Nachdem ich in den vergangenen Tagen so viele Überstunden machen musste, dass ich es nicht geschafft habe, die angebotenen Verantsaltungen zu besuchen, war ich heute nun das erste Mal dort. Praktischer Weise fand es heute nicht in einer Privatwohnung, sondern im Großen Saal unseres Gemeindehauses statt. Vorbereitet war es von einer Mitarbeiterin der Gemeinde und ihrer Familie. Als ich kurz vor beginn dort ankam, hatten bereits 14 Besucher an einem großen, weihnachtlich geschmücktem Tisch Platz genommen. Es gab (selbst gemachte) Plätzchen und wahlweise Glühwein oder Tee zu trinken. Nachdem wir vom Gastgeber begrüßt worden waren, wurde eine kleine Andacht von etwa 20 Minuten gehalten. Der Ablauf war ebenso wie alle Texte und Lieder in einem kleinen Heft abgedruckt. Es wurden Lieder gesungen, Gebete gesprochen und ein Dialog zum "Thema des Tages", heute der "Barbaratag", gelesen. Hierbei erfuhren wir etwas über die Tradition des schneidens sogenannter Barbarazweige: Schneidet man heute Versütjazweige und stellt sie ins Wasser, so blühen sie am heiligen Abend. Der Segen bildete den Abschluss der Andacht. Danach wurden Weihnachtsbäckereien in gemütlicher Runde gegessen und Tee oder Glühwein getrunken. Die älteren Leute erzählten noch mehr Tricks und Tipps, wie weihnachtliche Pflanzen die lange Adventszeit überstehen. Nach etwa einer Stunde gingen alle wieder nach Hause. Mir hat es sehr gut gefallen und ich hoffe bald wieder eine Tür in unserem lebendigen Adventskalende öffnen zu können.
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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