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Warum erkennen viele nicht die Gefahr einer Errichtung einer Wirtschaftsdiktatur, in der die Demokratie keinen Platz mehr hat? Ja sogar die Errichtung des Faschismus wieder stattfinden könnte! Da wir wieder der gleichen Situation wie 1929 ausgesetzt sind und jetzt schon faschistoide Züge erkennbar sind.
Die Diskriminierung der Menschen die von Hartz4 leben müssen, insbesondere die Langzeitarbeitslosen, seitens der Politik, Wirtschaft und Intellektuellen in der Öffentlichkeit ist besorgnis erregend. Und auch die Verrohung der sogenannten Bürgerlichkeit.
Ist die überwiegende Mehrheit der Bürger in Deutschland rechtsextrem eingestellt und "Nazi"?! Hat man die Geschichte nicht aufgearbeitet, geschweige denn daraus gelernt?
Wenn ich so in den Foren die Kommentare lese, dann ist diese Ideologie des Faschismus immer noch in den Köpfen weit verbreitet. Die eigene Einstellung wird gerne ausgeblendet. Wobei bei solchen Menschen nur allzugerne immer vergessen wird, dass sie selber in einem faschistischen System negativ davon betroffen sein können.
Auf der FAZ las ich mal einen Artikel in dem Zusammenhang. Darin kam zum Ausdruck, dass laut einer Studie jeder 3. Bürger rechtsextrem sei.
Ich kann das aufgrund meiner Erfahrungen eigentlich nur bestätigen.
Warum schaffen es die Menschen nicht friedvoll und humanistisch miteinander zu leben? Warum lassen sich Menschen immer wieder blenden und beeinflussen. Sich in den Sog der Propaganda ziehen. Warum nehmen Journalisten nicht ihre Aufgabe war, investigativen Journalismus zu tätigen.
Mein Fazit....der Mensch ist" schlecht" und hat es im 21. Jahrhundert immer noch nicht geschafft, sich von den Fesseln der Versklavung zu lösen und sein Bewusstsein zu erweitern. Was für eine traurige Entwicklung dies doch ist. Da wir gegenüber dem Tierreich doch von der Evolution Intelligenz mitbekommen haben!
Selbst Bildung schützt davor nicht! Das belegt auch Heitmeyers Studie sehr gut. Und kann ich nur bestätigen! Wobei die Frage wäre, was wichtiger für das "Überleben" der Menschheit ist. Bildung oder soziale, emotionale Intelligenz? Ich plädiere für letzteres. Das hat die Wissenschaft, die Psychologie, auch längst erkannt.
Unternehmer und Manager müssen auch emotionale Intelligenz besitzen. Papiergeld kann man nämlich nicht essen. Und wenn man die arbeitende Bevölkerung nicht ernst nimmt, sie an der Gesellschaft teilhaben lässt, wirds auch keine friedliche Zukunft für das Bürgertum geben.
Leben wir wirklich schon in einer pathologisierten Gesellschaft. In einer Gesellschaft ohne Empathie, Werte, Moral, Achtung und Respekt vorm ANDEREN? In der es nur noch darum geht besser als der andere zu sein. In der nur noch ökonomisiert wird, ohne dabei an den Menschen zu denken. In dem Geld Götze ist und angehimmelt wird.
Diese Entwicklung ist erschreckend. Ein Land voller Narzissten, Blender und Selbstdarsteller. Was man übrigens auch sehr gut auf Blogs im Internet beobachten kann.
Wo man immer noch seitens der Medien zensiert und gesperrt wird. Und das nicht, weil man rassistisch ist, sondern einfach nur die "Wahrheit" sagt und Sachverhalte in den Raum stellt.
Wenn die Entwicklung weiter zunimmt, die Gesellschaft sich weiter entsolidarisiert, ist es bis zum Faschismus nicht mehr weit! Und dann mache ich alle meine Mitbürger dafür verantwortlich. Besonders auch Journalisten, die öffentlich-rechtlichen Medien angehören. Die sich zu Claqueren der Elite gemacht haben und eben nicht mehr ihrem journalistischem Auftrag nachkommen. Nämlich insbesondere bei politischen Themen dem investigativen Journalismus nachzukommen! Sachlich und objektiv zu hinterfragen und dementsprechend auch in den Medien darzustellen.Nicht alle sind so, dass möchte ich noch festhalten. Doch sind es immer noch zu viele.
Ich frage mich auch warum die Medien sich so am Bundespräsidenten Wullf aufhängen? Gehts nur um Auflagen/Profite oder nicht doch etwa um etwas ganz anderes?!
Für mich geht es dabei um viel mehr, als nur um die Person Wullf und seine moralische Verwerfung. Dahinter stehen Interessen. Und zwar politischer Natur!
Damit hat sich aber noch kein Journalist von der "Mainstreampresse" wirklich auseinander gesetzt.
Warum erkennen viele nicht das wir eine Geldsystemkrise haben?! Vorallem aber frage ich mich, warum sich nicht viel mehr Menschen, Journalisten damit auseinander setzen?!
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„Ja sogar die Errichtung des Faschismus wieder stattfinden könnte!“
Die Steigerung in den Fragen kommt zu schnell! Die Gefahr einer Wirtschafts- oder Finanzdiktatur ist deutlich zu sehen. Bis zur Errichtung des Faschismus ist es – glücklicherweise – noch ein weiter Weg. Nur zur Erinnerung: Die Rolle des Militärs wie überhaupt die Militarisierung der Gesellschaft (SA; Rotfrontkämpferbund, Reichsbanner Schwarz Rot Gold) sowie ausgeprägte faschistische Strukturen. „Ist die überwiegende Mehrheit der Bürger in Deutschland rechtsextrem eingestellt und "Nazi"?!“ Meine Antwort: Nein. Es sei denn, man denkt nur schwarz-weiß = rechts-links. Was ich der Frage entnehme und was einem Bündnis demokratischer Kräfte – gelinde gesagt – abträglich ist. |
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Hallo Karin L. ,
„Ist die überwiegende Mehrheit der Bürger in Deutschland rechtsextrem eingestellt und "Nazi"?!“ Ganz klar muss hier gesagt werden nein. Auch deine Vermutung das Rechte gedankengut nimmt zu muss verneint werden. Wer sich Intensiv mit dieser Thematik beschäftigt weis das der Rechte Rand der Gesellschaft in der Auflösung sich befindet. Partein der Rechten Szene Fusionieren nicht aus gründen Mehrheiten zu Gewinnen sondern aus Finanziellen Gründen. Zeitungen der Rechten Szene gehen eine nach der anderen ein. Gerade Aktuell in diesem Monat wird der Größte Versandhandel mit Nazi Artikeln eingestellt. Die Großen Finanziers der Naziszene sind mit Ausnahme einer Person alle Verstorben. Neue Mäzene wachsen zur Zeit nicht nach. Die Grosse Mehrheit der heute noch Aktiven Extremisten hat die 40 überschritten. Neue Leidfiguren für die Jugend wurden unter der Rechtenszene nicht ausgemacht. Also ist eine Vermutung Deutschland sei in Gefahr wider Nationalsozialistisch zu werden zu negieren. Deine Analyse die Bevölkerung würde sich Überwiegend dem Rechten Gehdanken gut zuwenden ist somit nicht haltbar. Hier hättest du sinnvoller von einem Klassenkampf von Oben reden sollen. Der seid bald fast 2 Jahrzehnten betrieben wird. Frei nach dem Motto wer nicht Arbeitet braucht auch nicht Essen. Oder auch gerne genommen die Belegschaft muss Lohnverzicht üben. Der Komplette Sozialabbau und die Entsolidarisierung der Eliten schafft das Aktuelle Klima. Diese Endsolidarisierung ist auch der Grund warum heute noch immer ein Gedankengut da ist das man mit Geld Geld verdienen könnte. Diese Entwicklung wurde seitens der Rot Grünen Schröder Regierung begonnen. Mit der Deregulierung der Banken sowie der Änderung der Sozialgesetzgebung. Das heißt auch wir haben kein Problem des Kapital sondern ein Totalversagen der Letzten 3 Regierungen. Liebe Grüße Baphomed |
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Diese Entsolidarisierung ist aber auch weit in der Mittelschicht verbreitet! Das musste ich selber erfahren. Auch in meinem persönlichen Umfeld!
Ich musste feststellen, dass im Jugendamt über sozial Schwachen hergezogen wird. Ich hatte 1 Jahr mal da gearbeitet. Abfällig über sie geredet wird, ohne das man den Umständen und Hintergründen nachgeht. Für mich war das eine erschreckende Haltung. Nicht nur das man in einem Jugendamt, in der Jugendsozialarbeit so denkt und sich gegen Ausländische Mitbürger stellt. Nein auch, dass man seine eigenen Landsleute abwertet. Und das erfolgte auch von Linken! Das war für mich eine sehr interessante Erfahrung. |
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Hallo Karin L.
ein wenig kleinmütig deine Betrachtung. "Der Mensch ist schlecht" wie kann jemand der den ganzen Tag arbeiten muss um nicht zu verhungern, "Schlecht" sein. Er hat keine Zeit dazu. Das machen die meisten Menschen auf der Welt. Dann sollte doch auch schlecht definiert werden, sonst reden wir von unterschiedlichen Zuständen. Ich glaube auch das die Deutschen den Hitlerfaschismus noch nicht hinreichend bearbeitet haben, sonst würden sie nicht immer die Befreiung davon feiern und hinnehmen das sie den Krieg verloren haben. www.youtube.com/watch?v=5Ha6rSYF5EM&feature=results_video&playnext=1&list=PL5A3E0FE506DEAB4C da wäre eine parallele zwischen heute und Hitlerfaschismus. |
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Lieber Onyx,
danke für deinen Beitrag :-) Ja, das mit dem "schlecht" sein war etwas provozierend gemeint. Ich will zum nachdenken anregen. Und übertreibe daher manchmal ein wenig. Deine Anmerkung: "Er hat keine Zeit dazu." sehe ich etwas anders. Ich muß sagen, dass viele trotz Arbeit noch genug Zeit haben sich selber zu verwirklichen. Sei es im Sport, Hobby usw. Ich möchte das definitiv nicht in abrede stellen! Mir hatte mal meine Tochter mit 18 jahren gesagt: Man hat immer dafür Zeit, was einem wichtig ist. Ich denke das trifft den Nagel auf den Kopf. Wobei ich natürlich sehr gut verstehe, dass es noch mehr im Leben ausser Politik gibt. Da die Krise ja bei uns in Deutschland noch immer nicht so richtig "angekommen" ist, wird sich wohl auch kaum einer davon betroffen fühlen. Noch. Nur wird es vielleicht zu spät sein, wenn es einen selber, die Masse, betrifft. Was das "Nazi" sein betrifft, so hatte mir mal einer eine Frage dazu geschrieben. Sind wir nicht alle irgendwie "Nazi"? Damit bezog er sich auf Focoult. Leider hatten wir nicht weiter darüber diskutiert. Denn nach meiner Antwort darauf, reagierte er nicht mehr. Ich denke er bezog dieses "Nazi" sein auf den Egoismus zum überleben. Oder auf den in uns steckenden Narzissmus. Wobei heute doch viele an krankhaftem Narzissmus leiden, wie Psychologen festgestellt haben. Das hängt mit der Erziehung zusammen. Wenn ich meine Mitmenschen so wahrnehme und registriere wie diskriminierend über sozial Schwache gerdet wird, komm ich zu dem Fazit, dass eben doch viele "Nazis" sind. Wobei diese Einstellung ja durch Sarazzin erst richtig befeuert wurde und mit sozialer Aufwertung seiner selbst zu tun hat. Leider gibt es zu Hitler sehr viele Parallelen. Seine Propaganda ging damals in die gleiche Richtung. Menschen, die nicht arbeiten, sind nutzlos und nichts wert. Ich hatte zu dem Thema mal eine Ausstellung zur Sozialversicherung bei Hitler und zur heutigen begleitet. Die Parallelen waren erschreckend. Ich finde auch diesen Vergleich lesenswert. gerecht2010.wordpress.com/2011/12/29/zuruck-ins-19-jahrhundert/ Ja, die Deutschen haben die Nazistrukturen, das Kapital, nie wirklich aufgelöst. Das scheint mir ein wirkliches Problem zu sein. Und Ideologien werden ja auch weiter gegeben! |
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Liebe KarinL.,
ich bin erst seit 2 Tagen in der freitag community. Da bist du mir gleich postiv aufgefallen in der Causa Ehrensold für Wulff. Auch hier habe ich festgestellt, dass niemand versteht/verstehen will, was du mit Nazi meinst. In meinem Berufsleben habe ich Macht- und Verhaltensstrukturen und -mechanismen kennengelernt, wo ich mir sagte, genau so hat Hitlers Nationalsozialismus entstehen können. Das hatte überhaupt nichts mit Rechtsextremismus zu tun. Ich kann mir vorstellen, dass diese Mechanismen heute in allen Parteien herrschen, besonders in der SPD seit Schröder. Deren Ausfluss oder Manifestation ist die Agenda 2010. Aber mach das mal jemand in Deutschland klar. |
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Hallo Doc.Ex,
vielen Dank für die Blumen :-) Das mit dem positiv aufgefallen kann ich nur zurück geben! Deine Kommentare bei der Causa Ehrensold Wulff waren für mich herzerfrischend. Es kann einen schon sehr betroffen machen, wenn man sieht wie blind die meißten durchs Leben gehen. Und auch ich habe die Macht-und Verhaltensstrukturen im öffentl. Dienst (Landkreis Jugendamt) kennen gelernt. Ich war zutiefst schockiert wie da teilweise mit jungen Menschen umgegangen wird und das dort die gleichen Mechanismen noch vorherrschen wie in der NS-Zeit. Z.Bsp. die Prävention, die ja auch einst unter Hitler existierte. Ich hatte mit der Politik zu tun und hatte mitbekommen, wie gemauschelt und gelogen wurde. Deswegen habe ich auch zu Wulff eine andere Sichtweise. Für mich haben die Deutschen eine vollkommene falsche Wahrnehmung und noch nie ihre Vergangenheit wirklich aufgearbeitet. |
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schrieb am
07.03.2012 um 17:18
"Für mich haben die Deutschen eine vollkommene falsche Wahrnehmung und noch nie ihre Vergangenheit wirklich aufgearbeitet."
Das interessiert mich. Kannst du das etwas näher ausführen? |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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