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Wie das bei Achsenmächten so läuft
Was ein Überflug auf der angeblich meistgelesenen Polemikseite des deutschen Webs lehrt
1 Es wird immer persönlich
Böse und gemein waren einstmals immer jene, die uns, die Deutschen, später retteten. So sprach und kündete es die Propaganda auf höchstem, damals bekannten wissenschaftlichem Niveau, aus dem Hause Goebbels und aus dem Reichsrundfunk, dem ganzen deutschen Volke.
Heute wäre Schriftleiterpropaganda und Meinungsmanipulation dieser Art, die man von Walter Lippmanns neoplatonischer Auffassung von der Öffentlichkeit und den Anfängen der staatsgelenkten Medienmanipulation und Politwerbung in den USA, rund um die „Fireside chats“ ableitete, -Frau Noelle-Neumann wurde von Emil Dovifat dazu eigens zum Studium in die Staaten geschickt-, allein schon wegen ihres schlichten Stils, nur unter dem Ladentisch oder bei PI noch an verbohrte Radikale verkäuflich. Es würde mehr über die Dummheit der Vorgehensweise gelacht, wenn da nicht heute und neuerdings, dick über solchen Stilübungen, „Die Achse des Guten“ stünde.
Nur die reale Machtlosigkeit dieser Achse lässt noch gewisse Unterscheidungen zu. Ansonsten erinnern die Stilformen und obsessiven Hauptbeschäftigungen dieses besonderen Achsenblattes im Web, häufiger an längst überwunden geglaubte Zeiten.
Nun sind es die „Gutmenschen“, mißliebige Kabarettisten, z.B. Hagen Rether (Wolfgang Röhl), Fans von irgend wem, z. B. auch jene Ken Jepsens, z.B. auch jene die etwas einfacher strukturiert sind, die fürs Ganze und zur allgemeinen Verdammnis herhalten müssen. - Der Rundum- und Tiefschlag, im doppelten Dutzend, ist wortwörtlich die gängige Methode.
Es sind die Liebhaber der Arbeiten Roger Willemsens und Tina Mendelsohns. Es sind Leute, die den „Bundeshorst“ nicht so schlecht fanden, wie es manches politische Feuilleton und die „Achse“ beschließen. Es sind jene die Johannes Rau nicht für einen Pastor hielten und alle, die Richard von Weizäcker nicht nur für ein Abziehbild von edel, aufrichtig und gut ansehen. - Das ist, in wenigen Worten, die Auslese jener Menschen, die auf Broder und Co., nur für die Monate Oktober und November 2011, zu Volltrotteln und Gefahren erklärt werden, und davon ist das auch nur der Anteil, der dem Anklicker und Schreiber dieser Zeilen, zufallsgeneriert ins Auge stach.
Die Seite arbeitet in Wahrheit fast täglich an ihrem zweifelhaften Ruf.
2 Die Methode: Irgend etwas bleibt immer hängen. In Deutschland aus dem allerletzten Reich bestens bekannt.
Gesine Schwan und Franz Alt gehören daher unter die „zwei handvoll Wichtigtuer“, die ein Broder in einem Schwupp von ca. 25 Zeilen, zusammen mit anderen unter der Überschrift: „Franz die Kanaille“, abfertigt, weil sie sich für eine Vermögensabgabe stark machen. - Es soll Leute geben die solcherart Schmuddelschrieb weiterhin lustig finden.
Sie haben es vielleicht gemerkt, auf der "Achse der Guten" wird es täglich ganz persönlich, ganz ohne Format. Die Achsenmächte sind ausfällig und übergriffig, ganz ohne Anlass und auch schon einmal auf „Fanpost“-Zuruf hin. So werden unter der „Kanaille“, s.o., auch die Familienverhältnisse Franz Alts ausgebreitet, so wie sie unser dauerhafter Siedekopp von der Achsenmacht es gerne sehen und auslegen möchte, ohne dass das irgend etwas mit der Sache, Vermögensabgabe, zu tun hätte.
Namen, z.B. Vornamen, sind selbstverständlich ein Omen, aktuell nun der "Ken", und Äußerlichkeiten, z.B. der Pferdeschwanz eines Kabarettisten, Aufhänger.
Auch der Stürmer hielt sich häufig an Namen und Äußerlichkeiten schadlos. Und als die Macht noch nicht einseitig bei den Nazis lag, hielt er sich sogar zugute, diese Stilart, sei doch nur die gute, die wahrhaftige Polemik! Ein Ken muss daher blöd und beschränkt sein. - Ha, ha, ha!
Über die Dauerbeschallung mit Falschmeldungen in Sachen Umweltschutz und Klima, über die Dauersuada auf der „Achse“ gegen all´ jene, die sich z.B. gegen die krude Welle des Antiislamismus wehren, brauche ich hier nicht zu schreiben. Das dürfte bei dF und dFC bekannt sein.
Eine Kostprobe aus dem Reich der neuen medialen Achsenmächte sei hier, zum Beleg, angeführt:
„Den Mann einen Schwätzer oder Schwadronierer zu nennen (gemeint ist Ken Jepsen, m.Einf.), wäre schon ein Kompliment, er ist einfach balla. Aber er ist es nicht allein. Einer seiner Fans hat mir heute eine lustige Mail geschrieben:....“ - So legt auch jeder X-beliebige Hetzer auf PI seine oberflächlichen Angriffe an und dann kräftig los.
Kein Wunder, dass auf dieser netten Web-Seite auch ein Rafael Seligmann keine Gnade findet. In dem dazu gehörigen Beitrag auf „Ach so gut-Web", „Große Denker der Gegenwart-4“, findet sich keine Herleitung warum man sich denn so entrüsten müsse, kein einziges Sachargument. Es geht nur darum, den Publizisten Seligmann, den Broder notorisch nicht mag, als hoffnungsloses Auslauf- und Nachfolgemodell eines antiquierten Vorkriegsjudentums zu malen. Nebenbei gibt es dann den gewohnheitsmäßigen Rundumschlag, schön dicht gedrängt, immer auf die Personen. Das will ich dem dFC-Publikum aus pädagogischen Gründen ebenfalls nicht vorenthalten:
„Nun werden immer wieder Versuche unternommen, das “deutsche Judentum” wiederzubeleben, durch virtuelle Mund-zu-Mund-Beatmung bei jüdischen Kulturwochen, durch die Gründung eines “Bundes jüdischer Soldaten”, die vom Sonnenuntergang am Freitag bis zum Sonnenuntergang am Samstag keinen Schuss abgeben, und durch deutsche Konvertiten zum Judentum, die das Judentum von der Pieke an lernen, um den Juden das Wesen der jüdischen Identität zu erklären (Bodemann, Homolka), durch Fake-Juden, die ihre Stimmchen gegen Israel erheben (Edit Lutz) und Möchtegern-Juden wie Lea Rosh, die sich toten Juden mehr verbunden fühlen als den lebenden.“
Was ist daran erleuchtend, was ist daran witzig, was ist daran wahr? Nichts!
In Speyer, Spyra, wurde heute, zum 9.November, die neue jüdische Synagoge feierlich eingeweiht. Ein „Haus des Friedens“. Rafael Seligmann hat völlig Recht, auch wenn er dafür auf „Ach´ so gut“ nur Hohn und Spott erntet, „Es geschieht im deutsch-jüdischen Verhältnis viel Gutes. Wir wollen, dass die Welt davon erfährt.“, denn endlich, endlich ist es nicht nur Floskel, Tarnung, billige Geste, Abfindung für Assimilierte, Selbstbetrug über eine tatsächlich gar nicht existierende judaeo-christliche Gemeinschaftsgeschichte und Gemeinsamkeit, bei ansonsten fortgesetzter Diskriminierung, sondern ernsthaft und aufrichtig, das Anliegen und Grundverständnis dieses Landes und seiner Bürger. - Und niemand wird zum ewigen Antisemiten, weil er die Außenpolitik Israels für grundsätzlich falsch angelegt hält, oder an die Herkunft der ersten, wissenschaftlich fundierten Propaganda erinnert.
Christoph Leusch
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Wegen Ihres Beitrags habe ich mal reingeschaut.
"Im Monat September 2011 wurde Achgut 760.000 mal besucht, die Zahl der Seitenaufrufe liegt bei monatlich 2,1 Millionen. Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie eine Anzeige schalten wollen." 25000 Besucher täglich ergeben keine Achsenmacht und wenn die kritischen Gäste Broder & Kumpane fürderhin einfach ignorierten, fehlte noch einiges mehr an Achsenschmiere. Viel gefährlicher als die zu vernachlässigenden bösen Gutkrakeeler sind die auflagenstarken Druckmeinungsmedien und die Radio & TV-Sender, egal ob privat oder gebührenfinanziert, die sich freiwillig gleichschalten, wenn ein Milosevic, Saddam oder Gadaffi zum neuen Hitler stilisiert wird, um einen Krieg als alternativlose "humanitäre Intervention" darzustellen. |
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Ja, gegen die Tendenzen, überall Inkarnationen des Naziübels zu entdecken, habe ich auch entschieden was. Davon werden zwar Milosevic, Saddam oder Gaddafi nicht zu guten Politikern und zu Unschuldigen, aber wenigstens bliebe dann die Bewertungen in einem vernünftigen Maß.
Allerdings sind es dann, in der Gesamtmenge, eher wenige mediale Beiträge, die da trotzdem und notorisch immer und zuerst mit loslegen und um Auflage oder Quote buhlen. Klar, z.B. die schwarzen Hintergründe und roten Rahmen der Spiegeltitel und so manche andere Aufmachung bei anderen Blättern oder im Infotainment, bleiben im Gedächtnis, aber sie sind nicht die Hauptsache. Ich gebe Ihnen auch Recht, wenn Sie die Relevanz der AchGut-Seiten als nicht allzu hoch einschätzen. Mittlerweile haben es ja doch auch viele Leute kapiert, dass Polemik dieser Art wie eine Frau ohne Hirn, wie ein Mann ohne Unterleib daher kommt. Aber hier geht es um die Etiketten, die Broders Team und vorzüglich er selbst verteilt, in der Absicht sie sollen kleben und um diesen aktuellen Fall, Ken Jepsen. Da ist so manches Gift wirksam, wie man selbst im dFC-Forum mitverfolgen kann. Die Jäger der Sprachregelung, die sich selbst immer gegen die PC aussprechen, sind nämlich in eigener Angelegenheit sehr darum bemüht, die PC (political correctness) in ihrem Sinne zu definieren. Grüße Christoph Leusch |
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Ähnlich wie schon "Alfred Hrdlicka" werden heute genau diejenigen verunglimpt, die ihre Arbeiten nicht zur Befriedigung ihrer eigenen Eitelkeit schufen, sondern aus politischer Erfahrung, wie hier Hrdlickas kniender Jude am Mahnmal gegen Krieg und Faschismus:
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Genau an diesem Künstler kann auch die Plattheit der Vorwürfe abgehandelt werden, die bei dem Thema dann auf den Künstler niederprasseln, weil seine Kunst von einigen Passanten und Kritikern als nicht völlig eindeutig interpretiert werden kann (gefallener Soldat mit Wehrmachtshelm). Als ob es darum ginge.
Es geht um diese fatale Sucht, überall Schilder anzubringen und am Ende hilft dann nur, ersatzweise, der Stacheldraht! Aber es ist eben so, dass kein Mensch auf dieser Erde beständig mit geformtem und entschiedenem Bewusstsein durch seine erreichbaren Städte und Orte läuft, sondern meist nur läuft, schaut, sich amüsiert, nicht überlegt, nicht nachdenkt und Ruh´ und Rast sucht, etc. In Berlin könnten Sie ähnliche Geschichten an Eisenmans Soah-Blöcken beobachten. Es ist bestimmt nicht schlecht, wenn da ab und an jemand der sich auskennt hin geht und freundlich, sanft und eventuell erklärend was sagt. Das wirkt dann und wäre eine Verstärkung des Denkmals. Aber Denkmale in einer Stadt und seien sie noch so groß, noch so bedeutsam und noch so eindeutig, werden überall auch zweckentfremdet genutzt. Meist nicht von Schändern und Ewiggestrigen, sondern einfach von Gedankenverlorenen. Die Minigruppe der Bösartigen ist dann was für die Polizei und den Staatsanwalt. Hier ging es um diese medialen Täfelchen: Antisemit, Judenhasser,....Die aktuell dem Herrn Jepsen aufgeklebt werden sollen. Allgemein um die Machart auf "AchGut". Liebe Grüße Christoph Leusch |
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Columbus schrieb am 10.11.2011 um 17:30:
muss Shoah heißen, nicht Soah. C.L. |
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Ein Blick auf die Liste der Autoren dort bei den Achsenmächten ist nicht verkehrt. Für mich die sog. christlich-abendländische Leitkultur in ihrem dumpfen, latenten Rollback in die Feudalgesellschaft; allfällige Wendehälse seien dabei eingeschlossen:
notina.net/3k Und es lohnt immer, auch mal ältere Freitagstexte wieder neu zu lesen. Weniger wegen dem Vordenker auf der Achse, eher ob dieser Querfront (frei nach Robert Kurz) zwischen den positiven und den negativen Auschwitzverdrängern. notina.net/3l Für die einen ist Auschwitz der "Betriebsunfall" deutscher Moderne, kam wie die Aliens über das ansonsten tadellose deutsche Wesen der Leitkultur, ist glücklicherweise vorbei und die Singularität nun deutsche Staatsräson. Für die anderen, die sog. Antideutschen ist Auschwitz überall; und jeder der "schief guckt" ein Antisemit, mindestens. Ein Begriff als Herrschaftsinstrument, auch wenn das sektenhafte Gebaren nicht immer, nicht wirklich zu verleugnen ist. Nochmal Robert Kurz zu diesem im Grunde kontraproduktiven Herrunterbrechen dieser Singularität auf die Niederungen tagtäglicher, gesellschaftspolitischer Auseinandersetzungen und weit über Godwin's Law hinaus als Ausdruck realer, persönlicher Diffamierungen: _____ .....mittels inhaltlicher Kritik an den zentralen Theoremen der sog. Antideutschen aufzuzeigen, wie sich durch moralisch-ideologische Instrumentalisierungen eine notwendige Kritik an antisemitischen Denk- und Erscheinungsformen auf ein derartig sektenhafte anti-antisemitische Weltverschwörungstheorie herunterbringen lässt, die ihrerseits den Antisemitismus infam instrumentalisiert und damit auch verharmlost, ohne es selbst zu merken. notina.net/1l |
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Mir hat der Blick auf das Geschriebene auf AchGut gereicht. Enttäuscht bin ich eher, dass Leute mit Bildung und Ausbildung glauben, dies sei eine gute Art medial aufzutreten.
Liebe Grüße Christoph Leusch |
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Ist hier von dem Broder die Rede, der mit Anstaltskäppi in einem durchgeknallten Auto mit Troddeln an den Fenstern durchs Fernsehen tingelt? Der kann offenbar psychisch nur durchhalten,weil er gesehen haben will, dass deutsche Kinder im Spiel auch mal Juden sein und geschlagen werden wollten. Und weil Israelis nun auch eine Minderheit fertigmachen. (In Gaza rennen Schulkinder vor platzenden Phosphorgranaten weg.)
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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