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Tierisch schön… Es war bereits dunkel in jener Herbstnacht, als ein eisiger Wind die Blätter über die Straße fegte. Starker Regen setzte unbarmherzig ein und prasselte gegen die Fensterscheiben im Armenviertel der Hauptstadt. Kein Mensch wagte sich mehr in besagter Nacht vor die Tür, zu schrecklich der Anblick von heruntergekommenen farblosen Gebäuden, wenn der liebreizende Herbst sein wahres düsteres Gesicht zeigte. Mausetot lag die wohlgenährte Ratte auf dem Gehweg, als das quirlige Schwein die süße Mietzekatze nach dem Weg fragte, um nach dem völlig betrunkenen Huhn zu suchen, das ihm eine schöne Sauerei versprochen hatte. Seit Stunden piff nun das halbe Schwein auf drei Hufen das Lied vom Tod, damit das drogenabhängige Huhn endlich dem unterforderten Storch ein dickes Ei ins Nest legen konnte, somit der alte Hahn nun endgültig Ruhe gab. Nur der fiese Rottweiler hatte wieder ein Mal extrem gute Laune, lag wohl an der fetten Ratte, die ihm zwischen die Zähne kam. Das Rattenblut lief ihm aus dem angsteinflößendem Maul geradezu auf die kleine eingeschüchterte Kakerlake, die neu in der Stadt war. Sie kam mit dem Regierungsflugzeug im Sturzflug an und hatte seit Tagen Panikattacken. Sie sah immer noch den Abschaum der Regierungsriege vor sich. Und wenn sie alle nicht eingeschlafen sind, dann irren sie noch immer durch die verseuchte Stadt. Tierisch schön, dachte die sechsjährige Ramona als sie diese coole Gute-Nacht-Geschichte ihrem zweijährigen Bruder Julian vorlas, dessen zitternder Körper sich an ein rotes Quietsche-Entchen klammerte... ©Corina Wagner, Oktober 2011
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Sie feiern auch wie Menschen den Karneval. ;-)
Musikalische Grüße www.youtube.com/watch?v=_2l_-1Lachg&feature=related |
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Da ja Geschichten nicht immer nur Geschichten , sondern manchmal auch Schichten sind; tiefer liegende Schichten... frage ich mich: Heißt Ramona eigentlich Alice und ist voller Schwarzer Humorpünktchen? Oder steht sie doch eher für Charlotte, die ihrem Brüderchen mittels Quietsche-Entchen die Feuchtgebiete erklärt?
Hier gilt es nachzuhaken, Frau Wagner. "Es war einmal..." war einmal... Wie immer gut formuliert und mit kohlSchwarzer Hinterlist bestückt! |
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Tief liegende Schichten in Gedichten und Geschichten bieten manchmal Anreiz an der Fassade zu kratzen. Vorsicht ist geboten, wenn es sich dabei um eine Gesichtsbaracke handelt, die dann von Botox vorm Einsturz gerettet werden soll, wenn man nach inneren Werten fragt. Eine große Buchstütze mitzuschleppen, kann manchmal wahre Wunder bewirken.
Wenn ich bei Charlottes Quietsche-Entchen-Verschleiß nachhaken würde, könnte vielleicht ein neues Buch über Sexspielzeug entstehen, die dann Millionen Menschen lesen werden, um beim nächsten Anblick von Quietsche-Entchen in Stimmung zu kommen. Nee – da soll Dr. Sommer nachhaken. Bei Zeitungsenten kann man meistens besser nachhaken. Man muss nur vor dem Lesen bereits die Falttechnik begreifen, um dann den schwarzen Humor im Innern zu entdecken. Schönes Wochenende Corina |
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Schaurich schöne Schauergeschichten schreibe und lese ich gerne bei Gewitter mit heftigen Regenschauern, dann läuft einem so schön ein Schauer über den Rücken, wenn es draußen blitzt und donnert. ;-)
Schönes Wochenende Corina |
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Interessante Geschichte, in jedem Abschnitt atmosphärische Dichte und eine kleine Überraschung.
In der Kürze liegt die Würze. Liebe Grüße |
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Solche Kommentare lesen sich wie das Sahnehäubchen auf einem leckeren Feinschmeckersüppchen. Es mundet…
;-) Schönes Wochenende Corina Wagner |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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