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12.07.2011 | 00:20

Wenn Chefredakteure Fußball glotzen- Mein Kontrapunkt

(Kleine Anmerkung zu "Kontrapunkt: Man muss Löw heißen, um Neid zu verstehen", von Stephan- Andreas Casdorf, Tagespiegel, 11.07.2011 )

Jeder hat eine Meinung. Meinung ist die Münze, die wirklich was zählt, nicht Wissen. Selbstverständlich gehört in der medialen Öffentlichkeit dazu, dass der Meinende eine Position erreicht hat, aus der er praktisch zu jedem Thema etwas meinen kann und darf!

Im TV dient als Auftrittsort einer solchen Subspezies der öffentlichen Meinung, die Talkshow. Die bekommt das Publikum zukünftig durchgängig, quasi im Vollversorgungsauftrag, fast jeden Abend in die Birne geschoben, zudem ganz öffentlich-rechtlich und leicht gepflegt.

Genau zu jener Zeit, in der Deutsche aus Unterhaltungs- und Entspannungssucht,  halb schon abgschaltet für den nächsten Tag, sozusagen subliminal wahrnehmend, halb gewillt die kleinen und großen fremden Willen ins eigene dämmrige Bewusstsein einsickern zu lassen, fast ganz schon betäubt vom täglichen Allerlei der Nachrichten im Minutentakt, schlucken, und schlucken, und schlucken, was ihnen ca. 60-80, immer wiederkehrende, scheinbar umfassend weise, grantelnde  Figuren so in den Schlaf hinein singen.

Wie man das in der Zeitung macht, das beweist aktuell  beim "Tagesspiegel", der Kontrapunkt, Stephan-Andreas Casdorf.

Der ist sicher ein leidenschaftlicher Journalist, dazu ein Fußballkenner und spezieller Liebhaber des Frauenfußballs, durch und durch. Das wusste und vermutete man bisher kaum, außer in der Welt der Medien und natürlich sein großes Hausblatt mit Sportteil. Er hat, wie vielleicht weitere 40 Millionen Deutsche (m/w), abgezogen sind schon die begründet Verhinderten und alle Außenseiter, eine Meinung, und die schreibt er nun hin. Ein Kontrapunkt kann nie ein Fehler sein!

Nein, im Meinungsgeschäft geht es um die Meinung und nichts als die Meinung, wenn man am Drücker ist, also Gelegenheit hat und ein notwendiges Gelüst dazu verspürt. - Auf denn, liebes Publikum, nimm´ die meinungsstarken Äußerungen zur Kenntnis, denn so meinungsfreudig wie du, ist der Chefredakteur des Tagespiegels allemal.

www.tagesspiegel.de/meinung/man-muss-loew-heissen-um-neid-zu-verstehen/4381782.html

Christoph Leusch

PS: Zu mehr, d.h., zu einem eigenen, wesentlich inhaltlich getragenen Beitrag, reicht es derzeit bei mir nicht. -Das wird hoffentlich wieder besser. - So muss eben Herrn Casdorfs Artikel als Gegenstand einer Betrachtung herhalten. -Unfair, nicht?

Ich schäme mich und kann es doch nicht lassen. - Zur Sache, deutsche Trainerfrau,  Fußball und WM-Aus, hingegen kann ich nichts Wesentliches meinen, weil ich davon nichts verstehe. Beim Männerfußball ginge es mir übrigens genau so. Das ist tragisch bis unverzeihlich, oder auch nicht, und führt zu einer solchen Betrachtung der veröffentlichten Meinung, die mir ganz zufällig in die abendliche Lese geriet.

Es fehlt mir demnächst der motorsportliche Fachkommentar Herrn Casdorfs zu einer Veranstaltung, genannt Formel 1. Da wären Hühnchen zu rupfen und unbegreifliche Vorgänge zu erhellen. Ganze Ställe gälte es da auszumisten! Demnächst erwarte ich aber eher einen Autotest vom Chefredakteur des Tagesspiegels.

 

 

 

 
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Kommentare
luggi schrieb am 12.07.2011 um 00:39
Naja, abgesehen von den Toren bin ich immer wieder entzückt, wie jetzt auch Frauen mehr als 90 Minuten mit voller Power durchstehen. Zu meiner Zeit, also, als Dopingmittel ganz geheim entwickelt wurden, schafften es hochklassige Teams auf ca. 70 Minuten fußballerische Leistung. Danach wirkten dann Milchsäureüberschuss, lange Barabende etc. sich negativ auf die Kondition aus. Lahme letzte Viertelstunden, Wadenkrämpfe usw. machten einen Spielerwexel irgendwie logisch ... heut' meist taktischer Natur.
Frauenfußball wäre super, wenn nicht soviele 20er das Sagen hätten.
weinsztein schrieb am 12.07.2011 um 01:31
Ich verstehe diesen Blog nicht. Der Tagesspiegel-Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorf gibt doch nur den Schmonzes wieder, der überall nach dem WM-Aus des deutschen Teams zu lesen ist. Sonst nichts.

Dass ich den auch noch kommentiere, wird mich morgen evtl. ärgern.
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