, weil er eigentlich nicht für das Alleineleben geeignet ist.
ChristianBerlin schrieb am 27.06.2010 um 06:09
@Luggi

Ich habe jetzt, damit das ganze eindeutiger wird, die letzten Sätze hinzugefügt und der Namenszeile nach dem Vorspann "eine Medienkritik" reingeschrieben. Das könnte denen, die nach Dir hier vorbei schauen, helfen, meinen Text vielleicht leichter zu verstehen.

Hab vielen Dank für Deinen Hinweis auf den missverständlichen Schluss und die ersten Kommentare hier!

LG Christian
luggi schrieb am 27.06.2010 um 12:42
Lieber Christian,

mit dem letzten Satz des Blogeintrags bin ich sehr, sehr einverstanden. In der hiesigen Pressemonokultur Oberbayerns waren dann auch die beiden Antipoden journalistisch gefordert. Speerspitze "SZ" mit dem Ziel der Ablösung und die regionalen Printen mit Beschwichtigung (inkl. Leserbriefe). Auf der Strecke bleiben Ettal, Regensburg usw. und die Systemfrage der Katholischen Kirche an sich. Die Praxis sieht anders aus als die verordneten Dogmen.

Aussen vor gelassen werden auch die Missbrauchsvergehen der Kirche in der Vergangenheit. Da besteht bestimmt Aufklärungsbedarf. Und gibt es Missbrauchshandlungen nur in Europa und Nordamerika? Soll jetzt aber kein Thema hier werden.

HG
luggi
ChristianBerlin schrieb am 28.06.2010 um 10:52
Lieber Luggi,

den Satz hatte ich ja Deiner sofortigen Kritik zu verdanken, der fehlte irgendwie noch, um das Thema abzurunden und dabei wieder den Blick auf die eigentlich wichtigen Fragen zu lenken.

Und in Deinem Schlusssatz bin ich auch mit Dir ganz eins: Wenn auch nich hier, unter diesem Beitrag, aber das muss Thema bleiben und vielleicht hab ich noch was dazu. Da sind selbst bei uns bei weitem noch nicht alle Bereiche ausgeleuchtet, in denen nach meinem Erkenntnisstand solche Übergriffe oder sogar Missbräuche aus der besagten Not heraus stattfinden, auch nicht der des ehemaligen Militärbischofs. Die Frage ist nur, ob meine Informanten, teilweise Offiziere, dabei mitspielen - sonst lasse (jedenfalls) ich es bei dieser Andeutung hier.

Dank und LG

Christian
Frau Zwölfe schrieb am 27.06.2010 um 10:09
Himmel hilf!
Es macht keinen guten Eindruck sich "kreuz.net" als Referenz für Rechere und Meisterstücke wie das "Offenlegen" von Fakten in der Causa Mixa zu benennen.

Dort schreiben selbst ernannte "Journalisten" in einer sensationserheischenden Fäkalsprache die keine Zweite findet.

Man tut sich nix gutes mit jenen auf eine Stufe zu stellen und sie zu zitieren, dort geht es zu wie im Tollhaus und mit "Katholisch" hat diese Seite soviel zu tun wie Apfel mit Birnen...
ChristianBerlin schrieb am 27.06.2010 um 12:07
Mag alles sein, Frau Zwölfe.

"Reaktionär" bis zum geht nicht mehr, hab ich ja auch andeutungsweise geschrieben. Das das nix mit Katholizismus zu tun hat, würde ich aber bestreiten. Das ist eine Seite davon.

Trotzdem. Das Piratenstück dieser aus linker Sicht "bösen" Netz-Piraten war eine gute Sache. Die Staatsanwaltschaft- und Medien-Kombi zu spielen ist nämlich absolut keine Sache für Chorknaben - an diesem kaum zu konternden Angriff sind viele ehemals Mächtige schon wehrlos dran gescheitert, darunter auch wirklich unschuldige. Mir ist egal, wer denen in die Parade fährt, dass es kreuz.net gelungen ist verbuche ich auf der Habenseite dieser keineswegs unbeholfenen Schurken.
ChristianBerlin schrieb am 27.06.2010 um 12:15
Ach ja - als "Referenz" für hier aufgestellte Behautpungen über Dritte hab ich kreuz.net nicht benutzt. Würde mir nicht einfallen (vom Klarnamen abgesehen).

Das ist eine Medienkritik und berichte über diesen für den Hergang der Sache relevanten Teil des Mediengeschehens genauso wie der Koll. Deckers in der F.A.S., nur anders wertend. Ich glaube hier liegt Dein eigentliches Problem. Erzähl doch mal...
Frau Zwölfe schrieb am 27.06.2010 um 13:35
Für unbeholfene Schurken halte ich sie nicht, sondern für kalt kalkulierende Marktschreier, die sich nur zu gerne als anonyme Ritter der Gerechtigkeit aufführen, andere durch den Kakao ziehen und selber schön unter dem Deckmäntelchen der Anonymität verschwinden.

Mir geht besonders die extreme Homophobie auf den Nerv und würden sie sich nicht mit ihrem Server in den USA aufhalten, sondern in Deutschland wär der Deckel schon länger auf der Kiste.

Ihre Medienkritik im Ganzen finde ich absolut gut und durchaus treffend formuliert.
ChristianBerlin schrieb am 27.06.2010 um 20:10
Das mit der Homophobie scheint mir, wenn man Mixa verteidigen will, absolut widersinnig zu sein. Ich muss es aber nicht verstehen. Ist vielleicht auch ein Symptom der zwei Wahrheiten die in der Priesterwelt manchmal parallel nebeneinander existieren - gibt's auch bei Evangelen (nur die dürfen das inzwischen ganz offiziell, wenn es eine eingetragene LP ist).

Danke für die Kommentare!

LG Christian
sven glückspilz schrieb am 27.06.2010 um 15:18
Irritierend finde ich es, kreuz.net als "anonyme Agentur" zu bezeichnen. Es handelt sich doch wohl kaum um ein Gebilde, das auch nur in irgendeiner Form einer "Agentur" gleich käme. Schon gar nicht sollte man die dortigen Aktivitäten als "Piraterie" bezeichnen, und dass nicht nur, weil der Begriff aktuell in diesem Land anders besetzt ist. Die Hintermänner dieser Plattform verstecken sich im Dunkeln und lassen die Seite auf einem us-amerikanischen Server hosten, um hierzulande nicht ob ihrer Inhalte rechtlich belangt werden zu können. Die Seite ist extrem reaktionär, offen homophob und antisemitisch. Das ist jeden Tag auf's neue nachzulesen. In diesem Sinne handelt es sich bei Deckers Vergleich für mich nicht um ein Totschlagargument. Kreuz.net lässt abwechselnd Goebbels zu Wort kommen, relativiert den Holocaust und nutzt dann die auch in rechtsradikalen Kreisen beliebte Masche, sich zu Opfern zu stilisieren, "wie damals".

Dass das katholische Klientel im deutschsprachigen Raum auch seinen rechtsextremen und antidemokratischen Bodensatz hat, ist wenig verwunderlich. Dass es genügend Insider gibt, die eine solche Publikation mit Informationen versorgen, ebenfalls. In diesem Sinne stimme ich Ihnen zu, dass man kreuz.net im weitesten Sinne zum katholischen Umfeld zählen muss, wenn es auch keine katholische Seite im Sinne der Institution ist, die sich die Gewährung einer solchen Attributierung ex cathedra vorbehält. Das gilt ja gottseidank auch nicht für sein halbwegs zivils Pendant kath.net.

Interessant bei der kreuz.net.-Aktivität in Sachen Mixa ist ja, dass man sich nicht entscheiden kann, ob Mixa jetzt ein "Märtyer-" oder ein "Fluchtbischof" ist. Abgesehen von diesem Ereignis, dass kreuz.net einmal mit einer relevanten Insiderinformationen punkten konnte, ist die Plattform in ihrer Bedeutung zum Glück zu vernachlässigen. Man kreist dort immer über die selben drei oder vier Themen. Unterhaltsam ist das Lesen allenfalls so mancher Kommentare, bei denen man nicht weiss, ob der Schreiber tatsächlich so blöd ist, oder ob mal jemand wieder versucht, den Laden aufzumischen.
ChristianBerlin schrieb am 27.06.2010 um 20:07
kreuz.net scheint ja hier ein absolutes Reizthema zu sein.

Stimme aber weitgehend zu. Piraten ist inzwischen anders besetzt, mein Pendant waren aus der Rundfunk-Ära die sogenannten "Piratensender", die auch nicht rechtlich greifbar waren und außerhalb der Regeln standen. Für dieselbe Tatik im Internet kenne bisher keinen eingebürgerten Ausdruck, war nur ein netter Versuch auf einem untergegangenen aufzubauen.

Ich hoffe sehr, dass ich wegen dieser Adaption nicht noch eine Klage von der gleichnamigen Partei kriege, über die ich hier auch irgendwann schon mal berichtet hatte. ;)

PS: Kath.net ist schon halbwegs o.k., da war auch mal ein von anderweitig übernommener Text mir dabei. Allerdings musste ich die damals auch erst zur Einhaltung der Spielregeln bewegen...

Danke für den Kommentar.
j-ap schrieb am 27.06.2010 um 21:02
Sehr geehrter ChristianBerlin,

kreuz.net ist nicht nur hier und nicht nur ein bloßes Reizthema, es ist eine der schlimmsten Hetzerseiten in deutscher Sprache, die ich kenne, und ich bilde mir ein, schon relativ weit im Netz herumgekommen zu sein. Die hat auch nichts, aber rein gar nichts mit einem »katholischen Umfeld« zu tun. Dort gastieren knallharte Extremisten, Reaktionäre und Menschenverächter, die sich ein passendes Vokabular aus der katholischen Theologie gesucht haben, um ihren Hass zu verbalisieren. Mir ist kein einziger seriöser katholischer Theologe bekannt, der damit auch nur anflugweise in Verbindung steht und es entgegen dem oben formulierten Eindruck beileibe nicht nur ein entlegener bürokratisch-technischer Vorbehalt, der die Amtskirche davon abhält, dem dort verbreiteten Schund das Nihil obstat zu erteilen.

Die grassierende, geradezu obsessive Homophobie wurde hier schon thematisiert und sie ist, begrifflich, sogar noch viel zu tief gestapelt, aber damit ist es noch keineswegs getan: Wer sich das antun will, der kann dort auch seitenlange Elogen auf Pinochet und Franco lesen oder historische »Essays«, die der Frage nachgehen, ob ein Katholik namens Franz von Papen nicht seiner »Christenpflicht« am besten gedient hätte, wenn er die Schwarze Reichswehr frühzeitig gegen die nihilistischen Kommunisten (!) eingesetzt und, mit vatikanischem Segen versteht sich, das Heilige Römische Reich wiedererrichtet hätte.

Mal abgesehen davon, daß dieser groteske Schmarrn so ahistorisch ist, daß man's kaum glauben mag, zeigt das ungefähr die Richtung, aus der dort der Wind pfeift. Anders formuliert: Das ist keine Seite, auf die man verlinken, geschweige daraus zitieren wollen sollte, zumal Sie sich das hier auch völlig ohne Not angetan haben. Und es ist ganz bestimmt auch weder eine 'Agentur' noch ein 'Nachrichtenportal' (diese Bezeichnung verdient kath.net dagegen durchaus).

Ich sage das übrigens nicht, um im Modus der Absetzbewegung die Kirche zu retten oder ihre Weste zu waschen. Ich bin zwar formal nach wie vor Katholik, habe allerdings sowohl mit der Kirche als auch der Religion generell nicht viel am Hut, mit der katholischen Spielart abgesehen von meiner Erziehung schon gar nicht, denn vor kaum zwanzig Jahren wäre ich als Freimaurer noch glatt exkommuniziert worden und darf, streng genommen, bis heute (wenn ich denn wollte) die Kommunion nicht einnehmen, weil ich mich im dauerhaften Zustand »schwerer Sünde« befinde.

Gleichwohl wird hier ein Mechanismus einsichtig, der die katholische Kirche seit jeher prägt: Die Wagenburgmentalität. Die kommt nämlich immer dann zum Vorschein, wenn Katholiken das Gefühl haben, daß man zu sehr auf die Una Sancta einschlägt; auch solche Katholiken, die das nur der Form halber noch sind. Genau kann ich Ihnen die dazugehörige Motivbasis nicht erklären, ich kann Ihnen nur sagen, daß das nach meiner Erfahrung so ist.

Einen gruß zum Abend entbietet
Josef Allensteyn-Puch
ChristianBerlin schrieb am 28.06.2010 um 11:27
Lieber Josef Allensteyn-Puch,

auf diesen netten abendlichen Gruß und die schlüssige Darlegung davor kann ich leider erst jetzt erwidern. Was darin gegen kreuz.net vorgebracht ist mir von den Detail- und Hintergrundkenntnissen her überlegen, und ich vermute, sogar die Macher würden sich und ihre Intentionen darin wiederfinden.

Nur (noch mal): Das Tabu, sich überhaupt mit denen im Guten oder Schlechten innerhalb eines seriösen Mediums zu befassen, hat Daniel Deckers in der F.A.S. gebrochen. Mit dessen Veröffentlichung - das müsste deutlich geworden sein - wollte ich mich primär kritisch auseinandersetzen.

Und, das wiederhole ich hier einfach noch mal, in dieser Sache teile ich seine Kritik an kreuz.net nicht, mag auch sonst alles richtig sein: Ich hätte, wenn jemand unschuldig bezichtigt wird und ich hätte das vereiteln können, indem ich die StA-Presse-Kombi-Taktik durch Veröffentlichung einer Information unterlaufen und beenden kann, das auch getan. Speziell dieses Tun und diesen Erfolg, über den sich Mixa-Kaltsteller hier erkennbar am meisten ärgern, kann ich - im Gegensatz zu fast allem anderen bei kreuz.net - nicht unmoralisch finden. Ein kleiner aufklärerischer Punktsieg einer unseriösen Publizistik gegen seriösen Journalismus, der aufklärerisch erscheint, aber verdeckte HB betreibt - gezielt lancierte Informationen weitergibt, ohne dass erkennbar wird, ob überhaupt gegengeprüft wurde, was dran ist oder nicht.

Eines meiner Motive dazu stammt aus dem evangelischen Raum, das habe ich in einem Satz drin. Ich ich habe nicht vor, nur auf die Una Sancta einzuschlagen, ohne für gerechten konfessionellen Ausgleich zu sorgen. Wie bei uns Evangelen mit echten oder vermeintlichen schwarzen Schafen (auch unter den Hirten) umgegangen wird, scheint mir oft ganz ähnlich erst hilf- und dann rücksichtslos zu sein.

Mal sehen, ob ich das diese Woche noch hinkriege, sonst später.

Einen guten Start in die Woche wünscht

Christian (Zur Zeit aus Leipzig)
Joachim Petrick schrieb am 28.06.2010 um 18:39
Hallo Christian,
der Zölibat hat den bejammernswerten Gewinn, dass jeder jederzeit des Bruch des Zölibats, Gleichgeschlechtlicher Liebe, schuldig wie unschuldig, bei günstiger Gelegenheit im Sinne einer bestimmten klerikalen Personalpolitik, wie gerufen, zur Verfügung steht.

Darüber hinaus, hält sich aus fadenscheinig unsicherer Quelle das hartnäckige Gerücht, Bischof Mixa habe bei der Papstwahl im Jahre 2005 als Türöffner und Geldbote für Fürstin Gloria on Thurn & Taxis gedient, die selber wochenlang zu der Zeit, nach eigenem Bekunden bei Sandra Maischberger, in Rom zugegen war, um Kardinal Joseph Ratzinger durch eine kardinale Landschaftspflege von fürstlichem Niveau auf den Stuhl des Vertreters Gottes auf Erden zu hieven.

Nun hat der Mohr, hat Bischof Mixa seinen Schuldigkeit getan, nun kann er, soll er unverzüglich gehen, sich als Zeuge der fürstlichen wie kardinalen Landschaftspflege zu Gunsten von Kardinal Joseph Ratzinger, alias Papst Benedikt XVI, zu aller Papstwahl 2005 Komplott Beteiligten Wohlgefallen, moralisch, zu recht wie unrecht besudelt, in Unsichtbarkeit auflösen.

tschüss
JP
Joachim Petrick schrieb am 29.06.2010 um 00:02
.......günstiger Gelegenheit des vatikanischen Intrigantenstadels ohne Madel im Sinne einer bestimmten klerikalen Personalpolitik, wie gerufen, zur Verfügung steht. ....

tschüss
JP
merdeister schrieb am 28.06.2010 um 21:35
Da bekommt der Mixa eine rein, ich applaudiere und muss dann feststellen, dass mir nicht gefällt, mit wem ich in einer Reihe stehe.

Von den Falschen hat es den Richtigen getroffen.

Ohne Applaus von der Bühne:
merde
Joachim Petrick schrieb am 28.06.2010 um 22:17
MIxa ließ sich, nach kurz gemixtem Hader, eine rein hauen, dass es nur soi in den Möbeln beim Abtransport aus dem Bischofssitz krachte, wie es das vatikanische Gesetz seit der Inqisition befahl
GeroSteiner schrieb am 29.06.2010 um 22:29
Wenn Journalisten nicht mehr unabhängig berichten oder sich mit einer Sache gemein machen und Medien mit ihrer Berichterstattung ein bestimmtes Ziel verfolgen, dass nichts mehr mit unabhängiger und neutraler Berichterstattung zu tun hat, dann sind wir im Bereich der Propaganda.

Die Wandlung Mixas vom Paulus zum Saulus und zurück zum Paulus gelingt hier trotzdem nicht; Mixa ist Täter, kein Opfer.
Joachim Petrick schrieb am 30.06.2010 um 02:51
Mixa wirkt aber, gewollt wie ungewollt, wie alle Täter, investigativ, hier das Sstem der Römisch Katholischen Kirche zerfleddernd aufreißend wie ein Ruhe und Schlafkissen, aus denen alle klerikalen Gedanken Federn in alle Richtungen stiebend heraustäuben.

tschüss
JP
ChristianBerlin schrieb am 08.07.2010 um 22:39
@GeroSteiner

Diese Sicht der Dinge ist aus meiner Sicht richtig und wichtig.

Wir Menschenkinder haben eine einzige Chance mit diesem unserem Leben klarzukommen: Zu lernen, mit Schuld und Verantwortung zu leben. Und dazu gibt es nur einen Weg: Die Punkte erkennen, an denen wir uns selbst belügen und daraus die Konsequenzen zu ziehen. Andernfalls erleben wir uns in der Opferrolle, ohne zu bemerken, dass wir selbst Täter sind.

Mixa scheint diesen Ausweg nicht zu kennen, obwohl er die Quintessens des Evangeliums ist. Er ist nicht der einzige, bei dem das nicht gelingen will, auch nicht der einzige Geistliche, aber doch der, bei der deswegen am brutalsten öffentlich vorgeführt wurde bzw. sich selbst öffentlich vorgeführt hat. Deshalb wurde er (@JP) zu einer ernsten Gefahr für das System.
ChristianBerlin schrieb am 08.07.2010 um 22:39
@GeroSteiner

Diese Sicht der Dinge ist aus meiner Sicht richtig und wichtig.

Wir Menschenkinder haben eine einzige Chance mit diesem unserem Leben klarzukommen: Zu lernen, mit Schuld und Verantwortung zu leben. Und dazu gibt es nur einen Weg: Die Punkte erkennen, an denen wir uns selbst belügen und daraus die Konsequenzen zu ziehen. Andernfalls erleben wir uns in der Opferrolle, ohne zu bemerken, dass wir selbst Täter sind.

Mixa scheint diesen Ausweg nicht zu kennen, obwohl er die Quintessens des Evangeliums ist. Er ist nicht der einzige, bei dem das nicht gelingen will, auch nicht der einzige Geistliche, aber doch der, bei der deswegen am brutalsten öffentlich vorgeführt wurde bzw. sich selbst öffentlich vorgeführt hat. Deshalb wurde er (@JP) zu einer ernsten Gefahr für das System.
ChristianBerlin
Evangelischer Theologe (Pastor) und Freier Journalist. Lebt in Berlin. Mitglied im Journalistenverband Berlin-Brandenburg (JVBB) und im Pfarrverein der EKBO. Singt im Straßenchor.
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Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

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Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
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24.05.2012

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