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Mein offensichtlicher Vorteil als Blogger? Simpel. Meine Meinungsfreiheit. Mein nicht weniger wichtiger Vorteil, den ich als Internet-User der allerersten Stunde definitiv niemals vergessen, noch verraten werde: Die Anonymität. Im Unterschied zu den – von mir im Übrigen überaus hochgeschätzten – Qualitätsjournalisten, muss ich mich nun in der aktuellen Diskussion, angestoßen unter vielen anderen, auch von unserem – aus Gründen des Identitätsschutzes hier nicht näher mit Klarnamen genannten – aktuellen Bundesinnenminister, zum Glück nicht mit Klärung der (fachlich wahrscheinlich kümmerlichen) Tatsachen auseinander setzen, sondern kann direkt in Polemik verfallen, eben jenen Minister der Nichtteilhabe an der aktiven Netzgemeinde der frühen oder mittleren Jahre zu bezichtigen. Schlicht und einfach aufgrund seiner – von wem auch immer in seinem Berater-Stab real formulierten aber stets schlicht bleibenden– Forderung: „Das Ende der Anonymität im Internet.“
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Ich sympathisiere jetzt einfach mal offen mit dieser deiner Meinungsäußerung.
Auch ich wünsche mir ein "freies Netz" für freie Leute! |
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Damit hast Du in lockeren 10 Worten exakt dasselbe gesagt wie ich ich ... etwas mehr ;-) Danke!
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--wie jetzt, 10 Worte, soo viel ?!
der Dank ist ganz meinerseits = ) |
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"Ich, als Privatmensch Markus G. Sänger..."
Geht mir ebenso, und dennoch würde ich mir wünschen, dass in "normalen" Foren der Stellenwert von Nichtanonymen vom Plattformbetreiber höher angesiedelt wird, als der von Anonymen; gar sehr deutlich an die Community kommuniziert. Weil doch der Plattformbetreiber oft von den Anonymen instrumentalisiert wird, zur "Drecksarbeit" animiert, zur sog. "Neutralität" aufgefordert wird. Und den Anonymen, der sich wegen einer gespreizt vorgetragenen Entrüstung wegen einer Beleidigung dann "outet"; realweltliche Konsequenzen androht, den hat die Welt noch nicht gesehen. Vice versa schon, der Nichtanonyme, der leicht Identifizierbare dagegen, der hält sich in der Regel und auf dem Niveau unterhalb der Gürtellinie zurück, auf ähnlichem, rassistischen, sexistischen etc. Niveau zu antworten; die rechtliche Relevanz liegt auf der Hand... Insofern meine ich, liegt auch ein Gutteil Bigotterie in der aktuellen Diskussion. Die alltägliche, eher in den grassroots der Foren angesiedelte Kultur der Beleidigungen, der Diffamierungen hat mit dem Krieg der "Streichler von Benzinkanistern", der Redenschwinger im Sportpalast, den allwissenden (gewalttätigen) Heilsbringern exterritorialer Kommandoaktionen, der amtlichen "Freude" über mögliches Gelingen nur mittelbar etwas zu tun. Und die technischen Möglichkeiten (z.B. via einem VPN-Proxy) sind wohl jenseits des Verständnishorizonts eines Friedrich (Zimmermann). Btw. So einen, die eigene IP maskierenden VPN-Proxy nutze ich (sporadisch) ebenfalls; wenn Youtube mir mal wieder sein Bedauern ausspricht. Bin ja kein Terrorist, der sich gern mal vom BKA (und massenmedial) vorführen läßt, weil er die falschen Grillanzünder für seine richtigen Bomben gekauft hat. |
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Deine Meinung schwingt bei mir hoffentlich auch ein wenig mit. Ich selber sehe es auch - und ich gehe nur von mir aus - für mich persönlich als wichtig an, mich nicht hinter Pseudonymen zu verstecken, sondern ich zu sein. Anonyme können bestimmt Missstände aufdecken, aber ändern können nur reale Menschen etwas. Dennoch möchte ich eine Lanze brechen für diejenigen mit weniger Mut zur Meinung. Es gibt unendlich viele, die eine dezidierte und fern jeder Radikalität liegende Meinung haben, sich aber niemals trauen würden, diese öffentlich zu machen unter ihrer eigenen Flagge.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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