Jeder von uns kennt sie aus seinen Kindertagen: Die Rede ist vom Adventskalender. Meist für Kinder gedacht mit 24 Türchen hinter denen sich kleine Schokoladenstückchen oder Bilder mit weihnachtlichen Motiven verstecken. Soweit, so gut. Doch was ist ein lebendiger Adventkalender? Dahinter steht eine Idee, die mir dieses Jahr von meiner Kirchgemeinde zugetragen wurde. Vom Pfarrer erhiet ich ersteinmal eine typischen "Bildchenadventskalender", nur das so die Erklärung auf der Rückseite, dass sich hier keine Blidchen, sondern Adressen in meinem Stadteil finden. Jeden Abend vom 1. bis 23. Dezember bekommt man so eine Adresse wo man dann um 17.30 Uhr hingehen kann und eine kleine Adventsandacht gehalten wird und man danach ins Gespräch kommen kann. Kingt ersteinmal ganz gut, dachte ich mir. Gerade wo in unserer Gesellschaft doch immer mehr Menschen als Singels also allein durch das Leben gehen was gerade in der Adventszeit immer wieder schmerzlich bewusst wird. Doch dann kamen mir die ersten Bedenken: Wer stellt seine private Wohnung für do etwas zur Verfügung? Also meine wäre zu klein, war mein erster Gedanke. Und der zweite: Ich will ja nicht wildfremde Leute in meine Wohnung lassen. Oder kommen doch wieder nur die altbekannten, die sogenannten üblichen Verdächtigen, die nahezu jeden Sonntag im Gottesdienst sitzen und beim Gemeindefest als erstes kommen und als letztes gehen? Lauter Fragen, aber keine Antworten. Desshalb habe ich mich entschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen und an mehreren Abenden diese Veranstalltung zu besuchen und meine Erfahrungen hier mit euch zu teilen. Vieleicht hat ja der eine oder die andere schon Erfahrungen mit dem lebendigen Adventskalender gemacht oder hat andere Fragen, die ich hier nicht gestellt habe? Wir werden sehen.
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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