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Die Trinität im Christentum - Vater, Sohn und Heiliger Geist - dürften rundum bekannt sein. Die Problematik ist, dass diese Trinität kaum zu verstehen ist, und darum gern zum Mysterium erklärt wird. Dabei ist die Trinität, wie wir sie kennen, nur ein Kompromiss, den Kirchenleute auf ein paar Konzilen in der Spätantike und im frühen Mittelalter festgelegt haben.
Auf Metalogos - Ecumenical Coptic Project - ist eine etwas andere Theologie entworfen worden, ausgehend von den drei außerbiblischen Schriften Thomas-Evangelium, Evangelium der Wahrheit und Philippus-Evangelium. Auf der Metalogos-Unterseite 'The Maternal Spirit' findet man eine Illustration, wo Gott quasi als Familie dargestellt ist: paternal (Vater), maternal (Mutter) und filial (Sohn/Kind).
Der entscheidende Unterschied zur mainstream-christlichen Ansicht ist, dass der Heilige Geist weiblich ist - als besser: die Heilige Geistin -, und dass der Sohn durch die spirituelle Vereinigung von Gott-Vater und Gott-Mutter entstanden ist.
Zurück zum Mainstream-Christentum: Man schaue sich dazu beispielsweise die Gottesmutter von Wladimir an und frage sich: Wer wird da dargestellt? Die leibliche Mutter von Jesus, oder die spirituelle Mutter von Jesus? Man frage sich weiters: Wer wird bei der Marienverehrung verehrt? Maria, die leibliche Mutter von Jesus, oder die spirituelle Mutter von Jesus?
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In der Kirche St. Jakob in Urschalling bei Prien am Chiemsee ist der Heilige Geist weiblich dargestellt.
www.celtoslavica.de/imago/_Urschalling.html Die Muttergottes auf der Mondsichel und mit einer Krone ist eine Göttin. www.welt.de/multimedia/archive/01455/madonnen_Cranach_S_1455858s.jpg Auch die drei heiligen Madl Margaret, Barbara und Katharina sind auch Göttinnen. Sie sind keine historischen Heiligen. Das gebrochene Rad der heiligen Katharina ist eine Mondsichel. Die heilige Notburga mit der Sichel ist auch eine christianisierte Mondgöttin. Über die schwarzen Madonnen suche ich noch etwas. die Madonna in Altötting img.fotocommunity.com/photos/6653939.jpg und in Tschenstochau www.marypages.com/Czestochowa.jpg |
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@Schachnerin: Ja, die Darstellung in Urschalling ist passend zum Thema inspiriert. Ich finde es schade, dass im Mainstream-Christentum das Weibliche so dominiert wird vom Männlichen. Ich bin metagendermäßig eingestellt, wie es auch im Logion 22 des Thomasevangeliums so schön zum Ausdruck kommt: Das Männliche und das Weibliche zu einem Einzigen machen, sodass das Männliche nicht mehr männlich, und das Weibliche nicht mehr weiblich ist. Oder anders ausgedrückt: Das Wahre Ich ist two-spirited und hat letztendlich kein Geschlecht.
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Ich erlaube mir den zarten und nachdenklichen Hinweis, dass schon Robert Gernhardt feststellte, dass es sich ursprünglich um zehn kleine Faltigkeiten handelte.
Der entsprechende Text (zehn kleine Faltigkeiten, führen übern Rhein, die eine blieb in Düsseldorf, da waren's nur noch neun...) endet: vier kleine Faltigkeiten hatten es nicht eilig, die eine fiel vom Hochaltar, die andern wurden heilig! Na bitte! Was ist da nicht zu verstehen ;-) |
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@rioges: Hier geht es vielmehr um Spirituelles. Für Weltliches empfehle ich antwortmäßig 'Zehn kleine Jägermeister' von den Toten Hosen.
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"Wer wird bei der Marienverehrung verehrt? Maria, die leibliche Mutter von Jesus, oder die spirituelle Mutter von Jesus?"
Auch wenn die Katholiken und Orthodoxen das mit theologischen Spitzfindigkeiten überspielen wird mit Maria natürlich eine Göttin angebetet, dieses spirirituelle Bedürfnis ist wohl im Menschen angelegt und einer der Gründe für die Popularität Maria |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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