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Liebe Community,
Kulturmanagement.de ruft in Vorbereitung zur startconference zu einer Blogparade auf, mit der Interessierte Beiträge für ein e-Book zur Konference einreichen können. Thema der Blogparade: Geschäftsmodelle im Web 2.0
Wir geben diese Information gerne weiter, da in der Community bereits Texte zur Thematik erschienen sind und vielleicht Interesse besteht, sich zu beteiligen.
Die startconference findet in diesem Jahr im September in Duisburg statt. Zum zweiten Mal treffen dort Menschen zusammen, um über das Potenzial des Web 2.0 im Kunst- und Kulturbereich zu diskutieren.
Texte für die Blogparadekönnen via Trackback, Kommentar oder E-Mail eingereicht werden. Ausführliche Informationen finden Sie hier.
Als Beispiele für Themen werden genannt:

Viele Grüße
Tessa
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Super Idee: Blogbetreiber dürfen gratis und umsonst für das Thema "Geschäftsmodelle im Web 2.0" die Ideen liefern. StartConference pickt sich die besten davon raus und hat einen prima Pool an Geschäftsideen, die dann wiederum vermarktet werden können. DAS scheint mir das beste Geschäftsmodell von allen zu sein.
OK, wahrscheinlich übertreibe ich, aber ich finde die Art und Weise, wie hier wieder einmal die Selbstausbeutung im Kultur(veranstaltungs)bereich forciert wird, indem ganz selbstverständlich davon ausgegangen wird, dass man für umsonst Textbeiträge liefert (und das ausgerechnet zum Thema "Geschäftsmodelle"!), einfach mal wieder bezeichnend für die miesen Arbeitsbedingungen im Kulturbetrieb. |
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@wahr
Ja, die Gedanken hatte ich auch. Scheint ein Trend zu sein, die Kreativität der User abzuschöpfen und kommerziell zu verwerten. Siehe auch auch die Abfrage einer alternativen WM-Hymne. M.E. müssen da klare Regeln her, sodass eine Ideengebung mit möglichen künftigen Einnahmen vergütet wird – prozentuale Vergütung, gemessen am Umsatz. |
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schrieb am
01.05.2010 um 08:19
Der Begriff dafür ist: Crowdsourcing.
Eigentlich war das mal ein positiver Ansatz und betraf nur Aufgaben, die innerhalb eines Unternehmens nicht zu erledigen waren, weil die Kunden/Fans - also die Crowd - ein anderes Gespür dafür besitzt. Heute ist eine Konkurrenz zwischen Profis und der Crowd entstanden, an der die Auftraggeber in hohem Maße partizipieren - letztlich zum Nachteil beider Gruppen. |
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@wahr, @fro:
Schon mal genauer mit Blogs beschäftigt? Schon mal was von einer Blogparade gehört? Wohl noch nie... Einfach hier nachlesen: blog-parade.de/faq/ Währung in der Blogosphäre sind Links. Bei einer Blogparade wird eine Frage aufgeworfen und die Blogosphäre um Stellungnahme gebeten. Jeder Blogger, der sich beteiligen möchte, schreibt dazu einfach einen Blogbeitrag AUF SEINEM EIGENEN BLOG. Die Rechte bleiben NATÜRLICH beim betreffenden Blogger. Es geht dabei nicht um Selbstausbeutung (Blogger wissen schon, warum sie bloggen: Aufmerksamkeit, Expertise zeigen, Aufträge akquirieren, Selbstdarstellung). Eine Blogparade ist für jeden FREIWILLIG und für alle eine Win-Win-Situation: Jeder Blogger bekommt Aufmerksamkeit und Links, die Vernetzung zwischen Blogs mit ähnlichen Schwerpunkten wird gefördert. Kommerziell verwertet wird davon nichts. Aus den Beiträgen der Blogparade erstellen wir ein e-Book, das KOSTENLOS auf der Website der stARTconference sowie der Website von Kulturmanagement Network zum Download bereitgestellt wird. Für jeden, der das lesen möchte. Ohne Anmeldung, ohne, dass er irgendwelche Daten hinterlassen muss. Weder unser Partner Kulturmanagement Network, noch wir (stARTconference) verdienen etwas an der Blogparade oder dem e-Book. Wir stecken nur Arbeit rein (Selbstausbeutung...?) Nochmal @wahr: Kannst Du mir bitte näher erklären, was Du damit meinst: "StartConference pickt sich die besten davon raus und hat einen prima Pool an Geschäftsideen, die dann wiederum vermarktet werden können." Wie, denkst Du, vermarkten wir Geschäftsideen?? 1. Wir sind eine Konferenz, wir verkaufen oder vermarkten keine Geschäftsideen... 2. Wie schon beschrieben, kann JEDER die Blogbeiträge bzw. in pdf-Form das e-Book lesen. Also, wenn Du meinst, man kann ganz einfach eine Geschäftsidee, die auf 3 Seiten erläutert wird, vermarkten, dann kann JEDER das. 3. Wenn Du Dir durchgelesen hättest, was genau die Frage der Blogparade ist, hättest Du gemerkt, dass wir damit nicht Geschäftsideen rauslocken wollen. Die Themen kannst Du ja auch oben im Freitag-Artikel nachlesen, es sind Fragen wie z.B. "Die digitalen Medien haben alte Ertragsmechaniken zerstört oder in Frage gestellt (Zeitschriften, Zeitungen, Musikbranche usw.), aber bringen sie möglicherweise auch neue Geschäftsmodelle hervor?" Bitte, wenn Dir z.B. einfällt, wie Du die Musikindustrie retten kannst, schreib doch einfach einen kurzen Beitrag dazu und vermarkte ihn, indem Du ihn an Universal Music verkaufst. @Tessa: Vielen Dank für den Hinweis auf unsere Blogparade und unsere Konferenz! Wenn sich noch jemand an der Blogparade beteiligen möchte: Wir sind mehrfach um Aufschub gebeten worden und haben die Frist bis nächsten Freitag (7.5.) verlängert. Besten Gruß, Karin Janner PS: Wer am Thema Web 2.0 / Kulturbereich interessiert ist, kommt einfach zur stARTconference (kostenpflichtig) oder nimmt eines unserer kostenlosen Angebote (Blog, Netzwerktreffen, stARTcamps) an. Infos auf unserer Website: www.startconference.org |
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Danke für die ausführliche Antwort, Karin Janner. Ich gehe im Folgenden auf ein paar Punkte ein, wiederhole aber noch einmal das, was ich auch in meinem Ausgangskommentar geschrieben habe, dass ich nämlich wahrscheinlich mit meinen Bedenken übertreibe, was schlicht der Tatsache geschuldet ist, dass in vielen Bereichen der „Kulturindustrie“ unentgeldliche Mehrarbeit (z.B. in Form von Arbeitszeit und/oder kreativem Input) als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt wird. Dass Tätigkeiten im Bereich des Kulturmanagements - die von den einzelnen Teammitglieder von stARTconference ja auch außerhalb von stARTconference angeboten werden - ebenfalls die Gefahr der Selbstausbeutung beinhalten, glaube ich sofort.
ZITAT: „Schon mal genauer mit Blogs beschäftigt?“ Nein, ich habe nur einen. ZITAT: „Schon mal was von einer Blogparade gehört? Wohl noch nie...“ Stimmt. Bis ich diesen Thread von Tessa las. ZITAT: „Währung in der Blogosphäre sind Links. Bei einer Blogparade wird eine Frage aufgeworfen und die Blogosphäre um Stellungnahme gebeten. Jeder Blogger, der sich beteiligen möchte, schreibt dazu einfach einen Blogbeitrag AUF SEINEM EIGENEN BLOG. Die Rechte bleiben NATÜRLICH beim betreffenden Blogger.“ Und stARTconference heimst die meisten Links und Klicks ein und blättert sich versonnen durch den bunten Strauß an Ideen, den Blogger für das Projekt bereitstellen. Es spielt doch dabei überhaupt keine Rolle, ob stARTconference nur verlinkt, oder den Content auf der eigenen Seite einstellt. Wichtig scheint mir, dass Blogger extra für dieses Projekt gratis Ideen generieren und diese Ideen wiederum zur Grundlage genommen werden können, um daraus Geschäftsideen zu generieren, zu optimieren oder zu modifizieren. Das liefert „die Blogosphäre“ für lau, oder wie viele Links kostet eigentlich ein Mars? ZITAT: „Es geht dabei nicht um Selbstausbeutung (Blogger wissen schon, warum sie bloggen: Aufmerksamkeit, Expertise zeigen, Aufträge akquirieren, Selbstdarstellung). Eine Blogparade ist für jeden FREIWILLIG und für alle eine Win-Win-Situation: Jeder Blogger bekommt Aufmerksamkeit und Links, die Vernetzung zwischen Blogs mit ähnlichen Schwerpunkten wird gefördert.“ Jahaha. Aufmerksamkeit, Expertise zeigen, Aufträge akquirieren, Selbstdarstellung - DAFÜR darf der Blogger dann auch seinen Content über stARTconference ganz freiwillig verlinken lassen. Dass stARTconference natürlich den Großteil der Link'n'Klick-Währung einheimst, weil erstmal alle Interessierten auf die stARTconference-Site gehen müssen, ist dann Win-Win, klar. Bin mal gespannt, welcher Blogger allen Ernstes über dieses Konstrukt „Aufträge aquiriert“. Wer soll denn die Aufträge vergeben? stARTconference sicher nicht, oder? Wem dient also die Link-Währung, wenn sie eh in den meisten Fällen für den Blogger nichts wert ist? Sie dient doch vor allem denjenigen, die aus den inhaltlichen Ergebnissen der Blogparade ihren Nutzen ziehen. ZITAT: „Nochmal @wahr: Kannst Du mir bitte näher erklären, was Du damit meinst: 'StartConference pickt sich die besten davon raus und hat einen prima Pool an Geschäftsideen, die dann wiederum vermarktet werden können.'“ Das habe ich völlig intuitiv aus der Luft gegriffen, in meinem hohlen Bauch gewälzt und gänzlich unrecherchiert dahingeschrieben. Reizkontext, der mich dazu bewog: „Geschäftsmodell“-Thema in Zusammenhang mit Gratis-Ideenlieferung mittels Blogparade. ZITAT: „Wie, denkst Du, vermarkten wir Geschäftsideen?? 1. Wir sind eine Konferenz, wir verkaufen oder vermarkten keine Geschäftsideen...“ Als stARTconference sicher nicht, denn die Seite ist unkommerziell (vermute ich zumindest). Wie sieht es nun mit dem stARTconference-Team aus? Auf deinem öffentlichen Job-Profil auf Xing schreibst du selbst, dass unter anderem „Konzeptberatung“, „Projektentwicklung“ und „Geschäftsideen“ zu deinem Geschäftsfeld gehören (Rubrik „Ich biete“). Frank Tentler als weiteres Teammitglied teilt auf seiner Website (franktentler.com) mit, dass er unter anderem den Service-Bereich Consulting anbietet (Auszug aus dem Angebot: „Communities. Wie baue ich eine erfolgreiche Internet-/Intranet- Community?“ Und: „Online Marketing. Viral, Event oder Community- wie sieht die richtige Kampagne für mein Produkt aus?“). Bitte nicht falsch verstehen: Gegen die Beratung von Unternehmen oder Kultureinrichtungen in punkto Web-Auftritt und Marketing ist nichts einzuwenden. Die Vermutung aber, dass die kreativen Ergebnisse eines unkommerzielles Projektes von den Initiatoren auch für die eigene kommerzielle Arbeit genutzt werden könnten, kann man in diesem Zusammenhang ruhig einmal zur Diskussion stellen. ZITAT: „2. Wie schon beschrieben, kann JEDER die Blogbeiträge bzw. in pdf-Form das e-Book lesen. Also, wenn Du meinst, man kann ganz einfach eine Geschäftsidee, die auf 3 Seiten erläutert wird, vermarkten, dann kann JEDER das.“ Jede/r kann eine der Geschäftsideen vermarkten, ja, wenn er/sie von eurer Website Kenntnis hat und einen Kundenkreis kennt, dem man solche Geschäftsideen verkaufen könnte. Ich kenne solche Kunden nicht. Du/ihr wahrscheinlich eher, denn das scheint mir ein Teil deines/eures Jobs außerhalb von stARTconference zu sein. Es geht ja auch gar nicht darum, Geschäftsideen 1:1 zu kopieren, sondern darum, sie als Grundlage für weiterführende Ideen nutzen zu können. Wer kann denn am Ende, wenn einem Kunden eine komplexe Geschäftsidee verkauft wird, wirklich noch herauslesen, welche Eckpunkte darin von wem „inspiriert“ worden sind? ZITAT: „3. Wenn Du Dir durchgelesen hättest, was genau die Frage der Blogparade ist, hättest Du gemerkt, dass wir damit nicht Geschäftsideen rauslocken wollen. Die Themen kannst Du ja auch oben im Freitag-Artikel nachlesen, es sind Fragen wie z.B. 'Die digitalen Medien haben alte Ertragsmechaniken zerstört oder in Frage gestellt (Zeitschriften, Zeitungen, Musikbranche usw.), aber bringen sie möglicherweise auch neue Geschäftsmodelle hervor?'“ Bei dem von dir angeführten Beispielthema geht es doch genau um Geschäftsmodelle. Dazu soll es ja dann die Blogparade geben. Es geht also um kostenlosen Blogger-Content zu einem möglichst gewinnbringenden ökonomischen Thema. ZITAT: „Bitte, wenn Dir z.B. einfällt, wie Du die Musikindustrie retten kannst, schreib doch einfach einen kurzen Beitrag dazu und vermarkte ihn, indem Du ihn an Universal Music verkaufst“ Der Verkauf von Vermarktungsideen an Industrie oder Institution ist nicht mein Job. Ist es nicht eher deiner außerhalb von stARTconference? Aber wie gesagt, wahrscheinlich übertreibe ich. Denn gegen eine Einladung zum Gedankenaustausch im Rahmen von Kulturmanagement-Themen ist ja erstmal nichts einzuwenden. Die Verbindung von der Bitte nach Gratistexten (in Form von Verlinkungen) mit dem Thema „Geschäftsmodelle“ kommt mir aber etwas widersprüchlich vor. Ich kann auf der stARTconference-Site auch keine Stelle entdecken, aus der ich herauszulesen vermag, dass dieser mögliche Widerspruch reflektiert wird. Zwei Lesern dieses Threads auf freitag.de ist er immerhin aufgefallen. |
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Hallo Tessa,
in Wahrheit geht es hier womöglich um eine paradoxe Medien Intervention, indem die Frage von Einkommenssäulen, Einkommens- , Vermögensbildung- und - sicherung der User/innen, Blogger/inen, Redakteure/innen, Autoren/innen in dem Medien zunehmend der Gesellschaftspolitik vor die Tür gekarrt wird, wie dieses andere Branchen mit Forderungen nach Bestandsicherung, -erweiterung durch steuerlich finanzierte Suibvention längst tun. tschüss JP |
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@wahr:
sooo ausführlich werde ich jetzt nicht mehr antworten, aber ganz kurz: Es ist jedem freigestellt, an einer Blogparade teilzunehmen oder nicht - üblicherweise macht man mit, wenn einen das Thema interssiert und/oder man sich davon Aufmerksamkeit verspricht. Es ist auch JEDEM Blogger erlaubt, selbst so eine Blogparade zu veranstalten. Wir als stARTconference haben Blogparaden nicht erfunden, es gibt schon tausende im Netz. (Ich sage aber dazu: Eine gut gemachte Blogparade ist als Veranstalter ziemlich viel Arbeit.) Jeder Blogger muss für sich selbst entscheiden, wie viel von seinen Ideen und Inhalten er der Allgemeinheit zur Verfügung stellt. Ich selbst habe bisher nur gute Erfahrungen mit Teilen gemacht. Angefangen von meiner Diplomarbeit über meine Präsentationen, Artikel und Stellungnahmen, ich stelle alles kostenlos ins Netz, unter einer cc-Lizenz. Ich habe keine Angst, dass man mir Ideen klaut - Ideen, die man ohne Mühe kopieren kann, sind als Ideen eh nichts wert. In meinem eigenen Blogbeitrag zur Blogparade habe ich z.B. Konzept + Geschäftsmodell meines Spieleverlages offen dargelegt. Gut, könnte jetzt theoretisch jeder klauen... Wenn Du übrigens bei Xing richtig gelesen hättest, wäre Dir aufgefallen, dass Geschäftsideen bei mir unter "ich biete" und nicht unter "ich suche" steht. Tatsächlich habe ich selbst so viele Geschäftsideen, dass meine Zeit nicht ausreicht, um sie durchzuführen... Denn eine Idee im Kopf zu haben oder auf 3 Seiten zu skizzieren ist nicht zu vergleichen damit, daraus ein Unternehmen zu bauen... Ich bin jedenfalls bisher gut klar gekommen mit dem Web 2.0, dem Teilen von Erfahrungen und Wissen, dem gemeinsamen Entwickeln von Ideen, dem gemeinsamen Weiterkommen mit neuen Themen. Wer davon nichts hält, der muss ja nicht mitmachen... |
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Das es gut ist Ideen zu teilen, sehe ich so wie du. Erst dann können sie weiter entwickelt werden.
Xing habe ich richtig gelesen (Rubrik "Ich biete"), daher habe ich es ja auch so geschrieben. Viel Erfolg. (Ernst gemeint) |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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