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Ich habe tatsächlich einen Lieblingsautor – oder was man so nennt. Obwohl mir Krimis normalerweise nur in Hörspiel- oder Filmform gefallen, ist es ausgerechnet ein Krimiautor. Interessanterweise hat es aber erst eine Verfilmung gebraucht, damit ich tatsächlich einmal ein Buch von Friedrich Ani gelesen habe. Meine Freundin hatte schon mehrere Male versucht, mich von seinen Romanen zu überzeugen. Ich habe Idylle der Hyänen aber erst gelesen, nachdem mich vor fast genau zwei Jahren Matti Geschonecks Adaption unter dem Titel Todsünde für das ZDF regelrecht in ihren Bann gezogen hatte.
Das war das erste und bisher einzige Mal, dass ich froh war über die Verfilmung eines Buches. Und obwohl ich den Inhalt schon zu kennen glaubte, habe ich den Roman gerne gelesen und Anis Stil für mich entdeckt. Inzwischen stehen alle drei Bücher der Reihe um den Komissar und ehemaligen Mönch Polonius Fischer in meinem Regal, deren erster Teil Idylle der Hyänen ist. Hinter blinden Fenstern, den zweiten Teil, habe ich noch nicht gelesen – dafür aber auch die Verfilmung gesehen, was ich eigentlich vermeiden wollte. Macht nichts. Ich werde das Buch trotzdem lesen.

Von keinem Autor habe ich so viele Bücher im Regal wie von Friedrich Ani. Aktuell sind es zwölf, darunter ein Gedichtband. Und von keinem Autoren habe ich so viele ungelesene Bücher im Regal.
Das liegt nicht daran, dass ich sie nicht gerne lesen würde. Ich habe einfach zu viele gekauft und zu wenig Zeit gehabt, sie alle zu lesen.
Was mich an Anis Büchern so sehr reizt, ist die Melancholie, das Nachdenklich und Unaufgeregte. Ich habe das Gefühl, mich in ihnen wiederzufinden und gleichzeitig sind sie ganz weit weg von mir.
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Du hast recht. Wolf Haas hab ich auch mal gelesen...aber nur einen. War lustig.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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