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Frieden – Wie geht das?

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Kultur : Thomas Quasthoff

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Regelmäßig erhalte ich von der Schubertiade Newsletter.
Am Mittwoch gab es aus aktuellem Anlass eine Nachricht aus dem Bregenzer Wald, die dann auch in den Medien sehr schnell verbreitet wurde und mich sehr traurig stimmte.


Hier einen Auszug aus dem Newsletter Originaltext vom 11.02.2012:
„Thomas Quasthoff hat sich entschieden, seinen Abschied von der Konzertbühne zu nehmen und seine beihnahe 40 Jahre andauernde, beispiellose Karriere als Sänger zu beenden. Thomas Quasthoff meint dazu:
«Ich habe mich entschlossen, mich nach fast 40 Jahren aus dem Konzertleben zurückzuziehen, weil es mir meine Gesundheit nicht mehr erlaubt, dem Anspruch, den ich immer an mich selber und an die Kunst gestellt habe, gerecht werden zu können. Ich habe dem Beruf sehr viel zu verdanken und gehe ohne Bitterkeit. Im Gegenteil - ich freue mich auf neue Herausforderungen, die es in meinem Leben geben wird. Ich bedanke mich bei allen Musikerkolleginnen und -kollegen, mit denen ich gemeinsam auf der Bühne stehen durfte, bei allen Veranstaltern und bei meinem Publikum für ihre Treue.»
Die Schubertiade verliert mit dieser konsequenten Entscheidung von Thomas Quasthoff eine der wichtigsten Säulen unter ihren Liedsängern, und es gilt in diesem Augenblick, ihm für zahlreiche herausragende Konzerterlebnisse seit 1998 zu danken. Wir sind jedoch glücklich darüber, dass er uns in anderer Form als Mitwirkender erhalten bleibt.“

Ich möchte mich diesem Dank anschließen. Einem großartigen Sänger, der mit seiner warmen gefühlvollen Bassbariton-Stimme meiner Ansicht nach einer der schönsten Stimmen besitzt, die es die vergangenen Jahrzehnten je gab. Die Liebe zur Musik spürt man in jedem Ton, den er bislang öffentlich sang, ob als hervorragender Liedersänger oder wenn er zum Beispiel als Jazzsänger glänzte. Trotz Handicap "Contergan" erlernte er das Klavierspiel, eine Leistung, die zeigt, welche Energie in ihm steckt, um als Musiker in der harten Branche akzeptiert zu werden. Wer ihn einmal auf der Bühne erlebt hat, kann seine grandiose Ausstrahlung, die er besitzt, nachvollziehen. Umso mehr war ich am Mittwoch geschockt, als ich erfuhr, dass er nicht mehr singen wird. Richtiges Singen kann man mit Hochleistungssport vergleichen und deshalb zolle ich ihm meinen größten Respekt!!!
Herzlichen Dank für all‘ die vielen Bühnenauftritte, die er in fast 40 Jahren absolviert hat.

Auszug: Originaltext Machreich Artists Management
Pressemitteilung THOMAS QUASTHOFF
Ausgebildet bei Charlotte Lehmann und Ernst Huber-Contwig in Hannover, startete Thomas
Quasthoff seine Laufbahn mit Wettbewerbserfolgen wie dem Ersten Preis des ARDWettbewerbs
(1988). Er zählte zu den international profiliertesten Lied- und Konzertsängern,
der in allen bedeutenden Musikzentren und mit führenden Orchestern unter Dirigenten wie
Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Christoph Eschenbach, James Levine, Mariss Jansons,
Zubin Mehta, Riccardo Muti, Seiji Ozawa, Sir Simon Rattle, Helmuth Rilling, Christian
Thielemann und Franz Welser-Möst regelmäßig auf der Bühne zu erleben war. Thomas
Quasthoff war «Artist in Residence» im Wiener Musikverein, im Amsterdamer
Concertgebouw, in der New Yorker Carnegie Hall, beim Lucerne Festival sowie im
Festspielhaus Baden-Baden, in der Hamburger Laeiszhalle, in der Londoner Wigmore Hall
und im Barbican Centre.
2003 begab sich der Künstler erstmals auf die Opernbühne. Er sang den Minister/FIDELIO
unter Sir Simon Rattle bei den Salzburger Osterfestspielen. 2004 folgte Amfortas/PARSIFAL
an der Wiener Staatsoper unter der Leitung von Donald Runnicles sowie 2005 unter Sir
Simon Rattle.
Thomas Quasthoff war mehr als 10 Jahre Exklusiv-Künstler der Deutschen Grammophon
Gesellschaft. Drei seiner CDs wurden mit einem Grammy ausgezeichnet und sechs seiner
Aufnahmen wurden mit dem Echo-Preis gewürdigt. Er erhielt zahlreiche nationale und
internationale Auszeichnungen, u.a. 2005 den Verdienstorden der Bundesrepublik
Deutschland, 2009 die Gold Medal der Royal Philharmonic Society in London sowie den
Herbert von Karajan Musikpreis des Festspielhauses Baden-Baden und 2011 die Gold
Medal der Londoner Wigmore Hall. Außerdem wurde ihm 2009 der Titel Österreichischer Kammersänger verliehen.

Ein Wehrmutstropfen bleibt - in der Funktion als Hochschulprofessor wird er auch weiter junge begabte Menschen an der Hochschule für Musik Hans Eisler in Berlin lehren. Außerdem wird er weiterhin Meisterkurse leiten und auch als Sprecher aktiv sein.
Fans können sich freuen. Wer Lust hat kann ihn beim nächsten Nachtgespräch am 22. Februar sehen, wenn er sich mit Katharina Thalbach über die wichtigsten Stationen in ihrem Leben unterhält.
Ab Dezember 2012 wird es eine neue Reihe von „Thomas Quasthoffs Nachtgespräche“ geben.
Er begrüßt dann im Berliner Konzerthaus Promis aus Politik und Gesellschaft bzw. auch Kultur.

Ich verneige mich vor einem ganz großen Sänger!!!
Eine Sopranistin

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