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Vor vier Tagen verkündete die französische Finanzministerin Christine Lagarde, sie sei bereit, für das Amt des IWF-Chefpostens zu kandidieren um den in Folge seiner unrühmlichen Affären zurückgetretenen Dominique Strauss-Kahn zu ersetzen. Ihre wenig überraschende Ankündigung fand dann auch rasch Unterstützung unter den europäischen Staatschefs und Finanzministern, was angesichts der derzeitigen Euro-Krise nicht verwundert: Europa braucht einen EU-freundlichen IWF-Chef.
Doch plötzlich störten Stimmen aus den BRICS-Staaten und aus Mexiko die erstaunliche europäische Eintracht in der Personalie Lagarde. Politiker muckten gegen die schon ausgemacht scheinende Nachfolge Strauss-Kahns auf und meldeten ihren Anspruch auf den IWF-Chefsessel an. Schließlich, so die BRICS-Staaten in einer gemeinsamen Presseerklärung, untergrabe die automatische Vergabe des Chefpostens aufgrund der Nationalität die Legitimität des Fonds.
Und Recht haben sie: die traditionelle Variante der Nachfolgeregelung ist zwar für die Europäer am bequemsten, sichert sie doch automatisch den Einfluss Europas im Weltwährungsfonds. Allerdings wirkt das Jahrzehnte alte transatlantische Gentlemen’s Agreement angesichts der veränderten Machtarchitektur heute nur noch wie ein Relikt längst vergangener Zeiten. Wichtige Positionen in internationalen Organisationen sollten nicht über Klüngelverfahren in irgendwelchen Hinterzimmermann, sondern transparent und anhand klarer Kriterien verteilt werden.
Es ist für die Europäer daher jetzt an der Zeit, Wort zu halten und den hehren Bekundungen endlich Taten folgen zu lassen. Die mantraartig wiederholten Versprechungen, den Schwellenländern mehr weltpolitischen Einfluss gewähren zu wollen, können jetzt eingelöst werden. Ein erstes Zeichen europäischer Glaubwürdigkeit wäre es daher, sich dem Wettbewerb um die besten Köpfe zu stellen. Zukünftig muss der geeignetste Kandidat das einflussreiche Amt des IWF-Chefs bekleiden, ganz gleich ob dieser aus Asien, Europa oder Südamerika stammt.
EUer André Zimmermann
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Lieber Herr Zimmermann,
Bloggen ist eine schöne sache, wer aber beharlich auf Fragen anderer Blogger nicht Antwortet muss sich nicht wundern wenn seine Blogs nicht mehr gelesen werden. Ich jedenfalls werde in Zukunft auf diese Blogs verzichten müssen. Auch wenn mich das Thema Intressiert hätte. Liebe Grüße Baphomed |
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Lieber Baphomed,
nun lasse ich mich doch dazu hinreißen, Ihnen direkt zu antworten. Eigentlich hätte ich das gerne Herrn Zimmermann überlassen. Seine bislang nicht erfolgte Antwort, ist der intensiven Verhandlung geschuldet. Die Heads of State sitzen nämlich bereits seit heute morgen gemeinsam mit ihren Sherpas in der Abstimmung um das europäische Communiqué. Und wir wollen doch beide, dass sie sich auf Inhalte und nicht nur auf die pure Kommunikation konzentrieren. Deshalb stelle ich auch die Beiträge für Herrn Zimmermann ein, die er mir direkt aus der Verhandlung zukommen lässt. Über Ihre Kommentare ist er bereits informiert, hat sie allerdings noch nicht lesen können. Er hat mir aber versichert, dass morgen seine Antwort erfolgen wird. Ich denke, ich spreche für uns beide, wenn ich sage, dass wir uns sehr freuen würden, sie als Leser und regen Kommentator zu behalten. Ihre Dana von der Heide |
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"Zukünftig muss der geeignetste Kandidat das einflussreiche Amt des IWF-Chefs bekleiden, ganz gleich ob dieser aus Asien, Europa oder Südamerika stammt."
Ist diese bahnbrechend innovative Idee , dieser schlechthin geniale Lösungsansatz, "der geeignetste Kandidat", unglaublich flexibel eingebracht in den politischen Diskurs, nicht doch eventuell etwas diskriminierend? Wo bleibt Afrika, wo Australien? Ich wär sowieso für den Mann im Mond. Oder doch lieber seine Frau? |
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Hallo Born,
"Zukünftig muss der geeignetste Kandidat das einflussreiche Amt des IWF-Chefs bekleiden, ganz gleich ob dieser aus Asien, Europa oder Südamerika stammt." ich denke hier muss die Politik mehr tuen es wird nötig dieses Amt zu entmachten und staerker zu Demokratiesieren! Was denkst du? Liebe Grüße Baphomed |
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Wie einflussreich und mächtig dieses Amt ist, zeigt am besten der Blick auf die letzten Amtsinhaber. Horst Köhler, Rodrigo de Rato, Dominique Strauss-Kahn, Sparkassengrüßauguste, die der sogenannten 3. Welt die Segnungen des freien Welthandels mit Privatisierungen, Sparauflagen und damit einhergehenden sozialen Einschnitten, vulgo Entlassungen und Lohnkürzungen, unterjubeln wollen.
Und die Musi spielt dazu. |
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genau Born da gebe ich dir Recht, also kann eine Lösung doch nur in einer stärkeren Demokratisierung Dieses Amtes Liegen gewählt durch alle bürger und nicht nur der Präsident sondern auch die Komplette "Cheffetage".
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Wählen wir die Würger
doch durch alle Bürger! Nee, es ist Wurscht wer auf dem Chefsesel sitzt und wer ihm die Akten vorlegt.. Die Ziele werden durch WTO, Terms of Trade vorgegeben. Und dann hat noch wer eine Dollarpresse und einen BIG STICK. |
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okay Kritik verstanden aber welchen Lösungsansatz schlägst du vor?
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Okay, ich geb jetzt mal schnell den Lösungsansatz bekannt, wie Welt & Weltwirtschaft, Finanzsystem, Kapitalismus und die dies alles sichernde Militärmacht sich zum Paradies für alle Menschen entwickelt ...
Oh, es klingelt |
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Lieber Born du weist doch wer es nicht versucht, ist gescheitert! Wer es versucht kann scheitern.
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Hallo Ihr Lieben,
ich gehe jetzt mal OffTopic, es ist nicht gerecht wenn solch ein Projekt hier mit einem Stern bewertet wird. Der Versuch im zusammenhang mit diesem Projekt Transparenz über die Verhandlungen zu schaffen ist schon Meilenweit mehr als Unsere Real gewählten Souveräne schaffen. Also gebt Ihnen eine Chance. Liebe Grüße Baphomed |
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Hallo Danchen,
da ich ja nun aus der nummer nicht mehr rauskomme. Meine Anklage: Die Europäische Union verschenkt wertvolles Potential für die zukunft so es denn nicht auf mehr Demokratie in den Internationalen Gremien Drängt. Dies heist neben Der Wählbarkeit auch die schaffung der Demokratischen Kontrolle selbiger Institutionen, die per heute nicht existent ist. Liebe Grüße Baphomed |
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Soweit alles in Ordnung Baphomed? Oder brauchst du Hilfe?
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Hallo Fro,
deine Hilfe ist immer gern gesehen, hast du dich mit dem Youth Summits Projekt schon vertraut gemacht? Liebe Grüße Baphomed |
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Ja Baphomed, aber die Zielsetzungen sind so allgemein, dass sie bei mir kein Interesse wecken - auch wenn ich das Interesse der jungen Leute schätze.
Ich bin ich für eine Demokratisierung Europas, aber das setzt auch voraus, dass die Europäer Kenntnis darüber haben, was zur Zeit an aktuellen Problemen zu bewältigen ist. Und eine reine personelle Wahl, für was auch immer, hat keinen Sinn, wenn nicht durchschaut wird, worum es zur Zeit in der Welt und in Europa geht. Das fehlt hier leider - auch von Dir, daher meine Frage. |
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Hallo Fro,
ja aua, "dass die Europäer Kenntnis darüber haben, was zur Zeit an aktuellen Problemen zu bewältigen ist" dass ist eines der Themen die ich bestreite. Auch weil ich denke das es DEN Europäer nicht gibt. Ja und ich gebe dir Recht ohne die Aufklärung warum und für was Jemand gewählt wird ist Demokratie eine Fars. Aber auch aufklärung ist bestandteil der Demokratie oder?. Liebe Grüße Baphomed Der jetzt mal einen Ort zum nächtigen sucht, Bis Morgen. Ja und den freunden der Ohrtogrfie wie immer einen schönen grüß von einem Legastheniker. |
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Sorry Baphomed, vielleicht bin ich manchmal zu misstrauisch. Ich verstehe Dein Engagement, Deine Kommentare - auch in anderen Blogs - nicht. Es wirkt mitunter etwas „zerstäubend“. Aber ich bin offen für positive Überraschungen.
Liebe Grüße Fro |
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Guten morgen zusammen,
nun auch endlich ein paar Worte meinerseits zu den vielen interessanten Anmerkungen, die ich nun wiederum in gebotener Kürze versuchen werde zu kommentieren. Viele der Kommentare haben auf die bestehenden Kontrolldefizite in den internationalen Organisationen abgehoben. Diese möchte ich auch gar nicht bestreiten. Natürlich müssen auch die Entscheidungsprozesse in den internationalen Organisationen den Ansprüchen demokratischen Regierens genügen. Allerdings muss auch anerkannt werden, dass bei derzeit 187 Mitgliedern eine effektive demokratische Kontrolle durch den letztlichen „Auftraggeber“ der Organisation und ihrer Mitarbeiter – also durch die Bürger der Mitgliedstaaten – so einfach nicht zu realisieren ist. Was nicht bedeuten soll, dass eine Demokratisierung von vornherein auszuschließen ist. Aber zu bedenken bleibt, dass viele unterschiedliche politische Kulturen mit teilweise stark divergierenden Vorstellungen von „Demokratie“ (ganz abgesehen von wirtschafts- und finanzpolitischen Ansichten) in einer Organisation wie dem IWF aufeinandertreffen und eine grundsätzliche Verständigung aller (wenngleich diese auch nicht zwingend notwendig ist…aber im Sinne eines demokratischen Verfahrens) in so sensiblen Bereichen enorme Anstrengungen und Kompromisse erfordern. Wie leidensfähig man sein muss, hat unser Head of State im Übrigen erst heute Nacht erfahren, als bis um 3.00 morgens das Abschlusskommuniqué für den EUropes Voice Gipfel verhandelt wurde. Und dabei saßen nur vier europäische Staaten am Verhandlungstisch! Zudem ist der IWF erst 2010 tiefgreifende Reformen angegangen und hat den Schwellenländern mehr Einfluss in den IWF Gremien zugesprochen. Diese oftmals als nur kleine Schritte wahrgenommenen Reformen sind oft das Ergebnis langwieriger und schwieriger diplomatischer Verhandlungen. Auch das muss immer bedacht werden. Multilaterale Abstimmungsprozesse bewegen selten etwas von heute auf morgen! Und gerade deshalb wäre es für mich ein erstes positives Signal, wenn die EU mit gutem Beispiel voranginge und für mehr Transparenz und Wettbewerb im Hinblick auf die Besetzung des IWF-Chefpostens sorgt. So könnte ein erster, nicht ausschließlich symbolischer Schritt auf dem Weg zur Schließung der bestehenden Lücken zwischen den Bürgern und „ihren“ Organisationen getan werden. Mir ist wohl bewusst, dass niemand im IWF und schon gar nicht in der EU Siebenmeilenstiefel trägt. Dennoch kann man sich auch mit Trippelschritten fortbewegen! Was den impliziten Diskriminierungsvorwurf und die Frage, wo Afrika und Australien abbleiben, muss ehrlicherweise das Faktum anerkannt werden, dass bestimmte Qualifikationen und Erfahrungen in internationalen Organisationen (in diesem Fall: Finanzorganisationen) eine grundlegende Voraussetzung für die Wahl eines Kandidaten sein sollten. Deshalb ist es im Übrigen auch unwahrscheinlich, dass ein chinesischer Kandidat, sofern nominiert, eine Mehrheit im IWF-Board of Governors finden würde. Ich hoffe meine Position ist deutlich geworden und freue mich auf eine weitere anregende Diskussion, auch wenn meine Antworten manchmal etwas dauern werden! Aber wie gesagt, Verhandlungen können sehr sehr lang werden! EUer André Zimmermann |
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Hallo Herr Zimmerman,
bitte Verzeihen Sie die späte erwiederung. Aber leider war heute ein Langer Tag. Der Artkel 63 der UN Charta: A r t i k e l 63 (1) Der Wirtschafts- und Sozialrat kann mit jeder der in Artikel 57 bezeichneten Organisationen Abkommen schließen, in denen die Beziehungen der betreffenden Organisation zu den Vereinten Nationen geregelt werden. Diese Abkommen bedürfen der Genehmigung durch die Generalversammlung. (2) Er kann die Tätigkeit der Sonderorganisationen koordinieren, indem er Konsultationen mit ihnen führt und an sie, an die Generalversammlung und die Mitglieder der Vereinten Nationen Empfehlungen richtet. Bietet die Möglichkeiten für Staatenbünde eigene Organisatzionen zu Gründen und diese der UN zu unterstellen. Da Aktuell die Kritik der Bürger ja laut ist das eine nicht ausreichende Internationale Finanzaufsicht den Bürgern Ihr vermögen durch Banken und Spekulanten verlieren lässt. Ist es möglich durch Gründung einer Eigenen Internationalen Banken und Finanzaufsicht den Langwierigen Prozess der änderung des IWF zu umgehen und nehmen wir hier mal das Beispiel der SEC zugrunde International der Weltbank ind dem IWF zurseite zustellen. Somit liesse sich ein Gremium schaffen für dessen Akzepanz man auch mit einem verzicht auf den Sessel des IWF Chefs werben Könnte. Liebe Grüße Baphomed |
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Wer zahlt schafft an!
Dank für die vielen Beiträge vom G8-Ableger. Da sind viele Argumente beachtenswert. Trotzdem: ich schreibe dies extra provozierend, weil mit Wunschdenken und "gaga" keine Armut abgeschafft wird; jedenfalls ganz sicher auch keine nachhaltige, ökologische vertretbare Entwicklung. Klar das die europäisch-amerikanische Übereinstimmung bei Lagarde vielen Entwicklungs- und Schwellenländern etwas Kopfzerbrechen bereitet. Lass die mal mit konkreten Vorschlägen kommen, aber ich übernehme doch für die keine Partei nur weil sie die es vielleicht verdienen würden nur weil die sich in internationalen Organisationen nicht angemessen vertreten sehen. Wer hier meint "lass die mal machen" muss nicht unbedingt bessere Resultate hervorbringen. Letztlich sind es die USA und die EU, die als größte Beitragszahler in den Fond beim IWF. China diktiert uns doch täglich was dort unter "freiem Markt" verstanden wird. So sehr ich die Süd-Amerikanischen, Süd-Afrikanischen und SÜ-Ost-Asiatischen Initativen für eine Bereicherung halte, - solange es die USA und EU sind, die in diese Organisationen einzahlen, und nicht China & Co schadet es nicht wenn auch Leute mit einem solideren Demokratieverständnis dort die Entscheidungen treffen. |
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Hallo Dana von der Heide,
die jungen Menschen auf den Fotos haben sich verschiedenfarbige Krawatten umgebunden und stehen inmitten von teuren Holztäfelungen. Was haben die denn vor? Die infantilen Sätze in Ihrem Blog, die mir huldvoll Nachricht davon geben, was Sie da kostümiert in der Holztäfelung treiben, kann ich noch nicht einordnen. Machen Sie sich über mich lustig oder checken Sie's einfach nicht? >>>Zukünftig muss der geeignetste Kandidat das einflussreiche Amt des IWF-Chefs bekleiden, ganz gleich ob dieser aus Asien, Europa oder Südamerika stammt.<<< Was sind denn die Eigenschaften, die jemandem zum "geeignetsten Kandidaten" für den IWF machen? Wie muss ich mir das Verfahren vorstellen? Werden da zuerst Eigenschaften aufgezählt und die Kandidaten daraufhin evaluiert? Ehrlich, fleißig, klug, monogam, gerecht, hilft alten Menschen,... Wer die meisten Punkte bekommt, kommt in den Endausscheid? Es scheint mir, Sie sind hier für einen total bescheuerten Job verheizt worden. Sagen Sie mir jetzt, dass Sie das tun MÜSSEN? |
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Lieber Rapanui,
vielen vielen Dank für ihren sehr konstruktiven Beitrag, ich freue mich immer wieder aufs Neue, wenn geneigte Leser den Infantilismus meiner Beiträge offenlegen. Nun, in diesem Sinne möchte ich ihnen gerne einiges erklären, damit sie nicht auch noch auf der Stufe eines (beleidigten?) Kindes zurückbleiben. Zunächst, erstens, zu ihren Fragen bezüglich der IWF-Nachfolge. Nun, „geeignet“ ist in der Tat ein ambivalentes Kriterium, dennoch absolut treffend. Eine Organisation wie der IWF benötigt einen Direktor, der selbstredend über finanz- und wirtschaftspolitische Expertise verfügt, sich in den Arbeitsweisen internationaler Organisationen bestens auskennt und über ein solides Demokratieverständnis verfügt. Ein Länderproporz sollte dabei eigentlich keine Rolle spielen, bedenkt man allerdings die Stimmenverteilung im IWF, wird ohne die USA wohl nichts laufen. Das ist der wesentlich Punkt meiner Kritik am derzeitigen Wahlverfahren (zur Lektüre sei folgender Link empfohlen: www.imf.org/external/np/exr/facts/pdf/mdsp.pdf ) Zum zweiten Punkt: Es soll tatsächlich junge Menschen geben, die sich für die Belange der jungen Generation interessieren und bereit sind, dafür Verantwortung zu übernehmen. Und das alles ganz freiwillig! Und mit bunten Krawatten. In holzvertäfelten Konferenzsälen. Unglaublich, oder? Ich kann ihnen versichern, wir machen hier einen ganz großartigen und ganz und gar nicht „bescheuerten Job“. Wann haben sie das letzte Mal mit Saudis, Indern, Chinesen, Amerikanern oder Japaner über Entwicklungspolitik diskutiert? Wann haben sie das letzte Mal mit Italienern, Franzosen, Australiern oder Kanadiern bei einem Glas Wein über die Zukunft der globalen Energieversorgung debattiert? Sehen sie! Und noch eines sei zu ihrer Enttäuschung angemerkt: wir werden nicht einmal verheizt! Alles was wir machen geschieht unabhängig von der deutschen Regierung, der Trägerverein ist eine so genannte NGO! (Sollten sie eigentlich wissen, da sie sich ja dezidiert mit unserem Blog auseinandergesetzt haben). Wir alle sind ehrenamtlich und in unserer Freizeit auf eigene Kosten hier in Paris – weil wir die drängenden Probleme unserer Generation anpacken und einen Beitrag zur Völkerverständigung leisten wollen! Nicht mehr, aber auch nicht weniger! Herzlichst, Ihr André Zimmermann |
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@ Dana vom Zimmermann
>>>Wir alle sind ehrenamtlich und in unserer Freizeit auf eigene Kosten hier in Paris – weil wir die drängenden Probleme unserer Generation anpacken und einen Beitrag zur Völkerverständigung leisten wollen! Nicht mehr, aber auch nicht weniger! <<< Wer allen Ernstes annimmt, dass mit dem IWF tun zu können, dem ist wirklich nicht zu helfen. All die selbstlosen jungen Menschen mit ihren Krawatten, sehen wir in wenigen Jahren auf irgendwelchen Posten im IWF, die gleichen Dinge tun, wie diejenigen, die dann mit gut dotierten Pensionen den Ertrag Ihrer heutigen Geschäfte für die Mächtigen dieser Welt genießen. IWF, Robert-Bosch-Stiftung und selbstlos? Oh Mann! |
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>>>Wann haben sie das letzte Mal mit Italienern, Franzosen, Australiern oder Kanadiern bei einem Glas Wein über die Zukunft der globalen Energieversorgung debattiert? Sehen sie! <<<
Weihnachten diskutierte ich mit einer Einwohnerin Buenos Aires' über die Folgen der IWF Politik für Argentinien.... Mit einer Kollegin aus Bolivien unterhielten wir uns über den Kampf ums öffentliche Wasser in Cochabamba.... Noch nie davon gehört, da bei Ihnen in der Holztäfelung? |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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