Frage: Ist es sinnvoll, in einem linken politischen Blatt über Inhalte von Religion zu diskutieren nach dem Motto: Meine ist besser als Deine, weil .... Ätsch-Mann, Bätsch-Mann...
In der alten DVZ, dem Vorläufer, schrieben oft Theologen, m...>> mehr
Die ZEIT soll früher mal ein Blatt gewesen sein, das jeder Studienrat am Donnerstag auf seinem Couch-Tisch liegen hatte, um es unter der Stehlampe am Wochenende zu lesen, Fernseher ausgeschaltet, damit er am Gespräch im Lehrerzimmer über weltbew...>> mehr
"Individualisierter Unterricht" gilt ja als neue strategische Waffe gegen die nächsten PISA-Pleiten, als Großrezept dagegen, dass die Schule nicht mehr - hat sie das je? - alle Schüler erreicht... Lernkabinett, Lernbüro sind da schöne...>> mehr
Natürlich läuft in der Schule alles falsch
und muss dringend reformiert werden. Die Leistung der Lehrer muss gesteigert werden, ihr Selbstverständnis ist völlig außerhalb der Zeit, ihre Praxis sowieso, die Performance der Schüle...>> mehr
Hallo, die Einwände liegen ja auf der Hand: Wissen muss angeeignet, muss "verstanden" werden. "Verstehen" aber ist "Einordnen", das setzt Strukturkenntnisse voraus, die im Internet gerade nicht erworben werden können, deren Anwendung kann da kaum geübt werden. Dennoch: Einfach nur Nein sagen zu dem, was CFüller da ansagt, das dürfte nicht reichen. Denn Recht hat er ja damit, dass das WWW ein unendliches System von Wissen (und Dummheit, muss man hinzufügen) ist, das täglich von den Anwendern des WWW aufgesucht wird. Wissen wird in der Tat in einem völlig anderen Maß und in völlig anderer Form in den einzelnen Lernsituationen zur Verfügung stehen und diese Situationen beeinflussen. Ein Beispiel: Ich sage im Unterricht, die EU hat gerade mal soviel Beamte und Angestellte wie die Stadt München, von einem Wasserkopf kann nicht die Rede sein, holt ein Schüler aus seinem Smartphone eine Milliarden-Euro-Zahl über die Verwaltungskosten der EU, die gewaltig groß ist und ich steh da mit meiner Weisheit... Das Wissen des Lehrers kann in jedem Moment überprüft werden. Muss man sich erst mal dran gewöhnen, das bloße Verbot von Smartphones im Unterricht hilft da nicht viel weiter. Aber es kommt eben auch oft vor, dass von den Schülern nur unverstandene Textschnippelchen aus dem WWW serviert werden, und dann wollen sie, weil es ja richtig ist, auch noch eine gute Note dafür haben... Hier steht eine neue didaktische Aufgabe vor der Schule: Den Schülerinnen und Schülern die Gerüste für das Verstehen der vielen, vielen Wissensschnippel zu geben. Die Erarbeitung grundlegender Begriffskonzepte gehört deshalb in den Mittelpunkt der Schule. Das kann bedeuten, dass das WWW im Unterricht über lange Strecken deshalb nicht genutzt wird, um es später besser benutzen zu können. Da ist an didaktischen Figuren zu arbeiten, die in einem Wechsel von geradezu kontemplativer Begriffsarbeit ohne jeden PC und Arbeit am PC, im WWW, mit Youtube bestehen, das eine klärt das andere, das andere illustriert das eine und bringt neue Perspektiven. Diese didaktische Figur ist noch längst nicht geklärt. Die neuen Smartboards ermöglichen einen so noch nicht gekannten Zugriff auf optische Medien, der immer stärker den Unterricht bestimmen wird. Aber schon fragen die Schüler zu Beginn der Stunde drängend "Sehen wir heute wieder einen Film?", weil das einfacher ist, als sich an einem Unterrichtsgespräch zu beteiligen oder einen Text bearbeiten zu müssen. Wie stellt man im Unterricht den Zusammenhang zwischen der schönen und sehr oft ja auch sehr inhaltsreichen Welt dieser neuen Medien her und dem, was an Struktur und grundlegender Kenntnis im Unterricht verstanden werden soll? Wenn im Unterricht mit den Filmangeboten von Arte oder 3sat arbeitet, über Natur- oder Sozialphänome, dann arbeitet man mit Medien, deren Informationsinszenierung man als Lehrer nicht ansatzweise mit einem Buch oder einem Rollenspiel hinbekommen kann. Sie stellen eine erhebliche Bereicherung dar. Der Unterricht um diese Medien herum muss dann für die Schülerinnen und Schüler aber einen erkennbaren und nachvollziehbaren Mehrwert haben. Sie müssen erkennen können, dass dieser Unterricht sie auf den Gegenstand des Arte-Film vorbereitet, dass sie ihn schneller und gründlicher Verstehen, dass der Lehrer über die Background-Informationen verfügt, die ihnen den Film leichter machen. Und ebenso nach dem Film. Der Lehrer muss den Film so verständlicher machen, dass die Schüler nach dem Film die Arbeit mit dem Film als bereichernd erleben. Da muss es in Zukunft einen eingespielten Wechsel von grundlegender Begriffsarbeit und der Reichhaltigkeit, die diese neuen Medien ermöglichen, geben können, der für grundlegende Konzepte didaktisch schon durchgespielt ist. Da stehen Schule und Unterrichtsentwicklung vor einer schwierigen neuen Aufgabe, die nach meinem Überblick noch gar nicht recht erkannt ist. Nicht klagen, sondern die Chancen dieser neuen Situation erkennen. (Ob mit oder ohne CFüller... egal...) Chryselers
"und dieser Norweger war ein Christentum fanatiker, ein Fundamentalist.Nennen sie es ruhig beim Namen!" Ach was. In seinem dicken Schinken kann man nachlesen, dass er ein völlig instrumentelles Verhältnis zum Christentum hat, etwa S. 1344f. Es ist ihm einfach das Andere zum Islam, was immer er sich unter Islam und Christentum vorstellt.
Traurig ist das Leben, ach, und ich habe alle Bücher gelesen, dichtet Mallarmé. Vor gut zwei Jahren schrieb ich an dieser Stelle einen kleinen Beitrag zur "Narratologie von Reformschulberichten", we...
Man kann an der Schulinspektion gewaltig was rummeckern, vor allem, weil sie auf Zielstellungen prüft, die keineswegs allgemein akzeptiert sind. Un womöglich auch gar nicht machbar sind. Nur folgt daraus, dass die Schulinspektion nach einem Durchgang sagt, dass diese Schule gut ist, nicht, dass sie schlecht ist. Warum freut Ihr Euch nicht einfach mal?
Also mir hat der Artikel recht gut gefallen. Die Lösung vieler gesellschaftlicher Probleme erfolgt ja eigentlich immer über die Bildung. Folgendes entnehme ich dem Artikel als Quintessenz: - kleine Kl...
Sei doch nicht immer so skeptisch: Schule hat ihre völlig eigene Logik, die durch noch so viele Regulierungen nicht gekippt werden kann: Die Kinder wollen, wenn sie nach Hause sagen, was Neues mitbekommen haben, und Lehrer, die das im Blick haben, samt entsprechender Unterrichtsinszenierung, können da auch was hinbekommen, egal, wie die offizielle Rethorik auch lautet. Die eh kaum interessiert. Wie es der berühmte fiktionale Lateinlehrer bei seiner Pensionierung sagte: "Ich habe zig Reformen erlebt und keine einzige mitgemacht." Und genau deshalb war er ein guter Lehrer: Er urteilte selbst. Mit Blick auf seine konkreten Klassen, seine konkreten Schüler. Bitte mehr Profi-Optimismus!
Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben. 2012 steht in den USA im Zeichen des Präsidentschaftswahlkampfs und auch Europa schaut gespannt zu. Christoph von Marschall erklärt die unterschiedlichen politischen Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks und entlarvt typische Vorurteile auf beiden Seiten
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