derfreitagsmaler

derFreitagsMaler

19.02.2009 | 15:16

Playback-Radio für Vergessliche

Ich komme aus NRW und höre dort sehr regelmäßig unterschiedliche Sender des großen WDR. 1Live, WDR2 etc. laufen bei mir eigentlich den ganzen Tag über. Seit einiger Zeit bekomme ich aber immer mehr den Eindruck, die Redaktionen/Moderatoren der Sendungen halten ihr Hörer für durchweg debil und dement, was deren Erinnerungsvermögen angeht.

Warum? Wenn ich z.B. einen dieser Sender von morgen 6 bis 9 Uhr anschaltet, höre ich alles mindestens zweimal. Jeder Beitrag wird zweimal gebracht und selbst die Anmoderationen und Witze sind bis aufs Komma identisch. 

Mir kommt das wie die Radio-Playbackshow (ohne Marijke Amado!) vor. Von den zahlreichen privaten Radios bin ich das ja schon fast gewohnt. Aber von Sendern, die mit dem Geldder Bürger (GEZ!) finanziert werden und dafür im Gegenzug Qualitätsjournalismus anbieten wollen, ist das doch ein ziemliches Armutszeugnis.

Ich möchte Radio hören, um aktuell und individuell informiert zu werden. Sonst macht Radio auch keinen Sinn mehr. Denn hörbare Infos kann ich mir auch als Podcast selbst zusammenstellen, inklusive Musik nach meinem Geschmack!
 
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Kommentare
satyasingh schrieb am 21.02.2009 um 00:12
Unsere öffentlich-rechtlichen Medienanstalten (wie sie so schön genannt werden) finanzieren sich aus den Rundfunk- und Fernsehgebüren. Die GEZ (Gebühreneinzugszentrale) ist für den Einzug dieser Gelder verantwortlich. Die Bürger erhalten also für ihre Gebühren eine direkte Gegenleistung, wie immer man sie auch bewerten mag.

Aus Steuergeldern finanzieren sich die öffentlich-rechtlichen Medien jedoch nicht.
derfreitagsmaler schrieb am 21.02.2009 um 14:23
Vielen Dank, das stimmt natürlich, da habe ich mich zu unpräzise ausgedrückt. Habe deshalb eine andere Formulierung verwendet.
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