Der Film ist dramaturgisch eher lasch und die Handlung, als auch die Aussagen der "Exkurse" sind sehr absehbar. Teilweise ist es tatsächlich komisch, aber ansonsten nicht besonders überraschend. Interessant ist sicherlich, dass man Fischer vemeintlich nahe kommt. Aber es wäre sicherlich an zusätzlicher Spannung gewonnen worden, wenn man ihn noch mehr mit eigenen Aussagen aus der Vergangenheit konfrontiert hätte oder allgemein mehr O-Töne aus historischem Material einbezogen hätte.
Der Film "Drei" ist tatsächlich sehenswert. Leider passt die Umschreibung 'romantische Komödie' nicht wirklich, weil der Film auch sehr nachdenkliche Seiten hat. Die eingesetzten Mittel werden vor allem wunderbar eingesetzt. Eine abwechselungsreiche Kamera, ein toller Soundtrack, ein wahnsinnig spannender Plot (also vor dem Schauen bitte nicht die Zusammenfassung lesen), ein experimentelles Szenenbild und Schnitt. Ich kann mich nicht an Devid Striesow in anderen Filmen erinnern, aber die Rolle in "Drei" ist sowohl interessant, als auch sehr echt dargestellt. Übrigens ist die gesamte Porträt-Rubrik im FREITAG eine ziemlich tolle Sache, weil immer wieder Leute vorgestellt werden, von denen man weiß, aber nichts über sie weiß. Schön!
Ich habe sogar an einer Universität in Mexiko-Stadt ein Seminar erlebt, in dem über Wallraff gesprochen wurde, als sei er einer der deutschen Soziologen der Neuzeit. Es schien mir, als sei er da richtig bekannt. Die Bücher gabs dort auch, auf Spanisch.
Zu Guttenbergs Auftreten: Er versteht halt, dass Kleider Leute machen und dass dies eben auch wichtig für die öffentliche Wahrnehmung ist. Zu den Aufgabenbereichen des Ministers: Ich weiß nicht, wie viele der Dinge, die ein Minister beschäftigt, tatsächlich auch aus seinem Geiste kommen (oder nicht kommen). O sea: Es gibt sicherlich Vetreter vieler Interessen in seinem Ministerium, die alle berücksichtigt sein wollen/müssen. Das rettet ihn natürlich nicht davor, dass er die Möglichkeiten hätte, Dinge zu bewegen. Aber das erschwert es mit Sicherheit.
Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben. 2012 steht in den USA im Zeichen des Präsidentschaftswahlkampfs und auch Europa schaut gespannt zu. Christoph von Marschall erklärt die unterschiedlichen politischen Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks und entlarvt typische Vorurteile auf beiden Seiten
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