da5id

KrisenLog

09.09.2009 | 09:15

Mord als internationale Verpflichtung

„Da gab es vier Jahre lang ganze Quadratmeilen Landes, auf denen war der Mord obligatorisch, während er eine halbe Stunde davon entfernt ebenso streng verboten war. Sagte ich: Mord? Natürlich Mord. Soldaten sind Mörder.“
Kurt Tucholsky

Auf dem Schlachtfeld hat sich seit dem 1. Weltkrieg nichts wesentliches geändert. Nur auf der politischen, also der Propaganda-Ebene bemühen sich die kriegstragenden Parteien neuerdings, "internationale Verpflichtungen", unsere "Eingebundenheit" in die UNO und ähnliches mehr anzuführen, um die Bomberei zu rechtfertigen, während damals der Krieg noch eine rein nationale "Verpflichtung" gewesen ist.

Das Merkwürdige an dieser Argumentation ist, historisch betrachtet, dass der Völkerbund damals gegründet worden ist, um Kriege zu verhindern, nicht um sie obligatorisch zu machen. Irgendwas ist da falsch gelaufen...

 
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Kommentare
h.yuren schrieb am 09.09.2009 um 10:11
das siehst du so, wie es nicht anders möglich ist, da5id, es sei denn, man ist opfer der propaganda.
mensch ist von natur ein soziales wesen. aber verführbar. die führer verstehen sich aufs verführen. schon vor jahrhunderten und jahrtausenden gab es leute, die das mörderische spiel durchschauten. leider rannte und rennt die masse den falschen versprechungen hinterher. und den ausreden und begründungen.
die kriegsgesellschaft besteht seit ca. 6 000 jahren. die verschiebungen innerhalb dieser gesellschaft haben am kern nichts geändert: der herrschaft.
herrschaft ist seit jahrtausenden der immer gleiche krieg nach innen und nach außen.
herrschaft übersetzt heißt mordordnung. there's no doubt about it.
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Rapanui hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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